Profilbild von Maerchens-Buecherwelt

Maerchens-Buecherwelt

Lesejury Star
online

Maerchens-Buecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Maerchens-Buecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2019

Intrigen rund um eine berühmte Sportklinik in Aspen-nette Kurzgeschichten-Reihe

Crystal Lake – Nebenwirkung Herzklopfen
0

Es empfiehlt sich, die Reihe von Anfang zu verfolgen, damit man mit den fortlaufenden Handlungen besser vertraut ist und weiß, was genau bisher passiert ist. Leider ist es aufgrund er Kurzgeschichte nicht ...

Es empfiehlt sich, die Reihe von Anfang zu verfolgen, damit man mit den fortlaufenden Handlungen besser vertraut ist und weiß, was genau bisher passiert ist. Leider ist es aufgrund er Kurzgeschichte nicht auch noch möglich, immer wieder eine Rückschau zu halten.


Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt, auch im zweiten Teil erlebt man die Geschichte der Krankenschwester Jane, die sich um den verletzten Eishockeyspieler David kümmern soll, allerdings nicht mit seinem Manager und Trainer gerechnet hat, die ihr das Leben schwer machen.
Auch die gestartete Klage des Anwalts Ryan und gleichzeitig Exmannes der Leiterin der Klinik Allana nimmt immer mehr Fahrt auf und er ist wirklich mit allen Wassern gewaschen und scheut auch nicht vor Intrigen zurück. Gleichzeitig erlebt die süsse Krankenschwester Clare eine üblen Zusammenstoß mit dem Anwalt und wird in ein mieses Spiel gezogen.

Für zwischendurch sind die Geschichten wirklich gelungen, wenn man etwas kurzweiliges, romantisches, leicht kitschiges lesen mag, dann ist man hier genau richtig. Ich find die Reihe wirklich nett, werde auch die nächsten Teile lesen, denn irgendwie zieht sich der Erhalt der Klinik durch die jeweiligen Folgen, es wird immer spannender und schwieriger und auch wenn die Happy Ends absehbar sind, der Weg dahin ist halt doch etwas holprig und irgendwie schließt man die jeweiligen Krankenschwestern mit jedem Teil mehr ins Herz, verfolgt gespannt ihren Werdegang und ihre Freundschaften. Und natürlich klappen nicht alle Beziehungen so locker flockig, was das Ganze dann noch wieder interessanter macht.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Sportklinik in Nöten

Crystal Lake – Notfall Liebeskummer
0

Das ist jetzt der 3.Teil der Crystal Lake Reihe, die man schon der Reihe nach verfolgen sollte, um fortlaufende Handlungen besser verstehen zu können, denn auch wenn in jedem Teil eine weitere Krankenschwester ...

Das ist jetzt der 3.Teil der Crystal Lake Reihe, die man schon der Reihe nach verfolgen sollte, um fortlaufende Handlungen besser verstehen zu können, denn auch wenn in jedem Teil eine weitere Krankenschwester ihr Glück findet, so zieht sich die Grundgeschichte um Intrigen, Verhältnisse und die Existenz des Krankenhauses durch jeden Teil.
Die Kurzgeschichten gefallen mir ganz gut, Ein bißchen Herz/Schmerz, etwas Kitsch und viel Romantik.
Bislang ist immer eine der Krankenschwestern einem Patienten begegnet, der sich in dem Sportgebiet in Aspen verletzt hat und nun im Crystal Lake wieder fit gemacht wird. In diesem Teil passiert dies Clare und dem etwas hitzköpfigen, egoistischen Patienten Finn. Clare ist gerade vom Streitgegner Ryan und dem Exmann der Krankenhausleitung Allana mies für seine Zwecke vorgeführt worden, doch sie hat ein goldenes Herz und geht auch auf die übellaunigsten Patienten liebevoll aber auch wortgewandt ein. Ich finde sie sehr sympathisch, doch was wäre eine gute Krankenhausserie, wenn es nicht auch Zickenkrieg und Intrigen geben würde und genau das passiert ihr auch.
Die Klinik muss sich weiterhin mit einer Klage wegen Behandlungsfehlers rumschlagen und dabei kommt Allana immer mehr Einzelheiten auf die Spur.
Ich werde auch die nächsten Teile lesen, es ist unterhaltsam, auch wenn man als Leser das Happy End erahnt, aber die Art und Weise ist immer anders und irgendwie nett entwickelt. Auch die schon bekannten Charaktere lernt man immer besser kennen und lieben und von daher, wer gern mal was für zwischendurch lesen mag, ist hier genau richtig.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Kampf ums Erbe

Das Erbe der Porzellanmalerin
0

Der zweite Teil um Geraldine und ihre berühmte Porzellanmalerei... Ich hab zwar den 1.Teil leider noch nicht gelesen, aber man kommt sehr gut mit der Fortsetzung klar, auch ohne Vorkenntnisse. Einige Details ...

Der zweite Teil um Geraldine und ihre berühmte Porzellanmalerei... Ich hab zwar den 1.Teil leider noch nicht gelesen, aber man kommt sehr gut mit der Fortsetzung klar, auch ohne Vorkenntnisse. Einige Details werden hier nochmal wiederholt und auch im Vorspann werden die betreffenden Personen nochmal gelistet.
Es ist wirklich interessant, wie Geschichte in einem gut unterhaltenen Roman verpackt wird, der einen von Anfang bis Ende nicht loslässt und man hofft, dass alles gut ausgeht. So auch mit Geraldine, die ja das Rittergut ihres Vaters geerbt hat, doch viele Neider auf den Plan treten, die sie dafür verantwortlich machen, dass sie als Frau das Gut leitet und so eine hohe Position inne hat oder eben auch durch sie ihrer schlechten Arbeit oder Intrigen überführt wurden und ihren Posten verloren haben. So erfährt sie in dieser Geschichte Druck von allen Seiten, auch durch ihren Halbbruder Peter, der nichts unversucht lässt, ihr das Erbe streitig zu machen.
Sie hat keine leichte Aufgabe in einer doch noch sehr dominierenden Männerwelt, aber sie kämpft mutig und tapfer, doch leider kommt sie an einen Punkt, wo es weder vor noch zurück geht und ihre Existenz bedroht wird.

Mir gefällt ihr Umgang mit den Angestellten sehr, die sie immer gut behandelt und ihre Arbeit auch schätzt und zeigt. Frau Ara und ihr Bruder Thomas, der sich als Verwalter tatkräftig einsetzt, Maurice der Hausdiener, Janne und ihre beiden Kinder, die ihr als Zofe dienen und der Jurist Frederik Nehmitz, ein treuer Freund, der durch seine Tätigkeit als Jurist viel für sie kämpft.... Doch im Leben kann man nicht immer Glück haben, es geht nicht alles nur glatt und gut, deswegen finde ich die Geschichte auch toll geschrieben. Auch was die Arbeit ihres Vaters angeht und dieses Wissen und Erbe weiter zu führen, als Andenken an ihn- doch auch hier gibt es viel Kummer und Kämpfe.

Die jeweiligen Charaktere, egal ob gut oder negativ dargestellt kennenzulernen, macht es zu einem spannenden Erlebnis, man trauert, lacht, fiebert mit und hofft, dass es doch noch eine Lösung gibt und hält die Geschichte dadurch total lebendig. Eindrücke in die Bemalung des Porzellans, die Fertigstellung und Wirkung auf die Menschen sind so authentisch beschrieben, man hat die Abbildung sofort vor Augen und erlebt ein Stück vergessene Geschichte...

Der Schluss ist vielleicht etwas überraschend, ich hab tatsächlich erstmal geguckt, ob es noch weitere Teile gibt, aber so hat der Leser die Möglichkeit, seine Phantasie noch ein wenige selbst auf die Reise zu schicken.

Ein paar Formulierungen waren etwas gewöhnungsbedürftig, einige Rechtschreibfehler haben sich gerade bei Geraldines Namen eingeschlichen, aber im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen.

Veröffentlicht am 03.08.2019

Inkognito-Prinz

Herz trifft Prinz
0

Wo die Liebe hinfällt- so könnte man die Geschichte beschreiben, die wirklich ein wunderschönes neuzeitliches Märchen ist und doch so viel Tiefgang hat und zum Nachdenken anregt.
Oberflächlich betrachtet ...

Wo die Liebe hinfällt- so könnte man die Geschichte beschreiben, die wirklich ein wunderschönes neuzeitliches Märchen ist und doch so viel Tiefgang hat und zum Nachdenken anregt.
Oberflächlich betrachtet liest man eine Geschichte über eine Journalistin, die momentan in einer unglücklichen Affäre mit einem Schriftsteller steckt, der sie ewig lange hinhält. Als Journalistin setzt sie ihre neue Chefin ordentlich unter Druck, denn es geht nicht mehr um tiefgründige Themen, die die Menschen nachdenklich stimmen sollen, sondern um die Klickzahlen, egal wie ein Artikel geschrieben ist- es muss nur sensationsheischend sein. Doch damit kann sich Ellen nicht so wirklich anfreunden, bis sie tatsächlich auf einen Prinzen inkognito trifft und unter Druck gerät, eine heimliche Lovestory zu schreiben, um ihren Arbeitsplatz zu sichern. Leider hat sie nicht dran gedacht, wie schnell das Chaos perfekt ist, wenn sich nämlich Gefühle einschleichen.
Jetzt muss sie sich mit dem Druck des verschmähten Liebhabers auseinandersetzen, mit einer Chefin, die immer mehr erwartet und einer aussichtslosen Liebe, die sie auch noch in Erklärungsnöte bringt. Und Prinz Jamal hat auch noch eine Art an sich, die so bodenständig und liebenswert ist...

Dieser süsse Liebesroman ist aus der Sicht von Ellen geschrieben, so spürt man noch viel deutlicher ihre Gefühle, ihre Gewissensbisse, ihre Hilfsbereitschaft aber auch Hin und Hergerissenheit. Auch wie der Prinz auf sie wirkt, wie sie versucht, für jeden da zu sein, auch wenn es wie im Fall von Jamals Mitbewohner Sharky ziemlich zerschossene Typen sind, aber herrlich lustig und mit dem Herz auf dem richtigen Fleck.
Jamal ist ein Traumprinz, aber eben nicht, weil er groß mit Geld um sich wirft, oder das stolz präsentiert, eben nicht, dadurch, dass es eigentlich keiner weiß, lernt man seine tollen Seiten durch das kennen, was ihn auszeichnet- er ist aufmerksam, er hat ein Auge für Menschen, denen es gesundheitlich oder wirtschaftlich nicht gut geht, ist zu Späßen aufgelegt, erfasst Situationen, die man völlig falsch einschätzen würde und schaut dabei hinter die Kulissen. Genau wie Ellen ihn beschreibt, ein Prinz, der Menschen liebt, und auch keiner ist, der im Mittelpunkt stehen muss, sondern andren Freude bereiten konnte.

Nicht einmal hatte ich das Gefühl, als ob es mich genervt hat, als wenn alles übertrieben dargestellt wird oder man die Augen verdreht, weil alles perfekt ist- eben weil es das nicht ist, ist die Geschichte so toll. Da sind Passagen bei, die die beiden erleben, die mich wirklich berührt haben, die ich mir auch gemarkert habe, weil sie inhaltlich wirklich toll sind, aber auch berühren, ob eher die romantische Art, aber auch die vielen lustigen Einlagen, teilweise aber auch wirklich zu Tränen rührend.

Nebenbei begegnet man noch Ellens Vater, zu dem das Verhältnis auch etwas schwierig ist, man aber stückchenweise erfährt, warum er sich so verhält.. Auch ihrer besten Freundin Rosita, eine Seele von Mensch, hilfsbereit, aber auch herrlich lustig und mitreißend, schräg, aber immer mit guten Ideen und selbstlos, wenn sie merkt, da braucht jemand Hilfe....

Natürlich ist das keine Geschichte, die man jeden Tag erlebt, aber das muss es auch gar nicht- ich hab mich von Anfang bis Ende wirklich gut unterhalten gefühlt, so verrückt manche Situationen auch sind, aber das macht es zu einem Buch wo man am Ende sagt, wow, bitte mehr davon. Und der Schlusssatz hat es in sich- bitte lest das Buch, es wird Euch gefallen, weil es mal so ganz anders ist, als alle Märchen, die man bisher so kennt.....

Veröffentlicht am 22.07.2019

Doppelleben

Die Saphirtochter
0

Ich lese die Bücher von D. Jefferies sehr gerne, weil sie einen immer wieder in fremde Welten entführen, in denen es ein Genuss ist, sich die Eindrücke, Umgebungen, Düfte und Farben umschreiben zu lassen ...

Ich lese die Bücher von D. Jefferies sehr gerne, weil sie einen immer wieder in fremde Welten entführen, in denen es ein Genuss ist, sich die Eindrücke, Umgebungen, Düfte und Farben umschreiben zu lassen und sie sich bildlich vorzustellen. Zusammen mit gefühlvollen Geschichten und einem interessanten Schreibstil lassen sie sich immer gut lesen.
Dieses Buch ist allerdings nicht das stärkste aus ihrer Feder, denn auch wenn wieder etliche Eindrücke in der Festungsstadt Galle auf Ceylon auf den Leser wirken, so ist die Handlung leider etwas unstimmig, manches bleibt am Ende immer noch offen und nicht schlüssig.
Louisa und ihr Mann Elliot führen nach außen eine scheinbar glückliche Ehe, obwohl man ihn in den ersten Kapiteln als verhätscheltes Muttersöhnchen erlebt, dem seine Mutter nie was abstreiten konnte und seiner Schwester Margo auch immer vorgezogen wurde. Er liebt die Gefahr, das Abenteuer und hat länger gebraucht, um die Firma von Louisas Vater, Jonathan Reeves, einzusteigen, der ihm eher skeptisch begegnet.
Nicht zu Unrecht, wie sich nach Elliots Unglück zeigt, denn er hatte vor seiner Frau so einige Geheimnisse und auch kuriose Geschäfte abgeschlossen, über die keiner Bescheid wusste.
Louisa hat schwer daran zu knabbern, dass sie früh ihre Babys verloren hat, nun steht sie mit ihren Bediensteten und ihrem Vater alleine da und wird von einer Schreckensnachricht nach der anderen überrascht und fragt sich immer wieder, ob sie ihren Mann wirklich gekannt hat und wie er sein Doppelleben verheimlichen konnte. Leider schwebt sie auch bald in Gefahr, doch sie hat treue Freunde, wie zum Beispiel ihre Schwägerin Margo, den Besitzer der Zimtplantage Leo, ihre Freundin Gwen, eine liebenswerte, treue Seele und auch ihren Vater.
Die Charaktere sind gut getroffen, egal welche Position sie auch vertreten, ob positiv oder negativ, bei jedem hat man ein gewisses Bild im Kopf und kann sich besser in die Situationen hineinversetzen.
Doch leider ist die Handlung eher schwach, man kommt nicht so schnell rein, erhofft sich ein bisschen mehr Spannung, teilweise sind manche Abläufe unverständlich und unlogisch, zu schnell wieder geklärt oder bleiben mit dickem Fragezeichen über.
Die romantische Seite ist zwar auch vertreten, aber es kommt eher wenig Gefühl rüber, es klingt alles etwas platonisch, Louisa ist einerseits eine Romantikerin, hat ihr Herz in ihre Ehe gesteckt, doch andererseits ist sie auch geschockt, über das, was sie jetzt herausfindet und zeigt eine gewisse Unnahbarkeit, die teilweise etwas übertrieben oder zickig wirkt. Sie verliebt sich zwar neu, bremst sich aber immer wieder selber aus, was den ganzen Schwung und die Romantik rausnimmt.
Der letzte Teil des Buches stolpert ein wenig durch die Handlung, alles wirkt etwas gerafft, Spannung baut sich auf, flacht aber zu schnell wieder ab und alles plätschert ein wenig vor sich hin und löst sich zu schnell in Wohlgefallen auf. Egal ob es die Persönlichkeit mancher Angehöriger ist, die sich plötzlich verändert, oder Situationen, die eigentlich von den Gefühlen viel länger brauchen, sind zu schnell ins positive geschwenkt. Und der Schluss eine Zusammenfassung der letzten beiden Monate und ein Blick in die Pläne für die Zukunft. Etwas schade!
Alles in allem ist es ein nettes Buch für zwischendurch, bleibt aber doch ein wenig hinter den Erwartungen, ist aber durchaus lesenswert, denn trotz allem gefällt mir der Schreibstil der Autorin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre