Cover-Bild Das Erbe der Porzellanmalerin

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 14.06.2019
  • ISBN: 9783746635415
Birgit Jasmund

Das Erbe der Porzellanmalerin

Historischer Roman
Die schöne Malerin von Meißen.

Meißen, 1750: Geraldine hat das Rittergut ihres Vaters geerbt. Dann jedoch taucht eine geheime Zusatzklausel des Testaments auf, nach der sie ihr Erbe verliert, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres einen standesgemäßen Mann heiratet. Dabei ist eine Ehe das Letzte, was Geraldine will, jetzt, wo es ihr endlich gelungen ist, sich als Porzellanmalerin einen Namen zu machen. Doch ihr offensichtliches Talent ruft Neider auf den Plan – und schon bald scheint nicht nur Geraldines Erbe in Gefahr, sondern auch ihr Leben.

Authentisch und kenntnisreich: eine packende Geschichte vor der Kulisse der Meißner Porzellanmanufaktur

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 5 Regalen.
  • 4 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2019

Angenehmer historischer Schmöker für zwischendurch

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Dies ist der Folgeband des Romans "Das Geheimnis der Porzellanmalerin", welcher mir inhaltlich nicht bekannt war. Für mich war es das erste Buch der Autorin Birgit Jasmund und ich habe mich gut unterhalten ...

Dies ist der Folgeband des Romans "Das Geheimnis der Porzellanmalerin", welcher mir inhaltlich nicht bekannt war. Für mich war es das erste Buch der Autorin Birgit Jasmund und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Das Werk verfügt über eine in sich geschlossene Handlung und kann problemlos ohne Vorkenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden. Zudem geht dem Roman ein ausführliches Personenregister voran, welches nach fiktiven und realen historischen Persönlichkeiten unterteilt und in einem lockeren Ton gehalten ist. Zu meiner Freude findet dort sogar der freche Mops "Otto" Erwähnung.

Alle Hintergründe zu Figuren und deren Konstellation untereinander werden im Laufe der Geschichte aufgegriffen und schlüssig erklärt; man kann direkt in die Handlung eintauchen, ohne groß grübeln zu müssen, in welchem Verhältnis die Charaktere miteinander stehen. So wird beispielsweise auch kurz geschildert, wie der weiblichen Hauptfigur, Geraldine von Scholl, einst die Flucht aus Santo Domingo gelungen war, wo sie bei Pflegeeltern gelebt hatte. "Sie hatte sich für das ungeliebte Kind einer armen Frau und ihres Geliebten vom anderen Ende der Welt gehalten." (S. 71) Dank eines Medaillons hatte Geraldine letztlich ihren wahren Vater ausfindig machen können. Inzwischen ist dieser jedoch verstorben und hat Geraldine sein Rittergut vermacht. Als sie unerwartet die offizielle Erlaubnis erhält "außerhalb der Manufaktur auf Porzellan zu malen" (S.13), kann die schöne junge Frau ihr Glück zunächst kaum fassen, stürzt sich anschließend aber mit Feuereifer in die Arbeit. Ihr Halbbruder Peter hingegen sieht sich um sein rechtmäßiges Erbe betrogen und schwört wutentbrannt Rache. Geraldine ahnt nicht, dass er ausgerechnet in jenen Kreisen Unterstützung findet, die ihr bedrohlich nahe sind. Wem kann sie trauen und wer treibt ein falsches Spiel? Als wäre dies nicht dramatisch genug, gilt es plötzlich eine bis dato geheime Zusatzklausel des Testaments zu erfüllen: sollte Geraldine nicht binnen eines Jahres nach dem Tode des Vaters verheiratet sein, verliert sie ihr Erbe…ausgerechnet an Peter! Zusätzlich zur Suche nach einem geeigneten Gatten muss sich Geraldine noch gegen die Machenschaften eines Neiders wehren – ohne sich dessen doppelten Spiels bewusst zu sein. Eine Gefahr, die sie ihr Leben kosten könnte…

Geraldine hat in ihrer Jugend schon viele Schicksalsschläge erleben müssen und je mehr ich über ihre Vergangenheit erfahren habe, desto mehr gönnte ich ihr die jetzige wohlhabende Position. Dass sie sich ihren gütigen Charakter bewahrt hat und ihr der neue Reichtum keineswegs zu Kopf gestiegen ist, wird deutlich an der liebevollen, beinahe familiären Umgangsweise mit ihren Bediensteten. Weiterhin bewundert habe ich ihre Engelsgeduld (mit dem unerzogenen Hund, ihren Kunden, Jannes Tochter, etc.) und die Entschlossenheit, mit denen sie ihre Ziele verfolgt.

Der Schreibstil ist angenehm und verständlich; besonders gut gefallen hat mir, dass die Recherche der Autorin nicht nur historische Fakten beinhaltet hat, sondern dass auch die damalige Umgangssprache miteingebunden wurde, was die Dialoge sehr glaubwürdig macht. Das Leben auf dem Rittergut wird authentisch wiedergegeben. Insgesamt hätte ich mir lediglich eine intensivere Auseinandersetzung mit den Figuren gewünscht; wir erfahren zwar durchaus von deren Emotionen und Gedanken, aber die Charaktere blieben für mich dennoch ungewohnt flach. Normalerweise habe ich beim Lesen immer einen Film vor Augen laufen – hier war mir Geraldine zwar äußerst sympathisch, ihr Schicksal berührte mich allerdings nicht. Irgendwie blieben alle Figuren eher oberflächlich. Das Ende ließ mich kurz stutzen und erschien mir ziemlich unrealistisch: Widrigkeiten wurden angesichts der Tiefe des vorherigen Verrats und der Intrigen zu simpel und nahezu überstürzt aufgelöst.

Da Meißner Porzellan noch heutzutage in aller Munde ist, war ich gespannt darauf, mehr über die Hintergründe zur Herstellung der feinen Ware zu erfahren. Tatsächlich wird eindringlich auf die Porzellanmalerei eingegangen, was mir gut gefallen hat. Auch das geschmackvolle Cover hat mich begeistert.

Fazit: Zwar kein Werk, das einem bedeutend unter die Haut geht und noch ewig nachwirkt, aber durchaus empfehlenswert für Fans von historischen Frauenromanen.

Veröffentlicht am 06.08.2019

Lesenswerter historischer Roman

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Meißen, 1750: Geraldine ist die Alleinerbin des Ritterguts ihres Vaters. Doch dann taucht eine geheime Zusatzklausel zum Testament auf, nach der sie innerhalb eines Jahres einen standesgemäßen Mann heiraten ...

Meißen, 1750: Geraldine ist die Alleinerbin des Ritterguts ihres Vaters. Doch dann taucht eine geheime Zusatzklausel zum Testament auf, nach der sie innerhalb eines Jahres einen standesgemäßen Mann heiraten muss, da sie sonst ihr Erbe verliert. Geraldine ist also gezwungen, den Kampf um ihr Erbe aufzunehmen und sich damit auch so mancher Gefahr zu stellen.

Dieses Buch war nach „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“ der zweite Teil um die Porzellanmalerin. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich keinerlei Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzukommen und den Geschehnissen zu folgen. Meiner Meinung nach muss man den ersten Teil also nicht zwingend gelesen haben, jedoch dürfte er eine perfekte Ergänzung für den vollen Genuss des Meißen-Epos darstellen.
Der Schreibstil ließ sich sehr gut lesen und konnte mich sofort gefangen nehmen. Ich war sehr gespannt, ob und wie es Geraldine schafft, ihr Erbe zu retten und welche Hürden sie bis dahin meistern muss.
Die Charaktere wurden anschaulich und greifbar beschrieben. Sie besaßen Individualität und Tiefe, so dass ich sie sehr gut wahrnehmen konnte und sie bildhaft vor Augen hatte. Besonders mit Geraldine, die eine starke Persönlichkeit war, konnte ich prima mitfühlen und mitfiebern.
Die Story selbst fand ich super interessant, denn die Meißener Porzellanmanufaktur ist ja bis heute ein sehr bekanntes Unternehmen. Die Mischung aus historischer Recherche und realem Hintergrund mit fiktiver Geschichte gefiel mir sehr gut. Ich fühlte mich direkt in die damalige Zeit versetzt und quasi mittendrin. 

Eine tolle historische Geschichte samt Romantik, Intrigen und Spannung. Ich wurde prima unterhalten und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Geraldine kämpft um ihr Erbe

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Das Erbe der Porzellanmalerin ist die Fortsetzung des Romanes das Geheimnis der Porzellanmalerin. Man muss allerdings nicht unbedingt den ersten Teil gelesen haben, um diese Geschichte zu lesen. Ich würde ...

Das Erbe der Porzellanmalerin ist die Fortsetzung des Romanes das Geheimnis der Porzellanmalerin. Man muss allerdings nicht unbedingt den ersten Teil gelesen haben, um diese Geschichte zu lesen. Ich würde es allerdings empfehlen, da auch der erste Teil unbedingt lesenswert ist.


In dem Buch geht es um die junge Geraldine, die von ihrem Vater dessen Rittergut geerbt hat. Allerdings ist da auch noch ihr Halbbruder, der alles daran setzt um selbst das Erbe anzutreten. Ihre einzige Chance ist es innerhalb eines Jahres zu heiraten.
Nebenbei versucht sich Geraldine als Porzellanmalerin einen Namen zu machen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Leser erhält Einblick in das Leben der damaligen Zeit und die Kunst des Porzellanmalens. Wie schon beim ersten Teil sind alle Personen, selbst die kleinste Nebendarstellerin großartig ausgearbeitet.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund der Meißner Porzellanmanufaktur im Jahr 1750

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„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der ...

„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der erste Teil trägt den Titel „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Meißen im Jahre 1750: Kurz nachdem Geraldine ihren leiblichen Vater kennengelernt hat, stirbt dieser. Allerdings hat er vor seinem Tod sein Testament geändert – zugunsten der unehelichen Tochter. Sie allein soll sein Rittergut erben. Sehr zum Missfallen ihres Halbbruders, der mit allen Mitteln versucht, ihr das Erbe streitig zu machen. Dann taucht plötzlich ein Dokument auf, das vor Generationen verfasst wurde, und nach dem der Besitzer des Gutes nur ein Mann sein darf. Für Geraldine scheint es keine Handhabe zu geben, um dagegen vorzugehen, es sei denn, sie würde heiraten …

Die Autorin Birgit Jasmund hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Geraldine. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Birgit Jasmund hat ihr Buch mit historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit um 1750 und die Porzellanmalerei erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein schöner Roman!

Veröffentlicht am 03.08.2019

Kampf ums Erbe

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Der zweite Teil um Geraldine und ihre berühmte Porzellanmalerei... Ich hab zwar den 1.Teil leider noch nicht gelesen, aber man kommt sehr gut mit der Fortsetzung klar, auch ohne Vorkenntnisse. Einige Details ...

Der zweite Teil um Geraldine und ihre berühmte Porzellanmalerei... Ich hab zwar den 1.Teil leider noch nicht gelesen, aber man kommt sehr gut mit der Fortsetzung klar, auch ohne Vorkenntnisse. Einige Details werden hier nochmal wiederholt und auch im Vorspann werden die betreffenden Personen nochmal gelistet.
Es ist wirklich interessant, wie Geschichte in einem gut unterhaltenen Roman verpackt wird, der einen von Anfang bis Ende nicht loslässt und man hofft, dass alles gut ausgeht. So auch mit Geraldine, die ja das Rittergut ihres Vaters geerbt hat, doch viele Neider auf den Plan treten, die sie dafür verantwortlich machen, dass sie als Frau das Gut leitet und so eine hohe Position inne hat oder eben auch durch sie ihrer schlechten Arbeit oder Intrigen überführt wurden und ihren Posten verloren haben. So erfährt sie in dieser Geschichte Druck von allen Seiten, auch durch ihren Halbbruder Peter, der nichts unversucht lässt, ihr das Erbe streitig zu machen.
Sie hat keine leichte Aufgabe in einer doch noch sehr dominierenden Männerwelt, aber sie kämpft mutig und tapfer, doch leider kommt sie an einen Punkt, wo es weder vor noch zurück geht und ihre Existenz bedroht wird.

Mir gefällt ihr Umgang mit den Angestellten sehr, die sie immer gut behandelt und ihre Arbeit auch schätzt und zeigt. Frau Ara und ihr Bruder Thomas, der sich als Verwalter tatkräftig einsetzt, Maurice der Hausdiener, Janne und ihre beiden Kinder, die ihr als Zofe dienen und der Jurist Frederik Nehmitz, ein treuer Freund, der durch seine Tätigkeit als Jurist viel für sie kämpft.... Doch im Leben kann man nicht immer Glück haben, es geht nicht alles nur glatt und gut, deswegen finde ich die Geschichte auch toll geschrieben. Auch was die Arbeit ihres Vaters angeht und dieses Wissen und Erbe weiter zu führen, als Andenken an ihn- doch auch hier gibt es viel Kummer und Kämpfe.

Die jeweiligen Charaktere, egal ob gut oder negativ dargestellt kennenzulernen, macht es zu einem spannenden Erlebnis, man trauert, lacht, fiebert mit und hofft, dass es doch noch eine Lösung gibt und hält die Geschichte dadurch total lebendig. Eindrücke in die Bemalung des Porzellans, die Fertigstellung und Wirkung auf die Menschen sind so authentisch beschrieben, man hat die Abbildung sofort vor Augen und erlebt ein Stück vergessene Geschichte...

Der Schluss ist vielleicht etwas überraschend, ich hab tatsächlich erstmal geguckt, ob es noch weitere Teile gibt, aber so hat der Leser die Möglichkeit, seine Phantasie noch ein wenige selbst auf die Reise zu schicken.

Ein paar Formulierungen waren etwas gewöhnungsbedürftig, einige Rechtschreibfehler haben sich gerade bei Geraldines Namen eingeschlichen, aber im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen.