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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2021

Fesselnd, mit interessanten Charakteren

Das Lied der Krähen
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Ich liebe das Cover sehr und finde den düsteren Touch perfekt zum Inhalt. Auch der deutsche Titel wurde in meinen Augen gut gewählt.

Nach dem Ende der Grisha-Trilogie war ich sehr gespannt auf dieses ...

Ich liebe das Cover sehr und finde den düsteren Touch perfekt zum Inhalt. Auch der deutsche Titel wurde in meinen Augen gut gewählt.

Nach dem Ende der Grisha-Trilogie war ich sehr gespannt auf dieses Spin-Off, das von vielen so gelobt wird, was ich nur so unterschreiben kann. Schon nach wenigen Seiten habe ich gemerkt, dass das Buch auf einem ganz anderem Niveau ist und auch Leigh Bardugos Schreibstil hat sich weiter entwickelt. Man erfährt mehr über die Welt von Ravka, Ketterdam und den Nachbarländern, wobei es einem den Einstieg vereinfacht, wenn man zuvor Grisha gelesen hat.

Wir folgen hier nicht mehr nur einer Protagonistin, sondern einer Gruppe aus insgesamt sechs Personen, aus deren Sicht man abwechselnd liest. Besonders faszinierend finde ich, dass sie auch keine typischen Helden, sondern eher Diebe und Betrüger, sind. Dadurch wird auch Spannung aufgebaut, weil man sie nicht immer einschätzen kann. Trotz und auch gerade wegen ihrer Fehler habe ich alle Krähen ins Herz geschlossen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob der clevere Anführer Kaz, die im Schatten wandelnde Inej, die Grisha Nina, der Messerwerfer Jesper, der kräftige Matthias oder der junge Wylan mein(e) Favorit(in) ist. Sie sind zwar sehr verschieden, aber gleichzeitig sind alle Lebenskünstler, die sich bereits gegen Wiederstände wehren mussten und Probleme auf ihre jeweils eigene Weise lösen. Nach und nach erfährt man die Hintergrundgeschichten von allen sechs Hauptfiguren, die ihre Charakterzüge einfach perfekt erklären. Ich finde es bewundernswert , wie stringent die Autorin die Figuren aufbaut und sie mich von diesen immer wieder überraschen lässt.

Allgemein sind die Charaktere und ihr Zusammenspiel mein Highlight in diesem Buch, aber auch der gemeinsame Streifzug hat mir gut gefallen. Dieser stellte die sechs immer wieder vor großen Herausforderungen, die das Buch dadurch sehr spannend machen. Nach dem Einstieg wollte ich nicht aufhören zu lesen, weil ich so mitgefiebert habe und immer wieder alles in Frage gestellt habe. Ich wusste oft nicht, was ich genau glauben soll, und genauso oft wurde meine Meinung wieder geändert. Diese vielen Wendungen konnten mich restlos begeistern und sie ziehen sich bis zum Ende durch. Der Cliffhanger war echt fies und ich bin nun sehr gespannt, wie es mit den Krähen weitergeht. Es wurden auch gewisse Liebesbeziehungen angedeutet, deren weitere Entwicklung mich sehr interessiert, auch wenn ich es erfrischend fand, dass sie nicht im Vordergrund stehen.

FAZIT: 4,5/5⭐️
Ein fesselnder Roman mit interessanten Charakteren und Wendungen, der auf einem ganz anderen Niveau als die Grisha-Trilogie ist

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.04.2021

Um einiges besser als Band 1

Fadeaway
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Mit pastellfarbenen Covern hat man mich in der Regel schon und hier finde ich die Details im Hintergrund interessant. Dort sieht man das Straßennetz von Berlin, wo diese Trilogie spielt. Ich finde es erfrischend, ...

Mit pastellfarbenen Covern hat man mich in der Regel schon und hier finde ich die Details im Hintergrund interessant. Dort sieht man das Straßennetz von Berlin, wo diese Trilogie spielt. Ich finde es erfrischend, dass ein NA Liebesroman in Deutschland und an einem Ort, wo ich selbst schon war. Allerdings bekommt man von Berlin jetzt im zweiten Band kaum etwas mit.

Bereits in „Breakaway“ wurde mein Interesse an Kyra’s Geschichte geweckt, da man bereits dort erfährt, dass sie fast von Christopher, dem Sohn des Geschäftspartners ihrer Eltern, vergewaltigt worden wäre. Das wissen allerdings nur ihre Brüder Noah und Elias, von denen sich letzterer mit Christopher angelegt hat und dafür aus der Firma geschmissen wurde. Die Familiendynamik fand ich sehr interessant und das enge Band der Geschwister konnte mich wieder sehr überzeugen. Die drei unterstützen sich immer, auch wenn sie manchmal nicht der gleichen Meinung sind.

Aber auch Kyra selbst habe ich schnell ins Herz geschlossen. Sie möchte für die Frauenrechten kämpfen und auf Missverständnisse aufmerksam machen. Ich mochte ihre Idee mit dem feministischen Podcast und auch, dass sie auch andere dort zu Wort kommen lässt. Man merkt aber auch, dass sie Christophers Tat noch nicht ganz verdaut hat. Ihren Weg fand ich sehr realistisch, insbesondere ihr Tempo, denn die Entwicklung wurde nicht übereilt. Dabei konnten mich nicht nur ihre Brüder, sondern auch ihre Freundinnen überzeugen. Im Gegensatz zum ersten Band wurde in meinen Augen auch die richtige Message wegen der Fast-Vergewaltigung verbreitet.

Neben Kyra’s persönlicher Geschichte steht natürlich auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Milan im Vordergrund, die mich ebenfalls überzeugen konnte. Bereits bei ihrem ersten Treffen sind sie sich sympathisch, auch wenn sie es noch durch kleine Sticheleien verstecken. Besonders schön fand ich, wie unaufgeregt sich die Gefühle zwischen ihnen entwickeln und sie sich einfach in der Gegenwart des anderen wohlfühlen. So etwas würde man sich auch im realen Leben wünschen und auch in Milan habe ich mich etwas verliebt. Er ist aufmerksam, ein guter Freund, steht zu seinen Überzeugen und weiß generell, was er will, ohne je rücksichtslos zu sein. Er liebt und lebt für seinen Sport Handball, für den er auch Opfer bringt. Dabei konnte ich ihn stets verstehen, denn es lohnt sich immer für seine Träume zu kämpfen. Doch hier ist Drama auch schon vorherbestimmt, denn Christopher ist Milans Teamkollege…

Insgesamt fühlte es sich nach der richtigen Menge Drama an, passend zu der Thematik. Richtig toll fand ich, dass man die meisten Charaktere und ihre Handlungen jederzeit verstehen kann, selbst wenn sie anderer Meinung sind. Dabei machen viele eine schöne Entwicklung durch und lernen auch aus ihren Fehlern. Ich freue mich jetzt auf jeden Fall auf den dritten Band, in dem es um Elias und Kyra’s bester Freundin Miriam gehen wird, denn im Epilog erfährt man etwas sehr überraschendes über Miriam. Ich bin gespannt, wie dies umgesetzt wird.

Besonders erwähnen möchte ich, dass gewisse Beiträge aus Kyra’s Podcast zu gewissen feministischen Thematiken von Betroffenen aus dem realen Leben stammen, die einen auch echt mitnehmen und berühren. Aber auch Anabelle Stehls Schreibstil gefiel mir wieder sehr gut.

FAZIT: 4/5⭐️
Dieser Band gefiel mir nun gut, um einiges stärker als Band 1

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2021

Mein liebster Teil

Lodernde Schwingen
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Wie bei beiden vorherigen Bänden mag ich die Cover der Neuauflage sehr gerne, insbesondere weil es das Motiv immer zu dem Kräftemesser passt, der im jeweiligen Band gesucht wird.

Die Handlung setzt wenige ...

Wie bei beiden vorherigen Bänden mag ich die Cover der Neuauflage sehr gerne, insbesondere weil es das Motiv immer zu dem Kräftemesser passt, der im jeweiligen Band gesucht wird.

Die Handlung setzt wenige Wochen nach dem Ende von Band 2 ein und Alina und ihr geschrumpftes Gefolge befinden sich noch unter Erde im Schutz des Asketen und der Sonnenkrieger, wobei sie von diesen auf Schritt und Tritt beobachtet werden. Alinas Gefühl von Gefangenheit und ihre Schuldgefühlen aufgrund der vielen Toten konnte ich beim Lesen selbst gut spüren. Zugleich fragt sie sich, wie es nun, nach ihrem Angriff auf den Dunklen, mit ihren Kräften weitergeht. Das fand ich alles sehr interessant und insgesamt konnte Alina mich immer mehr überzeugen. Zugleich habe ich gegrübelt, wem sie wirklich vertrauen kann. Insgesamt war dieser Band von der Stimmung her am bedrückendsten, da nun der Dunkle an der Macht ist. Dadurch habe ich hier auch mehr mitgefiebert als in Band 1 und 2.

Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Alina auf dem größten Teil ihrer Reise und der Suche nach dem Feuervogel nicht alleine ist, sondern eine kleine Gruppe sie begleitet. Deren Zusammenarbeit konnte mich komplett überzeugen, auch weil ich die anderen Charaktere sehr mochte. Natürlich ist auch Mal als bester Fährtenleser mit von der Partie und zum ersten Mal konnten er und Alina mich als mögliches Paar in einigen Szenen überzeugen. Es gab einige Momente, in denen ich mit ihnen echt mitgelitten habe.

Trotz allem war mir die erste Hälfte des Buches teilweise zu eintönig, aber das änderte sich dann schnell. In der zweiten Hälfte wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn es war dann durchgehend spannend und vor allem gab es Wendungen und Offenbarungen, die mich komplett sprachlos gemacht haben. Das zog sich bis zum Ende, das mich ebenfalls überrascht hat und mir gut gefiel. Mehr möchte ich zu der Handlung gar nicht verraten, um niemanden die Überraschungsmomente zu nehmen. Aber auf jeden Fall bin ich nun auch sehr gespannt, wie es mit Ravka und den Nachbarländern in der Krähen-Dilogie weitergeht, und freue mich auch besonders auf Nikolais eigene Geschichte, denn er blieb auch in diesem Band mein Lieblingscharakter.

FAZIT: 4/5⭐️
Mein liebster Teil der Reihe, da er mich überraschte und ich ihn am spannendsten fand

GESAMTFAZIT zur Grisha-Trilogie:
Für mich war es eine durchschnittliche YA Fantasy Geschichte mit einem aber sehr interessanten Worldbuilding. Es gab immer wieder spannende Momente, vor allem hier im letzten Teil, nur die zentrale Liebesgeschichte konnte mich leider nie wirklich abholen, auch wenn sie sich steigert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.04.2021

Sportlerromance, mal etwas anders

Speed Me Up
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Beim Cover fielen mir sofort die Motorradspuren auf, die ja wirklich perfekt zur Geschichte passen, und auch die Kombination aus blau und weiß ist genau mein Fall.

Aber nicht nur das Cover, sondern auch ...

Beim Cover fielen mir sofort die Motorradspuren auf, die ja wirklich perfekt zur Geschichte passen, und auch die Kombination aus blau und weiß ist genau mein Fall.

Aber nicht nur das Cover, sondern auch der Klappentext sprach mich sofort an, weil bei Sportler Romance Büchern doch ansonsten meist der Mann der Sportler ist und hier haben wir nun endlich eine weibliche Hauptfigur, die im Leistungssport aktiv ist. Auch habe ich noch kein Buch über Supercross gelesen und kenne mich mit der Thematik nicht aus. Im Laufe des Buches habe ich einiges darüber erfahren und die Autorin erklärt es auch wunderbar für Laien. Ich fand es faszinierend, wie Brooke in direkter Konkurrenz mit den männlichen Fahrern fährt und sich als einzige Frau durchsetzt. Sie ist eine starke Frau, die weiß, was sie will und sich von nichts und niemanden davon aufhalten wird.

Man liest allerdings nicht nur aus ihrer Sicht, sondern man bekommt zugleich einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von ihrem besten Freund Matt, mit dem der Kontakt seit längerem sehr abgeflaut ist. Auch ihn mochte ich sehr gerne, vor allem mit seinem aufgeschlossenen und freundlichen Wesen konnte er mich überzeugen. Er war vermutlich mein Lieblingscharakter in „Speed Me Up“.

Schon zu Beginn des Buches, als sich Brooke und Matt endlich wieder sehen, konnte ich ihre Verbundenheit, die aus ihrer gemeinsamen Kindheit/Jugend stammt, spüren und sie fühlte sich ganz natürlich an. Aber beide bekommen auch in der Gegenwart des jeweils anderem ein bisschen Herzflattern, das gut rüber gebracht wurde und für Spannungen gesorgt haben, die mir in Büchern immer gut gefällt. Insgesamt konnte mich die Liebesgeschichte zwischen ihnen überzeugen, auch wenn es zwischenzeitlich zu Kommunikationsprobleme kam. Zwar konnte ich diese oft auch nachvollziehen, aber leider sorgte es dafür, dass es mir zu einem gewissen Zeitpunkt zu wenig gemeinsame Szenen der beiden gibt. Mit dem Ende war ich wieder sehr zufrieden, obwohl dieses ruhig länger hätte ausfallen können.

Neben der Romanze geht es in diesem Roman aber eben auch viel um die Supercross Weltmeisterschaft, die ich echt interessant fand, aber auch um die teils fehlende Akzeptanz von Brookes Eltern für ihren Job und Matts Pläne für die Zukunft. Ich persönlich mag es immer, wenn die Protagonisten außer ihrer Liebesgeschichte noch andere Dinge beschäftigen und auch wenn Nebencharaktere miteingebunden werden. Sowohl Brookes Team als auch Matts Collegefreunde waren mir sehr sympathisch und wurden gut ausgebaut. Auch bin ich schon auf den zweiten Band der Dilogie gespannt, denn die männliche Hauptfigur Eric lernt man bereits als Brookes Kontrahenten kennen und ich glaube, in ihm steckt noch viel Potential.

FAZIT: 4/5⭐️
Mal eine andere Art von Sportlerromance

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2021

Gute Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit

The Secret Book Club – Liebesromane zum Frühstück
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Bereits bei den ersten beiden Bänden hatte ich viel Spaß, weil der Männer-Buchclub zusammen immer echt lustig ist. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass der Club im dritten Band wieder mehr im Vordergrund ...

Bereits bei den ersten beiden Bänden hatte ich viel Spaß, weil der Männer-Buchclub zusammen immer echt lustig ist. Deshalb hat es mich sehr gefreut, dass der Club im dritten Band wieder mehr im Vordergrund steht. Ich finde es auch sehr schön, dass die Männer nicht für Humor sorgen, sondern zeigen, dass auch Männer emotional sein dürfen und sie alle eine wahre tiefe Freundschaft verbindet.

In 𝗟𝗶𝗲𝗯𝗲𝘀𝗿𝗼𝗺𝗮𝗻𝗲 𝘇𝘂𝗺 𝗙𝗿𝘂̈𝗵𝘀𝘁𝘂̈𝗰𝗸 verfolgen wir nun Noah und Alexis, die wir beide bereits in Band 2 kennen gelernt hat und die seitdem enge Freunde sind. Ich mag Friends to Lovers Geschichten und hier wurde dieser Übergang gut umgesetzt. Man spürt die Chemie zwischen ihnen und beide entwickeln auch ziemlich zeitgleich romantische Gefühle. Besonders konnten sie mich damit überzeugen, dass sie sich einander immer beistehen, aber auch ihre nerdigen Gespräche fand ich grandios.
Dieser Band schafft eine tolle Ballance zwischen dem Humor und Ernsthaftigkeit, denn Noah und besonders Alexis müssen sich mit schwierigen Themen auseinandersetzen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, aber war sehr positiv überrascht, denn so mussten sich die Protagonisten mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.

4,5⭐️
Insgesamt konnte mich diese Geschichte begeistern und es ist bisher mein zweitliebster Band der Reihe

PS: Ich muss auch sagen, dass ich schön finde, dass der Kyss-Verlag beschlossen hat, nun Vlad mit Namen anzusprechen zu lassen und nicht mehr als „Der Russe“

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere