Macht Appetit
Sweet EnemyDas pastellene Cover entspricht ganz der Lyx- und Liebesroman-Art, sodass man direkt das Genre zuordnen kann.
Ich habe mich auch auf dieses Buch gefreut, weil Kristen Callihan humorvoll und leicht schreiben ...
Das pastellene Cover entspricht ganz der Lyx- und Liebesroman-Art, sodass man direkt das Genre zuordnen kann.
Ich habe mich auch auf dieses Buch gefreut, weil Kristen Callihan humorvoll und leicht schreiben kann, wodurch man durch ihre Geschichten fliegt. Bei ihren nicht mehr ganz jungen Protagonisten konnte sie mich mit diesen auch immer begeistern. Deshalb war ich froh, dass ich genau das auch in „Sweet Enemy“ bekommen habe.
Man liest abwechselnd aus den Sichten von Emma und Lucian und der Wechsel wird auch deutlich sichtbar. Beide Protagonisten habe ich sofort ins Herz geschlossen, obwohl Lucian sich teilweise etwas abweisend verhält. Ich konnte ihn dabei nämlich verstehen, denn er musste einiges verdauen. Aber meistens zeigt er seine nette und liebevolle Seite, in dem er andere Leute unterstützt und ihre Wünsche oft in seine eigene Pläne miteinbezieht, und seine Kreativität, wenn er kocht und vor allem backt. Es ist mal ein etwas anderes Hobby für einen Buchcharakter und den ganzen Aspekt fand ich sehr interessant. Emma ist schon immer eine eher ruhige Persönlichkeit, auch wenn sie als Schauspielerin arbeitet. Die ganze Thematik rund um das Showgeschäft wurde dabei realistisch und vielseitig behandelt. Dadurch konnte ich Emmas Sorgen gut nachvollziehen und ich fand stark, dass sie sich von Rückschlägen nicht zurückhalten lässt und gleichzeitig weiß, wann sie in Ruhe Kraft tanken muss. Besonders konnte sie mich mit ihrer offenen Art gegenüber neuen Menschen überzeugen, mit der sie diese nicht verurteilt und auch gut durchschauen kann.
Beide stehen an einem Schneideweg in ihrem Leben, nachdem Lucians Eishockey-Karriere aufgrund von Verletzungen zu Ende ist und Emma sich eine neue Schauspielrolle besorgen muss. Ich fand die Ausgangssituation sehr interessant, weil ich direkt gespürt habe, dass sie sich gegenseitig helfen können. Umso mehr hat es mich gefreut, als sie sich gegenseitig wirklich einen neuen Blickwinkel geben und sich dadurch auch selbst helfen. Aber auch die Chemie und die Anziehung zwischen ihnen war direkt da, auch wenn beide sich zu Beginn stark dagegen sträuben. Das Kribbeln konnte ich beim Lesen stets spüren, aber gleichzeitig gibt es eine zarte Annäherung, bei der ich sehr gut mitfiebern konnte. Zum Ende hin war ich auch sehr zufrieden, wie Emma und Lucian ihre jeweilige Zukunft geregelt habe, da ich sie sehr realistisch fand. Gleichzeitig machen sie eine grandiose Entwicklung durch.
Allerdings gibt der Titel „Sweet Enemy“ etwas falsche Erwartungen, denn die beiden waren in meinen Augen nie Feinde und es gab auch keine großen Abneigungen. Aber es wurde sehr süß wegen Lucians Hobby, dem Backen. Die Leckereien wurden toll beschrieben und spielen auch eine entscheidende Rolle in der Liebesbeziehung. Beim Lesen bekam ich häufig Appetit.
Aber nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren haben mich begeistert. Vor allem Lucian’s Großmutter, die immer wieder als Kupplerin tätig wird, und Sal, der seit Ewigkeiten auf dem Anwesen arbeitet und quasi zu Lucians Familie gehört, habe ich ins Herz geschlossen. Es gab auch ein Wiedersehen mit Delilah und Saint aus Band 1 der Dilogie, was mir gut gefallen hat, da sie mich wieder zum Schmunzeln bringen konnte und es auch Emma und Lucian weiter gebracht hat. Aber man kann die Teile auch problemlos unabhängig voneinander gelesen.
Insgesamt hatte ich tolle Lesestunden mit dem Buch, denn die Charaktere, ihre Beziehung(en) und der Humor waren ganz nach meinem Geschmack. Ich hatte ein Dauergrenzen im Gesicht und mir war nie langweilig, auch wenn Emma und Lucian sich unnötig gegen ihre Gefühle gesträubt haben.
FAZIT: 4/5⭐️
Süße Liebesgeschichte, die auch Hunger auf Süßes macht