"Ein Mann der Kunst" erzählt die Geschichte eines exzentrischen Malers, dem ein Museum gewidmet werden soll. Da es an finanziellen Mitteln fehlt, macht der Kunst-Förderverein einen Ausflug zur ...
"Ein Mann der Kunst" erzählt die Geschichte eines exzentrischen Malers, dem ein Museum gewidmet werden soll. Da es an finanziellen Mitteln fehlt, macht der Kunst-Förderverein einen Ausflug zur Bürg über dem Rhein, in der der Künstler seit Jahren zurückgezogen lebt.
Die Geschichte ist kurzweilig und von einem feinen Humor durchzogen. Die Chraktere sind vielseitig und glaubwürdig. Bei dem Thema hatte ich mit komplexer Sprache gerechnet, aber der Stil des Autors ist sehr einfach zu lesen, jedoch in keiner Hinsicht flach, was mich sehr positiv überrascht hat. Da ich Kunst liebe, hätte ich mir etwas mehr Tiefe das Thema betreffend gewünscht, ansonsten kann ich das Buch aber als unterhaltsame und humorvolle Urlaubslektüre wärmstens empfehlen.
Kiona lebt auf einer der Cook Inseln und arbeitet dort im familiären Betrieb als Perlentaucherin. Sie kann den Tod ihrer Schwester, für den sie sich schuldig fühlt, nicht verwinden, findet jedoch einen ...
Kiona lebt auf einer der Cook Inseln und arbeitet dort im familiären Betrieb als Perlentaucherin. Sie kann den Tod ihrer Schwester, für den sie sich schuldig fühlt, nicht verwinden, findet jedoch einen Lichtblick in Erik, der mit seinem Segelboot in einem Sturm vor der Insel auf Grund läuft und dabei schwer verletzt wird. Zwischen den beiden entwickelt sich Liebe und Erik bleibt auf der Insel. Alles ändert sich jedoch, als er einige Jahre später von bewaffneten Männern abgeholt wird. Eine Verfolgungsjagd um die ganze Erde beginnt.
Mich haben von Anfang an Cover und Titel des Buches angesprochen, auch der Klappentext hörte sich spannend an – eine Liebesgeschichte mit ein wenig Action. Auch hat mir das Setting gefallen, und ich habe mich auf eine Sommerlektüre gefreut, die einmal nicht an den bereits tausendfach (literarisch) erkundeten Schauplätzen wie London, Paris, New York usw. spielt.
Allerdings merkte ich recht schnell, dass das Buch nicht meinem Geschmack entspricht. Der erste Teil behandelt die Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und dem Gestrandeten, allerdings relativ platt und farblos. Dabei hätte es gerade dort aufgrund der Verschiedenheit der Charaktere ein großes Potential dafür gegeben, in die Tiefe zu gehen.
Nach diesem ersten Teil versucht Kiona, Erik zu finden und reist ihm dabei um die ganze Welt nach. Auch dieser Part der Story konnte mich nicht überzeugen. Zum einen stellt sich die Protagonistin teilweise wirklich dumm an und ich kann ihre Handlungen in keiner Weise nachvollziehen. Zum anderen beginnt die Autorin hier, sehr verwirrend zu schreiben, springt in der Handlung hin und her und wirft Informationen in die Geschichte, die unnötig sind und die Erzählung nicht weiterbringen, sondern nur sinnlos aufblasen.
Ich habe mich bis zum Ende durchgekämpft, doch selbst das konnte mich nicht überzeugen. Was sich mir als interessanter Genremix angekündigt hat, hat mich leider enttäuscht zurückgelassen, da es zwar Elemente von Liebes- und Spannungsliteratur enthält, diese jedoch nicht überzeugen können.
In “Die Parade” erzählt Dave Eggers die Geschichte zweier Männer aus einem nicht näher definierten Industrieland, welche in ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land geschickt werden, um dort eine Straße zu ...
In “Die Parade” erzählt Dave Eggers die Geschichte zweier Männer aus einem nicht näher definierten Industrieland, welche in ein vom Bürgerkrieg zerrüttetes Land geschickt werden, um dort eine Straße zu bauen. Die Straße soll den armen Süden mit dem reichen Norden verbinden und so Fortschritt und Wohlstand mit sich bringen.
Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein: “Vier” ist ein routinierter Arbeiter, der bereits viele Auslandseinsätze hinter sich hat und nicht von seinen Vorgaben abweicht, “Neun” hingegen ein Neuling im Straßenbau, ein Lebemann, der sich von Vorschriften nichts versagen lässt.
Während Vier damit beschäftig ist, die Straße bis zur (oder besser noch vor der) Deadline fertigzustellen, erkundet Neun das Land und sucht den Kontakt zu den Einheimischen, wodurch er sich selbst in Schwierigkeiten manövriert.
So gerade, wie die Straße in der Geschichte ist, so ungewunden erzählt Eggers. Es gibt keine Abweichungen entlang der Storyline, keine Ausschmückungen oder Vertiefungen – nur das, was nötig ist, um die Erzählung vom Anfang zum Ende zu bringen. Dadurch wird es für den Leser schwierig, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen und dennoch kommt man nicht umhin, mit ihnen mitzufiebern.
Eggers schafft Spannung allein schon dadurch, diese beiden grundverschiedenen Typen in eine Story zu werfen und abzuwarten, was sich daraus ergibt. Fast noch interessanter sind jedoch die Beobachtungen, die Vier, aus dessen Perspektive erzählt wird, auf seinem Weg durch den fragilen Frieden im Bürgerkriegsland macht, auch wenn er diese, abgestumpft wie er ist – oder zumindest scheint -, am Straßenrand liegen lässt.
Für die Leser, die gerne über die Geschichte hinausdenken möchten, wirft die Erzählung zahlreiche Fragen in Bezug auf den Umgang mit Hilfeleistungen für andere Länder bzw. Kulturen auf.
Ich habe zuvor noch keine Werke von Dave Eggers gelesen und kann somit keine Vergleiche zu vorherigen Veröffentlichungen ziehen. Diesen Roman fand ich inhaltlich und sprachlich interessant und spannend, ich hätte mir aber mehr Tiefe bezüglich der Charaktere gewünscht.
Dannys Frau Liz ist ein Jahr vor die Geschichte einsetzt bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seither ist er alleinerziehender Vater eines Sohnes, der nicht mehr sprechen will, und leider auch chronisch ...
Dannys Frau Liz ist ein Jahr vor die Geschichte einsetzt bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Seither ist er alleinerziehender Vater eines Sohnes, der nicht mehr sprechen will, und leider auch chronisch pleite. Die Miete kratzt er gerade noch so zusammen, doch als er auch noch seinen Job verliert und sein Vermieter ihm mit einem Schläger auf die Pelle rückt, ist guter Rat teuer.
Gar nicht teuer ist hingegen das Pandakostüm, das er daraufhin in einem Kostümladen erwirbt, dafür stinkt es und es ist so hässlich, dass eigentlich niemand erkennen kann, um welches Tier es sich bei der Verkleidung handelt. Danny lässt sich davon nicht unterkriegen und tritt fortan als tanzender Bär im Park auf, um Geld zu verdienen. Der große finanzielle Erfolg lässt auf sich warten, allerdings geschieht eines Tages das Unglaubliche: Will spricht mit dem vermeintlich fremden Panda.
“Pandatage” hat mich überrascht, da ich eine melancholische, sehr schwermütige Geschichte erwartet hatte. Ich war auf emotionale Gespräche zwischen den Charakteren gefasst, auf rührselige Rückblicke auf das Leben der Protagonisten, als Liz noch darin vertreten war. Davon vorgefunden habe ich in dem Buch wenig. Dafür umso mehr Humor in einer Geschichte, bei der man meiner Meinung nach ganz klar herausliest, dass sie von einem Mann geschrieben wurde, was nicht negativ aufzufassen ist, im Gegenteil: Es verleiht der Story Authentizität.
Der Aufbau der Handlung ist recht einfach, in ihr tauchen kaum Überraschungen auf. Dafür sind die Charaktere umso liebenswerter und haben alle ihre Eigenheiten, die einen zum Schmunzeln bringen.
Ich hatte Spaß beim Lesen und war positiv überrascht, dass ein so schwieriges Thema so locker und leicht erzählt werden kann. Somit empfehle ich das Buch gerne weiter.
Sophie hängt etwas in der Luft. Ihre Beziehung fühlt sich nicht mehr ganz so richtig an, sie hat den Tod ihrer Mutter im letzten Jahr noch nicht überwunden und ihr Job ist auch alles andere als ein Traum. ...
Sophie hängt etwas in der Luft. Ihre Beziehung fühlt sich nicht mehr ganz so richtig an, sie hat den Tod ihrer Mutter im letzten Jahr noch nicht überwunden und ihr Job ist auch alles andere als ein Traum. Eigentlich würde sie, anstatt am Empfang einer Filmagentur zu versauern, viel lieber mit ihrem eigenen Foodtruck durch die Welt tingeln.
Ihr Leben ändert sich jedoch drastisch, als ihr ein Job im Marketing eines potenziellen Blockbusters in den Schoß fällt.
Bereits Cover und Titel geben ganz klar Preis, worauf man sich mit “Die Liebe fällt nicht weit vom Strand” einlässt: Die perfekte Unterhaltung für Strandkorb oder Balkonien. Die Sprache der Autorin ist einfach und angenehm zu lesen, der Storyline kann man gut folgen, ohne das Gehirn zu sehr zu beanspruchen. Und das ist in diesem Fall durchaus nicht negativ zu bewerten, sondern genau das, was ich mir von einer Strandlektüre erwarte.
Auch die Umschreibungen sowohl der Lokationen als auch der Emotionen der Charaktere fand ich sehr gelungen, zudem sprach mich der Humor der Autorin an. Einzig all die Zufälle in dem Buch, die Sophie dorthin bringen, wo sie schlussendlich landet, finde ich etwas zu dick aufgetragen. Darüber kann ich allerdings hinwegsehen, indem ich diese als weiteren humoristischen Akzent betrachte.
Ein Buch, das ich gerne zum Einpacken in die Badetasche empfehle.