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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2026

Auftaktband mit Potential

Anathema
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Anathema war für mich ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe – nicht nur, weil ich Romantasy liebe, sondern auch, weil es mein erstes Buch mit Gothic‑Elementen war.
Der Schreibstil von Keri Lake ...

Anathema war für mich ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe – nicht nur, weil ich Romantasy liebe, sondern auch, weil es mein erstes Buch mit Gothic‑Elementen war.
Der Schreibstil von Keri Lake hat mich sofort abgeholt: flüssig, bildhaft und mit einer Stimmung, die mich direkt neugierig gemacht hat. Trotzdem muss ich sagen, dass sich der Einstieg für mich etwas gezogen hat, vor allem weil die beiden Hauptcharaktere erst etwas später wirklich aufeinandertreffen. Auch die vielen spezifischen Begriffe haben den Lesefluss ein klein wenig gebremst, allerdings gibt es ein ausführliches Glossar, sodass man diese jederzeit wieder nachlesen kann.

Doch sobald die Figuren endlich miteinander interagieren, hat mich die Geschichte gepackt. Die Spannung zwischen ihnen ist greifbar, intensiv und voller unausgesprochener Emotionen – und sie entwickelt sich spürbar, macht verschiedene Phasen durch. Diese Dynamik trägt das Buch und hat mich immer wieder zurück in die Handlung gezogen, selbst in Momenten, in denen der Mittelteil für mich etwas an Tempo verloren hat. Insbesondere in diesem Teil waren die angekündigten Gothic‑ oder Dark‑Vibes zwar da, aber nicht so durchgehend, wie ich es mir gewünscht hätte. Hier hatte ich tatsächlich etwas mehr erwartet anhand des Klappentextes bzw. der Bewerbung des Buches, aber ich mochte auch diesen Teil sehr gern. Was mir etwas gefehlt hat waren die Eating Woods - die spielen anders als der Klappentext vermuten lässt nur eine Rand-Rolle. Wenn man sich jedoch nicht darauf fokussiert hat die Story mehr als genug andere interessante Settings zu bieten.

Was ich dabei am liebsten mochte, war die Entwicklung der Beziehung zwischen den Charakteren. Sie baut sich langsam auf, intensiviert sich Stück für Stück. Slow Burn at it’s best! Und auch wenn Spice im Großteil des Buches eher eine Nebenrolle spielt, bekommt er am Ende deutlich mehr Raum – vielleicht etwas zu viel, da für mich so die Spannung zum Ende hin weg von der Story ging.

Die Story und auch die Welt in der Anathema angesiedelt ist haben noch viel Potential für die Folgebände, da unzählige offene Fragen bestehen und die Story insgesamt trotz der viele Seiten nur wenig vorangeschritten ist.

FAZIT:
Anathema ist eine Geschichte voller Atmosphäre, Spannung und emotionaler Momente, die mich trotz kleiner Schwächen im Tempo. Gothic und Dark Fantasy oder Horrorelemente waren dabei nur phasenweise vorhanden und nicht zu präsent, sodass es sich auch als Einstieg in das Genre eignet.

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Veröffentlicht am 01.07.2023

Ich brauche Band 3!

Let's be bold
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Ganz, ganz viel Liebe für dieses unfassbar tolle Buch!
Ich liebe die New Yorker Clique und mochte Band 2 sogar noch mehr als schon Band 1, einfach, weil man die Clique schon kennt, weil neue Leute hinzukommen, ...

Ganz, ganz viel Liebe für dieses unfassbar tolle Buch!
Ich liebe die New Yorker Clique und mochte Band 2 sogar noch mehr als schon Band 1, einfach, weil man die Clique schon kennt, weil neue Leute hinzukommen, und weil es ein bisschen wie Nach Hause Kommen ist.
Es geht um Freundschaft, Liebe, Mental Health und Mental Growing, für mich die perfekte Mischung und genau das, was mich auch beschäftigt. Die perfekte Mischung - eben wirklich The Bold Type mit Mann!
Ich kann dieses Buch und diese Reihe wirklich jedem empfehlen, bitte kauft, lest und liebt sie, denn ich brauche dringend noch mindestens 5 Folgebände!
Danke an Anabelle & Nicole, die Geschichte um Shae, Ariana, Evie und Tyler gibt mir einfach so viel!

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Veröffentlicht am 08.04.2023

Gute Mischung an Rätseln und Geschichte im Bridgerton-Stil

Das Geheimnis des Duke
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"Das Geheimnis des Duke" ist ein umfangreiches Rätsel-Abenteuer in Roman-Form, und mit dem Regency-Setting versprüht es totale Bridgerton Vibes!
Ich mochte das Setting richtig gern und habe mich oft an ...

"Das Geheimnis des Duke" ist ein umfangreiches Rätsel-Abenteuer in Roman-Form, und mit dem Regency-Setting versprüht es totale Bridgerton Vibes!
Ich mochte das Setting richtig gern und habe mich oft an die Serie erinnert gefühlt, gerade auch durch die Ball-Saison und zum Teil auch durch die auftretenden Charaktere. Charlet und Jasper mochte ich dabei wirklich gern als Protagonisten, während die übrigen Charaktere eher etwas oberflächlich geblieben sind. Angesichts des doch überschaubaren Umfangs der Geschichte war das aber absolut in Ordnung.
Die Story an sich ist wie schon geschrieben Bridgerton-like, und weckt durch die Rätsel, die einen in einer Schnitzeljagd quer über das Anwesen und durch die Geschichte führen, auch ein wenig The Inheritance Games-Feeling.
Die Rätsel waren sowohl von der Auswahl her als auch vom Schwierigkeitsgrad eine gute und ausgewogene Mischung, 2-mal sind wir nicht auf dem richtigen Weg zur Lösung gelang, durch die zusätzlichen Online-Lösungshinweise bekommt man aber ausreichend Hilfestellung, und selbst wenn diese nicht ausreichen sollten, könnte man durch die Art des Aufbaus in der Geschichte weiter vorangehen und zum nächsten Kapitel übergehen. Insgesamt gibt es 24 Kapitel mit Rätseln, für die wir zu zweit rund 4h benötigt haben. Online steht auch noch Zusatzmaterial zur Verfügung.
Aufgrund von Länge und Umfang des Textes / der Geschichte und auch der Art der Rätsel tendiere ich eher dazu dieses Buch zum alleine rätseln zu empfehlen. Die Rätsel sind eher dafür ausgelegt diese alleine zu lösen, und auch vom Umfang der Story bietet es sich eher an, insbesondere wenn nicht jeder den Text vor sich hat und dieser vielleicht sogar laut vorgelesen werden müsste. Von anderen Escape Abenteuern kenne ich es zum Teil, dass Audio-Material zur Verfügung steht, in dem man sich die Geschichte anhören kann, das wäre hier auch eine super Ergänzung gewesen.
Alles in allem haben die Rätsel und auch die Geschichte Spaß gemacht und unterhalten, daher eine Empfehlung für alle, die dieses Setting mögen!

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Veröffentlicht am 06.04.2023

Humorvolle Geisterromantik

Dead Romantics
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"Dead Romantisch"ist das erste Buch, das ich von Autorin Ashley Poston gelesen habe, und ich mochte es richtig gern!
Es ist eine wundervolle Mischung aus Romantik, Familiengeschichte, Geister-Mystery ...

"Dead Romantisch"ist das erste Buch, das ich von Autorin Ashley Poston gelesen habe, und ich mochte es richtig gern!
Es ist eine wundervolle Mischung aus Romantik, Familiengeschichte, Geister-Mystery und einem Hauch Addams Familiy (immerhin stammt Florence aus einer Familie, die mit Herz und Seele ein Bestattungsinstitut führt), und dabei mit einer guten Priese Humor, die die Geschichte für mich trotz der sehr präsenten Todes-Thematik zu einem Wohlfühlbuch gemacht hat.
Die Geschichte um Florence handelt vom Abschiednehmen, vom Hilfe annehmen, von Liebe (romantisch wie familiär) und spielt in einer süßen Kleinstadt, die sowohl Heimat und Frieden (hallooo, der Bürgermeister ist ein Hund!) als auch verdrängte Erinnerungen und bösen Klatsch bedeuten kann. Ich mochte Florence als Protagonistin sehr gern, und auch den Geist Ben. Die Lovestory der beiden geht schon sehr ins kitschige über, doch für mich ergab das Buch insgesamt, mit der Familiengeschichte und dem allgegenwärtigen Tod, dem Florence aufgrund des Verlustes ihres Vaters und der Tatsache, dass sie eben Geister sehen und mit ihnen kommunizieren kann, eine ausgewogene Mischung. Neben den beiden Protagonisten habe ich auch viele andere Charaktere ins Herz geschlossen, aber es gab auch einige, mit denen man weniger sympathisieren konnte / sollte, queere Charaktere und Charakterentwicklungen.
FAZIT: Ein geisterhaft-romantisches Wohlfühlbuch!

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Veröffentlicht am 22.03.2023

Fantasy und Feminismus

We Will Give You Hell
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"We Will Give You Hell" ist einfach der absolut perfekte Titel für dieses Buch. Nicht nur, dass die Protagonistin Hellea kurz Hell genannt wird, der Titel spiegelt auch ganz wunderbar ein zentrales Element ...

"We Will Give You Hell" ist einfach der absolut perfekte Titel für dieses Buch. Nicht nur, dass die Protagonistin Hellea kurz Hell genannt wird, der Titel spiegelt auch ganz wunderbar ein zentrales Element der Geschichte wieder: Wut bzw. Zorn. Und dabei sind diese hier gar nicht unbedingt als negativ oder ausschließlich negativ zu verstehen, sondern stellen sehr viel mehr dar.
Dieses Buch ist voller kluger feministischer Denkanstöße, macht aufmerksam auf Dinge, die auch in unserer fortschrittlichen Welt noch gewaltig schief laufen, zeigt dabei verschiedene Blickwinkel. Und schließlich verbindet es all das mit einem einzigartigen Fantasy-Plot und nicht zuletzt einer queeren Lovestory. Die Geschichte war für mich nicht völlig unvorhersehbar, aber dennoch mitreißend und überraschend. Und auch wenn es sich hier um Urban-Fantasy in Schweden handelt, so hatte ich zwischendurch doch immer wieder das Gefühl in einer ganz anderen Welt zu sein.
Dazu hat auch der Schreibstil von Lina Frisch beigetragen, durch die flüssige Art konnte man nur so durch die Seiten fliegen. Unter den Charakteren gibt es sowohl Sympathieträger als auch Personen, die mit ihrem Verhalten mal gewaltig daneben liegen, und eine Protagonistin, die trotz ihrer Unsicherheiten und in teilweise auch Beeinflussbarkeit stark und authentisch ist.


FAZIT: Ich mochte die Geschichte um Hell und die Reise zu den Wurzeln von Magie und Emotionen sehr gern und fand auch die feministischen Themen passend in den Fantasy-Plot eingearbeitet. Das Ende des Buches lässt ein wenig offen, ob es weitere Bände zu dieser Geschichte geben wird, ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was wir von Lina noch lesen dürfen!

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