Profilbild von MariaLeseEule

MariaLeseEule

Lesejury Profi
offline

MariaLeseEule ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MariaLeseEule über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2021

Keine Götter, dafür Bots und Technologie, Rebellen und Intrigen - Plot Twists vom Feinsten

Die letzte Göttin
0

„Die letzte Göttin“ ist Band 1 der dystopischen Sci-Fi Dilogie von Lora Beth Johnson. Und da der Titel ganz anderes vermuten lässt als das Buch tatsächlich bereit hält, hier zunächst der Klappentext:

>>Sie ...

„Die letzte Göttin“ ist Band 1 der dystopischen Sci-Fi Dilogie von Lora Beth Johnson. Und da der Titel ganz anderes vermuten lässt als das Buch tatsächlich bereit hält, hier zunächst der Klappentext:

>>Sie erwacht in einer fremden Welt. Er ist immer an ihrer Seite. Aber will er ihr wirklich helfen?

Andra gehört zu den Auserwählten, die in einen künstlichen Schlaf versetzt wurden, um die Erde zu verlassen und einen neuen Planeten zu besiedeln. Doch statt der vereinbarten hundert Jahre erwacht sie ganze tausend Jahre später – und noch dazu an einem Ort, der nicht so ist wie erwartet: Andra findet sich in einer kargen Wüstenlandschaft wieder, umgeben von einem Volk, das sie als Göttin verehrt. Nur der junge Soldat Zhade hilft Andra dabei, sich in der für sie fremden Welt zurechtzufinden, in der Technik als Magie und deren Nutzer als übermenschliche Wesen angesehen werden. Auf der Suche nach den anderen Schläfern kommen sich die beiden näher. Doch was Andra nicht weiß: Zhade hilft ihr nicht nur aus Nächstenliebe, sondern verfolgt eine ganz eigene Mission …<<

Wie der Klappentext also zeigt geht es viel mehr um Wissenschaft und Technologie als um Götter und Magie, und doch kommt einem die Geschichte um Andra, die eigentlich Andromeda heißt, irgendwie magisch vor. Ich mochte den Aufbau der dystopischen Welt, viele hundert Jahre nach unserer heutigen Zeit, sehr, spannend und aufregend und tödlich zugleich. Es gibt wirklich einiges zu entdecken und die „neue Welt“ ist vielschichtig und überraschend, nicht nur in Hinblick auf Technologie / Magie, sondern auch wegen der verschiedenen Menschen, die dort angesiedelt sind, auf einem Planeten, der alles daran zu setzen scheint die Menschheit loszuwerden.

Besonders gern mochte ich auch die Protagonistin Andra selbst, ich habe sofort mit ihr sympathisiert und auch mit ihr mitgefiebert und gelitten. Zhade dagegen konnte ich so gar nicht einschätzen, wie schon im Klappentext angeteasert verfolgt er seine ganz eigenen Ziele, die aber bis zum Ende nicht völlig klar sind. Und so wird Andra in ein undurchsichtiges Spiel aus Intrigen, Hoffnung und Tod verstrickt, als wäre ihr neues Leben als „Göttin“ nicht schon Herausforderung genug.

Ebendiese Intrigen machen auch einen Großteil der Spannung aus, und während es im ersten Teil des Buches noch um die üblichen Palastintrigen und Machtkämpfe zu gehen scheint, geht es im hinteren Teil der Geschichte wirklich Schlag auf Schlag mit Plot Twists, Überraschungen und Enthüllungen.
Das Ende von Band 1 ist daher denkbar schockierend und spannend, sodass ich am liebsten sofort mit Band 2 starten würde. Nicht zuletzt, weil es zum aktuellen Zeitpunkt noch die eine oder andere offene Frage (abgesehen vom Fortgang der Ereignisse) und ein oder zwei kleine Ungereimtheiten gibt, auf deren Auflösung ich in Band 2 hoffe.

FAZIT: Keine Götter, dafür Bots und Technologie, Rebellen und Intrigen! Nach dem super spannenden Abschluss des Bandes sehne ich Band 2 nur so herbei und hoffe auf eine schnelle Fortsetzung von Andras Abenteur.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Fantastisch, dystopisch, aktuell

Aschehonig
0

„Aschehonig“ von Beatrice Jacoby wird als eine Mischung aus Romantasy, also Romantik und Fantasy, und Umweltroman beschrieben. Es ist das erste Buch, das ich bisher von der Autorin gelesen habe, und schon ...

„Aschehonig“ von Beatrice Jacoby wird als eine Mischung aus Romantasy, also Romantik und Fantasy, und Umweltroman beschrieben. Es ist das erste Buch, das ich bisher von der Autorin gelesen habe, und schon allein das Cover hat mich gepackt und in seinen Bann gezogen. Aber hier zuerst der Klappentext:

>>Die Natur hat sich ihr Reich schon lange zurückerobert: Wälder wurden lebendig und verschlangen ganze Städte. Seitdem setzt kein Mensch mehr einen Fuß in die überwucherten, lebensbedrohlichen Gebiete. Bis jetzt. Bienenhüterin Giselle spürt eine eigentümliche Verbindung zu den Geschöpfen des Waldes. Sie sucht nach einer Rettung für die Bienen – und die Zukunft. Gemeinsam mit Alexej, der ihr Herz mit jedem tiefgründigen Blick in Aufruhr versetzt, und zwei Freunden wagt sie sich in das lebendige Dickicht. Doch je tiefer sie in den Wald vordringen, desto größer werden die Geheimnisse, die zwischen ihnen allen stehen …<<

Wie schon geschrieben handelt es sich hier um eine Mischung verschiedener Genre, für mich sticht neben Romantasy noch Dystopie heraus, denn der futuristische Weltenentwurf zeigt uns eine wenig berauschende Version der Zukunft. Die Ausbeutung der Natur hat letztendlich dazu geführt, dass Mutter Natur sich gegen die Menschen gewendet hat, und diese sich daher von ihr abschirmen mussten.

Giselle, die Bienenhüterin, begibt sich gemeinsam mit ihren Freunden auf eine wichtige Mission, um jenseits der angrenzenden Mauer Rettung für ihre vom Aussterben bedrohten Bienen zu finden, und kommt so nicht nur der Vergangenheit sondern auch einigen Geheimnissen auf die Schliche.

Ich mochte Giselle und auch die meisten ihrer Freunde sehr gern, vor allem die flippige Poppy, Giselles beste Freundin, habe ich ins Herz geschlossen. Die Lovestory/ies ist/ sind eher ruhig gehalten und von Schwärmereien geprägt, für mich stand die Geschichte selbst im Vordergrund, was ich sehr gern mochte. Es gab einige spannende Stellen und ich habe mit Giselle und ihren Freunden mitgefiebert.

Trotzdem gab es ein paar Elemente, die für mich nicht ganz stimmig waren, und auch der Schreibstil war manchmal etwas holprig, ebenso wie die Einteilung der Kapitel, was mir hin und wieder den Lesefluss genommen hat.

Alles in allem finde ich aber die Idee toll, und auch wenn das Ende etwas plötzlich kam, mochte ich die Umsetzung und den Genre-Mix.

Fazit: nicht ganz rund, aber trotzdem eine tolle Idee und ein guter Mix von Genres und Charakteren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2021

Starke Frauen, große Gefühle

Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
1

Bei „Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken“ handelt es sich um Band 2 der Reihe von Evie Dunmore um eine Gruppe junger Frauen, die einerseits Freundinnen sind und anderseits als Suffragistinnen für ...

Bei „Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken“ handelt es sich um Band 2 der Reihe von Evie Dunmore um eine Gruppe junger Frauen, die einerseits Freundinnen sind und anderseits als Suffragistinnen für die Rechte der Frauen ihrer Zeit kämpfen.

Hier zunächst der Klappentext:
>>Seinem Gegner in die Seele zu blicken kann ungeahnte Folgen haben ...
Lucie Tedbury, die junge Anführerin der Frauenrechtsbewegung in Oxford, ist empört. Die Nemesis ihrer Jugend, der berüchtigte Tristan Ballentine, sabotiert ihren Plan, Tausende Leserinnen von Frauenzeitschriften für ihre Sache zu gewinnen. Doch dann macht der junge Adlige ihr ein skandalöses Angebot: Eine Nacht mit ihm, und er wird das Feld räumen. Lucie hätte nicht gedacht, dass sie ihn noch mehr verabscheuen könnte! Bald muss sie sich jedoch eingestehen, dass Tristan ihr Blut nicht nur durch sein unverschämtes Auftreten in Wallung bringt, sondern dass sich hinter ihren Gefühlen für ihn womöglich mehr verbirgt, als sie wahrhaben möchte …<<

Obwohl man die Bände der Reihe nicht zwangsläufig nacheinander lesen muss, da jedes Buch im sich abgeschlossen eine Liebesgeschichte behandelt, hat mit Band 1 bereits große Lust darauf gemacht mehr über Lucie als Person und auch über ihre Geschichte mit Tristan zu erfahren. Denn im Gegensatz zu Band 1 lernen sich die beiden nicht erst im Verlauf der Geschichte kennen, sondern sie verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Und darüber wollte ich unbedingt mehr erfahren, denn auf den ersten Blick ergeben sich zwischen Lucie, tough und ganz ihrer Mission verschrieben, und Tristan, dem Aufreißer und Frauenheld, keine offensichtlichen Gemeinsamkeiten.
Doch je mehr man die beiden kennenlernt, desto mehr merkt man, dass sie sich gegenseitig ergänzen und herausfordern, dass Lucie mehr ist als die „alte Jungfer“, die pausenlos für die Frauenrechtsbewegung kämpft und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse dafür hinten an stellt, und dass auch in Tristan mehr steckt als der ungehobelte Casanova, der er zu sein scheint.

Es hat mir unglaublich viel Freude gemacht die beiden immer besser kennenzulernen und ihre Geschichte zu begleiten. Ich finde das historische Setting und die Hintergrundgeschichten dieser toughen und fortschrittlichen Frauen super interessant und auch ein wenig lehrreich, auch wenn die Autorin selbst eingesteht sich die eine oder andere künstlerische Freiheit genommen zu haben.
Der Schreibstil war wie auch schon in Band 1 flüssig und sehr angenehm zu lesen, man fliegt nur so durch die Seite und ist viel zu schnell am Ende angelangt.

Fazit: Ich mochte Lucie und Tristan wirklich sehr und habe sie gern auf ihrem Weg begleitet, und nun kann ich Band 3 kaum erwarten!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 17.08.2021

3,5 Sterne für eine magische Familiengeschichte

The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie
0

„The Rules of Magic: Eine Zauberhafte Familie“ von Alice Hoffman verspricht eine magische Familiengeschichte, in deren Mittepunkt die 3 Geschwister Franny, Jet und Vincent Owens stehen. Es handelt sich ...

„The Rules of Magic: Eine Zauberhafte Familie“ von Alice Hoffman verspricht eine magische Familiengeschichte, in deren Mittepunkt die 3 Geschwister Franny, Jet und Vincent Owens stehen. Es handelt sich dabei im das Prequel zu „Practical Magic: Zauberhafte Schwestern“, das im kommenden Jahr erscheinen soll.

Kurz zum Klappentext:
>>New York, Anfang der 60er Jahre. Franny, Jet und Vincent Owens sind keine gewöhnlichen Kinder, denn sie entstammen einer Familie von Hexen: Die schöne Franny hat blasse Haut und, passend zu ihrem Temperament feuerrote Haare. Jet ist sensibel und kann Gedanken lesen, und der charismatische Vincent verfügt schon in jungen Jahren über eine überwältigende Anziehungskraft auf das andere Geschlecht. Alles riecht nach Ärger, und dass die drei das magische Talent ihrer Vorfahren geerbt haben, macht die Sache nicht besser.

Von Beginn an gibt ihre Mutter Susanna ihren Kindern deshalb ein paar Regeln mit auf den Lebensweg: keine Spaziergänge bei Mondschein, keine roten Schuhe, keine schwarze Kleidung, keine Katzen oder Krähen im Haus, und das Allerwichtigste: »Verliebt euch nie, niemals!«

Doch Franny, Jet und Vincent sind jung und voller Tatendrang: Natürlich werden sie jede einzelne Regel brechen – und mit den Folgen leben müssen.<<


Die Geschichte erweckt bei mir ein wenig die Stimmung aus der Serien „Charmed“, wobei Magie hier eher unterschwellig ein Thema ist. Sie ist ein leitendes Element und ein wichtiger Punkt in der Geschichte und der Entwicklung der Geschwister, große Zauber oder magische Wesen sollte man jedoch nicht erwarten. Der im Klappentext erwähnte Fluch spielt jedoch durchaus eine große und wiederkehrende Rolle und beeinflusst das Leben aller Charaktere stark.

Die Geschichte ist so aufgebaut, dass man die 3 Geschwister von ihrer Kindheit bis ins Alter verfolgt, wie sie aufwachsen, die Magie kennenlernen, sich verlieben und diverse Verluste erleben und verkraften müssen. Eine bleibende Konstante ist dabei der Zusammenhalt der Geschwister und der Familie Owens im Allgemeinen, die schon eine recht besondere Familie ist.

Neben der Lebensgeschichte der 3 Hauptpersonen erfährt man auch einiges über ihre Verwandten und über geschichtliche Aspekte der damaligen Zeit, was mir besonders gut gefallen hat. So wurde meiner Meinung nach eine schöne und besondere Atmosphäre geschaffen.

Auch die Beschreibung von Franny, Jet und Vincent mochte ich sehr, hier wurden 3 besondere und absolut unterschiedliche Charaktere erschaffen, die man gerne begleitet. Ich finde jede(n) von ihnen auf ihre eigene Weise interessant und liebenswert.

Leider bleiben die Erzählungen oft sehr an der Oberfläche, man taucht nicht wirklich in die Emotionen und Gedanken der Geschwister ein, und auch prägende Ereignisse werden oft sehr schnell wieder abgehakt. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass man die ganze Zeit einen Rückblick liest und auf einen Höhepunkt hinarbeitet, der jedoch bis zum Ende nicht eingetreten ist. Ich bin sehr gespannt, ob das auch im Folgeband so sein wird, oder ob das dem Prequel-Charakter geschuldet ist.

Trotzdem mochte ich die Geschichte und die Familie Owens mit all ihren Besonderheiten und fand sie trotz des eigenwilligen Erzählstils gut und flüssig zu lesen.

FAZIT: Wenig Magie, wenig Emotionen und wenig Tiefgang, und trotzdem eine schöne und interessante Familiengeschichte, die die Protagonisten ein ganzes Leben lang begleitet. 3,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2021

Eine begeisterte Autorin, die mich am Ende leider verloren hat

Elefanten
0

„Elefanten“ von der Wissenschaftlerin Hannah Mumby ist ein Sachbuch über ebenjene Tiere, und dabei doch so viel mehr.
Hier ein kurzer Einblick in den Klappentext:

>>Wie viel haben wir mit Elefanten gemein? ...

„Elefanten“ von der Wissenschaftlerin Hannah Mumby ist ein Sachbuch über ebenjene Tiere, und dabei doch so viel mehr.
Hier ein kurzer Einblick in den Klappentext:

>>Wie viel haben wir mit Elefanten gemein? Eine junge Wissenschaftlerin gibt – auf den Spuren einer verborgenen Welt – berührende Einblicke in die Psyche der Elefanten.

Was ist ein Elefant? Ein Säugetier, ein religiöses Symbol, eine Jagdbeute und Quelle von Elfenbein? Die Lieblingsfigur aus einem Kinderbuch, das Aushängeschild für modernen Naturschutz, eine Touristenfalle oder ein Statussymbol? Zu bestimmten Zeiten ist er all das auf einmal gewesen, und die Vielfalt der Bilder zeugt von der komplexen Geschichte, die uns mit den grauen Riesen verbindet. Klug, voll Witz und Selbstironie verknüpft die Verhaltensbiologin Hannah Mumby ihre ausgezeichnete Forschung mit persönlichen Erlebnissen in Kenia, Südafrika, Nepal und Myanmar. Ihr Buch eröffnet einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben der Elefanten – und in ihre oft verborgene Welt.<<


Wie Titel und Klappentext schon verraten, dreht sich in diesem Buch alles um die sanften grauen Riesen und darum, dass Elefanten so viel mehr sind als das. Man begleitet die Autorin vom Ende ihres Studiums an auf ihrer Reise um die Welt und zu den verschiedenen Organisationen und Gruppen, die mit Elefanten arbeiten bzw. sie erforschen. Dabei lässt Hannah den Leser an ihren kleinen und großen Erkenntnissen über Elefanten, deren Leben und die Verbindung bzw. Parallelen zwischen Menschen und Elefanten teilhaben.
Dadurch wird das Buch so viel mehr als ein „einfaches“ Sachbuch. Es geht zwar auch viel um verschiedene Studien und das Wissen über Elefanten, hinzu kommen aber auch ein aufregender Reisebericht und einige philosophische Gedanken der Autorin. Dadurch wird das Buch aufgelockert und es liest sich am Ende wie eine Mischung aus Autobiografie und Elefantenreport.

Besonders in den ersten Teilen des Buches war ich regelrecht gefesselt und habe alle Informationen aufgesaugt, die Begeisterung, die Hannah den Tieren und ihrer Erforschung entgegen bringt, hat mich mitgerissen und ich konnte förmlich die heiße Brise der Savanne und den Geruch von Elefantendung riechen.
Leider muss ich sagen, dass diese Beheisterung meinerseits im Verlaufe des gar nicht mal so umfangreichen Buches immer weiter abgeflacht ist. Gerade die grüblerischen und philosophischen Gedanken der Autorin wurden für mich immer weniger zu spannenden Einblicken und mehr zu unnötigen Abschweifungen, der Rote Faden ging für mich irgendwie verloren. Auch wenn sich die Geschichte am Lebenslauf eines Elefanten orientiert —Geburt - Leben - Tod, wurden die Inhalte für mich immer schwerer greifbar, es kam mir vor als würde die Autorin sich in ihren eigenen Gedanken verlieren. Stattdessen hätte ich mir tiefergehende Erklärungen zu den Elefanten und dem Zusammenhang zwischen Forschung, Mensch und deren Einfluss auf die Tiere und ihr Leben gewünscht. Die Sichtweise der Autorin kam mir hier für mich ein wenig zu einseitig und teilweise zu unkritisch vor.

Besonders schön fand ich wiederum die beiden eingefügten Fotostrecken, die Bilder aus dem Fundus der Autorin und von ihren Forschungsreisen zeigen. Dadurch fühlt man sich nochmal mehr mitgenommen.

FAZIT: Man erfährt viele neue und spannende Dinge über Elefanten und ihr Leben, und erhält dazu einen Reisebericht der absolut begeisterten und begeisterungsfähigen Autorin. Nichtsdestotrotz handelt es sich immer weniger um ein Sachbuch, die Autorin schweift leicht ab. Wenn man sich das vorher bewusst macht und sich darauf einstellt bekommt man aber ein gutes Buch über Elefanten mit autobiographischen Zügen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung