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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2021

Wunderschön - traurig und Mut machend zugleich

Echo Mountain
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Das Buch spielt 1934. Ellie lebt mit ihrer Familie in den Bergen. Das klingt romantisch, ist es aber gar nicht, denn eigentlich sind sie Stadtmenschen, aber nach dem großen Börsenkrach haben sie wie so ...

Das Buch spielt 1934. Ellie lebt mit ihrer Familie in den Bergen. Das klingt romantisch, ist es aber gar nicht, denn eigentlich sind sie Stadtmenschen, aber nach dem großen Börsenkrach haben sie wie so viele Menschen alles verloren. Ihr neues Leben ist hart und entbehrungsreich, Ellie hadert aber nicht, sondern ist in Einklang mit der Natur und glücklich.
Bis eines Tages dem geliebten Vater ein schlimmer Unfall passiert.

Ellie ist wild entschlossen, ihm zu helfen, gegen allen Widerstand.
Sie ist ein tolles Mädchen, mutig und hilfsbereit und lässt sich trotz aller Widrigkeiten nicht davon abbringen, anderen zu helfen. Sie hat ein riesengroßes Herz und sofort mein Herz erobert.
Aber die Autorin hat es geschafft, dass man sich auch in die anderen Familienmitglieder hineinversetzen kann, aus Ellies Perspektive erscheint manches ungerecht, aber es gibt eben mehrere Sichtweisen.

Empfohlen ab elf Jahre - das passt auch aus meiner Sicht gut.

Eine Geschichte, die berührt und Mut macht, sich selbst zu vertrauen. Mit viel Natur und eher leise und ruhig erzählt. Wunderschön!

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Veröffentlicht am 09.03.2021

Ganz viel Pferdeliebe und ein Hauch von Hanni und Nanni

Reitinternat Blossom Hill, Stürmischer Start
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Rosalie darf auf das berühmte und teure Internat Blossom Hill. Sie freut sich riesig, dass sie ein Stipendium ergattert hat, denn das hätte sich ihre Familie nie leisten können.
Dort angekommen trifft ...

Rosalie darf auf das berühmte und teure Internat Blossom Hill. Sie freut sich riesig, dass sie ein Stipendium ergattert hat, denn das hätte sich ihre Familie nie leisten können.
Dort angekommen trifft sie gleich nette Mädels, aber ausgerechnet mit der Oberzicke muss sie sich ein Zimmer teilen.
Dafür verliebt sich sich umgehend in das schwierige Pferd Princess Valentine - und die Liebe scheint nicht einseitig zu sein...

ich habe das Buch in einem Rutsch ausgelesen, obwohl ich gar nicht so die Pferdefreundin bin (die sind so groß!). Das Buch hat mir trotzdem richtig gut gefallen.
Ich konnte mir das Internat gut vorstellen und die Kombination aus Pferdewissen, Pferdeliebe, Unterricht (Chemie <3), Zickerei und Freundschaft ist total schön. Und da es in einem englischen Internat spielt, hat es auch einen Hauch von Nanni & Nanni (nur in modern und mit Pferden; also gar nicht, sagt das Kind...das Hanni und Nanni aber nicht mag).

Wichtiger ist aber natürlich, was unsere hauseigene Pferdefreundin und Leseratte sagt und auch sie war begeistert. Richtig hineinvertieft in das Buch bekamen wir Sätze wie "das geht jetzt nicht, ich muss weiterlesen, es ist gerade so spannend" zu hören.

Ebenso gut hat uns gefallen, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und nicht mit einem ganz üblen Spoiler endet, wie es mittlerweile bei Reihen leider schon fast Standard ist. Klar macht es neugierig auf den Folgeband, aber es lässt einen mit einem wohlig-schönen Lesegefühl das Buch zuklappen.

Wir freuen uns jedenfalls schon beide auf Band 2!

Veröffentlicht am 08.03.2021

Einblicke in eine sehr minimalistische Lebensweise

Sieben Quadratmeter Glück
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Was braucht man wirklich zum Leben?
Eine Frage, die immer drängender wird, die Autorin hat ein Selbstexperiment durchgeführt und zog für ein Jahr in einen Wohnwagen.

Dazu hat sie ihr Hab&Gut extrem reduziert ...

Was braucht man wirklich zum Leben?
Eine Frage, die immer drängender wird, die Autorin hat ein Selbstexperiment durchgeführt und zog für ein Jahr in einen Wohnwagen.

Dazu hat sie ihr Hab&Gut extrem reduziert und sich auch von (fast) jeglichem Komfort verabschiedet.
Ich fand den Einblick sehr interessant, sowohl die wunderschönen Aspekte (direkt am See!) als auch die anstrengenden und zermürbenden (Sanitäranlagen am Campingplatz, Heizung bzw. Nichtheizung im Winter,...). Gut gefallen hat mir auch, dass auch beängstigende Aspekte nicht ausgespart wurden, wie etwa die Angst vor einer Kohlenmonoxidvergiftung, wenn man die Heizung über Nacht laufen lässt (das wäre auch meine große Angst) oder das unwohle Gefühl, dass man so allein mit Fremden auf dem Platz bekommt, wenn es dunkel und kalt wird. Oder die Angst vor Stigmatisierung und das gekonnte Umschreiben des Wohnortes auf Nachfragen.

Was mir etwas gefehlt hat, waren noch mehr Alltagsschilderungen. Da hätte ich mir noch mehr Einblick gewünscht. Was hat Frau Hahnfeldt so jeden Abend gemacht in ihrem Camper, ein ganzes Jahr lang?
Warum ist sie eigentlich genau in den Camper gezogen? Ursprünglich war das Experiment nur auf ein Vierteljahr ausgelegt - aber ist es dann nachhaltig, sich dafür einen Camper zu kaufen und so einen Aufwand zu betreiben? Mir war die Motivation für das Experiment auch nicht so schlüssig bzw. dessen Verlängerung, andererseits ist das sehr privat und geht mich ja auch nichts an. Aber trotzdem - das fand ich unrund.

Insgesamt umfasst der Einblick nur 128 Seiten, ist also nicht sehr umfangreich.
Andererseits passt das wiederum auch sehr gut zu einem Buch, das das Thema Minimalismus und Ressourcenschonung als Inhalt hat.

Sehr gut gefallen haben mir aber wieder die vielen Fotos, die das Ganze schön veranschaulicht haben sowie die praktischen Tipps. Ob nachhaltiges Campen, einfache Rezeptvorschläge und konkrete Ausrüstungsvorschläge - da gibt es wertvolle erste Hilfestellungen, falls man ebenfalls mit dem Gedanken spielt. Auch andere Modelle wie ein Tiny Haus oder ein Mobilheim werden vorgestellt, das war richtig schön rund.

Insgesamt also ein positiver Eindruck, für meinen Geschmack nur etwas zu knapp gehalten.

Veröffentlicht am 06.03.2021

Ein kleines Wollschwein sorgt für gute Laune

Flips - Ein Wollschwein legt los
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Eigentlich bräuchte man gar nicht viel schreiben, wir sind einfach hingerissen von Flips, dem kleinen Wollschwein.

Es steht plötzlich auf dem Schulweg vor Toni und Toni geht es wie uns, Liebe auf den ...

Eigentlich bräuchte man gar nicht viel schreiben, wir sind einfach hingerissen von Flips, dem kleinen Wollschwein.

Es steht plötzlich auf dem Schulweg vor Toni und Toni geht es wie uns, Liebe auf den ersten Blick.
Doch leider schlägt der Liebesblitz nicht überall ein, Tonis Eltern werden wahrscheinlich nicht ganz so begeistert von einem Schwein in der Wohnung sein und erst die tierhassende Vermieterin?


Besonders gut haben der Tochter die putzigen Zeichnungen gefallen, das Buch wäre ohne diese einfach nicht das selbe. Eine perfekte Symbiose und zum Glück wurde an der Illustration nicht gespart, es gibt ganz viele Bilder. Dazu dann die lustige Geschichte um das ständig hungrige Schweinchen, das waren richtige Wohlfühl-Lesestunde.

Die Altersempfehlung liegt ab acht Jahre, das passt gut zum Selbst-Lesen, zum Vorlesen ist es auch schön früher geeignet, es gibt keine gruseligen Stellen, würde ich auch schon Kindern ab fünf Jahren vorlesen.

Schon klar, welches Tier jetzt ganz oben auf der unendlichen Haustier-Wunschliste des Kindes steht, oder?
Zumindest als Buch-Haustier sollte Flips aber wirklich überall einziehen...

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Veröffentlicht am 02.03.2021

Schnelle Gerichte, ansprechend dargestellt

Hensslers schnelle Nummer
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Schnelle Gerichte und davon gleich 100 Stück? Ja bitte, her damit!
In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling, ohne Kantine und Mensa ist tägliches Kochen angesagt, immer verbunden mit Zeitnot.

Da ist ...

Schnelle Gerichte und davon gleich 100 Stück? Ja bitte, her damit!
In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling, ohne Kantine und Mensa ist tägliches Kochen angesagt, immer verbunden mit Zeitnot.

Da ist Hensslers neues Kochbuch sehr willkommen.

Mich begeistert schon das Layout.
Links immer das Rezept, die Zutatenliste extrem übersichtlich, kein Einkaufsmarathon, keine exotischen Zutaten, zudem ganz groß und fett gedruckt. Dazu drei Symbole: Anzahl der Zutaten, Zubereitungszeit in Minuten und - falls zutreffend - ein grünes Icon für vegetarische Gerichte.
Dann die Zubereitung, auch diese knapp, verständlich und unkompliziert.
Rechts dann jeweils ein großformatiges Foto, das sehr, sehr ansprechend ist.

Die Rezeptauswahl ist gut, kategorisiert in
Kartoffeln
Fisch und Meeresfrüchte
Fleisch
Gemüse
Pasta
Salate
Für Zwischendurch
Desserts.

Auffällig ist hier, dass relativ viele Fisch- und Meeresfrüchte-Rezepte enthalten sind, gleich 14 an der Zahl.
Meine Lieblingskategorien sind jedoch Salat und Gemüse, hieraus sind auch meine zwei Favoriten:
Süsskartoffel-Avocado-Salat mit scharfem Limettendressing
und
Thai-Mango-Salat.

Aber auch sonst wurde ich fündig, auf meiner "will ich nachkochen-Liste" stehen immerhin gleich 19 Gerichte. Das ist bei mir ein sehr guter Schnitt für ein Kochbuch.

Mini-Kritik: gerade bei den Kartoffel-Rezepten sind mit zu viele Wiederholungen, es gibt gleich drei Rösti-Rezepte und zwei Stampf-Rezepte, das ist relativ langweilig. Und ein Gurkensalat als Rezept, naja...

Fazit: einfache, schnelle und frische Küche. Erfindet das Rad nicht neu, aber hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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