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Veröffentlicht am 29.04.2026

Beste Unterhaltung voller Spannung

Songbird of the Sorrows
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Dieses optisch wunderschöne Buch ist der gelungene Auftakt einer Trilogie und hat mir total gut gefallen!

Es geht um die von ihrem Vater verstoßene Prinzessin Aella, die in einem Orden zur Songbird, einer ...

Dieses optisch wunderschöne Buch ist der gelungene Auftakt einer Trilogie und hat mir total gut gefallen!

Es geht um die von ihrem Vater verstoßene Prinzessin Aella, die in einem Orden zur Songbird, einer Spionin, ausgebildet wird. Sie muss direkt nach ihrer bestandenen Abschlussprüfung zusammen mit der Elitestaffel des Ordens auf eine heikle Mission gehen, die ausgerechnet von Raven angeführt wird, mit dem sie trotz gegenseitiger Anziehung noch eine Rechnung offen hat...

Der Einstieg in die Handlung gestaltete sich sofort interessant und atemberaubend. Ich befand mich mit Aella bei einer anspruchsvollen Aufgabe und konnte ihre Empfindungen so hautnah spüren, als ob ich dabei gewesen wäre. Die spannungsgeladene Atmosphäre zog mich gleich in ihren Bann und durch die anschaulichen Beschreibungen der Autorin konnte ich mir wie in einem Kopfkino die Ereignisse lebhaft vorstellen. Aella, sowie auch ihre beste Freundin Nyssa waren mir sofort sympathisch und ich fand das "Voliere" genannte Setting im Orden sehr ansprechend und geheimnisvoll. Passend dazu kamen alle Namen und Bezeichnungen aus dem Vogelreich, was ich sehr witzig fand. Zu Anfang haben mich die vielen verschiedenen Personen, von denen einige auch noch mehrere Namen führten oder sie sogar wechselten, etwas überfordert, was sich jedoch sehr schnell gelegt hatte.

Der Fokus lag auf den Aufgaben, die Aella und ihren Begleitern gestellt wurden und die sich als gefährliche Herausforderungen entpuppten. Hierbei kamen noch weitere Charaktere ins Spiel, die teils überraschend hilfreich, teils auch brutal und gnadenlos agierten. Sie sorgten jedenfalls für Spannung und haben mich genau wie die gesamte Handlung, bestens unterhalten.

Überhaupt hat mich während des Lesens die Welt von Empyrieos restlos begeistert. Die vielen Insel der Sorrows, die Aufteilung der Reiche in die vier Jahreszeiten, die fantastischen Wesen, die Magie der Zeichenschrift und auch die verschiedenen Völker fand ich sehr interessant. Ich habe dabei die detaillierte Karte auf den ersten Seiten geliebt, die ich zwischendurch immer wieder angeschaut habe, um die Schauplätze der Geschichte zu verfolgen.

Natürlich gab es auch ein paar unerwartete Wendungen, die mich überraschen konnten und gerade das Ende mündete in einen faszinierenden Cliffhanger, der mich ungeduldig auf Band 2 warten lässt!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Ruinous Creatures - Der Kuss des Phönix
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Die Aufmachung dieses Einzelbandes ist ein toller Blickfang mit einem wunderbaren 3D-Cover und auch der Farbschnitt sieht absolut traumhaft aus, weswegen ich zuerst darauf aufmerksam wurde. Die Thematik, ...

Die Aufmachung dieses Einzelbandes ist ein toller Blickfang mit einem wunderbaren 3D-Cover und auch der Farbschnitt sieht absolut traumhaft aus, weswegen ich zuerst darauf aufmerksam wurde. Die Thematik, dass Schädel verstorbener Fabelwesen ihre Magie lebenslang mit einem Auserwählten verbinden, klang spannend und ich empfand es als neuartig und erfrischend anders im Gegensatz zu dem, was man sonst wiederholt im Bereich Fantasy zu lesen bekommt. Ich mochte diese ungewöhnlichen Ideen überaus gerne und habe die Vielfalt der magischen Wesen, ob nun lebendig oder als beseelte Schädel, sehr genossen.

Die Handlung wechselte zwischen den Sichtweisen der beiden Protagonisten Adela und Kian, die durch eine Zeremonie aneinander gebunden wurden, obwohl sie zuerst gegensätzliche Ziele verfolgten. Mir ging die plötzliche, körperliche Anziehung der beiden allerdings zu schnell und ich konnte keine Gefühle zwischen ihnen spüren, die diese erklärt hätten. Ich hatte an manchen Stellen auch Probleme, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedanken nachzuvollziehen, weil diese nur oberflächlich beschrieben wurden. Sie blieben deshalb etwas distanziert, was ich sehr schade fand, denn sie waren eigentlich interessante Charaktere, die sich auch bemerkenswert entwickelt haben. Ebenso hätte ich mir mehr Aufmerksamkeit für ein paar Nebenfiguren gewünscht, die mir gut gefallen haben.

Das Gesellschafts- und Hierarchiesystem fand ich sehr komplex, genauso wie die Magie der Schädel und ich hätte gerne noch mehr darüber erfahren, wie alles aufgebaut ist und funktioniert. Doch es blieb oft nur bei oberflächlichen Erklärungen oder Erwähnungen im Kontext und ich musste mir vieles selbst zusammenreimen. Durch eine anschaulichere Beschreibung der Welt hätte ich mir wahrscheinlich das fantastische Tal und die Stadt besser vorstellen können, was zu einer stimmungsvolleren Atmosphäre beigetragen hätte. So wurde meine Lesefreude in diesem Bereich etwas getrübt.

Die Highlights der Handlung waren für mich definitiv die eigenwilligen und charakterstarken Fabelwesen (samt außergewöhnlichem Nachwuchs), die stets für Spannung und Unterhaltung gesorgt haben. Insgesamt hat mir die Geschichte trotz einiger Einschränkungen gefallen und auch wenn meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden, kann ich das Buch Fantasy Fans empfehlen die gerne etwas lesen möchten, was sich von gängigen Standards abhebt.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Werde die Flamme und zerstöre das Dunkel

The Dagger and the Flame
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Sera und ihre Mutter leben am Rande von Fantome und stellen das magische Shade her, was ihre Mutter in die Stadt schmuggelt und mit dem zwei verfeindete Gilden ihr Unwesen treiben. Während die Cloaks es ...

Sera und ihre Mutter leben am Rande von Fantome und stellen das magische Shade her, was ihre Mutter in die Stadt schmuggelt und mit dem zwei verfeindete Gilden ihr Unwesen treiben. Während die Cloaks es für ihre Diebestouren nutzen, erledigen die Dagger Auftragsmorde damit. Nachdem Sera mit ansehen muss, wie ihre Mutter von einem Dagger ermordet und ihr gemeinsames Zuhause niedergebrannt wird, flieht sie zusammen mit ihrem kleinen Hund in die Stadt, um bei den Cloaks sicheren Unterschlupf zu finden. Obwohl sie nie stehlen wollte, wird das nun zur Bedingung, um bleiben zu dürfen und außerdem sucht sie nach einem Weg, um sich an dem Dagger zu rächen, der ihr Leben zerstört hat...

Schon gleich am Anfang wurde ich in spannende Szenen hineingezogen, welche viele Fragen aufwarfen und mich mit dem Schicksal von Sera mit fiebern ließen. Die Herkunft und Wirkungsweise des Shade wurde geheimnisvoll und mysteriös erst nach und nach enthüllt, so dass ich von der Handlung permanent gefesselt war. Sera und auch die Nebencharaktere waren für mich authentisch und so lebendig beschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen und in sie hineinfühlen konnte. Der Dagger Ransom blieb mir für längere Zeit etwas fremd, doch das änderte sich, als ich mehr über seinen Hintergrund und den Zwiespalt, in dem er steckte, erfahren hatte.

Die langsame und von Missverständnissen gespickte Entwicklung der Beziehung zwischen Sera und Ransom war für mein Empfinden nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt. Sie wurden in kleinen Schritten der Annäherung von Feinden zu Liebenden und mir hat ihre Kommunikation mit Papierfliegern ganz besonders gut gefallen. Das sorgte für herzerwärmende Momente in dieser bedrohlichen Situation. Der Schlagabtausch, den sie sich darin und auch in ihren persönlichen Dialogen lieferten, war erfrischend amüsant und einfallsreich. Man konnte förmlich die Funken sprühen sehen!

Mein einziger Kritikpunkt war eine spicy Szene, die an einem absurd unpassenden Ort und Zeitpunkt stattfand. Sie wirkte erzwungen und willkürlich konstruiert, um sie noch in der Handlung unterzubringen. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und nach einem epischen und furiosen Finale, welches noch einige unerwartete Enthüllungen mit sich brachte, bin ich nun gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Faszinierende und vielfältige Welt

Neleferi I
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Zuerst hat mich die tolle Gestaltung des Covers auf das Buch aufmerksam werden lassen und angezogen. Die Thematik einer zukünftigen Welt, die nach Klima- und Naturkatastrophen nun unter Kuppeln und mit ...

Zuerst hat mich die tolle Gestaltung des Covers auf das Buch aufmerksam werden lassen und angezogen. Die Thematik einer zukünftigen Welt, die nach Klima- und Naturkatastrophen nun unter Kuppeln und mit Hilfe von Magie wieder bewohnbar ist, war dann ausschlaggebend dafür, dass ich dieses Buch lesen wollte und ich habe es nicht bereut!

Die nichtmagische Heilerin Neleferi lebt in einer Kuppelstadt und führt zusammen mit ihrem Freund Noah ein behütetes Leben. Umgeben von ihrer Familie und ihrer besten Freundin scheint ihr Weg klar vorgezeichnet, doch ein ungewöhnlich heftiges Gewitter sorgt überraschend dafür, dass plötzlich doch magische Kräfte in ihr erwachen. Davon zunächst verunsichert und überfordert ergeben sich für Nele nun ungeahnte Chancen, die aber gleichzeitig auch gewaltige Herausforderungen und Veränderungen bedeuten.

Am Anfang habe ich etliche Druckfehler (falsche Silbentrennung, fehlende Leerzeichen) bemerkt, die meinen Lesefluss etwas gestört haben. Das konnte ich dann aber schnell zugunsten der Handlung tolerieren und ausblenden, denn diese kleinen Schönheitsfehler haben ja nichts mit dem Inhalt zu tun.

Die fantasievolle Welt war so faszinierend und bildhaft beschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. An der Seite von Nele gab es ständig etwas Neues und Überraschendes zu entdecken und zu erfahren. Man begegnete liebenswerten Fantasy-Wesen, interessanten Charakteren, von denen manche Konfliktpotential boten und begleitete sie an spannende Orte. Besonders gut haben mir die Atmosphäre und Szenerien im Schloss-Setting und die vielfältigen Ideen der Autorin gefallen, die ich hier nicht spoilern möchte und von denen ich hoffe, dass sie im zweiten Band eine größere Rolle spielen werden bzw. zur "Entfaltung" kommen...

Nele fand ich von Anfang an sehr sympathisch und ich konnte mich sehr gut in ihre Lage und Gefühle hineinversetzen. Sie war eine mental starke Persönlichkeit, die sich selbst reflektieren konnte, dazu bereit war, Fehler zuzugeben und sich zu entschuldigen, auch wenn sie dafür längere Zeit brauchte. Selbst ein völlig unerwarteter Verrat konnte sie nicht aus der Bahn werfen und ich bin sehr gespannt darauf, wie dieser sich noch entwickeln wird.

Das gemäßigte Erzähltempo, das sich durch das gesamte Buch zog, war genau nach meinem Geschmack und ließ mir die Zeit, die Charaktere, Orte und Erlebnisse zu genießen und mich gedanklich hineinzuversetzen. Lediglich im dramatisch spannenden Finale am Ende, überschlugen sich die Ereignisse und mündeten in einen dramatischen Cliffhanger, der mich überrascht zurückgelassen hat. Ich möchte jetzt unbedingt wissen, wie es weitergeht und werde die Fortsetzung dieser Dilogie auf jeden Fall lesen!

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ungewöhnliche Vampirstory mit Sogwirkung

Bury Our Bones in the Midnight Soil
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Die Bücher von V.E. Schwab haben mir bisher alle sehr gut gefallen und auch dieses konnte mich wieder komplett überzeugen!

Diese etwas andere, queere Vampirgeschichte beschreibt die Schicksale dreier ...

Die Bücher von V.E. Schwab haben mir bisher alle sehr gut gefallen und auch dieses konnte mich wieder komplett überzeugen!

Diese etwas andere, queere Vampirgeschichte beschreibt die Schicksale dreier Frauen in verschiedenen Jahrhunderten. Es ist faszinierend zu verfolgen, wie ihre Geschichten sich in den jeweiligen Handlungssträngen entwickeln, um schließlich in einem spannenden Finale verknüpft zu werden.

Mich hat wieder einmal der eindringliche und packende Schreibstil begeistert, so dass ich förmlich durch die fast 700 Seiten geflogen bin. Er hat bei mir solch eine fesselnde Sogwirkung erzeugt, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen, weil ich ständig wissen wollte, wie es weitergeht. Die Handlung ist dabei abwechslungsreich und interessant durch die vielen verschiedenen Orte und Zeiten an denen sie spielt. Gesellschaftliche Gepflogenheiten und geschichtliche Ereignisse werden dabei beschrieben und sorgen für unterhaltsame, sowie beklemmende Szenen, die mich emotional bewegt haben.

In die Charaktere der Protagonistinnen konnte ich mich meistens gut hineinversetzen und ihre Gefühle nachvollziehen, außer natürlich bei den vampirtypischen Tatsachen des unstillbaren Hungers und der fast ewigen Lebensdauer... Manchmal haben sie mich aber auch entsetzt und regelrecht angewidert, da sie meistens schrecklich brutal, mitleidslos und gleichgültig gegenüber ihren Opfern agiert haben.

Als sehr angenehm empfand ich, dass es nur wenige erotische Szenen gab, die zudem dezent beschrieben waren und nicht im Vordergrund standen. Der Schwerpunkt lag auf der positiven bzw. auch negativen Charakterentwicklung der Figuren, ihrer Selbstfindung und dem Mut zu ihren Emotionen zu stehen.

Die Autorin konnte mich im Verlauf der Handlung mit ein paar unerwarteten Wendungen und neuen Ideen überraschen, die gerade zum Ende hin bei mir für Spannung und Wow-Momente gesorgt haben.

Insgesamt lässt mich das Buch beeindruckt und versöhnlich gestimmt zurück. Ich kann es jedem empfehlen, der eine ungewöhnliche Vampirstory mit Tiefgang schätzt.

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