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Veröffentlicht am 14.09.2025

Ein Pferderipper und eine zerstückelt Leiche - Herausforderungen für Rechtsmedizinerin Sabine Yao

Mit kalter Hand
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Ein Pferderipper treibt sein Unwesen im Großraum Berlin, tötet die Tiere mit immer größerer Präzision. Eigentlich nicht die Kernkompetenz von Sabine Yao, Rechtsmedizinerin und Mitglied der BKA-Einheit ...

Ein Pferderipper treibt sein Unwesen im Großraum Berlin, tötet die Tiere mit immer größerer Präzision. Eigentlich nicht die Kernkompetenz von Sabine Yao, Rechtsmedizinerin und Mitglied der BKA-Einheit „Extremdelikte“. Doch da die Befürchtung besteht, dass der Täter an den Tieren nur übt, um dann sein Wissen auch an Menschen anzuwenden, bittet der Profiler Milan Hasanovic sie trotzdem um Hilfe. Parallel dazu werden in einem Forst erst ein Fuß, dann weitere Körperteile und schließlich der Torso eines Mannes gefunden. Die Teile sind teilweise schon so stark verwest, dass es die Mitarbeiter der „Extremdelikte“ vor eine Herausforderung stellt, die Hintergründe herauszufinden. Denn auch hier besteht die Gefahr, dass es nicht bei dem einen Opfer bleibt… Sabine Yao steht mal wieder vor den Herausforderungen, die ihren Job einerseits so spannend und abwechsungsreich machen, sie andererseits aber auch bis an die Grenzen ihrer Leistungs- und Leidensfähigkeit treiben...

Wie immer bei Michael Tsokos, dem bekanntesten Rechtsmediziner Deutschlands und Erfolgsautor zahlreicher Thriller, so bekommen wir auch bei „Mit kalter Hand“ wieder tiefe und manchmal auch unangenehme Einblicke in die Arbeit der Rechtsmedizin. Dabei ist die Spannung durchgehend hoch, das Buch mal wieder ein echter Pageturner. Von mir bekommt das Buch daher gerne fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Band 6 der OPE-Reihe- spannender Thriller um einen Strippenzieher der anderer zu Mördern macht

Der Einflüsterer
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Eine Festnahme in einem Hotel erscheint zunächst wie Routine. Die Verdächtige soll ihrem besten Freund das Herz buchstäblich herausgerissen haben. Jetzt ist sie in einem Schweriner Hotelzimmer und sowohl ...

Eine Festnahme in einem Hotel erscheint zunächst wie Routine. Die Verdächtige soll ihrem besten Freund das Herz buchstäblich herausgerissen haben. Jetzt ist sie in einem Schweriner Hotelzimmer und sowohl eine SEK-Einheit als auch Hauptkommissarin Anika Albrecht stehen vor der Tür. Doch bevor die Handschellen klicken können, hat sich die Täterin aus dem Fenster und in den Tod gestürzt. Als Albrecht bei Ihrer Recherche zu den Hintergründen der Tat feststellt, dass es bereits ähnliche Taten gegeben hat, wendet sie sich an ihren alten Freund Jan Theurer von der Verhaltensanalyse-Einheit OPE. Schnell wird klar: Es gibt eine mysteriöse Person im Hintergrund, die Opfer so manipuliert, dass sie zu Tätern werden, Morde begehen und sich anschließend selbst töten. Doch wo ist die Gemeinsamkeit bei den weit verstreuten Taten? Bei Ihrer Suche nach den Hintergründen treten plötzlich die Mitarbeiter der OPE in den Vordergrund, geraten sie selbst in den Fokus, werden zu Opfern. Und als das nächste Opfer innerhalb der OPE-Familie zu sein scheint, müssen alle zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam gelingt es, den Einflüsterer dingfest zu machen.
Meine Meinung: Auch der sechste Band rund um Lisa Seifert und Jan Theurer ist mal wieder ein spannender Thriller. Dabei bekommen wir hier auch sehr viele Einblicke in die Privatleben der OPE-Mitglieder, erleben Streit, Versöhnung und Verlust. Das alles ist mal wieder sehr gut geschrieben und ein echter Pageturner. Keine Frage – dieses Buch hat fünf von fünf Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Spannend geschrieben, aber bestimmt 200 Seiten zu lang

Asa
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Asa ist in eine traditionsbewusste Familie hinein geboren worden. Leider sind es mörderische Traditionen, denn schon seit mehreren Generationen ist es üblich, dass sich die Jugendlichen des Dorfes einer ...

Asa ist in eine traditionsbewusste Familie hinein geboren worden. Leider sind es mörderische Traditionen, denn schon seit mehreren Generationen ist es üblich, dass sich die Jugendlichen des Dorfes einer tödlichen Prüfung stellen müssen. Asa erlebt Gewalt, Erniedrigung und Gefahr, muss für sechs Jahre ins Gefängnis, wird von ihrer Familie verstoßen. Als sie wieder auf freiem Fuß ist, sinnt sie auf Rache. Sie will die Tradition beenden, koste es was es wolle - und sei es ihr eigenes Leben.
Meine Meinung: Selten war ich so zwiegespalten wie bei diesem Buch, wie ich es bewerten soll. Auf der einen Seite ist das Buch sehr, sehr spannend, außergewöhnlich geschrieben (Gegenwartsform, keine direkte Rede). Auf der anderen Seite ist das Buch mitunter ausufernd und erzählt viel zu viele Handlungsstränge viel zu elegisch - sodass ich mitunter mehrere Seiten nur überflogen habe. Am Ende fügt sich vieles zusammen, wird es noch mal extrem spannend, aber das Buch hätte bestimmt 200 Seiten kürzer sein können. Als Mittelwert aus Spannung, dichter Erzählweise sowie Langatmigkeit und zu vieler Handlungsstränge, vergebe ich daher drei von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Band 14 der Reihe, aber immer noch toll wie beim ersten Band!

Bretonische Versuchungen
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Eine Tote, die kopfüber in einem Bottich steckt, der gefüllt mit Schokolade ist? So ungewöhnlich beginnt der aktuelle Fall des bretonischen Kommissars Dupin. Die Tote war die Chefin eines Betriebs, der ...

Eine Tote, die kopfüber in einem Bottich steckt, der gefüllt mit Schokolade ist? So ungewöhnlich beginnt der aktuelle Fall des bretonischen Kommissars Dupin. Die Tote war die Chefin eines Betriebs, der landesweit bekannte Schokoladen herstellt. Eines Familienbetriebs, bei dem drei Geschwister das sagen haben und in dem es auf den ersten Blick relativ harmonisch zugeht. Doch als es ein weiteres Mordopfer gibt, als auch noch Rauschgift ins Spiel kommt, muss Dupin erkennen, dass die Geheimnisse in der Schokoladenwelt so dunkel sind, wie die Schokolade selbst. Zusammen mit seiner treuen Mitarbeiterin Nolwenn begibt er sich auf eine rastlose Reise, die ihn unter anderem bis ins Baskenland bringt. Dass er dabei zu wenig Schlaf bekommt ist das eine, aber dass dabei auch sein geliebter Citroën auf der Strecke zu bleiben droht, das geht dann doch zu weit…
Meine Meinung: Auch der vierzehnte Band der Dupin-Reihe ist mal wieder ein wunderbar leicht geschriebenes Buch das man am liebsten in einem Rutsch lesen möchte. Dabei schafft es der Autor erneut, der Leserschaft ganz viel französisches Flair mitzugeben, Land und Leute in ein tolles Licht zu setzen. Die vertrauten Protagonisten, eine skurrile Story, viel wunderbarer Humor und dazu die Frage „Wer hat’s gemacht?“ ergeben ein Buch, dass man nur mit fünf von fünf Sternen bewerten kann.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Kein Arztroman! Aber ein faszinierender Einblick in den Alltag einer Assistenzärztin

Staying Alive
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Mit „Welcome to hell“ begrüßt Oberarzt Micha seine neue Assistenzärztin Nicki an einem Montagmorgen in der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses. Es ist Nickis erster Arbeitstag und fortan begleiten ...

Mit „Welcome to hell“ begrüßt Oberarzt Micha seine neue Assistenzärztin Nicki an einem Montagmorgen in der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses. Es ist Nickis erster Arbeitstag und fortan begleiten wir sie auf ihrem Weg durch die Hölle, bestehend aus Nachtschichten, Überstunden, unfreundlichen Patienten, schwer kranken Patienten und Patienten die sich unkontrolliert ihrer Körperflüssigkeiten entledigen. Und wir begleiten sie bei den wenig schönen Begleiterscheinungen eines Lebens im Dauerstress: Vereinsamung, Verlust von Freundschaften, ungesunde Ernährung, Zigarettenkonsum. Als Nicki sich dann auch noch in ihren Oberarzt verliebt, könnte man meinen, hier werden alle Klischees eines Arztromans bedient – dabei steht doch im Untertitel von „Staying Alive“ das es kein Arztroman sei…
Meine Meinung: was für ein wunderbar leichtes, heiteres und vergnüglich zu lesendes Buch – aller Tragik und ernsten Themen zum Trotz! Die Autorin hält eine wunderbare Bilanz zwischen Lachen und Weinen, zwischen Heiter und Ernst. Dabei spart sie nicht mit einem fundierten und kritischen Blick auf die Zustände in Krankenhaus-Notaufnahmen, von denen wir „Normalbürger“ in der Regel nichts mitbekommen. Ich habe dieses Buch in vier Tagen geradezu verschlungen und war schon etwas traurig, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte. Für mich der Nicht-Arzt-Roman des Jahres und daher mit fünf von fünf Sternen zu bewerten.

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