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Veröffentlicht am 02.07.2026

Band 13 der BLANC-Reihe - aussergewöhnlich spannend und überraschendes Finale!

Bedrohliche Alpilles
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Kommissar Blanc ist versetzt worden und kümmert sich fortan mit neuem Team um alte Fälle – „cold cases“, bei denen der Täter auch nach mehreren Jahren noch nicht ermittelt werden konnte. Zum Glück ist ...

Kommissar Blanc ist versetzt worden und kümmert sich fortan mit neuem Team um alte Fälle – „cold cases“, bei denen der Täter auch nach mehreren Jahren noch nicht ermittelt werden konnte. Zum Glück ist seine alte Kollegin Fabienne mit an Bord und auch Lieutenant Marius Tonon darf ab und an dazustoßen. Dazu noch zwei frische Kollegen und schon kann es ans Werk gehen. Denn der erste Fall hat es bereits in sich, hat seinerzeit für sehr viel Aufregung in der Bevölkerung gesorgt: An einer einsamen römischen Ruine sind drei Erwachsene erschossen worden: Ein Elternpaar sowie ein scheinbar zufällig anwesender Radfahrer. Die Tochter hat sich auf dem Rücksitz versteckt, wurde aber trotzdem schwer verletzt – zum Glück hatte der Täter wohl keine Munition mehr. Das Team arbeitet alte Akten auf, spricht erneut mit allen Beteiligten und versucht, den Hinweis zu finden, den die vorigen Ermittler nicht gefunden haben. Die beiden Städtchen Eyguières und Aureille bilden dabei die malerische Kulisse, denn hinter der schönen Fassade verbirgt so mancher Beteiligte Geheimnisse, die er oder sie um jeden Preis bewahrt wissen möchte. Am Ende gelingt es Blanc mit einem Geistesblitz, die wahren Hintergründe aufzudecken. Und nicht nur er und sein Team sind überrascht wie sich die Morde vor sechs Jahren wirklich zugetragen haben.

Meine Meinung: Was für ein packendes Buch! Mit atemloser Spannung habe ich erneut verfolgt, wie Kommissar Blanc auch in seinem 13. Fall wieder seiner Intuition folgt langsam aber sicher den Fall löst. Die Auflösung hätte ich auch bis eine Seite vorher nicht für möglich gehalten und kam so überraschend (dabei aber absolut glaubhaft und nachvollziehbar), dass ich mich mal wieder aller bestens unterhalten gefühlt habe. Ich mag die Bücher von Cay Rademacher und insbesondere die Reihe rund um Roger Blanc – und dieser Band reiht sich nahtlos ein in eine außergewöhnlich gute Buchreihe die man zwar theoretisch auch einzeln lesen könnte … aber dann würden einem zwölf weitere tolle Bücher entgehen. Von mir also erneut fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Dupin-Band 15: Spannung, lokales Flair und eine tolle Story! Lesenswert!

Bretonischer Glanz
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Eigentlich ist Roscoff im Norden der Bretagne ja nicht der Zuständigkeitsbereich von Commissaire Dupin. Doch der zuständige Kommissar geht in zwei Tagen in Rente, die Nachfolgerin hat noch Urlaub - und ...

Eigentlich ist Roscoff im Norden der Bretagne ja nicht der Zuständigkeitsbereich von Commissaire Dupin. Doch der zuständige Kommissar geht in zwei Tagen in Rente, die Nachfolgerin hat noch Urlaub - und so beordert der Präfekt ihn, die Ermittlungen in einem Mordfall zu übernehmen. Dupin liebt die weltbekannte, örtliche Zwiebel und freut sich insgeheim schon auf das gerade stattfindende Zwiebelfest, seine Mitarbeiter auf das parallel stattfindende Krimi-Festival. Doch vor dem Genuss steht noch harte Arbeit: eine junge Frau wurde ermordet! Bereits kurz nach Ankunft drohen die Dinge jedoch aus dem Ruder zu laufen... bei der örtlichen Fährgesellschaft droht ein Arbeitskampf zu eskalieren, es bleibt nicht bei der einen Toten und obendrein will einer der Krimiautoren auch noch eine neue Buchreihe starten - mit einem Kommissar aus Concarneau als Hauptperson. Dupin ist entsetzt, will jede Zusammenarbeit mit einem Buchautoren verweigern, doch sowohl der Präfekt als auch seine Mitarbeiter sind begeistert von der Idee. Als dann aber Drohparolen auf Häuserwände geschmiert und Fensterscheiben zu Bruch gehen, helfen auch noch so viele petit café nicht mehr weiter - denn plötzlich steht Dupins eigenes Leben auf dem Spiel...
Meine Meinung: Wie immer schafft es Jean-Luc Bannelec eine Geschichte zu Papier zu bringen, die Hochspannung, lokales Flair und eine große Prise Humor miteinander vereint. Auch in seinem 15. Band ist Dupin ein Kommissar den man nur zu gerne bei seinen Ermittlungen begleitet, seine manchmal abstrusen Gedanken teilt und seine messerscharfe Kombinationsgabe bewundert. Ich liebe die Dupin-Reihe und würde auch hier sechs von fünf Sternen vergeben, wenn das möglich wäre...

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Band 5 der Känguru-Reihe - hochpolitisch und am Puls der Zeit

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Viva la Revolucion! Und eigentlich ganz einfach - Dank Schneeballeffekt! Denn Marc-Uwe Kling und sein Mitbewohner-Känguru wollen die Revolution in die Welt hinaustragen und wetteifern darum, wer mehr Mitstreiter ...

Viva la Revolucion! Und eigentlich ganz einfach - Dank Schneeballeffekt! Denn Marc-Uwe Kling und sein Mitbewohner-Känguru wollen die Revolution in die Welt hinaustragen und wetteifern darum, wer mehr Mitstreiter gewinnen kann. Wenn jeder nur zwei Zusagen bekommt, und die zwei dann wieder jeweils zwei - dann ist ... schon bald wieder alles im - wahrhaftig - grünen Bereich. Denn so wie es derzeit in Deutschland aussieht, kann es ja schlecht weitergehen: ein Kanzler der sein Wahlvolk mehr abkanzelt als in den Wohlstand führt, eine rechtsextreme Partei auf dem Vormarsch, die "etablierten Parteien" in der Defensive und der Rest der Welt dreht ebenfalls komplett durch... Und so streiten sich Kling und Känguru, sie politisieren, sie streiten und sie stecken die Finger in die Wunden. All das ist köstlich und sehr amüsant zu lesen. Leider ist der fünfte Känguru-Band der Erste den ich gelesen habe... aber er hat so überzeugt, dass ich die anderen Bände schnellstmöglich nachholen werde. Ich fühle mich großartig unterhalten und vergebe sehr gerne fünf von fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Band 3 der Potsdam-Krimis: atmosphärisch dicht, spannend und mit vertrauten Protagonisten

Schatten von Potsdam
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Ein Neunzehnjähriger Schüler treibt tot in der Havel, scheinbar von der Glienicker Brücke aus ins Wasser gefallen. Doch war es ein Unfall, oder war es ein Gewaltverbrechen? Paula Osterholz und Henry Wullitzer ...

Ein Neunzehnjähriger Schüler treibt tot in der Havel, scheinbar von der Glienicker Brücke aus ins Wasser gefallen. Doch war es ein Unfall, oder war es ein Gewaltverbrechen? Paula Osterholz und Henry Wullitzer beginnen mit ihren Ermittlungen, als auch noch eine Freundin des Toten spurlos verschwindet. Beide gehörten zu einer Clique aus Jugendlichen mit reichen Eltern – gibt es hier einen Zusammenhang? Die Ermittler finden heraus, dass Mobbing eine wichtige Rolle spielt. Als aber der Vater des Toten anfängt, auf eigene Faust zu ermitteln, als sich herausstellt dass er Verbindungen in höchste Polizeikreise hat, merken Osterholz und Wullitzer, dass sie sich auf sehr dünnem Eis bewegen. Denn wem kann man noch trauen, wer kocht lieber sein eigenes Süppchen, statt mit offenen Karten zu spielen? Die verschwundene Freundin wird tot aufgefunden, Videos tauchen in den „sozialen Medien“ auf und Osterholz und Wullitzer müssen sich zu 100 % aufeinander verlassen können, damit in einem dramatischen Finale nicht noch weitere, unnötige Opfer hinzugefügt werden.

Meine Meinung: Nach Wölfe von Potsdam und Teufel von Potsdam ist dies nun der dritte Band rund um das anfangs ungleiche Paar Osterholz und Wullitzer. Zwischenzeitlich haben beide gemerkt, dass sie einander vertrauen und perfekt zusammenarbeiten können. Und genau das macht den Reiz auch dieses Bands aus: Die Protagonisten entwickeln sich weiter und als Leser kann man daran teilhaben - neben einer spannenden Krimigeschichte. Für mich erneut sehr gute Unterhaltung auf hohem Niveau, ich vergebe sehr gerne die volle Punktzahl.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Eine wunderbare Hommage an Kneipe, Stammgäste und ein Lebensgefühl

Lovely Rita
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EIGENTLICH handelt "Lovely Rita" ja von den letzten beiden Öffnungstagen einer so richtig alten „Kneipe“… in den 70ern mal von Udo Jürgens besungen und nostalgisch verklärt, getreu der Textzeile „da wo ...

EIGENTLICH handelt "Lovely Rita" ja von den letzten beiden Öffnungstagen einer so richtig alten „Kneipe“… in den 70ern mal von Udo Jürgens besungen und nostalgisch verklärt, getreu der Textzeile „da wo das Leben noch lebenswert ist“. In Wahrheit aber das Buch noch so viel mehr: Zum Beispiel eine liebevolle Betrachtung des Menschentyps „Tresensitzer“. Gerne in Gruppen auftretend, sitzt er Abend um Abend in seiner Lieblingskneipe am Tresen, schwärmt heimlich für die Bedienung hinter der Theke, philosophiert über Gott und die Welt, konsumiert dabei das eine oder andere frisch gezapfte Bier und verzapft dabei gerne mal selbst Unsinn in mündlicher Form. Dann gibt es da noch die Frau Wirtin, die in diesem Fall Rita Urbaniak heißt, die die Kneipe in den 70ern per Erbschaft übernommen hat und eigentlich höchstens ein paar Monate selbst betreiben wollte … wobei daraus dann ein paar Jahrzehnte wurden und die endgültige Schließung dann doch aus Altersgründen notwendig wurde. Und es gibt den Ich-Erzähler, der – Journalist, Bochumer und Kneipengänger in Personalunion – den Auftrag bekommt, über diese nun endgültig schließende Kneipe einen Artikel zu schreiben. Investigativ begibt er sich also am vorletzten Tag ins „Haus Himmelreich“, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Nach der eingeforderten Thekenrunde geht es dann auch schon direkt los. Wir lernen „der Lange“, den Käpt’n und Willi Trommer kennen, die eigentlich mit der Theke verwachsen zu sein scheinen. Dieter ist ein ehemaliger Automatenaufsteller, längst in Rente. Gisela steht ebenfalls schon Jahrzehnte hinter der Theke und zapft mit Präzision und so schön, dass man von jeder Pilstulpe ein Bild schießen könnte. Es gibt Chris, die Schwester von Rita, die in den 70ern in die Freiheit aufbrechen wollte, dafür aber ihre Tochter bei Rita lassen musste. Es ist ein Mikrokosmos aus TYPEN, jeder für sich ein Unikat, jeder mit seiner Geschichte. Liebenswert in Szene gesetzt in einem Buch aus kurzen Kapiteln, die von Gott und der Welt handeln. Das ist auf jeder Seite wunderbar leicht, manchmal kitschig, aber nie langweilig. Es ist eine Betrachtung von dem was war und dem wie es heute ist. Die Zeiten ändern sich, wir werden alle älter und die Distanz auf die wir zurückblicken können, jeden Tag länger. Selten ist diese Betrachtung so schön wie in diesem Buch. Ich wurde mal wieder außergewöhnlich gut unterhalten und vergebe sehr gerne die vollen fünf von fünf Punkte.

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