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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2020

Ein wunderbares Wiedersehen in Tessarect – unerwartete Wendungen, grandiose Dramatik und packender Spannungskitzel

City of Elements 3
0

Wie schon bei den ersten beiden Teilen gefällt mir das Cover unfassbar gut. Ich mag die dunklen Farbtöne und auch die Aufmachung des Buches ist wieder einmal ein Hingucker.
Der Schreibstil von Nena Tramountani ...

Wie schon bei den ersten beiden Teilen gefällt mir das Cover unfassbar gut. Ich mag die dunklen Farbtöne und auch die Aufmachung des Buches ist wieder einmal ein Hingucker.
Der Schreibstil von Nena Tramountani ist flüssig und einfach, was einen nur so durch die Geschichte schweifen lässt. Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, ich denke, das sagt einiges über die Qualität aus.

Kia ist ein wirklich toller Charakter und bei ihr merkt man wirklich eine Entwicklung. Sie ist nicht mehr das Mädchen, was sie einmal war, sondern sie lässt sich nicht mehr alles gefallen, sie kämpft für ihre Rechte und ist sehr mutig.
Auch ihr Inventi Will hat sich verändert. Ich liebe seine Verbundenheit zu Kia und damit meine ich nicht nur diese Inventi-Beziehung. Wills Liebe zu seiner Mutter und Schwester wird in diesem Buch auch noch einmal sehr deutlich.
Auch in diesem Teil gibt es wieder viele Nebencharaktere. Einige kennt man bereits aus Teil eins und zwei, andere lernt man jetzt erst kennen. Picabo Irving ist für mich wie ein Anker. Er ist immer für Kia da, warnt sie, wenn möglich und hält zu ihr. Nero hat mein Vertrauen schon im zweiten Teil der Reihe verspielt, jetzt gibt es aber kein Vertrauen mehr zu ihm. Phos ist ein neuer, aber auch sehr wichtiger Charakter. Ich bin gespannt, wie es hier weitergehen wird. Niyol kennt man auch schon aus den ersten beiden Teilen, mir hat sehr gefallen, dass er endlich einen Teil zur Geschichte beisteuert. Evelyn ist ein für Kia sehr wichtiger Charakter, deswegen habe ich mich sehr gefreut, als sie endlich wieder aufgetaucht ist.

Dieses Buch hatte wirklich einige unerwartete Wendungen auf Lager. Genauso wie ich vertraut Kia Nero nun nicht mehr. Er hat seine Chancen verspielt und Kia hat erkannt, dass irgendetwas faul sein muss. Gefallen hat mir, dass Neros Interesse an Kia endlich begründet wurde. Ich konnte das angesichts seiner Situation nur mehr als nachvollziehen. Allerdings ist das, was Will und Kia angetan wurde einfach nur furchtbar… Phos und die Welt der Migma ist sehr interessant gewesen, ich bin wirklich gespannt, wie es hier im nächsten Buch weitergehen wird. Dieser gemeine Cliffhanger am Ende…

Ich möchte unbedingt noch so einige Fragen geklärt haben. Auch in „City of Elements 3“ gab es wieder unerwartete Wendungen und spannende Szenen. Ich fiebere dem finalen Teil der Reihe so krass entgegen, ich kann es kaum erwarten :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2020

Folgt Alexis in die Welt des MI20: starke Charaktere, fesselnde Story, viel Dramatik und eine kleine Portion Liebe <3

Secret Academy
8

Das Cover des Auftaktbandes der Secret-Academy-Dilogie gefällt mir ausgesprochen gut. Ich liebe die Farben und ein Teil der Geschichte wurde auf dem Cover sehr gut eingefangen.
Der Schreibstil von Valentina ...

Das Cover des Auftaktbandes der Secret-Academy-Dilogie gefällt mir ausgesprochen gut. Ich liebe die Farben und ein Teil der Geschichte wurde auf dem Cover sehr gut eingefangen.
Der Schreibstil von Valentina Fast hat mich wirklich positiv überrascht. Ich habe bisher nur dieses Buch von ihr gelesen und es wird definitiv nicht das letzte gewesen sein. Valentina schreibt sehr flüssig, realitätsnah und auch emotional.

Nun ein paar Worte zu der Protagonistin Alexis. Für mich ist sie eine sehr toughe und mutige junge Frau, die am Boden geblieben ist und für ihre Liebsten alles geben würde. Ihre starke Bindung zu ihrer Schwester Cassie hat nicht nur einem mein Herz erwärmt. Bevor Alexis an sich denkt, denkt sie immer an die anderen Menschen in ihrem Umfeld. Am besten gefallen hat mir ihre Rivalität gegenüber Dean. Beide wollen Jahrgangsbester/Jahrgangsbeste werden und sie dabei begleiten zu können war einfach nur toll.
Auch die Nebencharaktere haben mir super gut gefallen. Jeder hat etwas zu der Geschichte beigetragen, was ich immer sehr wichtig finde. Dean hat sich über das Buch in mein Herz geschlichen. Vivien war mir oftmals zu direkt (was aber zu der Geschichte sehr gut gepasst hat), dennoch ist sie bei mir sowas von unten durch. Dr. Sam und der Direktor sind mir ebenfalls sehr sympathisch gewesen. Nur mit Mr. Turner konnte ich mich noch nicht so richtig anfreunden. Ich bin immer noch der Meinung, dass er irgendetwas im Schilde führt.

Nun meine Meinung zur Handlung: Mir hat die Idee wirklich gut gefallen, aber die Umsetzung hat meine Erwartungen wirklich übertroffen. Das Akademiefeeling kam super rüber, es hat echt Spaß gemacht, darüber zu lesen. Auch der ganze Aufbau des MI20 war spannend zu erfahren. Die Aufträge und Übungen waren der Hammer gewesen. Die Gadgets, wie zum Beispiel die Lippenstifte, waren einfach nur mega. Was mir mit am besten gefallen hat waren die Gespräche, welche wirklich sehr realitätsnah waren. Außerdem kamen auch die Gefühle sehr gut rüber. Alexis‘ Schmerz mitzuerleben als sie erfahren hat, dass Cassie entführt wurde, war so unfassbar gut greifbar, dass ich selbst erst einmal schlucken musste. Die Szenen zwischen Dean und Alexis waren so toll geschrieben, genau das richtige Maß an Dramatik und Liebe. Jetzt noch ein ganz großes Aber: Das Ende war so so gemein! Wie soll ich es denn bis Ende April durchhalten?

Dieses Buch ist wirklich mit jeder Seite und mit jedem Kapitel besser geworden. Das habe ich bei Büchern nicht oft, denn entweder bin ich sofort Feuer und Flamme oder meine Begeisterung hält sich eher in Grenzen. Hier wurde ich positiv überrascht. Das Buch konnte mich wirklich überzeugen und ich freue mich so sehr auf den zweiten Teil. Ich möchte nämlich unbedingt wissen, was mit Alexis und Cassie passiert und auch, was es mit dieser „geheimen Organisation“ auf sich hat.
Da mir dieses Buch so sehr gefallen hat, habe ich mir auch gleich den Royal-Schuber von Valentina Fast bestellt. Ich hoffe, er muss nicht so lange auf meinem SUB liegen.
Ganz klar: Leseempfehlung! <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.09.2020

„Manchmal musst du andere Menschen enttäuschen, um selbst voranzukommen“

Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt
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Zuerst einmal ein paar wenige Worte zum Cover: Das Zusammenspiel der Farben gefällt mir beinahe noch besser als bei „Wenn Donner und Licht sich berühren“. Außerdem passt es gut zum vorherigen Teil.
Der ...

Zuerst einmal ein paar wenige Worte zum Cover: Das Zusammenspiel der Farben gefällt mir beinahe noch besser als bei „Wenn Donner und Licht sich berühren“. Außerdem passt es gut zum vorherigen Teil.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich wieder überzeugen. Ich kam gut voran und ich konnte die Emotionalität spüren. Leider hat mir dieses Poetische diesmal ein wenig gefehlt. Da es aber auch erst mein zweites Buch von Brittainy C. Cherry ist, bin ich guter Dinge, dass in anderen Büchern von ihr, mein Herz gebrochen und wieder zusammengesetzt wird.

Die Protagonistin Grace ist mir von Anfang an sympathisch gewesen. Ich konnte mich wirklich gut mit ihr identifizieren, obwohl ich mir nicht einmal annährend vorstellen konnte, wie es in ihrem Inneren wirklich aussehen muss. Sie wirkte auf mich so unfassbar gebrochen, aber gleichzeitig auch so unfassbar stark, wofür ich sie wirklich beneidet habe. Ihre Charakterentwicklung hat mir wirklich sehr gut gefallen.
Der männliche Protagonist Jackson hat am Anfang einen zweigespaltenen Eindruck auf mich gemacht. Je näher ich ihn kennengelernt habe, desto besser konnte ich ihn verstehen. Er hat eine schwere Vergangenheit erlebt und lebt momentan auch in einer eher schwierigen Zeit. Wie auch im realen Leben kann der erste Eindruck manchmal trügen und man sollte genauer hinsehen.
Nun zu den Nebencharakteren. Naja, bis zu einem gewissen Zeitpunkt gingen mir eigentlich alle auf die Nerven. Außer Judy. Judy war einfach spitze! Grace‘ Mutter hat mich wahnsinnig gemacht; Jacksons Vater hat ein sehr schwerwiegendes Problem, was ihn aber null interessiert; Charlotte machte mich mit ihrer gespielten Freundlichkeit wirklich aggressiv und Finn ist für mich einfach nur ein Idiot. Allerdings konnten mich auch einige von diesen Nebencharakteren in den letzten Kapiteln doch wieder positiv stimmen, was mir sehr gut gefallen hat.

Nun zur Handlung: Das Schicksal, welches Grace erlitten hat, ging mir wirklich durch Mark und Bein… Zumal sie nicht nur einen Schicksalsschlag wegstecken musste, sondern gleich mehrere. Ich habe wirklich einen enormen Respekt vor ihr, dass sie daran nicht zerbrochen ist. Außerdem fand ich es gut, dass dieses Thema hier angesprochen wurde, da mit Sicherheit viele Frauen davon betroffen sind.
Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass hier mal nicht mit dem typischen Klischee „Der Mann ist älter als die Frau“ gearbeitet wurde. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Klischees, aber es war mal eine schöne Abwechslung, eine Geschichte zu lesen, in der die Frau älter als der Mann ist.
Das Kleinstadtfeeling kam wirklich sehr sehr gut rüber. Gefühlt kennt jeder jeden und es wird getratscht, was das Zeug hält. Zwischendurch habe ich mich dadurch aber auch irgendwie eingeengt gefühlt, ungefähr so muss es wohl auch Grace ergangen sein.
Außerdem fand ich es auch wirklich gut, dass in dieser Geschichte das Thema Kirche eine wichtige Rolle gespielt hat. Ich persönlich bin nicht religiös oder glaube an Gott. Daher kenne ich mich auch kaum mit diesem Thema aus. Es war wirklich interessant zu lesen, wie manche Dinge erklärt wurden bzw. wie man als religiöser Mensch manche Dinge betrachtet.
Zwischendurch dachte ich, dass diese Geschichte nicht den krassen Tiefgang hat, wie ich mir erwünscht habe. Doch da habe ich mich geirrt: In den letzten Kapiteln kam noch einmal so einiges ans Licht, was bestimmte Dinge aufgelöst hat. Somit hatte ich dann doch meine tiefgreifende Geschichte.
Auch das Thema Selbstfindung wurde in dieser Geschichte angesprochen und ich fand es wirklich klasse, Grace auf ihrer Reise zu sich selbst zu begleiten.

Leider fand ich es so schade, dass an manchen Stellen die Emotionen nicht zu 100% bei mir angekommen sind. Außerdem ist es auch teilweise vorhersehbar für mich gewesen, was aber nicht weiter dramatisch war. Ich habe diese Geschichte trotzdem sehr genossen und ich liebe die Weise, wie Brittainy C. Cherry die Enden ihrer Bücher verfasst <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Gute Einführung in die royale Welt von Caerleon – Leidenschaft, Verzweiflung & Intrigen gibt es gratis dazu

Silver Crown - Forbidden Royals
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Das Cover ist wirklich sehr toll gestaltet und macht sofort neugierig. Es passt perfekt zum Buchtitel und die silberne Krone, die sich langsam auflöst, passt wiederum sehr gut zur Geschichte. Auch die ...

Das Cover ist wirklich sehr toll gestaltet und macht sofort neugierig. Es passt perfekt zum Buchtitel und die silberne Krone, die sich langsam auflöst, passt wiederum sehr gut zur Geschichte. Auch die Folgebände haben eine wirklich schöne Covergestaltung.

„Silver Crown“ ist mein erstes Buch von dieser Autorin gewesen. Mir hat der Schreibstil gefallen, war für mich aber leider nichts Besonderes. Ich mochte, dass er flüssig war, ich kam wirklich sehr schnell durch das Buch durch. Außerdem konnte der Schreibstil mich teilweise wirklich fesseln. An einigen Stellen kamen nur leider die Emotionen nicht so gut rüber, das fand ich sehr schade.

Wir lernen die weibliche Protagonistin Emilia kennen, die ein ganz normales Mädchen ist, welches aber plötzlich zur Kronprinzessin wird. Emilia ist mir sehr sympathisch gewesen, hat aber auch eine rebellische Seite. Auf der anderen Seite ist sie aber auch verunsichert, enttäuscht von sich selbst und stellt alles und jeden infrage. Somit ist sie ein sehr vielschichtiger Charakter, der sehr real wirkt. Da ich Emilias Art wirklich mochte, hätte ich mir ein paar mehr Schlagabtausche gewünscht. Außerdem war mir so, als hätte sie irgendwann einfach aufgegeben und sich ihrem Schicksal gebeugt. Ich hätte gedacht, dass sie nicht so schnell aufgibt. Trotzdem muss ich sagen, dass sie die Rolle der Kronprinzessin mit erhobenem Haupt übernommen hat.
Außerdem haben wir doch einige Nebencharaktere kennengelernt. Am präsentesten war wahrscheinlich Carter, Emilias neuer Stiefbruder. Zwischen den beiden knistert es wirklich gewaltig. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschichte zwischen den beiden weitergeht. Dann gibt es da auch noch Chloe, Emilias neue Stiefschwester. Sie hat sich mit ihrer Art und Weise wirklich zu einem meiner Lieblingscharaktere hochgearbeitet. Octavia, Emilias neue Stiefmutter, hat mir echt einiges abverlangt. Diese Frau kann man einfach nicht mögen. Als nächstes wäre da noch Linus, Emilias leiblicher Vater und König von Caerleon. Zu ihm kann ich nicht viel sagen, da man ihn nicht wirklich gut kennengelernt hat. Auch zu Owen habe ich eine eher gespaltene Meinung.

Mir hat es gefallen, dass das Buch mal nicht die schönen Aspekte aufzeigt, in einem Schloss zu leben bzw. eine Prinzessin zu sein.
Ich finde aber, dass leider nicht wirklich viel in dem Buch passiert ist. Außerdem hatte ich durch den Klappentext andere Erwartungen an die Geschichte.
Trotzdem gab es einen guten Handlungsstrang und einige unerwartete Wendungen. Die Geschichte hat mich ein kleines bisschen an Cinderella und ihre Stiefmutter erinnert.
Ich fand es gut, dass Emilia Bedenkzeit bekommen hat, um sich mit dem Leben als Kronprinzessin vertraut zu machen das ist meiner Meinung nach nicht selbstverständlich. Leider hat sich Owen dann aber in diesem Moment sehr unbeliebt bei mir gemacht.
Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass dieses Buch eine Art Einleitung in die gesamte Geschichte ist und es erst in den nächsten Teilen richtig zur Sache geht. Leider verrät aber auch der Klappentext von Teil zwei gar nichts.

Trotz meiner Kritik bin ich trotzdem sehr gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Dieser Cliffhanger ist wirklich mies! Außerdem möchte ich wissen, was mit Emilia und Carter passiert.
Für mich ist „Silver Crown“ ein guter Reihenauftakt, wo aber ein wenig mehr Potenzial da gewesen wäre. Mir hat es gut gefallen, dass wir die Protagonistin Emilia so gut kennenlernen und uns mit der ganzen Welt vertraut machen konnten. Dieses Buch ist für mich leider kein Highlight gewesen, aber ich mochte die ganze Geschichte trotzdem. Ich werde Teil zwei und drei auf jeden Fall auch lesen, da ich royale Geschichten einfach über alles liebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Taucht ein in die wundervolle Welt der „Midnight Chronicles“ und lasst euch verzaubern <3

Midnight Chronicles - Schattenblick
9

Das Cover dieses Buches ist einfach ein Traum! Es ist eher minimalistisch gehalten und das Zusammenspiel von Grau und Gold sieht einfach wunderschön aus. Ich finde, es hat auch etwas Magisches an sich. ...

Das Cover dieses Buches ist einfach ein Traum! Es ist eher minimalistisch gehalten und das Zusammenspiel von Grau und Gold sieht einfach wunderschön aus. Ich finde, es hat auch etwas Magisches an sich. Die Cover der Folgebände sehen genauso toll aus und ich kann mich gar nicht entscheiden, welches mir am Besten gefällt. Ich bin so gespannt darauf, wie sie alle nebeneinander aussehen werden.

Der einzigartige Schreibstil von Bianca Iosivoni konnte mich mal wieder vollkommen überzeugen. Wunderschön, geheimnisvoll, mystisch, humorvoll, emotional. Ich habe gelacht, war wütend und musste die ein oder andere Träne verdrücken: Genau so soll es sein!

Die weibliche Protagonistin Roxy habe ich vom ersten Satz an in mein Herz geschlossen. Sie ist mal nicht die typische 0815-Protagonistin, sondern sie hat ganz schön was zu bieten. Ich liebe einfach ihren Charakter. Roxy ist unfassbar mutig, kommt sehr tough rüber, hat ein Ziel und liebt es, sarkastische Bemerkungen zu machen. Genau mein Geschmack. Gleichzeitig hat sie aber auch ein schweres Päckchen zu tragen, denn ihr Schicksal ist nicht ohne. Daher finde ich es toll, dass wir sie auch in eher schwachen Momenten erleben konnten. Generell finde ich ihre Vergangenheit sehr interessant, zum Teil wurde schon einiges aufgeklärt, manches blieb aber weiterhin im Dunkeln. Außerdem liebt Roxy Essen, was mich sofort hat schmunzeln lassen, denn: Wer liebt essen nicht?
Der männliche Protagonist Shaw hat es mir mit seiner Art auch angetan. Er wirkt super sympathisch, ist hilfsbereit und sehr einfühlsam, besonders Roxy gegenüber. Trotzdem denke ich, dass hinter dieser freundlichen Fassade ein Abgrund aus Ungewissheit steht. Shaw hat sein komplettes Gedächtnis verloren und kann sich an nichts erinnern, was vor dem Aufeinandertreffen mit Roxy in seinem Leben passiert ist. Daher tut Shaw alles dafür, in der „neuen“ Welt bei den Huntern zurechtzukommen und sich dort einzugliedern. Er bildet sich ununterbrochen weiter und stellt Nachforschungen an, wer er in seinem früheren Leben gewesen ist. Bis jetzt leider ohne Erfolg.
Außerdem haben wir in diesem Buch einige Nebencharaktere kennengelernt, die enorm wichtig für den Fortgang der Handlung waren. Maxwell, als Leiter des Hunterquartiers in London, ist mir sehr sympathisch gewesen. Finn, Roxys Kampfpartner, hat mir immer ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Warden, ein Blood-Hunter, den wir jetzt schon kennenlernen durften und dessen Geschichte wir in Teil zwei erfahren werden. Und Amelia, Roxys tote Mentorin, der ich sehr skeptisch gegenüberstehe.

Die Atmosphäre im Buch einfach nur mystisch und magisch. Ich kann es nicht anders beschreiben. Zudem passt das Setting genauso gut dazu: London und zum Teil Paris.
Roxys Fokus liegt die ganze Zeit über auf ihrer Mission, die ihr von dem Todesboten Kevin auferlegt wurde (Ich finde Kevin so unfassbar gut, ich musste teilweise die ganze Zeit schmunzeln, als er aufgetaucht ist). Roxy beschäftigt aber außerdem die Tatsache, dass ihr Zwillingsbruder Niall damals auf mysteriöse Weise verschwunden und bis heute nicht mehr aufgetaucht ist. Das einzige, was die beiden noch verbindet, ist der sogenannte „Schattenblick“. Den fand ich beim Lesen so interessant, ich hätte gerne mehr Szenen gehabt, in denen der Schattenblick von Roxy Besitz ergriffen hat.
Die Spannungskurve war konstant ganz oben gewesen, ganz oft kamen unvorhergesehene Wendungen vor, mit denen ich nicht im Geringsten gerechnet habe. Es ist durchweg etwas passiert, seien es Kämpfe oder neue Erkenntnisse über die verschiedenen mystischen Wesen. Amelia hat sich im Laufe der Geschichte zu einem Charakter entwickelt, dem ich nicht positiv gegenüberstehe. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, da es sonst zu Spoilern kommt.
Ein großer Pluspunkt waren die Szenen zwischen Roxy und Shaw. Diese hitzigen Diskussionen, die Momente zu zweit. Es hat so zwischen den beiden geknistert, dass man förmlich bei sich zu Hause gespürt hat, wie die Funken fliegen.
Das Ende des Buches hatte es wirklich noch einmal in sich. Der finale Kampf hat allen sehr viel abverlangt und ich musste wirklich einige Tränen verdrücken. Viele Fragen haben sich im Laufe der Geschichte beantworten lassen, trotzdem habe ich noch mehr als genug Fragen, die unbeantwortet blieben.

Als Abschluss kann ich sagen, dass dieses Buch ein mehr als gelungener Auftaktband der sechsteiligen Midnight-Chronicles-Reihe ist. Ich habe wirklich sehr hohe Erwartungen an das Buch gehabt, unter anderem deshalb, da mich bisher noch kein Buch von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl enttäuscht hat. Und was soll ich sagen: Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht: Für mich ein klares Jahreshighlight <3
Laura und Bianca haben wirklich eine tolle Welt mit noch tolleren Charakteren geschaffen, in die man einfach nur eintauchen will. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil „Blutmagie“ zu lesen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy