Die Geschichte um Luis und Dima hat mir wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich sie nicht in der entsprechenden Jahreszeit gelesen habe. Was ich erwartet habe war eine kitschige Weihnachtsgeschichte ...
Die Geschichte um Luis und Dima hat mir wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich sie nicht in der entsprechenden Jahreszeit gelesen habe. Was ich erwartet habe war eine kitschige Weihnachtsgeschichte mit Romanze, und bekommen habe ich genau das. Nur dass es gemischt war mit tatsächlich auch echt ernsten Themen, was queerfeindlichkeit und ähnliches anging, womit ich wirklich nicht gerechnet habe. Ich habe nur cozy/fluffy Romance erwartet, bekommen habe ich stattdessen 'ne Menge Repräsentation, auch ältere queere Leute, mehrere Coming Outs (mehr oder weniger), aktivistische Omas, und ein paar Weihnachtswunder. Und ich persönlich fand's super. Und so sehr ich Dima und Luis auch mochte: für mich haben die alten Leute eindeutig die Show gestohlen. Oder eher "älteren" Leute, es waren nicht nur Omas. Die ganze Unterstützung, die die Kinder bekommen haben? Omas, die sich die Mühe gemacht haben, über trans Themen zu lernen? Das ältere queere Pärchen? Alles toll! Loved it!
Die eine Sache, die mir nicht total gut gefallen hat, war dass von "Dima küsst einen Jungen" gleich auf "er muss schwul sein" geschlossen wurde, gerade weil die Figuren auch einige bisexuelle Leute kennen. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, dass das anders aufgebaut worden wäre/eher die Option offen geblieben wäre von "er mag mindestens auch* Jungen", denn ganz ehrlich: nur weil man wen küsst, heißt das ja nicht automatisch, dass man andere Geschlechter weniger mag. Und gerade weil das Thema von bi-erasure im Buch auch ganz kurz erwähnt wird, ist mir die Stelle doch recht negativ aufgefallen.
Sonst aber super Weihnachtsgeschichte mit einfach ganz viel Wohlfühl-Momenten, und hat auf jeden Fall Spaß gemacht!
Ich habe Bartimäus seit einer ganzen Weile bei mir im Regal stehen, und irgendwie immer wieder doch nicht gelesen, weil es mich ganz viel Überwindung gekostet hat. Als Kind habe ich die Reihe bereits einmal ...
Ich habe Bartimäus seit einer ganzen Weile bei mir im Regal stehen, und irgendwie immer wieder doch nicht gelesen, weil es mich ganz viel Überwindung gekostet hat. Als Kind habe ich die Reihe bereits einmal begonnen, fand sie gut, wollte es immer noch mal versuchen, und dann habe ich doch immer eher zu anderen Büchern gegriffen. Aber diesmal nicht. Diesmal habe ich es endlich geschafft, Band 1 wieder in die Hände zu nehmen (ein Hörbuch auf YouTube hat eindeutig auch geholfen), und ich habe es komplett gelesen und praktisch nur so verschlungen. Ich gebe zu, dass ich zwischendurch ein paar mal kurz abgeschaltet habe, weil ich mich irgendwie habe ablenken lassen, aber es war nicht oft, folgen konnte ich dem ganzen trotzdem echt gut, und es hat nichts daran geändert, dass die Geschichte trotzdem sehr spannend war und die Figuren mit gut gefallen haben.
Bartimäus war wirklich leicht ins Herz zu schließen, und Nathanael war zwar teils ein kleines bisschen anstrengend, gleichzeitig für ein zwölfjähriges Kind aber absolut akzeptabel. Einige von den Erwachsenen gingen mir in ihrer Art da wesentlich mehr auf die Nerven (auch wenn es auch da natürlich geplant war).
Die Welt ist spannend, und ich mag es, wie unsere Welt mit Magie verwoben wird, das hatte ich gar nicht mehr richtig im Kopf von damals, dass es sich beim Schauplatz sogar um London handelt, und wie Nathanael und Bartimäus zusammenarbeiten oder teils auch mal gegeneinander hat mich beim Lesen echt gut unterhalten.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich jetzt endlich doch mal zum Lesen kam, und werde die Reihe auch fortsetzen (nur nicht sofort, aber diesmal wird die Pause hoffentlich keine 15 Jahre andauern.)
Das Buch hat mir durchaus viel Spaß gemacht, mir aber auch an einigen Stellen einiges abverlangt, weil ich die Figuren nicht wirklich mochte. Aber im Großen und Ganzen hat es mir gefallen.
Rose ist eine ...
Das Buch hat mir durchaus viel Spaß gemacht, mir aber auch an einigen Stellen einiges abverlangt, weil ich die Figuren nicht wirklich mochte. Aber im Großen und Ganzen hat es mir gefallen.
Rose ist eine ziemlich starke Persönlichkeit, und auch wenn ich sie im zweiten Drittel des Buches unglaublich anstrengend fand, und ihre Art mich ziemlich sauer gemacht hat, wie sie alles bestimmen wollte, und ich auch ihre Einsicht danach nicht zwingend ausreichend fand (auch wenn sie trotzdem ziemlich gut war), so war es doch unterhaltsam, Rose zu begleiten und ihre schlagfertige Art zu sehen.
Wesentlich interessanter fand ich allerdings Lissa, weil sie vielseitiger war und da irgendwie mehr dahinter steckte, und um einiges sympathischer waren für mich viele Nebenfiguren. Bzw. größere Nebenfiguren. Dimitri ist einfach nur die ganze Zeit über goldig gewesen, und verdammt lieb, und auch wenn er eine sehr distanzierte Art hat, und Verantwortung bei ihm immer irgendwie an erster Stelle kommt, so wirkte er trotzdem nie gemein, oder unnötig gefühllos oder etwas in der Art, sondern man konnte ihm trotzdem anmerken, was ihm wichtig ist und was nicht.
Christian ist etwas schwieriger einzuschätzen, hauptsächlich weil er auf mich auch durch und durch so wirkte, als hätte er sein Herz am rechten Fleck und wäre eigentlich eine durch und durch gute Person, aber gleichzeitig wird er im Buch eher als „Badboy“ dargestellt, was ich gar nicht so richtig gesehen habe, weshalb ich ihn eventuell auch falsch gelesen habe? Aber auf jeden Fall fand ich auch seine Auftritte wirklich cool, und er war ein sehr beständiger Charakter.
Und Mason ist auch einfach toll. Ich fand die Freundschaft zwischen ihm und Rose sehr schön dargestellt, und während sie nicht einmal ansatzweise so tief geht, wie die von Rose und Lissa, fühlte es sich doch so an, als wären beide füreinander da und könnten sich aufeinander verlassen, und ich mag solche Figuren.
Lissa und Rose als Freunde sind trotzdem um einiges cooler, vermutlich auch weil ich zu selten Freundschaft zwischen weiblichen Figuren lese, die nicht in ständigem Zickenkrieg ausartet, und auch wenn Rose in dieser Freundschaft teilweise wirklich ziemlich heftige Grenzen überschreitet, und sie durchaus ab und an zu weit geht, ändert es nichts daran, dass man beim Lesen trotzdem das Gefühl hat, dass die beiden Mädchen sich wirklich viel bedeuten, und sie füreinander da sind, und die Darstellung da fand ich wirklich gut.
Teilweise hatte ich das Gefühl, dass einige Dinge zu schwarz und weiß waren, oder zu einfach, aber irgendwie steckten dann doch hinter allem ein wenig komplexere Zusammenhänge, und während man durchaus erahnen konnte, worauf Dinge hinaus laufen, hatte ich nicht das Gefühl, dass Plottwists zu offensichtlich waren. Es war eher eine gute Mischung aus „es kommt nicht aus dem Nichts und wird einem aber auch nicht auf die Nase gebunden“.
Und die Geschichte ist wirklich spannend. Es gibt die ganze Zeit über Fragen, die nicht geklärt werden, während man gleichzeitig aber auch viele Antworten bekommt, sodass es von der Geschichte her nie zu frustrierend wird, weil sich nichts auflöst, aber man gleichzeitig auch nicht wirklich das Gefühl hat, dass es langweilig wird. Es gibt immer dinge, die passieren, und mal wird sich mehr auf Figuren konzentriert, mal mehr auf die Handlungen, aber insgesamt bringt alles im Buch einem irgendwelchen neuen Erkenntnissen näher, und es fiel wirklich leicht, einfach immer weiter zu lesen, weil der Schreibstil sehr angenehm und einfach zu lesen ist.
Anfangs gibt es extrem viele Namen, sodass es leicht fällt, ein wenig durcheinander zu kommen, und teils verhält Rose sich in meinen Augen ziemlich daneben, sodass es durchaus Punkte gibt, die mir das Lesen erschwert haben (und es gibt es ein paar Kleinigkeiten in der Formulierung oder bestimmte Aspekte der Geschichte, die mir nicht gefallen haben, bzw. nach einer Weile eher auf die Nerven gegangen sind), aber insgesamt kam ich trotzdem super in die Geschichte rein, und auch super durch, und das Ende war sowohl zufriedenstellend, als auch sehr neugierig auf mehr machend. Es wird genug erklärt, dass man nicht das Gefühl hat, das Buch würde einen sitzen lassen, aber gleichzeitig bleibt auch genug offen, dass es doch interessant ist, zu erfahren, was genau alles als nächstes kommen wird.
Es ist in meinen Augen kein unglaublich grandioses Buch, und ich glaube, hätte ich es nicht gelesen, hätte ich auch nichts verpasst, aber ich bereue es auch nicht, meine Zeit damit verbracht zu haben, und es ist ein ziemlich guter erster Band einer Reihe, würde ich behaupten. Ich bin auf jeden Fall am überlegen, ob ich die nächsten Bücher auch noch lesen will.
Der zweite Fall für Holly Holmes' Detektivbüro ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit dem Fall um ein Geisterschiff gleich von Anfang an sehr viel Spannung in die Geschichte einbringt.
Die ...
Der zweite Fall für Holly Holmes' Detektivbüro ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit dem Fall um ein Geisterschiff gleich von Anfang an sehr viel Spannung in die Geschichte einbringt.
Die Kapitel lassen sich wirklich leicht lesen, die Geschichte fliegt nur so dahin, die Figuren sind alle sehr liebenswürdig gestaltet und wachsen einem total schnell ans Herz (besonders der kleine Dr. Watson), und begleitet wird das alles von wirklich schönen Illustrationen innerhalb der Geschichte, sowie einer Karte mit allen wichtigen Orten und der Vorstellung der wichtigsten Figuren gleich am Anfang, und einigen Rätseln zum mitmachen am Ende.
Ich habe den ersten Fall von Holly und ihren Freunden nicht gelesen, kam gerade durch die Vorstellung der Figuren aber auch so super in die Geschichte rein, und habe das ganze Buch wirklich leicht in einem Rutsch durchlesen können. Die Ideen sind nicht alle komplett neu, und teils wurde mir persönlich etwas zu viel wiederholt, was bereits klar war, sodass ich das Gefühl hatte, dass es mir auch als Kind aufgefallen wäre, wie oft hier versucht wurde, um die eigentliche Erklärung drumrum zu reden, um es in die Länge zu ziehen, oder auch das Gegenteil: viel zu oft die gleiche Sache noch mal erklärt, aber insgesamt hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht, die Detektive zu begleiten und auch ein wenig mitzurätseln (auch wenn das als Kind vermutlich mehr Freude bereitet hätte). Ein zwei Fehlerchen lassen sich im Buch auch finden, wirklich schlimm ist es aber nicht.
Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen und mich schon ziemlich zufrieden gemacht, die Interaktionen der einzelnen Figuren untereinander hat mir auch gefallen, und teils oberflächliche Figuren gab es zwar, genau wie eben ein paar sehr vorhersehbare Wendungen, weil es die gefühlt überall gibt, ein Lesespaß ist das Buch aber auf jeden Fall trotzdem, und gerade Kinder, die auf Detektivgeschichten stehen, kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten!
Ich verstehe ehrlicherweise komplett, warum Leute das Buch nicht mögen, und ich würde es auch auf keinen Fall jedem empfehlen, aber für mich persönlich hat‘s großartig funktioniert. Jemand hat es mit ...
Ich verstehe ehrlicherweise komplett, warum Leute das Buch nicht mögen, und ich würde es auch auf keinen Fall jedem empfehlen, aber für mich persönlich hat‘s großartig funktioniert. Jemand hat es mit Six of Crows verglichen, nur für Erwachsene, und: Jep. Unterschreibe ich so. Die Six of Crows Vibes waren auf jeden Fall da, und ich liebe die Krähen, und entsprechend habe ich mich auch in dieses Buch wirklich schnell verlieben können.
Es gab zwei Dinge, die mir gar nicht gefallen haben, und das waren einmal die Romanzen und dann das wirklich letzte bisschen vom Ende/die letzten zwei Seiten ungefähr, aber abgesehen davon war ich ziemlich zufrieden mit dem Rest.
Die Romanzen haben für mich nicht funktioniert, weil sie einfach viel zu schnell gingen. Es gibt ein Paar, dass schon vor Beginn des Buches zusammen war, und für die beiden hat‘s komplett Sinn ergeben, wie die Dinge sich entwickelt haben, aber was die anderen Personen anging, war‘s für mich echt gar nicht kompatibel. Es fühlte sich eher an, als würde irgendeine höhere Macht dafür sorgen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, und eine wirkliche Entwicklung ihrer Gefühle war für mich leider echt nicht glaubwürdig. Mit dem Anfang kam ich da ganz gut klar, weil es da noch hauptsächlich um oberflächliche Punkte ging, aber der Zeitraum im Buch ist für mich einfach zu kurz, als dass ich den Paaren wirklich tiefergehende Gefühle abgekauft hätte. Und wenn‘s bei einem Paar so gewesen wäre, hätte ich damit denke ich ganz gut leben können, aber leider waren es mehrere und einem kaufe ich das wirklich nicht ab.
Zum Ende selbst will ich aus Spoilergründen nichts sagen, aber auch hier hat es für mich was mit dem Tempo zu tun: Die Stimmung schlägt einfach viel zu schnell um, und ich fand‘s nicht nachvollziehbar.
Was anders als die beiden Dinge aber richtig gut für mich funktioniert hat war die Welt, die ich sehr spannend fand, die Freundschaft zwischen den Figuren und wie ihr Zusammenhalt sich entwickelt, die Mischung aus Vertrauen/Misstrauen, weil sich die Leute ja nicht genug kannten, die einzelnen Motivationen der Figuren (die ich absolut nachvollziehbar fand), die Charakterisierungen der Figuren für sich (Aeri ist mir persönlich ganz besonders ans Herz gewachsen, und gleich danach eindeutig Mikail und Euyn, aber der Rest war auch super), und generell die Handlung hat mir auch einfach richtig Spaß gemacht. Leider nehmen auch hier die Romanzen teils etwas mehr Raum ein, sodass der Rest nicht immer im Vordergrund steht, was nicht immer funktioniert, denn teils habe ich wirklich das Gefühl, es sollte sich viel mehr auf andere Dinge konzentriert werden, aber mit dem Großteil hatte ich echt keine Probleme, fand das ganze sehr unterhaltsam, habe jede Perspektive echt gern gelesen, und ich bin auch 100% bei weiteren Bänden dabei.
Selbst wenn‘s kein Meisterwerk war ändert das für mich gar nichts daran, dass ich einfach unglaublich viel Spaß hatte, und auch mit den Schwächen denke ich, dass ich den Rest der Reihe genießen werde, entsprechend: Hatte eindeutig seine schwächen, für mich trotzdem überzeugend.
Oh, und noch ein paar Worte zur Übersetzung, weil ich teils auch ins Englische reingelesen habe: War nicht immer ganz korrekt. Teils stimmten die Implikationen nicht überein. (Zum Beispiel sagt Aeri im Englischen "Tut mir leid, dass ich dir Sorgen bereitet habe" und im Deutschen "dass du dir Sorgen gemacht hast", womit sie im Deutschen die Verantwortung ja eher abgibt, während sie sie im Englischen bei sich sieht, und da hatte ich das Gefühl, dass nicht immer alles ganz im Sinne des eigentlichen Textes übersetzt wurde, aber im Großen und Ganzen war die Übersetzung denke ich gut.)