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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Super kurzweilig und angenehm zu lesen

Der Fall des verschwundenen Lords
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Ich war gerade richtig enttäuscht, als das Buch plötzlich vorbei war, denn da hätte ich eindeutig noch viel mehr von lesen können. Was ich hoffentlich in Zukunft auch tun werde, denn zum Glück gibt es ...

Ich war gerade richtig enttäuscht, als das Buch plötzlich vorbei war, denn da hätte ich eindeutig noch viel mehr von lesen können. Was ich hoffentlich in Zukunft auch tun werde, denn zum Glück gibt es ja nicht nur diesen ersten Band.
Hat es mir besser gefallen, als der Film? Vermutlich nicht, und es gab auch durchaus ein paar Momente, die ich ein wenig merkwürdig fand (unter anderem, wie extrem explizit feministisch der Unterton die ganze Zeit ist, was mich einerseits gefreut hat, andererseits kam es mir für die Zeit recht viel vor, gerade angesichts dessen, wie wenig feministisch so viele Figuren außer Enola waren, aber als ich dann drüber nachgedacht habe, hat es auch total viel Sinn ergeben, dass Enola mit der Mutter eben mehr Fokus auf Frauenrechte legt, als andere Personen im Buch. Das ganze hatte leider trotzdem viel einen Vibe von "ich bin nicht wie andere Mädchen", den ich teils etwas abschreckend fand, im großen und ganzen kam es mir aber stimmig vor.

Enola fand ich mit ihren Meinungen und Gedanken und auch Fehlern einen sehr erfrischenden Hauptcharakter, und ich mochte es, dass sie in einigen Punkten eindeutig unterlegen war, während sie in anderen Punkten dann wieder Vorteile gegenüber selbst Sherlock hatte.
Sherlock und Mycroft fand ich nicht sonderlich sympathisch, auch wenn ich in beiden Potenzial sehe (wenn auch mehr in Sherlock), dass sie sich noch ein wenig weiterentwickeln können, und ich hatte auch keineswegs das Gefühl, dass ich sie mögen sollte.
Den Lord hingegen fand ich schon ziemlich sympathisch, und bin im Endeffekt sehr traurig, wie wenig Interaktion es zwischen Enola und ihm gab (was natürlich aber auch der geringen Seitenzahl geschuldet ist.
Die Mutter kommt mir erstaunlich komplex vor al Charakter, dafür dass ich sie gleichzeitig irgendwie auch sehr einseitig finde, und insgesamt hat mir die Komposition von Figuren und Plot einfach gut gefallen.
Auch mag ich, wie zugänglich das Buch und die Geschichte ist. Ich hätte absolut keine Probleme damit, das einem jugendlichen in die Hand zu drücken, und während ich es nicht mit Doyle vergleichen würde, finde ich es eine gut gelungene Fanfiction zu den originalen Büchern/Figuren (absolute als Lob gemeint).

Veröffentlicht am 15.03.2026

Super schöne Geschichte über Zusammenhalt und Familie

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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Eine wirklich schöne herzliche Geschichte über Zusammenhalt und Familie, die mir gut gefallen hat.
Ich liebe Familie, die zusammenhält, und die beiden Schwestern sowie alle anderen Figuren sind was das ...

Eine wirklich schöne herzliche Geschichte über Zusammenhalt und Familie, die mir gut gefallen hat.
Ich liebe Familie, die zusammenhält, und die beiden Schwestern sowie alle anderen Figuren sind was das angeht eine richtig schöne Sache gewesen. Nicht durchgängig, aber trotzdem weit genug, und an keiner Stelle hatte ich das Gefühl, dass irgendjemand mehr geopfert hätte als eine andere Figur, was ich immer sehr wichtig finde. also natürlich haben sie unterschiedlich viel zum Geschehen beigetragen, aber es war nicht zwingend so, als hätte irgendjemand die anderen nur schlecht behandelt, während die Person alles für die andere getan hat, und das fand ich alles sehr ansprechend.
Ebenfalls ansprechend fand ich, wie mit Fehlern im Buch umgegangen wird. Denn es werden durchaus einige gemacht, auf allen Seiten, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass an den stellen zu einfach vergeben oder zu viel Groll gehegt wurde. Vielleicht hätte ich mir an einer Stelle etwas mehr Thematisierung dessen gewünscht, was für Lügen den Figuren aufgetischt wurden, denn das passierte leider alles eher off-page, aber insgesamt denke ich, dass die Reaktionen der Figuren jeweils stimmig waren, und das so schon eine gute Lösung hatte alles.
Außerdem mochte ich auch das Ende des Buches, und könnte mir durchaus vorstellen, noch mehr aus der Reihe zu lesen, denn ich mag einfach die Familienkonstellation hier sehr gerne, und ein bisschen was gäbe es ja durchaus noch aufzulösen, sollte man denn wollen, gleichzeitig ist der Band aber auch schön in sich abgeschlossen in meinen Augen, sodass ich auch super damit leben könnte, es bei diesem Buch zu belassen und einfach zufrieden mit dem zu sein, was jetzt etabliert in dieser Welt ist.

Veröffentlicht am 15.03.2026

Sehr unterhaltsam

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Eine wirklich sehr amüsante Geschichte mit vielseitigen weiblichen Figuren, die ich extrem genossen habe. Irgendwie fand ich das Internat, das einfach nett zu allen Kindern ist und in dem sich alle verstehen ...

Eine wirklich sehr amüsante Geschichte mit vielseitigen weiblichen Figuren, die ich extrem genossen habe. Irgendwie fand ich das Internat, das einfach nett zu allen Kindern ist und in dem sich alle verstehen eine richtig willkommene Abwechslung zu so "typische" underdog-Geschichten. Irgendwie geht es vermutlich trotzdem in die Richtung, aber das alles verpackt in haufenweise Leuten, die einfach alle füreinander da sind und sich unterstützen und wo alle gemeinsam versuchen, das beste für alle Beteiligten herauszuholen? Super Sache.
Und trotz Kindergeschichte fand ich das alles dabei nicht kindisch. Tatsächlich musste ich sogar mehrfach selbst laut lachen bei dem Chaos, und die Figuren verhalten sich alle sehr vernünftig, und auch mit viel Humor und Dinge ein wenig ins lächerliche ziehen war die Geschichte in meinen Augen trotzdem schlau verpackt.
Ein paar Dinge waren mir vielleicht ein klein wenig zu oberflächlich, was einzelne Figuren und ihre Charaktereigenschaften anging, aber das war keineswegs durchgängig so und ich hatte insgesamt eine echt gute Zeit und würde die Reihe auch ohne zu zögern weiterverfolgen nach dem ziemlich starken Start.

Veröffentlicht am 15.03.2026

Spannend und abenteuerlich

Joshua Jackelby
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Eine wirklich sehr amüsante Geschichte mit vielseitigen weiblichen Figuren, die ich extrem genossen habe. Irgendwie fand ich das Internat, das einfach nett zu allen Kindern ist und in dem sich alle verstehen ...

Eine wirklich sehr amüsante Geschichte mit vielseitigen weiblichen Figuren, die ich extrem genossen habe. Irgendwie fand ich das Internat, das einfach nett zu allen Kindern ist und in dem sich alle verstehen eine richtig willkommene Abwechslung zu so "typische" underdog-Geschichten. Irgendwie geht es vermutlich trotzdem in die Richtung, aber das alles verpackt in haufenweise Leuten, die einfach alle füreinander da sind und sich unterstützen und wo alle gemeinsam versuchen, das beste für alle Beteiligten herauszuholen? Super Sache.
Und trotz Kindergeschichte fand ich das alles dabei nicht kindisch. Tatsächlich musste ich sogar mehrfach selbst laut lachen bei dem Chaos, und die Figuren verhalten sich alle sehr vernünftig, und auch mit viel Humor und Dinge ein wenig ins lächerliche ziehen war die Geschichte in meinen Augen trotzdem schlau verpackt.
Ein paar Dinge waren mir vielleicht ein klein wenig zu oberflächlich, was einzelne Figuren und ihre Charaktereigenschaften anging, aber das war keineswegs durchgängig so und ich hatte insgesamt eine echt gute Zeit und würde die Reihe auch ohne zu zögern weiterverfolgen nach dem ziemlich starken Start.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Super ideen, teils nicht ganz ausgereift

Starminster - Stadt in den Wolken
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Starminster hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich gleichzeitig teils das Gefühl hatte, dass es etwas zu viel wollte. So werden durchaus Komplexe Themen zu Moral aufgegriffen, die dann aber teils ...

Starminster hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich gleichzeitig teils das Gefühl hatte, dass es etwas zu viel wollte. So werden durchaus Komplexe Themen zu Moral aufgegriffen, die dann aber teils recht schnell einfach aufgelöst werden, oder den Lesenden ein wenig hängen lassen, und ich kann aktuell gar nicht einschätzen, ob ich das Buch für Kinder an der Stelle so geeignet fände. Hängt vermutlich stark vom Kind ab.
Ich habe aber eindeutig gemerkt, dass sich bei der Geschichte viel Mühe gegeben wird, es werden auch viele Themen aufgegriffen (wie Gleichberechtigung und Ungleichbehandlung, Ausschluss, Diskriminierung von Minderheiten, und selbst solche Themen wie dass Städte nicht immer für alle Personen gleich zugänglich gemacht sind), was ich persönlich einerseits richtig cool fand, andererseits hatte ich in einem so kurzen Buch aber auch teils das Gefühl, dass das dem ganzen gar nicht gerecht werden kann.

Die Geschichte selbst hat mir gut gefallen, sie war zwar recht simpel und schnell zu durchschauen aber nicht so geschrieben, als würde man davon ausgehen, dass die Lesenden gar nicht begreifen, die Figuren waren großteils liebenswürdig (auch wenn ich mir hier manchmal etwas mehr Differenziertheit gewünscht hätte, statt nur so nebenbei) und das einzige, was mir tatsächlich grundsätzlich nicht gefallen hat war der Umgang von Astrids Kindheit in Gefangenschaft. Also das Buch benennt es zwar durchaus als solches, aber scheint es nicht so zu behandeln? Das Kind hat Jahre in einem Schuppen eingesperrt gelebt, und jetzt soll ich mir sagen lassen, dass das keine bleibenden Schäden hinterlassen hat? Da hätte es mir wirklich so 100 Seiten mehr an Aufarbeitung geben müssen, und fand ich für die Kürze dieses Buches ein wirklich sehr schweres Thema. Besonders die "Auflösung" und "Begründung" dazu am Ende ist einfach ... nein. Ich verstehe, dass Astrid das Kind ihrer Mutter ist, aber als pädagogische Fachkraft: das ist Kindeswohlgefährdung auf höchstem Niveau, und irgendwer muss sie da bitte rausholen. (Okay, ist ja mit dem Buch auch passiert, aber halt mehr als das, finde ich.)

Was aber nichts daran ändert, dass das Buch mir großteils sehr gefallen hat, und ich auch gespannt bin, was da noch kommen wird, und vielleicht habe ich ja sogar Glück, und wir kriegen noch ein bisschen mehr was zu den Problemen, die Astrid hat? Ich glaube zwar nicht zwingend dran, aber bei so vielen ernsten Themen im Buch hätte ich trotzdem irgendwie die Hoffnung, dass auch das noch etwas mehr aufgegriffen wird, als das bisher der Fall war.

Alles in allem durchaus unterhaltsam, und eine spannende Welt mit guten Ideen, eventuell aber nicht ganz ab 11 geeignet, und ein wenig mehr Auseinandersetzung und differenzierte Auseinandersetzung mit ernsten Themen, wenn man sie denn schon einbringt, wäre wünschenswert gewesen.

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