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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2019

Deutschland wird erpresst - gute Idee, aktuelles Thema - nicht fesselnd genug

Ultimatum
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Der Mann der Kanzlerin wird entführt und nur kurze Zeit später wird auch die Frau des französischen Präsidenten entführt. Die Täter fordern die Schuldenübernahme von Italien und weiteren Staaten Südeuropas ...

Der Mann der Kanzlerin wird entführt und nur kurze Zeit später wird auch die Frau des französischen Präsidenten entführt. Die Täter fordern die Schuldenübernahme von Italien und weiteren Staaten Südeuropas durch Deutschland. Deutschland will sich nicht erpressen lassen. Kommissar de Bodt wird für die Ermittlungen hinzugezogen.

Das Cover sowie auch der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Alles deutet auf einen rasanten Polit-Thriller hin.

Der Einstieg in die Geschichte war soweit in Ordnung. Die Kapitel lesen sich flüssig.

Ohne große Umschweife, befindet man sich direkt mitten im Geschehen.

De Bodt hat mir als Ermittler gut gefallen. "Ultimatum" ist ja bereits sein 5. Fall, der aber unabhängig von den Vorgängern gelesen werden kann.

Ich hätte mir allerdings von den mitwirkenden Personen etwas mehr charakteristische Beschreibung gewünscht, so dass man sich ein umfassenderes Bild von den einzelnen Personen machen kann und diese während des Lesens vor Augen hat.

Es spielen sehr viele Personen mit, die oft nur beim Nachnamen genannt werden und man erst während des Lesens merkt, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt. Darüber hinaus wechseln die Perspektiven recht schnell, was an den extrem vielen, z.T. recht kurzen Kapiteln liegt. Dennoch war ich gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Die Idee ist wirklich gut, das Thema aktuell und interessant.

Allerdings hat mich der Thriller nicht fesseln und somit leider auch nicht komplett überzeugen können. Ich hatte mir mehr Spannung und Nervenkitzel erhofft. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht der Politthriller-Typ?!

Veröffentlicht am 30.06.2019

Leider ein eher schleppender Auftakt für eine Buchreihe.

Blauer Montag
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Nachdem mich das Cover sowie auch der Klappentext dieses Buches angesprochen haben und ich bis dato noch kein Buch von Nicci French gelesen habe, war das Buch sogleich gekauft. Interessant fand ich ausserdem, ...

Nachdem mich das Cover sowie auch der Klappentext dieses Buches angesprochen haben und ich bis dato noch kein Buch von Nicci French gelesen habe, war das Buch sogleich gekauft. Interessant fand ich ausserdem, dass es der Auftakt zu einer 7-teiligen Buchreihe ist.

Ein Aufschrei geht durch London als der 5-jährige Matthew spurlos verschwindet. Die Protagonistin, Psychotherapeutin Frieda Klein hat einen Patienten, der sich einen Sohn wünscht, der exakt dem verschwundenen Matthew gleicht. Zufall?

Das Buch beginnt mit einer Erzählung, die bereits mehrere Jahre zurückliegt, dem Leser aber im Laufe der Zeit verständlich wird.

Leider muss ich sagen, dass sich das Buch sehr schleppend liest und die ersten 100 Seiten ziemlich langatmig sind. Es wird kaum Spannung aufgebaut, was für meinen Geschmack bei einem Thriller bereits in den ersten Kapiteln passieren sollte.

Frieda Klein ist irgendwie auch etwas gewöhnungsbedürftig. Durch ihre nächtlichen Spaziergänge und ihre Schlaflosigkeit wirkt sie oft selbst, als bräuchte sie Hilfe. Frieda ist sehr unterkühlt und wirkt unnahbar. Leider bekam ich bis zum Schluß keine klare Vorstellung zu ihr als Person. Das finde ich total schade. Auch die weiteren Charaktere konnten mich nicht überzeugen.

Zum Ende des Buches gab es dann doch noch einen kurzen Spannungsbogen, der es aber leider nicht mehr herausreißen konnte.

Ich habe mir einfach mehr von diesem Buch erhofft. Vielleicht versuche ich es nochmal mit einem anderen Buch von Nicci French?! Diese Reihe werde ich allerdings nicht weiterlesen.

Veröffentlicht am 11.04.2021

Außergewöhnlicher Schreibstil, aber leider sehr langatmig.

Aus der Mitte des Sees
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"Aus der Mitte des Sees" ist ein Buch, was einfach anders ist. Es wird aus der Sicht von Lukas, einem Mönch erzählt, der sehr viel nachdenkt, über sich, sein Leben im Kloster, aber auch über andere Menschen ...

"Aus der Mitte des Sees" ist ein Buch, was einfach anders ist. Es wird aus der Sicht von Lukas, einem Mönch erzählt, der sehr viel nachdenkt, über sich, sein Leben im Kloster, aber auch über andere Menschen in seinem Leben. Seine Gedanken sind sehr sprunghaft dargestellt, was zu Beginn recht verworren wirkte und den Lesefluss leider beeinträchtigte. Nach und nach kann man den Gedankengängen allerdings folgen und gewöhnt sich an den Schreibstil.

Leider habe ich schon nach kurzer Zeit festgestellt, dass mich das Buch nicht so begeistern konnte, wie ich es erwartet hatte.
Dieses ständige Gedankenkarussell und die wenigen tiefgründigen Erkenntnisse, gepaart mit Charakteren, mit denen ich einfach nicht warm werden konnte, weil sie für mich unnahbar und wenig sympathisch waren, macht das Buch leider nicht zum dem Highlight, das ich erhofft hatte.

Die Gedanken und Zweifel von Lukas werden sehr ausführlich beschrieben, dennoch fehlt mir ein roter Faden und ein ebenso ausführliches Ende. Für mich endete das Buch genau dort, wo es hätte interessant werden können und wo man eine klare Entscheidung erwartet hätte. Zudem bleiben diverse Fragen offen, was einfach schade ist.

Mehr als zwei Sterne kann ich leider nicht vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2020

Muss es immer brutaler und absurder werden?

Der Heimweg
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Als bekennender Fitzek-Fan habe ich dem neuen Buch "Der Heimweg" natürlich schon entgegengefiebert und mich auf einen spannenden, nervenaufreibenden und undurchsichtigen Thriller gefreut.

Das Cover ist ...

Als bekennender Fitzek-Fan habe ich dem neuen Buch "Der Heimweg" natürlich schon entgegengefiebert und mich auf einen spannenden, nervenaufreibenden und undurchsichtigen Thriller gefreut.

Das Cover ist mal wieder ein Hingucker und die Limited Edition wirklich super gelungen.

"Der Heimweg" wurde ja bereits in den sozialen Netzwerken beworben und fast schon in den Himmel gelobt, bevor er erschienen ist. Um so größer ist dann natürlich auch die Erwartungshaltung.

Der Thriller beginnt mit einem gewohnt heftigen ersten Kapitel. Da schluckt man schon mal.

Doch was danach folgt, hat mich leider wirklich enttäuscht...

Es wirkt alles einfach nur künstlich, konstruiert und zum Teil wirklich absurd.

Bisher haben mir die Fitzek Bücher auch oder gerade wg der Undurchsichtigkeit und der überraschenden Wendungen so gut gefallen. Doch auch hier kann "Der Heimweg" leider nicht punkten. Wenn man bereits einige Bücher vom Autor kennt, kann man recht schnell abschätzen, wer hinter all dem steckt. Schade!
Die Protagonisten verbleiben ebenfalls eher blass.
Das Buch liest sich zwar gewohnt flüssig, aber die anfängliche Spannung verpufft schnell und wird auch nicht wieder aufgebaut.

Ich hatte zwar das Bedürfnis weiterlesen zu wollen, doch habe ich mich mehrfach kopfschüttelnd gefragt, ob es eigentlich immer brutaler und absurder werden muss???
Warum konzentriert sich der Autor nicht einfach wieder auf sein Können und schreibt einen druchdachten Thriller?

Das Thema Gewalt in der Ehe aufzugreifen finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Allerdings hadere ich auch hier mit der Umsetzung.
Titel und Inhalt passen meiner Meinung nach auch nicht zusammen. Oder ich habe mir einfach etwas anderes unter dem Titel vorgestellt?!
"Der Heimweg" wird nur kurz thematisiert und auch die Aufgabe des Heimwegtelefons kommt für mich zu kurz.

Jeder sollte sich natürlich ein eigenes Urteil bilden, denn Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Allerdings kann ich leider nicht mehr als 2 Sterne für diesen Thriller vergeben - zu konstruiert, absurd - enttäuschend.