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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2025

Kurzweilig und ohne Spannung oder Tiefe

Botanic Hearts
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Ich finde die Geschichte gut, aber mehr eben auch nicht. Mit Tansy bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich mag ihren Charakter nicht: dieses schnippische Verhalten gegenüber anderen, die ihr ...

Ich finde die Geschichte gut, aber mehr eben auch nicht. Mit Tansy bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Ich mag ihren Charakter nicht: dieses schnippische Verhalten gegenüber anderen, die ihr helfen wollen, ihr »ich bin eine selbstständige, unabhängige Frau« gefasel und ihre aufdringliche Art. Das hat mich mit der Zeit immer mehr genervt. Man erfährt auch nie, wie sie zu diesem Job gekommen ist, nachdem sie ja »so viel ausprobiert hat«. Jack dagegen ist eher ruhig und sachlich. Ich mag die Einblicke in seine Arbeit und hätte mir mehr davon gewünscht. Die Beziehung ging mir zu schnell und emotionslos über die Bühne. Es fehlte das Prickeln und die Gefühle zwischen ihnen. Ich habe das zu keinem Zeitpunkt gespürt. Briar ist ein Lichtblick und Sonnenschein. Ihre wissbegierige, neugierige Art ist so herzerwärmend und sie verhält sich oft reifer als ihre Mutter. Der Streit am Ende ist so überzogen und plötzlich gelöst. Insgesamt fehlt mir Tiefe, aber vor allem Spannung, da die Handlung so vor sich hin plätschert. Die Traumata durch den Hurrikan sind zu kurz gekommen und hätten mehr einbezogen werden können. Die Beschreibungen des Botanic Gardens konnte ich nicht nachvollziehen. Es gibt Wälder, plötzlich wieder eine Schlucht um den Fluss herum, dann realisiere ich, dass die Handlung in Texas spielt und nichts passt mehr zusammen. Das Gegender ist ebenfalls nervig, ein No-Go und hindert den Lesefluss.

Botanic Hearts ist eine kurzweilige Liebesgeschichte. Die Charaktere sind nervig, die Gruppendynamik dagegen herzlich, die Handlung zu trocken und die Thematik wirkt nicht zu Ende gedacht. Ich habe mir einfach mehr von der Idee erhofft, auch wenn ich Melanie Sweenys Anmerkungen und Nachwort am Ende berührend finde.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wenig Tiefgang, kleine Logikfehler und altbackene Sprache

He Sees You When You´re Sleeping
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Mir hat die Geschichte um Chloe und Jack gut gefallen. Stalking wird hier allerdings stark romantisiert, aber deswegen nennt man es eine Geschichte. Jedem sollte klar sein, dass das Verhalten der Charaktere ...

Mir hat die Geschichte um Chloe und Jack gut gefallen. Stalking wird hier allerdings stark romantisiert, aber deswegen nennt man es eine Geschichte. Jedem sollte klar sein, dass das Verhalten der Charaktere zu keinem Zeitpunkt der Realität entspricht. Chloe wirkt süß, verletzlich und scheu, hat aber eine dunkle Seite, die sie ausleben muss. Leider ist sie oft sehr oberflächlich gezeichnet und man erfährt kaum was über sie. Warum ist sie Influencerin oder hat diese dunklen Fantasien? Das bleibt dem Leser ein Rätsel. Jack dagegen ist in seinen Gedanken zerrissen. Sein Kampf zwischen Gut und Böse, seine Gewissensbisse, all das ist gut erzählt und man kann sich in ihn hineinversetzen. Seine Vergangenheit bleibt aber ebenfalls ein Mysterium. Das letzte Drittel hat mich dann abgeholt, die Handlung wurde packend und beide wirken mit sich im Reinen. Die Szenen im Feuerwehrhaus sind so warmherzig und versprühen weihnachtlichen Charme. Die Sexszenen sind zwar heiß, aber da habe ich schon weit wildere Sachen gelesen. Insgesamt haben mich die Logikfehler dann doch sehr gestört, weshalb ich einige Handlungen der Protagonisten nicht nachvollziehen kann. Die Sprache ist ebenfalls stellenweise altbacken geraten und passt nicht zur moderneren Geschichte.

He sees you when you’re sleeping ist eine sehr spezielle Weihnachtsgeschichte. Die Charaktere sind sehr flach geraten und die Handlung wirkt manchmal recht steif. Schade, denn die Thematik hatte eindeutig mehr Potenzial. Wer heiße Sexszenen ohne Tiefgang sucht, ist hier aber genau richtig.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Unterhaltsam, zieht sich aber oft in die Länge

Holiday Ever After
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Die Thematik passt natürlich wunderbar zur Weihnachtszeit. Clara ist eine engagierte Frau, die stets die Bestätigung ihres Vaters sucht. Jack ist ebenfalls sehr in der Kleinstadt Fraser Falls angesehen. ...

Die Thematik passt natürlich wunderbar zur Weihnachtszeit. Clara ist eine engagierte Frau, die stets die Bestätigung ihres Vaters sucht. Jack ist ebenfalls sehr in der Kleinstadt Fraser Falls angesehen. Ich finde die Chemie zwischen den beiden stimmig. Es ist gut, dass ihr Konkurrenzdenken nicht ausartet, sondern sachlich vonstattengeht. Am Ende wollen beide nur das Beste für die Gemeinde erreichen. Der Weihnachtszauber ist stets präsent: Geschenke, Deko, Essen und doch geht es hauptsächlich um die Vorweihnachtszeit. Das Fest selbst wird außen vor gelassen. Die Bewohner haben alle ihre Eigenarten und spiegeln sich in ihren Unternehmen wider. Natürlich ist Claras Plan viel zu einfach und glatt, um eine Kleinstadt auf Vordermann zu bringen. Insgesamt werden viele kleine Nebengeschichten eingebunden, die aber nicht weiter verfolgt werden. Das ist schade, denn so entstehen viele langatmige Phasen, in denen nichts vorwärtsgeht. Zum Ende geht alles wieder zu schnell, besonders Claras und Max‘ Beziehung. Die Geschwister stehen sich kaum nahe und dann das? Da fehlt es eindeutig an Tiefe klärenden Gesprächen! Der Schluss ist vorhersehbar, aber eben doch anders und hebt sich von der Masse ab.


Holiday Ever After ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte in weihnachtliche Romantik verpackt. Die Charaktere sind sympathisch, schräg, witzig und haben doch ihre Ecken und Kanten. Trotzdem zieht sich die Handlung oft in die Länge und nicht alle Andeutungen werden aufgelöst.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Düstere Stimmung und zum Ende hin packend

Zerbrochene Stille
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Obwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man ...

Obwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man noch einige wichtige Details präsentiert. Es ist enorm wichtig, die Protagonisten schon zu kennen, ein spätes Einsteigen ist eher weniger zu empfehlen, obwohl es in diesem Buch auch um eine andere Handlung geht. Ich finde es dieses Mal sehr persönlich für Konrad. Manchmal nervt mich seine Art, alles alleine zu machen und doch handelt er in den entscheidenden Momenten richtig. Man muss wie immer sehr konzentriert lesen, um mit den vielen Namen klarzukommen und diese auch zuzuordnen. Des Weiteren verschwimmt die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Kapiteln. Leider finde ich das in den Büchern von Arnaldur Indridason generell schwierig dargestellt. Gegen Ende hin konnte mich der Fall packen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Finale ist gut durchdacht und auch tragisch.

Zerbrochene Stille ist ein typscher Indridason-Krimi: Die Charaktere sind vielschichtig, die vielen Namen, so wie die Stimmung, erdrückend und die Linie zwischen aktuellen Geschehen und Erinnerungen nicht immer klar erkennbar. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung kommt aber auch ein Island zum Vorschein, das nicht mal die unbeschreiblich traumhafte Landschaft überdecken kann.

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Veröffentlicht am 04.12.2025

Kurzweiliges und unausgereiftes Debüt der Autorin

Off to the Races
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Man spürt, dass es Elsie Silvers Erstlingswerk ist! Es gibt viele Punkte in dem Buch, die noch unausgereift wirken. Ich mag den Schreibstil und die Beschreibungen von der Ranch. Auch das Thema Pferderennsport ...

Man spürt, dass es Elsie Silvers Erstlingswerk ist! Es gibt viele Punkte in dem Buch, die noch unausgereift wirken. Ich mag den Schreibstil und die Beschreibungen von der Ranch. Auch das Thema Pferderennsport wurde gut eingeführt. Allgemein wird die Liebe zu den Pferden auf so viele Arten erzählt. In der Hinsicht ist Billie als Charakter fantastisch gelungen. Menschlich finde ich sie allerdings oft zu hochnäsig und oberflächlich gezeichnet. Sie hat eine harte Jugend gehabt, die aber zu kurz thematisiert wird und nur teilweise nachempfunden werden kann. Ihr guter Freund Hank spielt eine wichtige Rolle, bleibt aber bis zum Schluss blass, obwohl ich ihre Vater-Tochter Beziehung mag. Vaughn ist ebenfalls ein gebranntes Kind und ist anfangs nur von Äußerlichkeiten und seiner Libido getrieben. Ich bin mit ihm einfach nicht warm geworden, da seine Handlungen sehr sprunghaft sind. Zusammen bilden die beiden wenig Tiefe, keine Chemie und denken oft an das Eine. Der große Konflikt am Ende wird zu schnell, unlogisch und glatt gelöst. Schade, denn in der Geschichte steckt so viel Potenzial für mehr! Nebencharaktere werden für weitere Bände eingeführt und wecken zumindest das Interesse am Weiterlesen.

Off to the Races ist ein schwächerer Roman der Autorin, gleichzeitig zeigt er, wie Autoren nach und nach reifen und besser werden. Die Charaktere sind oberflächlich und verlieren sich in Superlativen. Es gibt viele Anstöße für spannende Konflikte und überraschende Wendungen, die aber leider ungenutzt bleiben und im Sande verlaufen. Somit ist die Geschichte zu vorhersehbar und kurzweilig.

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