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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2018

Wenn tausend Augenblicke nicht genug sind

All In - Tausend Augenblicke
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Kacey landet, nach einer durchzechten Nacht mit ihrer Band, total verkatert bei ihrem Chauffeur Jonah auf der Couch. Jonah merkt, dass sie am Rande eines Absturzes steht und versucht alles um sie davon ...

Kacey landet, nach einer durchzechten Nacht mit ihrer Band, total verkatert bei ihrem Chauffeur Jonah auf der Couch. Jonah merkt, dass sie am Rande eines Absturzes steht und versucht alles um sie davon abzuhalten. Bei Jonah findet Kacey alles, was sie immer gesucht hat: Liebe, Geborgenheit und Leben. Je länger Kacey Zeit mit Jonah verbringt, desto mehr überdenkt sie ihr komplettes Leben. Doch die Augenblicke rasen nur so dahin…

Die Geschichte ist aus der Sicht von Jonah und Kacey erzählt, man kann sich also sehr gut in die Gefühle und Gedanken der beiden hineinversetzen. Mit voranschreiten der Handlung kann man sich immer mehr mit den beiden identifizieren und ihr handeln nachvollziehen. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch schnell gelesen, was nicht zuletzt an der Spannung liegt. Schon nach den ersten Kapiteln fragt man sich, wo das Ende hinsteuern wird und ist von dem emotionalen, wunderschönen, gefühlvollen Schluss so gefesselt, dass man den zweiten Band direkt hinterher lesen möchte. Auch die Chemie zwischen dem Titel des Buches, dem explosiven Cover und dem Handlungsort Las Vegas passt auf den Punkt genau. Die Anmerkung von Emma Scott am Ende des Buches bringen den Leser zum Nachdenken und spätestens da kullern die Tränen. Wie so oft, lässt aber auch dieses Buch den Leser mit einigen Fragen zurück und wenn der zweite Band nur halb so gut ist wie der erste, dann lohnt sich das Lesen allemal.

All In – Tausend Augenblicke ist eine herzzerreißende Geschichte über Liebe und Hoffnung, Leben und Tod. Diese Liebesgeschichte wird man nicht mehr vergessen können, denn sie ist so explosiv wie das Cover!

Veröffentlicht am 17.07.2017

Einblicke in einen irischen Familienclan!

Shutter Man
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Detective Byrne und sein Ermittlerteam werden zu einem grausamen Tatort gerufen. Laura Rousseau und ihre Familie wurden erschossen. Zudem wurde Lauras Gesicht verstümmelt und ihre Geburtsurkunde ist unauffindbar. ...

Detective Byrne und sein Ermittlerteam werden zu einem grausamen Tatort gerufen. Laura Rousseau und ihre Familie wurden erschossen. Zudem wurde Lauras Gesicht verstümmelt und ihre Geburtsurkunde ist unauffindbar. Kaum sind die Ermittler mit dem Tatort fertig, werden sie zum nächsten Mord gerufen. Edwin Channing wurde auf die selbe grausame Weise getötet wie Laura Rousseau. Schnell wird Byrne klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Als die Ermittler auch noch an beiden Tatorten mit Blut geschriebene Botschaften finden, wird klar, dass es ein Spiel gegen die Zeit wird. Des weiteren muss dich Detective Kevin Byrne mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, die etwas mit dem berüchtigten Farrenclan zu tun hat...

Die Hauptgeschichte um die Morde spielt im Jahr 2015, aber es gibt auch viele Rückblenden sowohl von Byrne als auch der Familie Farren. Man bekommt immer mehr einen Einblick in ihr früheres Leben und es offenbart sich Stück für Stück eine ganze Geschichte. In dem Buch bekommt man sehr viel Eindrücke von der Polizeiarbeit und wie alle miteinander zusammen arbeiten. Aber man bekommt auch Einsicht in das Leben der Opfer und Täter. Durch das Cover, welches ein altes Klappmesser zeigt, kann man schon schließen dass die Geschichte viel mit der Vergangenheit zu tun hat. Auch wenn es manchmal ziemlich viele Namen gibt, merkt man am Ende schnell welche Personen für die Handlung relevant sind. Richard Montanaris Schreibstil ist angenehm zu lesen. Er schafft es, dass man sich sowohl in die Vergangenheit als auch die Gegenwart gut hineinversetzen kann. Man muss die vorherigen Teile nicht unbedingt gelesen haben um diese Geschichte zu verstehen, aber die nachfolgenden Teile werden um so wichtiger sein.

Shutter Man ist ein gut konstruierter und durchdachter Thriller der einem bis zum Schluss in Atem hält.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Spannender Thriller mit überraschendem Ende!

Totenengel
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Eines Nachts werden zwei Passanten auf Louise Lawson aufmerksam. Bevor sie einen Anfall bekommt und auf die Straße fällt, wiederholt sie immer wieder 'Er ist abgeschlachtet worden'. Im Haus von Louise ...

Eines Nachts werden zwei Passanten auf Louise Lawson aufmerksam. Bevor sie einen Anfall bekommt und auf die Straße fällt, wiederholt sie immer wieder 'Er ist abgeschlachtet worden'. Im Haus von Louise Lawson finden Eve Clay und ihr Ermittlerteam einen aufgespießten alten Mann. Schnell wird klar, dass es sich dabei um den emeritierten Kunstprofessor und Vater von Louise Leonard Lawson handelt. Immer mehr wird deutlich, dass es sich um einen Ritualmord handeln muss, denn außer einem Bild; dem Turmbau zu Babel; wurde nichts gestohlen. Erste Spuren führen Clay und ihr Team zu einem Refugium in dem Louise gearbeitet hat...

Während des gesamten Lesens herrscht eine beklemmende Stimmung. Das Buch ist sehr düster, was sich im schlichten dunklen Cover widerspiegelt. Die Kapitel sind sehr kurz, weshalb man schnell mal eine Pause vom Lesen machen kann. Denn die Geschichte ist nicht nur an manchen Stellen sehr brutal und detailliert erzählt, sondern auch vollgepackt mit kirchlicher Historie und Details zu den im Buch erwähnten Bildern. Insgesamt ist das Buch aus der Sicht vieler verschiedener Personen erzählt. Zu Chefermittlerin Eve Clay bekommt man einen guten Draht und einen Einblick in ihr Leben und ihre Vergangenheit. Die anderen Ermittler gehen in dem manchmal zu vielen Namen Wirrwarr unter. Auch die Zeitangaben unter den Kapiteln erschließen sich dem Leser nicht wirklich, da man nicht das Gefühl hat, dass der Fall innerhalb von ein paar Stunden gelöst wird. Trotzdem schafft es Mark Roberts den Leser zu fesseln und mit einem fulminanten Schluss das Buch zu beenden.

Totenengel ist ein spannender Thriller der nicht für schwache Nerven geeignet ist und mit einem überraschenden Ende aufwartet.

Veröffentlicht am 19.05.2017

Liebesgeschichte in den weiten Vermonts

True North - Wo auch immer du bist
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Audrey Kidder hat einen Traum! Sie möchte ihr eigenes Restaurant in Boston eröffnen. Doch momentan ist sie nur Angestellte einer großen Restaurantkette, bei der ihr Aufgabenfeld breit gefächert ist. Diesmal ...

Audrey Kidder hat einen Traum! Sie möchte ihr eigenes Restaurant in Boston eröffnen. Doch momentan ist sie nur Angestellte einer großen Restaurantkette, bei der ihr Aufgabenfeld breit gefächert ist. Diesmal soll sie als Einkäuferin Farmen in ganz Vermont aufsuchen. Auf einer Farm trifft sie auf ihren früheren Collagelover Griffin Shipley. Er sieht nicht nur unglaublich gut aus, sondern macht ihr auch bald klar, dass ihr Vorhaben aufgrund von zu wenig Geld scheitern wird. Eigentlich möchte Audrey so schnell wie möglich zurück nach Boston, doch irgendwie führen all ihre Wege zurück zu Griffin und seiner bezaubernden Familie. Plötzlich hat sie doch eine Idee wie sie Griffin helfen und die anderen Farmer überzeugen kann ihre Produkte an sie zu verkaufen...

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Audrey und Griffin geschrieben. So hat man ständig einen Einblick in ihre Gefühle und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Auch die Farm und das Umland werden sehr detailliert und bildhaft beschrieben. Besonders wenn die Autorin über die Familienessen schreibt, fühlt man sich als ob man dabei sitzt. Wenn Audrey und Griffin aufeinander treffen, gibt es auch immer was zu schmunzeln und zwischen den beiden knistert es heftig. Es gibt auch viele Nebencharaktere die aber alle perfekt in die Geschichte eingearbeitet werden. Man bekommt auch einen ersten Eindruck wie es im zweiten Band von True North weitergehen wird. Man hat gemerkt, dass das Buch zu einem Schluss kommen musste und so hat Sarina Bowen das Ende doch zu schnell, aber schlüssig, abgehandelt.

True North ist ein toller Auftakt einer Buchreihe über die Liebe, Familie, aber auch die Erfüllung der eigenen Träume.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Auf der Suche nach sich selbst

Herzspruenge
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Sarinas heile Welt gerät plötzlich aus den Bahnen. Immer öfter beschleicht sie ein ungutes Gefühl, dass etwas in ihrer Ehe nicht stimmt. Dann lässt ihr Mann endlich die Bombe platzen...

Auch Lars sein ...

Sarinas heile Welt gerät plötzlich aus den Bahnen. Immer öfter beschleicht sie ein ungutes Gefühl, dass etwas in ihrer Ehe nicht stimmt. Dann lässt ihr Mann endlich die Bombe platzen...

Auch Lars sein Leben verändert sich schlagartig. Ein Amoklauf in seiner Heimat stellt nicht nur das Leben der Gemeinde vor Herausforderungen. Lars begreift, dass das Leben nicht ewig währt...

Es ist schwer zu sagen, wer in dieser Geschichte die Hauptcharaktere sind, da die Handlung von zu vielen Personen erzählt wird. Manche sind wichtig, doch bei manchen versteht man nicht, was sie zur Handlung beitragen sollen. Letztlich geht es in dem Buch weniger um die Liebe, als viel mehr um die Lebensumstände. Denn durch gewisse Ereignisse hinterfragen die Charaktere immer mehr ihr bisheriges Leben. Es hätte Sinn ergeben, wenn alle am Ende aufeinander getroffen wären, dies war aber nur bedingt der Fall. Der Schreibstil war zwar flüssig, aber an vielen Stellen waren die Ausführungen zu langatmig. Die Beschreibungen von Georgia kamen dagegen gut zur Geltung und man konnte das Gefühl von Freiheit spüren. Weder das Cover, noch der Titel passen zum Inhalt des Buches und suggerieren dem Leser einen falschen Eindruck. Auch das Ende ist ziemlich flach und lässt den Leser mit vielen Fragen zurück.

Herzsprünge in Georgia ist ein Roman der sich um die Selbstfindung der Charaktere dreht. Die Liebe zwischen den Protagonisten wird schließlich nur durch Lügen und Missverständnisse dargestellt.