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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2025

Hat nichts mit dem Clete Purcel aus den anderen Büchern gemein

Clete
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Ich bin ehrlich gesagt maßlos enttäuscht von Clete Purcels Geschichte. Ich mag ihn an der Seite von Dave Robicheaux, aber das, was man aus seiner Perspektive von ihm lesen muss, ist ihm unwürdig. Normalerweise ...

Ich bin ehrlich gesagt maßlos enttäuscht von Clete Purcels Geschichte. Ich mag ihn an der Seite von Dave Robicheaux, aber das, was man aus seiner Perspektive von ihm lesen muss, ist ihm unwürdig. Normalerweise ist Clete ein Draufgänger und hat immer einen kessen Spruch auf den Lippen, aber hier ist er wirr, einfallslos und lebt an der Realität vorbei. Seine ständigen Halluzinationen nerven uns ergeben absolut keinen Sinn. Insgesamt ist die Handlung dünn und bietet keinerlei Spannung. Es fehlt an einem roten Faden, der sich durch das Buch zieht. Stattdessen gibt es zusammenhangloses Gestammel, blasse, langweilige Charaktere und absurde, übernatürliche Wendungen. Am Ende weiß ich nicht mal mehr, worum es eigentlich ging, aber es war mir auch egal. Blutige Details und die Beschreibungen der Szenerien des Südens sind zwar erneut gelungen und anschaulich, aber auch hier gibt es eintönige Wiederholungen. Wenn ich das Wort Virginia-Eiche noch ein Mal lesen muss ...

Clete ist ein langweiliger, fast schon lächerlicher Thriller (der die Bezeichnung noch nicht mal verdient hat), der sich in wildem, übernatürlichen Geschwafel verliert und Clete Purcel nicht annähernd gerecht wird. Ich weiß nicht, ob mir als Europäer das Gespür für die spirituellen Vibes der Südstaaten fehlt, aber das war einfach nichts für mich. Zum Glück ist die Geschichte nur so kurz, sonst hätte ich sie definitiv abgebrochen.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Humorvoll, aber auch einfühlsam mit lebensnahen Themen

A Wild Cowboy's Heart
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Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Maisie und Hayes erzählt. Gerade bei der Trauerbewältigung sind die Gefühle sehr gut rüber gekommen und nachvollziehbar. Aber auch Maisies Kampf um die ...

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Maisie und Hayes erzählt. Gerade bei der Trauerbewältigung sind die Gefühle sehr gut rüber gekommen und nachvollziehbar. Aber auch Maisies Kampf um die Gunst ihrer Schwestern wird realistisch dargestellt. Die Charaktere sind allesamt sehr herzlich und ihre Stärken und Schwächen werden schonungslos offengelegt. Insgesamt lässt sich das Buch flüssig und schnell lesen und es ist ein Leichtes sich in die jeweiligen Szenerien hineinzuversetzen. Maisie und Hayes teilen Momente der Freude, der Trauer, aber auch witzige Dialoge, heiße Sexszenen und romantische Erlebnisse. Da enge Verbindungen zur Polizei bestehen, gibt es sogar einen kleinen Kriminalfall im Hintergrund, der zusätzlich Spannung bringt. Ich finde gut, dass die Probleme stets angesprochen werden und nicht auf dramatische Art gelöst werden. Das Ende ist nicht nur romantisch, sondern gibt auch Hinweise auf den nächsten Band, der es wert ist zu lesen.

A wild Cowboy’s heart ist eine gefühlvolle, aber auch heitere Liebesgeschichte mit einem quirligen Sonnenschein, der jeden zum Strahlen bringt. Maisie rockt die Handlung fast im Alleingang und zeigt doch, wie wichtig wahre Freundschaft und der Rückhalt der Familie ist.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Märchenhafte Liebesgeschichte, die sich in unwichtigen Details verliert

The Darlington - Henry & Kate
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Die Geschichte wird aus der Perspektive von Kate und Henry erzählt. Gerade Kates‘ Schicksal ist berührend und einfühlsam beschrieben. Ich konnte mich gut in ihre Lage hineinversetzen. Allerdings agierte ...

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Kate und Henry erzählt. Gerade Kates‘ Schicksal ist berührend und einfühlsam beschrieben. Ich konnte mich gut in ihre Lage hineinversetzen. Allerdings agierte sie manchmal auch widersprüchlich, was mich irritiert hat. Henry bleibt für mich das ganze Buch über blass. Außer dass es gut aussieht und ab und zu mal klettert, erfährt man nichts über ihn. Er arbeitet und arbeitet, verabscheut seine Eltern oder träumt nur von Kate. Ihm fehlt es an Persönlichkeit, allerdings finde ich seine Beziehung zu Olivia niedlich. Aufgrund der Länge des Buches haben sich die Gedanken und Gefühle allerdings irgendwann wiederholt. Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die Beschreibungen sind zwar realistisch und authentisch, aber einfach viel zu viel. Ich muss nicht jeden einzelnen Handgriff beschrieben bekommen. Das ist anstrengend, langatmig und trägt nichts zur eigentlichen Handlung bei. Kurzum, das Buch wäre deutlich kürzer und es würde trotzdem an nichts fehlen. Das Drama am Ende ist zu inszeniert und übertrieben dargestellt und soll noch mal Spannung bringen, dabei ist der Part mit Randall völlig ausreichend. Insgesamt bleiben dafür noch viele Fragen offen. Allerdings finde ich den Cliffhanger packend und würde dem zweiten Band durchaus noch eine Chance einräumen.

The Darlington – Kate & Henry ist eine besonders märchenhafte Liebesgeschichte. Laura Kneidl verliert sich leider in unwichtigen Details, die das Buch unnötig strecken. Es gibt kaum überraschende Wendungen und die Konflikte der beiden sind nicht wirklich zu Ende erzählt.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Ungewöhnlich packendes Geschehen, dem es aber an erwachsenem Verhalten mangelt

Not Quite Dead Yet
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Natürlich fesselt einen zuerst der Klapptext und ich war gespannt, wie die Umsetzung erfolgt. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte wird aus der Sicht von Jet erzählt. Jet ist quasi stets eine Tagträumerin ...

Natürlich fesselt einen zuerst der Klapptext und ich war gespannt, wie die Umsetzung erfolgt. Ich wurde nicht enttäuscht! Die Geschichte wird aus der Sicht von Jet erzählt. Jet ist quasi stets eine Tagträumerin und man merkt, wie das Schicksal ihren Charakter verändert hat. Ihr schwarzer Humor in vielen Situationen hat die Geschichte aufgelockert und ab und an blitzte auch eine verzweifelte Jet durch. Billys Entwicklung ist ebenfalls beachtlich. Vom süßen, kleinen Billy hat er sich in einer Woche zu einer verlässlichen Stütze für Jet entwickelt und sich selbst kennengelernt. Ich habe ihm jeden einzelnen Handlungsweg abgenommen. Das Ende hat mich emotional zerstört und ich hatte Tränen in den Augen. Die Auflösung von Jets Mord ist schlüssig und überraschend, aber der letzte Absatz hat mich noch mehr schockiert. Ein Kritikpunkt hat sich aber leider durchs ganze Buch gezogen. Jet und Billy haben viel zu oft wie Teenager agiert und gedacht. Dass sie Ende zwanzig sind, wird erwähnt, kommt aber nie zum Tragen. Holly Jackson hat es nicht geschafft, aus ihren Jugendcharakteren herauszukommen, und das hat mich doch gestört, denn dann wäre das Buch für mich perfekt gewesen.

Not quite dead yet ist ein packender Thriller, dessen Ende man zwar schon unweigerlich kennt, aber der Weg voller überraschender Wendungen gepflastert ist. Ich kann inhaltlich nichts Negatives sagen, aber Holly Jackson muss ihren Charakteren einen erwachseneren Anstrich verleihen, sonst kehrt man stets zu ihren Jugendbücherhelden zurück.

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Bietet Einblicke in den Polosport und ist auch für Leser geeignet, die nichts mit Pferden am Hut haben

Goldcrest Manor - Velvet Meadows
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Eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für das Thema Pferde, doch gerade die Geschichte mit dem Gestüt fand ich ansprechend. Glücklicherweise wurde ich auch nicht enttäuscht. Die Beschreibungen ...

Eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für das Thema Pferde, doch gerade die Geschichte mit dem Gestüt fand ich ansprechend. Glücklicherweise wurde ich auch nicht enttäuscht. Die Beschreibungen der Gestüte sind sehr lebendig und ich konnte mich wunderbar in die Szenerien hineinfallen lassen. Das Thema Polo ist neu und hat die Geschichte noch mal gesteigert, denn ich hatte keine Ahnung, dass dieser Sport solch einen Aufwand mit sich bringt. Der Verlauf eines solchen Spiels wurde ebenfalls anschaulich und verständlich erzählt. Kenzie und Julian sind sympathische Charaktere. Ich finde gut, wie die Krankheit von Kenzie sensibel in die Handlung eingebaut wurde, ohne als Schwäche zu gelten. Positiv ist, dass nicht ewig auf ihrer gemeinsamen Vergangenheit und ihren damaligen Fehlern herumgeritten wird und beide an ihren Makeln gewachsen sind. Die Nebencharaktere haben ebenfalls interessante Eigenschaften, die gut eingeflochten wurden und definitiv Lust auf mehr machen.

Goldcrest Manor – Velvet Meadows ist ein ereignisreicher Auftakt der neuen Reihe. Die Charaktere sind herzlich und die Geschichten rund um das Gestüt machen neugierig, denn sie sind definitiv nicht abgeschlossen. Das Buch ist auch für Leser ohne Pferdeobsession geeignet und der Polosport bietet eine neue Perspektive.

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