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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Jahreshighlight - perfekter Reihenabschluss

Just for the Summer
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"I didn't feel abandoned. 'Cause I knew if I ever called, you'd come."

Perfektion. Dieses Buch war alles, was ich jemals von der Autorin lesen wollte, und noch mehr. Eine grandiose Sommerlektüre, und ...

"I didn't feel abandoned. 'Cause I knew if I ever called, you'd come."

Perfektion. Dieses Buch war alles, was ich jemals von der Autorin lesen wollte, und noch mehr. Eine grandiose Sommerlektüre, und so emotional. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen, und habe am Ende sogar die ein oder andere Träne verdrückt.

Wir alle verdienen jemanden, der für uns einen See auf einem Einhorn-Schwimmtier überqueren würde, wenn wir krank auf einer von der Außenwelt abgeschnittenen Insel feststecken würden. Wenn „if he wanted to, he would” eine Person wäre, dann wäre das zu 10000% Justin.

Auch die Kommunikation und das Setzen von Grenzen ist einfach unfassbar gut. Dieses Buch zeigt ein perfektes Beispiel für gesunde romantische Beziehungen, und dass es okay ist, Standards zu haben. Dieses Buch ist einfach viel mehr als „nur“ eine sommerliche Liebesgeschichte – sie behandelt auch schwierige Themen und wird dabei unfassbar emotional.

Zum Abschluss noch ein kurzer Disclaimer: hierbei handelt es sich um einen 3. Band und es ist wirklich empfehlenswert, sowohl Part of Your World als auch Yours Truly erst zu lesen, bevor ihr mit diesem Buch anfangt. Die Bücher spielen alle im selben Krankenhaus-Universum, und gleichzeitig spielt jeweils eine Person aus den anderen beiden Bänden eine große Rolle für diese Geschichte. Wenn man die Charaktere und ihre Vergangenheit schon vorher kennt (und teilweise auch die Fäden selbst verknüpfen kann), wird das Leseerlebnis deutlich besser und emotionaler.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Magisches Abenteuer, das mir etwas zu schnell ging

Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche
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Danke an Vorablesen und den Penguin JUNIOR Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Ab und an findet ein Middle Grade Buch den Weg in meine ...

Danke an Vorablesen und den Penguin JUNIOR Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Ab und an findet ein Middle Grade Buch den Weg in meine Hände. Ich bin z.B. ein großer Fan von der Reihe um die Duftapotheke oder Keeper of the Lost Cities. Fantasybücher für Kinder haben für mich einfach etwas nostalgisches, da es auch mein erstes Genre als junge Leserin war.

Bei diesem Buch hat mich das Cover fasziniert, mit dem Drachen und dem fliegenden Schiff. Umso gespannter war ich dann, als es in der Leseprobe erstmal nur um eine Art nachhaltiges Elite-Nachhilfe-Sommercamp geht – und von Magie keine Spur.

Und dann kommt es im Buch Schlag auf Schlag. Artemis geht abends alleine spazieren, sieht eine Strickleiter und landet auf einem magischen Schiff. Es wird wenig hinterfragt und gewundert; sie stürzt sich direkt in ein fantastisches Abenteuer.

Ich bin ehrlich: mich hat die Geschichte etwas überfordert. Und ich bin erwachsen, also deutlich älter als die gedachte Zielgruppe. Wir sind relativ schnell drin in einer Welt voller Magie, die nicht so ganz einfach zu verstehen ist, aber Artemis akzeptiert dies alles sehr schnell. Sie trifft viele andere Menschen, und dadurch, dass es schon im Internat eine Handvoll neue Charaktere gab, die dann gar keine Rolle mehr spielen, war mir das zu viel. Ja, es gibt viel Action und Artemis magische Kraft ist wirklich schön und besonders, aber im Verlaufe des Buches läuft fast alles glatt, es ist ein ständiges Hin und Her zwischen verschiedenen Seiten, und ich hätte mir etwas mehr Ruhe gewünscht, um tiefer in die Magie einzusteigen und Motive besser verstehen zu können. Auch den finalen Kampf fand ich etwas schwach umgesetzt, weil das, was passiert, um den Bösewicht zu besiegen, theoretisch schon die ganze Zeit hätte gemacht werden können und es keinen Grund gibt, dass es erst jetzt so kommen kann. Als Artemis die magische Welt wieder verlässt, ist mir der weitere Handlungsverlauf mit ihren Eltern und dem Internat auch zu unlogisch.

Das gesamte Ende des Buches hat mir wiederum gut gefallen, aber insgesamt hatte ich mir nach der Leseprobe mehr von dem Buch erhofft. Für einen relativ kurzen Einzelband war das ja auch ein echt ambitioniertes Worldbuilding mit der Wolkenmagie und dem Meer der Wünsche und den verschiedenen Schiffen. Mir persönlich ging da leider vieles zu schnell und ich weiß, dass ich sicher mehr hinterfrage als Kinder, aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass jüngere Leser*innen eventuell auch nicht so ganz mitkommen.

Ich lande insgesamt bei 3 Sternen, mochte ich doch das Grundkonzept und die Magie sehr gerne.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Rasanter Psychothriller

Don't Let Her Stay
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Vielen Dank an Vorablesen und HarperCollins, die mir ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich Wenn Sie Wüsste von Freida ...

Vielen Dank an Vorablesen und HarperCollins, die mir ein Rezensionsexemplar dieses Buches zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich Wenn Sie Wüsste von Freida McFadden im Oktober verschlungen habe, hatte ich richtig Lust auf ähnliche Thriller. Dieses Buch hat mich vom Cover und Klappentext her sehr daran erinnert, sodass ich es unbedingt auch lesen wollte. Und ich kann sagen: die Vibes sind ähnlich. Wer Wenn Sie Wüsste mochte, wird bei diesem Buch sicher auch auf seine Kosten kommen.

Es ist ein Psycho-Thriller voller Spannung und Gänsehaut-Momente, bei dem ich als Leserin zwischendurch auch nicht so genau wusste, wem ich trauen kann. Wir haben es mit sehr unsympathischen, manipulativen Charakteren zu tun, die für eine schaurige und beklemmende Atmosphäre sorgen. Für mich, die wenig Thriller liest, waren die Plot Twists echt verrückt und das Ende hat mich doch sehr schockiert, und ich fand es gar nicht offensichtlich. Je nachdem, wie viele ähnliche Bücher man aber bereits gelesen hat, könnte man weniger überrascht sein von der Auflösung.

Das Buch ist insgesamt echt kurz (vielleicht zu kurz?), und wir haben eine eher einfache Sprache. So ist die Geschichte auf jeden Fall ein Pageturner, durch den man auch mal gut und gerne an einem Abend fliegen kann. Mit dem Ende an sich musste ich erst etwas warm werden, da ich es auch anfangs zu abrupt und kurz gefunden habe, andererseits war es auch schlau von der Autorin, uns noch was zum Nachdenken mitzugeben und nicht alles komplett aufzulösen.

Dadurch fehlt dem Buch aber auch etwas an Tiefe, z.B. was die Beziehung von den Protagonisten Richard und Joanna angeht. Da hätte ich mir mehr Kontext und Zeit gewünscht, denn als Leserin wurde mir nicht so richtig klar, warum die beiden sich ineinander verliebt haben.

Trotzdem habe ich das Buch richtig gerne gelesen und gebe 4 Sterne. Ich denke, es ist ein richtig guter Einstieg ins Genre, mit viel Spannung und wenig Seiten. Für Kenner des Genres könnte es vielleicht etwas zu offensichtlich, da es ja auch im Thriller sich wiederholende Tropes gibt; aber die Umsetzung hier fand ich sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Leider nicht das, was der Klappentext verspricht

Mickey und Arlo
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Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die ...

Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die Leseprobe sogar so gut gefallen, dass ich auf Vorablesen meine gesammelten Punkte eingelöst habe, um garantiert ein Wunschbuch zugeschickt zu bekommen. Umso trauriger bin ich nach dem Lesen, da die Geschichte meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte und ihr Potential eindeutig nicht richtig ausgeschöpft hat.

Grob gesagt geht es um zwei Halbschwestern, die nichts voneinander wissen. Mickeys Vater hat die Familie verlassen, als sie noch ein Kind war, und hat in ihrem Leben nie wieder eine Rolle gespielt. Deshalb ist es für Mickey umso überraschender, dass sie nach dem Tod ihres Vaters relativ viel Geld vererbt bekommt. Die Auszahlung gibt es unter einer Bedingung: sie muss sieben Therapiesitzungen absolvieren. Den Haken an der Sache ahnen weder sie noch ihre Therapeutin Arlo – diese ist ihre Halbschwester, doch beide wissen nichts voneinander.

Ich habe mir vorgestellt, dass wir hier ausführlich die Therapiesitzungen der beiden erleben, in denen sie langsam, aber sicher die Identität der anderen herausfiltern und sich durch Gespräche über die eigene Kindheit die Lebensumstände der anderen bewusst machen können. Vielleicht hätte es bei der Enthüllung einen großen Knall, einen Konflikt gegeben; denn ich als Leserin habe darauf richtig hingefiebert.

Aber gar nichts davon gab es. Es war unfassbar langweilig, wie die beiden erfahren haben, wer ihre Gesprächspartnerin ist. Ansonsten hat das Buch sehr viele Nebenhandlungen, die etwas konfus und super unauthentisch waren, und ich habe echt ein paar Seiten übersprungen. Der Fokus der Handlung auf Mickeys schlechte mentale Gesundheit hat mir überhaupt nicht zugesagt und hätte ich gewusst, wie sehr es um Depressionen und ihre Probleme mit Alkohol und Geld geht, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen.
Ich schreibe die Rezension ein paar Tage nach Beenden des Buches und der Fakt, dass ich mich an wenig Handlung erinnern kann, ist auch kein gutes Zeichen.

Das Buch ist jetzt nicht schlecht geschrieben, aber es hält von den Erwartungen überhaupt nicht das, was der Klappentext verspricht. Und so komme ich leider nur auf eine Bewertung von 2 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

typische College-Sports-Romance zum Weglesen

You Are My Hurricane
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Danke an NetGalley und den Reverie Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich lese immer mal gerne Sports Romance, und die Story ...

Danke an NetGalley und den Reverie Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich lese immer mal gerne Sports Romance, und die Story hier klang echt süß. Ausschlaggebend war für mich aber auch, dass die Autorin aus Dortmund kommt, also die Region wo ich herkomme, und ich supporte gerne kreative Menschen aus meiner Heimat.

Worum geht es? Ganz grob gesagt geht es um Quarterback Carter und Team-Fotografin Maeve. Bei einem Spiel wird Maeve von Carter aus Versehen umgerannt und dabei wird ihre Kamera zerstört. Die beiden gehen dann einen Deal ein: Carter kümmert sich darum, Spenden für eine neue Kamera zu sammeln und Maeve soll dafür sorgen, dass es gute Fotos von ihm gibt, damit er bei der NFL auffällt.

„Aber manchmal braucht es einen Sturm, um alte Mauern einzureißen und etwas Neuem Platz zu machen.“

Ich bin ganz ehrlich: das Set Up der Story wirkt etwas löchrig. Und das mit der Kamera ist auch irgendwie ganz schnell geklärt, und wir haben hier viele Dating-am-College Szenen, die das amerikanische Studentenleben mit Partys und Verbindungen etwas stereotyp wiedergeben.

Ich hatte insgesamt auch das Gefühl, dass das Buch jünger ankommt, als es gedacht war. Die Atmosphäre hat mich eher an ein YA-Buch erinnert. Die Protagonistin Maeve wechselt in ihrem Verhalten grundlos von schüchtern zu schlagfertig, und wirkt nicht ganz so „rund“, wie man es von einer jungen Erwachsenen erwartet hätte. Zum Alter wird jetzt nicht wirklich explizit etwas gesagt, aber für den NFL-Draft muss man schon drei Jahre am College gewesen sein, und auch bei Maeve gibt es am Ende des Buches Hinweise darauf, dass sie quasi fertig mit dem College ist = irgendwas zwischen 20 und 22 Jahre alt.

Der Schreibstil, auch wenn er gut wegzulesen war, hat auch zu diesem jungen Vibe beigetragen: es wurde viel gehaut und gekichert, und einige Dialoge fand ich unrealistisch kitschig. Die intimen Szenen, von denen es ein paar gab, haben für mich auch nicht ganz reingepasst in das Bild der Geschichte, und ich persönlich hätte sie auch nicht gebraucht. Oder der Spitzname „Fotofee“… mir zu kindisch, bin ich ehrlich.

Was ich an dem Buch mochte, war tatsächlich der Protagonist Carter. Der wirkt anfangs wie eine absolute Red Flag, aggressiver Macho-Typ. Aber das wird nach einigen Kapiteln aufgelöst und er zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Wir verstehen auch, warum er sich manchmal so seltsam verhält, da er mit seiner Familie ein gewisses Päckchen zu tragen hat – und dieses Thema fand ich wirklich sensibel aufgearbeitet.

Insgesamt war dieses Buch für mich eher so eine Story für zwischendurch, die irgendwie nicht so ganz der angedachten Altersgruppe gerecht wird. Als YA-Buch hätte ich der Geschichte vieles abgekauft, aber die Protagonisten scheinen Anfang 20 zu sein, und dafür hat es für mich nicht gepasst. Ich komme insgesamt auf 3 Sterne, aber kann mir trotzdem vorstellen, nochmal was von der Autorin zu lesen.

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