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Veröffentlicht am 31.03.2025

Leider nicht das, was der Klappentext verspricht

Mickey und Arlo
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Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die ...

Danke an Vorablesen und den hanserblau Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Auf dieses Buch war ich super gespannt. Mir hat die Leseprobe sogar so gut gefallen, dass ich auf Vorablesen meine gesammelten Punkte eingelöst habe, um garantiert ein Wunschbuch zugeschickt zu bekommen. Umso trauriger bin ich nach dem Lesen, da die Geschichte meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte und ihr Potential eindeutig nicht richtig ausgeschöpft hat.

Grob gesagt geht es um zwei Halbschwestern, die nichts voneinander wissen. Mickeys Vater hat die Familie verlassen, als sie noch ein Kind war, und hat in ihrem Leben nie wieder eine Rolle gespielt. Deshalb ist es für Mickey umso überraschender, dass sie nach dem Tod ihres Vaters relativ viel Geld vererbt bekommt. Die Auszahlung gibt es unter einer Bedingung: sie muss sieben Therapiesitzungen absolvieren. Den Haken an der Sache ahnen weder sie noch ihre Therapeutin Arlo – diese ist ihre Halbschwester, doch beide wissen nichts voneinander.

Ich habe mir vorgestellt, dass wir hier ausführlich die Therapiesitzungen der beiden erleben, in denen sie langsam, aber sicher die Identität der anderen herausfiltern und sich durch Gespräche über die eigene Kindheit die Lebensumstände der anderen bewusst machen können. Vielleicht hätte es bei der Enthüllung einen großen Knall, einen Konflikt gegeben; denn ich als Leserin habe darauf richtig hingefiebert.

Aber gar nichts davon gab es. Es war unfassbar langweilig, wie die beiden erfahren haben, wer ihre Gesprächspartnerin ist. Ansonsten hat das Buch sehr viele Nebenhandlungen, die etwas konfus und super unauthentisch waren, und ich habe echt ein paar Seiten übersprungen. Der Fokus der Handlung auf Mickeys schlechte mentale Gesundheit hat mir überhaupt nicht zugesagt und hätte ich gewusst, wie sehr es um Depressionen und ihre Probleme mit Alkohol und Geld geht, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen.
Ich schreibe die Rezension ein paar Tage nach Beenden des Buches und der Fakt, dass ich mich an wenig Handlung erinnern kann, ist auch kein gutes Zeichen.

Das Buch ist jetzt nicht schlecht geschrieben, aber es hält von den Erwartungen überhaupt nicht das, was der Klappentext verspricht. Und so komme ich leider nur auf eine Bewertung von 2 Sternen.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

typische College-Sports-Romance zum Weglesen

You Are My Hurricane
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Danke an NetGalley und den Reverie Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich lese immer mal gerne Sports Romance, und die Story ...

Danke an NetGalley und den Reverie Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich lese immer mal gerne Sports Romance, und die Story hier klang echt süß. Ausschlaggebend war für mich aber auch, dass die Autorin aus Dortmund kommt, also die Region wo ich herkomme, und ich supporte gerne kreative Menschen aus meiner Heimat.

Worum geht es? Ganz grob gesagt geht es um Quarterback Carter und Team-Fotografin Maeve. Bei einem Spiel wird Maeve von Carter aus Versehen umgerannt und dabei wird ihre Kamera zerstört. Die beiden gehen dann einen Deal ein: Carter kümmert sich darum, Spenden für eine neue Kamera zu sammeln und Maeve soll dafür sorgen, dass es gute Fotos von ihm gibt, damit er bei der NFL auffällt.

„Aber manchmal braucht es einen Sturm, um alte Mauern einzureißen und etwas Neuem Platz zu machen.“

Ich bin ganz ehrlich: das Set Up der Story wirkt etwas löchrig. Und das mit der Kamera ist auch irgendwie ganz schnell geklärt, und wir haben hier viele Dating-am-College Szenen, die das amerikanische Studentenleben mit Partys und Verbindungen etwas stereotyp wiedergeben.

Ich hatte insgesamt auch das Gefühl, dass das Buch jünger ankommt, als es gedacht war. Die Atmosphäre hat mich eher an ein YA-Buch erinnert. Die Protagonistin Maeve wechselt in ihrem Verhalten grundlos von schüchtern zu schlagfertig, und wirkt nicht ganz so „rund“, wie man es von einer jungen Erwachsenen erwartet hätte. Zum Alter wird jetzt nicht wirklich explizit etwas gesagt, aber für den NFL-Draft muss man schon drei Jahre am College gewesen sein, und auch bei Maeve gibt es am Ende des Buches Hinweise darauf, dass sie quasi fertig mit dem College ist = irgendwas zwischen 20 und 22 Jahre alt.

Der Schreibstil, auch wenn er gut wegzulesen war, hat auch zu diesem jungen Vibe beigetragen: es wurde viel gehaut und gekichert, und einige Dialoge fand ich unrealistisch kitschig. Die intimen Szenen, von denen es ein paar gab, haben für mich auch nicht ganz reingepasst in das Bild der Geschichte, und ich persönlich hätte sie auch nicht gebraucht. Oder der Spitzname „Fotofee“… mir zu kindisch, bin ich ehrlich.

Was ich an dem Buch mochte, war tatsächlich der Protagonist Carter. Der wirkt anfangs wie eine absolute Red Flag, aggressiver Macho-Typ. Aber das wird nach einigen Kapiteln aufgelöst und er zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Wir verstehen auch, warum er sich manchmal so seltsam verhält, da er mit seiner Familie ein gewisses Päckchen zu tragen hat – und dieses Thema fand ich wirklich sensibel aufgearbeitet.

Insgesamt war dieses Buch für mich eher so eine Story für zwischendurch, die irgendwie nicht so ganz der angedachten Altersgruppe gerecht wird. Als YA-Buch hätte ich der Geschichte vieles abgekauft, aber die Protagonisten scheinen Anfang 20 zu sein, und dafür hat es für mich nicht gepasst. Ich komme insgesamt auf 3 Sterne, aber kann mir trotzdem vorstellen, nochmal was von der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Bittersüße Friends to Lovers Geschichte

Pages unwritten
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Danke an NetGalley und den everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Jede Person, die mich kennt, weiß: ich liebe Kathinka ...

Danke an NetGalley und den everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Jede Person, die mich kennt, weiß: ich liebe Kathinka Engels Bücher. Egal was sie rausbringt, ich kaufe es und werde es lieben.
Nachdem Words Unspoken mich nicht so ganz umgehauen hatte wie erhofft – obwohl ich es trotzdem mochte – war ich etwas unsicher, wie mir Pages Unwritten gefallen wird. Aber! Ich kann berichten: mir hat der 2. Band der Badger Books Reihe nochmal besser gefallen als der erste.

Mit Cy und Louise haben wir (childhood) best friends to lovers, was nicht unbedingt meine liebste Trope ist. Trauer ist hier auch ein großes Thema, da der Bruder von Cy vor Jahren verstorben ist, und das natürlich deren Leben sehr geprägt hat. Zudem hat Louise eine wunderbare Tochter namens Philomena, bei der es zwar noch einen Vater gibt, der aber nicht so ganz verlässlich ist.

„Phil kommt immer an erster Stelle. […] Du kommst nicht an zweiter Stelle. […] An zweiter Stelle komme ich.“

Louise ist Lektorin bei Badger Books und Cy ist ein Autor. Ein Autor, der bei seinem Debütroman mega Erfolg hatte und jetzt gar nicht richtig weiß, wie er mit einem zweiten Buch an diesen Erfolg anknüpfen soll. Denn in diesem Entwurf für das zweite Buch verarbeitet er seine Gefühle für Louise. Gleichzeitig soll Louise ihm aber dabei helfen, seine Schreibblockade zu überwinden. Kann Cy seine Gefühle (und dieses Buch) geheim halten?

Ich finds irgendwie passend, dass es im 2. Band der Reihe um ein zweites Buch geht. Und nachdem wir in Band 1 Gedichte von Jethro hatten, erwarten uns hier immer wieder Auszüge aus Cys Manuskript, die einfach unfassbar gefühlvoll sind.

Ansonsten hat das Buch plotmäßig wenig Überraschungen dabei. Man ahnt von Anfang an, was so die Probleme der beiden sind, da sie sich ja auch aus der Kindheit bereits kennen. Und keine Frage, ich habe das super gerne gelesen. Ich mochte die Atmosphäre – wir sind hier viel an der Küste von Maine unterwegs – und auch die ganzen buchigen Aspekte. Cy ist ein Mann, der sehr gefühlvoll ist, und Louise ist einfach eine super toughe Frau und Mutter. Außerdem finde ich, dass Kathinka Kinder richtig authentisch und altersgerecht schreiben kann. Phil ist ein super wichtiger Teil dieser Geschichte und wird da auch gebührend eingeflochten.

“Ich find’s eh immer gut, wenn Frauen sich das nehmen, worauf sie Bock haben.“

Aber, und hier kommt mein aber: ich fand, dass Evie und Coulter fast das Spotlight von Cy und Louise weggenommen haben. Jede Szene von den beiden war ein richtiges Feuerwerk und super intensiv, während Cy und Louise halt eher ruhig und gefühlvoll ihre Liebesgeschichte entfaltet haben. Trotzdem hat es sich nicht immer so angefühlt, als wären die beiden wirklich die main character ihrer eigenen Geschichte.

Vielleicht freue ich mich auch deshalb so unfassbar doll auf den 3. Band zu Evie & Coulter, weil die einfach von Seite 1 an für mich alle anderen überschattet haben (und ich enemies to lovers wirklich sehr gerne lese). Bei Pages Unwritten lande ich insgesamt bei 4,5 von 5 Sternen und kann es besonders denjenigen empfehlen, die Lust auf cozy Romance mit großen Gefühlen und friends to lovers, und eher wenig unvorhersehbarem Drama haben.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Leider Potential nicht voll ausgeschöpft

In a Holidaze – Ihr Weihnachtswunsch führt zu Gefühlschaos unterm Mistelzweig
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Danke an NetGalley und den Piper/everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Schon sehr lange hatte ich dieses Weihnachtsbuch ...

Danke an NetGalley und den Piper/everlove Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Schon sehr lange hatte ich dieses Weihnachtsbuch von Christina Lauren auf meiner Leseliste. Diese „täglich grüßt das Murmeltier“-Idee hat mich super angesprochen, nur um dann leider beim Lesen zu merken, dass der Timeloop (nach anfangs mehreren Resets) komplett ignoriert und auch nicht wirklich aufgelöst wird.

Okay, gut. Damit konnte ich noch irgendwo leben. Es gab ja immer noch eine weihnachtliche Liebesgeschichte, das kann noch vieles zum Positiven verändern.
Spoiler: hat es nicht.

Die ganzen Familien machen zwar super viele weihnachtliche Sachen, aber als richtig atmosphärisch habe ich das nicht empfunden. Außerdem gibt es einfach so viele Charaktere, die alle gar nicht wirklich ausgearbeitet wurden, und ich mich eher erschlagen gefühlt habe von den ganzen Namen, hinter denen austauschbare Familienmitglieder steckten. Dasselbe gilt auch übrigens für die Protagonistin und ihr Love Interest Andrew.

Apropos Andrew, da hätte man eindeutig mehr Drama und Twists in die Liebesgeschichte einbauen können, weil so war das echt sehr unbefriedigend, dass immer etwas angeteasert wurde in Richtung anderen Love Interests, aber es dann von Anfang an doch nur bei einer Person bleibt.

Aber einen Aspekt, den ich an diesem Weihnachtsbuch positiv hervorheben will, ist die Kirche. Weihnachten ist ein christliches Fest und ich finde es super befremdlich, wie viele WEIHNACHTSbücher (nicht Winter, sondern explizit Weihnachten) diesen Aspekt komplett ausblenden.

Obwohl das Buch nicht wirklich mein Fall war und in meinen Augen sein Potential nicht voll ausschöpfen kann, beende ich die Rezension jetzt mit einem Zita, in der die Protagonistin ihre Beziehung zur Kirche beschreibt, was mir sehr zugesagt hat:

„Meine [Beziehung zur Kirche] ist allgemein mehr auf sentimentalen Trost ausgerichtet: Ich liebe die Gesänge, die Gemeinschaft, die atemberaubende Schönheit der Kirchenarchitektur, die Beständigkeit der Rituale. Mom hat nie verlangt, dass wir an all das glauben, woran sie glaubt, oder dass wir alles tun, was die Kirche von uns verlangt. Mom bittet uns lediglich, mitzukommen und respektvoll zuzuhören, und uns zu bemühen, gute, freundliche und großzügige Menschen zu sein.“

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Die Bachelorette in Buchform

The True Love Experiment – Sie sucht im Fernsehen nach Mr Right, dabei steht er hinter der Kamera
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Danke an NetGalley und den everlove/Piper Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich The Soulmate Equation super gerne ...

Danke an NetGalley und den everlove/Piper Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich The Soulmate Equation super gerne mochte (so gerne, dass ich sogar eine Seminararbeit darüber geschrieben habe…), habe ich mich sehr auf die Fortsetzung mit altbekannten Gesichtern gefreut. Fizzy war ja schon damals super lustig, und ich dachte, dieses Buch kann dann ja nur gut werden!

Dieses Buch ist zwar unterhaltsam, aber längst nicht so besonders und innovativ wie sein Vorgänger. Also: wir haben hier ein cooles Konzept für eine Dating Show, die während „des normalen Lebens“ stattfindet. Hier werden die Singles also nicht isoliert, sondern man datet sich, aber arbeitet normal weiter und geht seinem Alltag nach – so, wie die Kennlernphase auch sonst ablaufen würde.

Die Männer, die Fizzy daten soll, sind alle nach gewissen Tropes und Typen gecastet, aber ich persönlich fand das gar nicht allzu stereotyp (innerhalb der Tropes) umgesetzt. Allerdings ist es einfach super langweilig, durch die ganzen Dates zu lesen, da wir von Anfang an wissen, dass Fizzy eigentlich auf den Producer Connor steht, und die Show nur wegen der Verträge und Connors Reputation durchzieht. Da hätte der Plot wirklich etwas mehr Pfiff und Wendungen gebrauchen können.

Das Buch bekommt aber eindeutig Pluspunkte für die Charaktere. Wir haben mit u.a. Fizzy eine echt starke Protagonistin, und dieses Buch bzw. die Dilogie zeigt die Positivbeispiele von Co-Parenting und alleinerziehenden Vätern. Außerdem haben wir hier richtig gute Beispiele für funktionierende Kommunikation zwischen Ex-Partnern, also eigentlich sehr gesunde Beziehungsvorbilder.

Ja, das Buch war insgesamt nett zu lesen, aber da hatte ich definitiv mehr Erwartungen an die Handlung… so komme ich auf insgesamt 3 Sterne.

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