Profilbild von MerleRedbird

MerleRedbird

Lesejury Profi
offline

MerleRedbird ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MerleRedbird über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2024

Winterliche Kurzgeschichten – Wenig Festtagsstimmung, viele bekannte Personen

Magical Winter Nights
0

Wie schon “Feels like Christmas” ist auch dieses Buch eine winterliche Kurzgeschichtensammlung von Loewe Intense Autorinnen zu bereits erschienenen/angekündigten Bücher. 4 Autorinnen kennen wir schon aus ...

Wie schon “Feels like Christmas” ist auch dieses Buch eine winterliche Kurzgeschichtensammlung von Loewe Intense Autorinnen zu bereits erschienenen/angekündigten Bücher. 4 Autorinnen kennen wir schon aus der 1. Version, und 2 davon schreiben nochmal Geschichten zur selben Reihe. An sich würde ich wieder sagen, dass die Geschichten auch ohne große Vorkenntnisse der Reihen zu lesen sind. Ich habe mir allerdings für Kontext und grobe Orientierung die Klappentexte der Reihen durchgelesen – es wäre schön gewesen, wenn es das auch hier im Buch als Einordnung mitgegeben hätte.

“Jetzt sind wir unendlich” (“Jetzt“ – Gabriella Santos de Lima) 3
Es geht hier um den Bruder von Manda aus der originalen Reihe (die ich nicht gelesen habe) und wir sind wieder in Köln, und es geht um eine Party. Es war eine okaye Geschichte, ich mochte die Dortmund-Referenzen, aber ist mir irgendwie auch nicht lange im Gedächtnis geblieben.
„Sternenknistern“ („Sweet Lemon Agency“ – Kyra Groh) 4.5
Ach, war das schön. Ich liebe die Sweet Lemon Agency, und die Geschichte hier fokussiert viel auf Amelie, welche die Protagonistin des kommenden 3. Bandes sein wird. Es geht um eine Weihnachtsparty, die sie eigentlich geplant hat, aber die dann ins Wasser fällt. Das restliche Team kommt dann zusammen und überrascht sie. Ich freue mich jetzt noch mehr auf Februar und Funkenstille.
“Christmas Crush” (“Golden Hearts” - Marina Neumeier) 3
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es hier um Nebencharaktere der Golden Hearts Reihe? Und die eine ist adelig und der andere Schreiner. Die Repräsentation von Handwerker*innen als Protas mag ich sehr gerne, aber das Baronen-Thema und der gesamte Schreibstil war mir zu jugendlich/kitschig.
“Keine Nacht zu dunkel” (“Tales of Sylt“ – Alexandra Flint) 4
Ich liebe die Sylt-Reihe und kann nicht genug von ihr bekommen! Umso mehr freue ich mich, dass wir wieder mehr zu Ida und Noel erfahren, die auch in der Kurzgeschichte vom letzten Jahr am Start waren. Es geht um Vorbereitungen für eine Silvesterparty und wir haben eine eisig-stürmische Atmosphäre.
„Before the Stars Break“ (“Scandalous Secrets” - Franka Neubauer) 3
Ich bin ein großer Fan von Frankas Debütroman „Drowning Shadows“ und war deshalb auch gespannt auf ihre Kurzgeschichte, die als Auftakt ihrer „Scandalous Secrets Reihe“ dienen soll. An sich fand ich die Geschichte gut, aber nach Weihnachtsstimmung sucht man vergeblich. Es wird erwähnt, dass es auf einer Silvesterparty spielt, aber das hätte auch jede Party sein können. Die düstere und etwas zu dramatische Stimmung hat für mich einfach nicht so gut in eine weihnachtliche Kurzgeschichtensammlung gepasst.

Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben, alleine für den Vorgeschmack auf Band 3 der Sweet Lemon Agency Reihe und noch mehr Zeit mit der Sylt-Gang. Insgesamt würde ich aber sagen, dass diese Sammlung schwächer ist als ihr Vorgänger „Feels Like Christmas“ und ich weiß nicht, ob ich eventuelle zukünftige Sammlungen noch lesen würde, wenn ich wieder nur knapp die Hälfte der Hauptgeschichten kenne bzw. interessant finde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2024

Die unzertrennliche Bindung der Schwestern – Trauer, Vielfalt und Zusammenhalt

Blue Sisters
0

“Eine Schwester ist keine Freundin. Woher kommt der Drang, eine Beziehung, die so ursprünglich und komplex ist wie die zwischen Geschwistern, auf etwas derart Austauschbares und Banales wie Freundschaft ...

“Eine Schwester ist keine Freundin. Woher kommt der Drang, eine Beziehung, die so ursprünglich und komplex ist wie die zwischen Geschwistern, auf etwas derart Austauschbares und Banales wie Freundschaft zu reduzieren? Und dennoch wird dieser Status immer wieder zur Charakterisierung der innigsten Verbindung herangezogen. Wahre Schwesternschaft ist nicht dasselbe wie Freundschaft. Ihr wählt einander nicht aus, es gibt keine zaghafte Phase des Kennenlernens. Ihr seid Teil voneinander, von Anfang an. Nimm eine Nabelschnur – dick, sehnig, unansehnlich und doch lebensnotwendig – und vergleiche sie mit einem Freundschaftsbändchen aus buntem Garn. Das ist der Unterschied zwischen Schwester und Freundin.“

Ich glaube, dass dieses Buch besonders diejenigen nachvollziehen können, die selbst Schwestern (oder Geschwister) haben. Ich bin die älteste von dreien, und ich konnte mich deshalb auch sehr gut mit Avery identifizieren. Am liebsten gelesen habe ich aber die Sicht von Bonnie, weil ich sie am spannendsten und sympathischsten fand.

In dem Buch begleiten wir drei Blue-Schwestern in der Zeit nach dem Tod ihrer vierten Schwester Nicky. In der Geschichte wird sehr stark gezeigt, wie unterschiedlich einerseits sich Geschwister entwickeln, und wie unterschiedlich Trauerbewältigung bei einzelnen Personen ausfallen kann. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Auch die Endometriose-Repräsentation hat mir gut gefallen, und die Leseerfahrung für mich als Betroffene nochmal intensiver gemacht. Nicky hat diese Krankheit und die Missachtung durch das Gesundheitssystems und ein daraus folgender Medikamentenmissbrauch sind später unter anderem Schuld an ihrem Tod. Das Buch hat mir persönlich echt gut die Vielfalt der Krankheit vor Augen geführt, und mich aufgerüttelt, weil theoretisch ja auch mir so hätte ergehen können.

Das einzige, was mich an dem Buch etwas gestört hat, war das Tempo. Am Anfang habe ich die Kapitel eher als langweilig und teilweise als repetitiv empfunden, durch die ich mich durchkämpfen musste. Als das geschafft war, hat mich ein wirklich schöner Roman erwartet, den ich gerne gelesen habe und mit 4 Sternen bewerten würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2024

Eine gelungene Mischung aus Liebe, Mental Health und Journalismus

Stronger Than Ever
0

Danke an Vorablesen und den GU Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Stronger than Ever war für mich das erste der mittlerweile ...

Danke an Vorablesen und den GU Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Stronger than Ever war für mich das erste der mittlerweile 4 GU-Romance Bücher, die einen neuen Ansatz verfolgen: verschiedene Mental Health Themen werden in die Liebesgeschichten integriert und Coachings und Beratungen on page gezeigt. Dafür stehen den Autorinnen Psycholog*innen zur Seite, um die Tipps realistisch zu verfassen und sensibel mit den Themen umzugehen.

Als ich das gehört habe, war mir sofort klar, dass dieses Konzept etwas für mich ist und habe mich sehr gefreut, über Vorablesen Stronger than Ever schon vor dem ET lesen zu dürfen. Das Buch war das erste, was ich von Larissa Schira gelesen habe – und es wird auf jeden Fall nicht das letzte sein!

In dem Buch geht es um Josie und Ryan, die unterschiedlicher nicht sein können. Josie ist sehr schüchtern und bekommt zu Beginn ihres Journalismus-Volontariat die Verantwortung für die Social-Media-Kanäle der Redaktion übertragen. Ryan ist ein True-Crime-Podcaster, bei dem es grade aber mit dem Sponsoring nicht so läuft, weshalb er das Angebot von „London Lens“ annimmt, und dort Josie bei den Social Media Kanälen unterstützen soll. Die beiden geraten durch ihre unterschiedlichen Arten öfters aneinander, und ihr erster gemeinsamer Beitrag – über eine Investigativrecherche zu einem Skandal einer veganen Lebensmittelfirma – löst einen Shitstorm aus. Josie ist super überfordert und wendet sich an die Redaktionspsychologin, die ihr hilft, mit der Situation klarzukommen, und ihre Gefühle für Ryan zu verstehen. Doch auch Ryan kämpft mit seinen Problemen…

Dieses Buch war wie für mich gemacht. Ich liebe London und ich liebe das Setting bei dem Investigativmagazin. Die Einblicke in die Journalismusbranche waren super realistisch, und die Thematik rund um Social Media und (True Crime) Podcasts war modern und frisch, und rund um hat mir das alles sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Durch die Ermittlungen bei der Lebensmittelfirma gibt es eine spannende Thematik, die sich neben der Liebesgeschichte noch mit durchs Buch fiebert und ich habe die ganze Zeit mitgegrübelt, was die Wahrheit sein könnte. Ansonsten geht es auch viel um alle Arten von Texte (schreiben) und zum Ende hin kommt das ein oder andere Gedicht vor. Es ist also ein bunter Themenmix, aber ich denke, es sind solche Themen, die eine Vielzahl von Menschen ansprechen.

Die Kombination mit Mental Health hat mir auch gut gefallen. Neben Schüchternheit und Anxiety geht es auch viel um Shitstorms und Druck durch soziale Medien, und ich konnte aus Gesprächen der Therapeutin im Buch sehr viel mitnehmen. Ich habe die Tipps als realistisch und alltagsnah wahrgenommen, und möchte an dieser Stelle die Psychologin Pia Kabitzsch loben, die bei der Darstellung dieser Themen mitgeholfen hat – es ist wirklich gelungen.

Die Liebesgeschichte ist eine Slow Burn Workplace Geschichte, und es entwickelt sich auch wirklich langsam, was ich an sich gut fand. Allerdings muss ich sagen, dass es mir zum Ende hin, auch mit den intimen Szenen, dann etwas zu überhastet war und ich dem Buch auch ein paar mehr Seiten gegönnt hätte, um die langsame Entwicklung vollauszukosten. Und es gab einzelne Szenen, die auf mich etwas konstruiert und unrealistisch gewirkt haben, aber es waren eher nebensächliche Dinge.

Insgesamt hat mir das Buch echt super gut gefallen. Ich mochte die Themenvielfalt und die Charaktere, ich bin ein großer Fan vom Schreibstil und konnte emotional gut mitgenommen werden. Das Buch war nicht perfekt, aber auf jeden Fall ein Monatshighlight und ein Buch, dass ich weiterempfehlen werde, weil ich den Umgang mit mentaler Gesundheit in der Geschichte außerordentlich gelungen fand. Sicher können viele hier von den Tipps der Psychologin etwas für das eigene Leben mitnehmen.

Zusätzlich ist das Buch ja auch von außen ein Traum. Ich liebe das Cover und den Farbschnitt (auch wenn mir ohne Schriftzug noch besser gefallen hätte). Auf der FBM hatte ich das Glück, auf der Geburtstags-Release-Party von diesem und drei weiteren Büchern sein zu dürfen. Dabei habe ich die Autorin Larissa Schira getroffen und konnte mir das Buch von ihr signieren lassen. Es war eine super schöne Begegnung, und generell war diese Party bei GU mein Highlight der Frankfurter Buchmesse 2024.

Ich will auf jeden Fall noch mehr GU-Romance-Bücher lesen und hoffe, dass darunter auch noch mehr von Larissa sein wird. Ich kann euch dieses Buch und das gesamte GU-Romance-Programm nur ans Herz legen. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen, natürlich aufgerundet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2024

Aufrüttelnd, aber teils unausgereift: Ein Buch über weiblichen Schmerz

Unversehrt. Frauen und Schmerz
0

Danke an Vorablesen und den HarperCollins Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

„Unversehrt“ gehört zu dem Genre von Büchern, ...

Danke an Vorablesen und den HarperCollins Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

„Unversehrt“ gehört zu dem Genre von Büchern, die zwischen Sachbuch und Memoir stehen. Uns erwartet hier eine gut recherchierte Abhandlung über weiblichen Schmerz in all seinen Facetten, die eingerahmt wird durch die schmerzlichen Erfahrungen der Großmutter der Autorin. Dadurch ist das Buch nicht zu steril, sondern gewinnt an persönlicher Note, obwohl die Struktur etwas wirr erscheint.

Wie bereits erwähnt fand ich das Buch sehr gut recherchiert, und auch das Literaturverzeichnis und die Quellenempfehlungen am Ende waren sehr ausführlich und aussagekräftig.

Inhaltlich sind die Kapitelnamen wenig aussagekräftig, aber es werden grob folgende Themen behandelt: Sprechen über Schmerz, Schmerz (Gewalt) an Frauen, Schmerzen haben, Schmerz betäuben (Betäubungsmittel), dem Körper Schmerz hinzufügen (Beautystandards z.B.), Emanzipation von Schmerz. Nicht alles davon hat mich gleich interessiert, und nicht mit allem davon habe ich gerechnet.

Dem Buch fehlt eindeutig eine Triggerwarnung bezüglich sexualisierter Gewalt, da dieser Abschnitt super überraschend und sehr explizit daherkommt. Auch die Kapitel rund um Gewalt bei Schwangerschaft und Geburt haben mich echt geschockt, da sie mich unvorbereitet erwischt haben.

Besonders gut fand ich die Kapitel zu Frauen im Gesundheitssystem, wo es um Falschdiagnosen und weibliche Krankheiten wie Endometriose ging – tatsächlich hatte ich vom Titel des Buches her auch gedacht, dass es eher vermehrt um solche Themen gehen wird, und nicht um die „Schmerzen“ des Balletttanzens und Schönheits-OPs, die ja im Bereich der Ästhetik verordnet sind.

Im Großen und Ganzen habe ich die Kapitel über die anderen schmerzvollen Themen auch als interessant empfunden, eben weil es einen als Frau dann doch betrifft. Trotzdem finde ich, dass das Buch besser mit konkreten Kapitelnamen oder zumindest Triggerwarnungen auf seine Themenvielfalt hätte aufmerksam machen sollen.

Ein weiterer Kritikpunkt, den ich habe, sind die immer wieder aufkommenden Pauschalisierungen über „die Frauen“ – eine andere Rezensentin nannte es „Pseudo-Feminismus à la Sophie Passmann“ und irgendwie fand ich das treffend. „Stöckelschuhe“ werden per se abgewertet und sind ein Ausdruck von „Gewolltwerden“, so wie Tattoos, und nur wütende Frauen sind emanzipierte, also gute Frauen… Solche Aussagen sind nicht feministisch (wie die Autorin meint), sondern ganz im Gegenteil misogyn. Das fand ich schade und hätte ich nicht gebraucht.

Insgesamt ist „Unversehrt“ ein aufrüttelndes Buch, welches sich mit Frauen und Schmerz in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen auseinandersetzt und die Augen öffnen kann. Der Stil ist einfach und modern, aber schießt manchmal mit der Wortwahl am Feminismus vorbei. Die Struktur und Themenwahl hätten besser sein können und ich bin ehrlich – ich habe auch eher andere Inhalte erwartet.

Ich schreibe diese Rezension übrigens erst ca. 1 Monat nachdem ich das Buch gelesen habe (ein Glück für meine guten Notizen haha), und ich muss zugeben, dass es kaum in mir nachgehallt hat. Nachhaltig mitgenommen habe ich so gut wie gar nicht, weil ich schon viele der angesprochenen Dinge wusste, sodass ich „Unversehrt“ eher als Einstiegslektüre in das Themengebiet verorten würde. Und so lande ich bei 3.5-4 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.10.2024

Potential nicht voll erfüllt

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
0

Ich habe das Buch eigentlich nur angefangen, weil meine Lieblingsreihe als Kind "Die fließende Königin" war, wo es um eine Merle geht, die in Venedig bei einem Spiegelmacher in die Lehre geht und dort ...

Ich habe das Buch eigentlich nur angefangen, weil meine Lieblingsreihe als Kind "Die fließende Königin" war, wo es um eine Merle geht, die in Venedig bei einem Spiegelmacher in die Lehre geht und dort lernt, dass es magische Spiegel gibt, durch die man gehen kann.
Dass es hier wieder um eine Namensvetterin von mir und meine Herzensstadt Venedig geht, ist ein lustiger Zufall, und da hören die Parallelen aber schon auf :D.

Hier geht es um das Thema Auslandssemester im Journalismus-Studium und Mitbewohner mit mysteriösen Geheimnissen. Das Filmfestival und das Restaurant waren zwei schöne Nebenhandlungen, die mir gut gefallen haben, und die Geschichte sehr lebendig haben wirken lassen. Allerdings hätte die Geschichte in wirklich jeder x beliebigen (italienischen) Stadt spielen können, da es kaum um Schauplätze von Venedig geht; nur das Theater und das Wasser spielen eine wichtige Rolle, aber wie gesagt das kriegt man auch in anderen Städten. Also da hatte ich mir irgendwie mehr erhofft.

Das Geheimnis aus Matteos Vergangenheit war doch sehr offensichtlich, und wurde mir zu lange hinausgezögert. Bei Merle geht es darum, dass sie auf den Spuren ihres Großvaters unterwegs ist, was mir an sich sehr gut gefallen hat. Allerdings wird der Handlungsstrang mittendrin abgewürgt - sie kommen halt nicht mehr weiter in der Suche - aber es wird dann auch nie wieder erwähnt??

Auch die Liebesgeschichte hat mich nicht allzu sehr überzeugt. Protagonist Matteo benimmt sich am Anfang total daneben ohne Erklärung, und dann kommt bei ihm ein Switch in seinem Verhalten, der wie aus dem Nichts kommt. Merles Anziehung zu ihm von Sekunde 1 an finde ich auch unrealistisch, und mich hat es irgendwie auch genervt, wie sie am Anfang, wo sie Matteo noch hasst, trotzdem alle fünf Sekunden über seinen Körper nachdenkt. Die sexy Szenen habe ich eigentlich auch ausnahmelos übersprungen...

Aktuell weiß ich gar nicht, ob ich den 2. Band lesen will. Eigentlich interessiert mich nur, ob die Sache mit Merles Großvater weiterverfolgt und aufgelöst wird. Der Rest des Buches war für mich (leider) nur ein durchschnittliches NA Romance Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere