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Mianna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2019

Mittelmäßige aber unterhaltsame Geschichte

Eine Samtpfote zum Verlieben
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Jamie zieht nach dem Tod ihrer Mutter in eine kleine Siedlung in Hollywood. Nach mehreren unglücklichen Partnerschaften genießt sie das Single-Dasein. Doch ihr Kater MacGyver hat andere Pläne mit ihr. ...

Jamie zieht nach dem Tod ihrer Mutter in eine kleine Siedlung in Hollywood. Nach mehreren unglücklichen Partnerschaften genießt sie das Single-Dasein. Doch ihr Kater MacGyver hat andere Pläne mit ihr. Er kann Einsamkeit riechen und er riecht sie nicht gerne.

Die Geschichte verläuft nach einem bekannten Muster und vorhersehbar, das Thema (romantische Liebe trotz Hindernissen) ist das Übliche. Das macht das Buch zu einem angenehmen Lesevergnügen, weil der Anspruch an die Lesenden dadurch gering bleibt.

Jamie und ihr Kater sind sehr sympathisch. Seine Versuche sie zu verkuppeln wirken drollig und machen Hoffnung. Denn scheinbar gibt es für jede einsame Person im Buch ein passendes Gegenüber, dass nur gefunden werden will. Gleichzeitig wirkt dies sehr unrealistisch und über-romantisiert.

Die Geschichte bringt warme Gefühle, lässt lachen und mitfühlen. Den Kater aus seiner Perspektive erzählen zu lassen ist interessant und ungewöhnlich. Insgesamt unterhaltsam.

Ein feel-good-Buch nach bekannten Mustern romantischer Geschichten.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Mitreißendes Porträt

Madame Piaf und das Lied der Liebe
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Edith Piaf wächst in einfachen und Lebens-feindlichen Verhältnissen auf. Als Chansonsängerin erlangt sie Bekanntheit und findet ihren Platz im Leben. Sie ist immer wieder auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. ...

Edith Piaf wächst in einfachen und Lebens-feindlichen Verhältnissen auf. Als Chansonsängerin erlangt sie Bekanntheit und findet ihren Platz im Leben. Sie ist immer wieder auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit. 1944 muss sie sich, nach Kriegsende, mit einem drohenden Auftrittsverbot auseinandersetzen. Ihre Geschichte ist dabei eng verbunden mit der Frankreichs um 1944.

Edith Piaf ist eine spannende Persönlichkeit, die in diesem Roman sehr lebendig dargestellt wird. Ihr Leben ist voller Sehnsucht und Tragik. Die einfühlsame und unaufdringlich Erzählweise ermöglicht es den Lesenden einen Eindruck von ihr als Person zu bekommen. Sie wird mit ihren vielen Eigenheiten und ihrer Verletzlichkeit umfassend beschrieben und wird sehr sympathisch.

Die geschichtlichen Entwicklungen mit den Auswirkungen in Frankreich werden geschickt mit dem Leben von Edith Piaf verwoben. Sehr eindrücklich und atmosphärisch fließt die Erzählung dahin. Diese ist gleichzeitig aber auch sehr intensiv und nicht immer leichtgängig.

Spannendes Porträt der Edith Piaf - berührend und atmosphärisch. Verwoben mit dem Schrecken des Krieges.

Veröffentlicht am 28.04.2019

Unterhaltsamer Thriller/ Komödie/ Road-story

Murder Swing
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Der "Vinyl-Detektiv", wie sich die Hauptfigur auf einer Visitenkarte bezeichnet, ist bisher erfolglos und pleite. Umso merkwürdiger scheint es, dass er einen geheimnisvollen Auftrag bekommt. Dieser führt ...

Der "Vinyl-Detektiv", wie sich die Hauptfigur auf einer Visitenkarte bezeichnet, ist bisher erfolglos und pleite. Umso merkwürdiger scheint es, dass er einen geheimnisvollen Auftrag bekommt. Dieser führt ihn durch England, nach Amerika und Japan. Beunruhigenderweise wird seine Recherche von ungewöhnlichen Todesfällen begleitet.

Die Geschichte ist absurd und stellenweise komisch. Das Geschehen entwickelt sich unerwartet und höchst amüsant.

Die Erzählung bekommt, auch durch die vielfältigen Charaktere, viel Charme. Der Hauptakteur kommt anfänglich unbeholfen rüber, den übergriffigen Anderen ausgeliefert. Er und weitere spannende und besondere Charaktere werden zunehmend sympathisch. Zusammen entwickeln sie sich weiter.

Der Text liest sich zu Beginn eher schwerfällig. Die Zusammenhänge werden erst im Laufe der Geschichte klarer. Hat man diesen Punkt überschritten so macht das Lesen nur noch Spaß. Die Geschichte ist spannend. Die Ich-Perspektive, aus der der Vinyl Detektiv erzählt, passt gut zu der Geschichte.

Eine absurde Road-Story, ein spannender Thriller und eine unterhaltsame Komödie. Ein gelungener Auftakt zu einem Drei-Teiler.

Veröffentlicht am 13.04.2019

Öde

Siebzehnter Sommer
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Angelina erlebt mit 17, kurz bevor sie auf das College wechselt, einen Sommer, der alles verändert. Sie lernt Jack kennen und verliebt sich zum ersten Mal.

Die Autorin hat diesen Roman 1942 in Amerika ...

Angelina erlebt mit 17, kurz bevor sie auf das College wechselt, einen Sommer, der alles verändert. Sie lernt Jack kennen und verliebt sich zum ersten Mal.

Die Autorin hat diesen Roman 1942 in Amerika erstmalig veröffentlicht. In dieser Neuauflage wird der Roman Jahrzehnte später einem modernen Publikum eröffnet. Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen.

Die Geschichte spielt in einer kleinen Stadt in Amerika, wahrscheinlich um 1940. Angelina hat mehrere Schwestern, eine Hausfrau als Mutter und einen Vater, der für seinen Job durch die Gegend reist. Für Angie eröffnet sich eine neue Welt, die Unsicherheiten hervorbringt.

Inhaltlich geht es um die wachsende Zuneigung zwischen den Beiden, schwierige zwischenmenschliche Situationen, Dynamiken in Kleinstädten zu dieser Zeit, die gesellschaftlichen Normen und das Erwachsen werden.

Die Geschichte besteht vor allem aus Landschaftsbeschreibungen und zwischenmenschlichen Beobachtungen. Es fehlt an Spannung. Die Erzählung wirkt eintönig und langatmig. Das Lesen ist anstrengend, nicht wegen der Sprache, sondern wegen der Detailiertheit mit der die Umgebung und die Gedanken von Angie beschrieben werden.

Jack und Angie, ihre Familie und andere Charaktere werden interessant beschrieben, entwickeln jedoch keinen großen Reiz. Beim Lesen bekomme ich das Gefühl selbst bei brütender Hitze in der Gegend zu sein und den Schmetterlingen beim Fliegen zuzusehen. Letztendlich passiert nicht viel.

Interessantes Zeitzeugnis aus der amerikanischen Einöde um 1940, erzählerisch eintönig und anstrengend.

Veröffentlicht am 07.04.2019

Gewöhnlich und solide

Lago Mortale
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Simon Strasser, früher Polizeireporter in Frankfurt, lebt inzwischen in Italien. Er liebt das Leben in seinem Haus am Lago d'Orta. Als er eine Leiche auf einer Yacht entdeckt beginnt er seine gefährliche ...

Simon Strasser, früher Polizeireporter in Frankfurt, lebt inzwischen in Italien. Er liebt das Leben in seinem Haus am Lago d'Orta. Als er eine Leiche auf einer Yacht entdeckt beginnt er seine gefährliche Recherche und tritt dabei so Manchem auf die Zehen.

Simon ist eine sympathische Hauptfigur, eigenbrödlerisch, mit einem wachen Instinkt und unbeholfen mit seiner Stieftochter. Seine Neugier ist nicht zu bremsen und dabei gerät er scheinbar naiv in gefährliche Situationen.

Das italienische Örtchen und die Augusthitze werden liebevoll und aufmerksam beschrieben. Die Umgebung wirkt idyllisch und hat einen großen Stellenwert in der Erzählung. Regionale Eigenheiten der BewohnerInnen bekommen auch ihren Raum. Dadurch gewinnt die Geschichte an Glaubwürdigkeit.

Die Erzählung ist spannend, nicht zuletzt wegen der kurzen Kapitel und der ereignisreichen Geschichte. Das Buch ist zügig gelesen und leicht verdaulich. Und das trotz der schwerwiegenden Entwicklungen und menschlichen Abgründe.

Die Geschichte ähnelt anderen regionalen Krimis, hebt sich nicht aus der Masse hervor. Da gibt es einige stärkere Krimis, die sich noch mehr durch ihre Hauptfigur oder den Inhalt hervor tun. Insgesamt eine solide Geschichte.

Ein gewöhnlicher Krimi: spannend und atmosphärisch mit einem sympathischen Hauptcharakter.