Ein gutes Buch mit einer wichtigen Message, aber auch einer bisschen schwierigen Protagonistin
Make IT RealMir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Da ich das Thema super interessant finde und sehr gespannt auf die Umsetzung war, habe ...
Mir wurde das Buch als Rezi Exemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung allerdings nicht beeinflusst hat.
Da ich das Thema super interessant finde und sehr gespannt auf die Umsetzung war, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Und man merkt auch schnell das Ally Crowe Ahnung von der IT Welt hat ( also denke ich mal, ich habe nur aus den Kontext daraus geschlossen wovon Fallon und ihre Kollegen gesprochen haben😅) und dementsprechend auch Erfahrungen gemacht hat, wie Frauen in dem Arbeitsfeld behandelt werden. Das kam zwar nicht überraschend, sollte aber definitiv nicht mehr passieren und man sieht auch schön an Fallons Beispiel, was es mit Frauen angestellt und wie es sie beeinflusst. Aber bevor ich anfange mich darüber aufzuregen, zurück zur Story.
Fallon ist keine leichte Protagonistin, sie macht nicht nur sich selber das Leben schwer, sie hat es mir auch beim lesen nicht immer leicht gemacht, weil ich sie so oft schütteln wollte. Ich konnte sie teilweise gut verstehen. Warum sie sich auf ihrer Arbeit so bedeckt gehalten hat, warum sie sich durchkämpfen möchte und warum sie sich ihrem Vater so angepasst hat, aber dennoch hat sie mich wahnsinnig gemacht. Es wirkt, als hätte sie verlernt sie selber zu sein. Vor ihrem Vater, bei ihrem Job und selbst als Autorin spielt sie eine Rolle, die sie nicht wirklich ist oder zumindest nicht ganz. Sie ist dazu auch wirklich sehr stur, weigert sich eine neue Richtung einzuschlagen und an dem Punkt, war ich wirklich sauer auf sie. Ich meine sie kann sich nicht pausenlos beschweren und wenn sich neue Chancen bieten, sie einfach nicht nutzen wollen🫣 Und mit Jesper, ihrer Abneigung und ihrem, oder soll ich sagen Rosalies, Plan fange ich lieber erst nicht erst an👀
Jesper war mir dagegen Grundlegend sympathisch, selbst wenn er nicht Fehlerfrei war. Aber das schöne an ihm war, das er sein Verhalten durchaus reflektieren kann und versucht es besser zu machen. Zudem ist er sehr aufopferungsvoll und würde alles für seine Familie tun, selbst wenn er sich und seine Wünsche zurückstellt. Besonders süß fand ich auch sein Verhältnis zu seiner Schwester, sie sind ein sehr amüsantes Gespann.
Auch Fallon und Jesper mochte ich zusammen, selbst als sie sich noch nicht mochten. Das ihre Beziehungsentwicklung nicht ganz einfach wird, war dabei wohl von Beginn an klar. Er hält sie für ihre Zwillingsschwester und sie hasst ihn regelrecht, da sind Probleme praktisch vorprogrammiert. Ich habe dabei zwar nicht ganz verstanden warum Fallon so eine starke Abneigung hat, da sie sehr auf Vorurteilen beruht und warum sie ihn so lange vorführt, aber abgesehen davon fand ich ihre Beziehungsentwicklung und wie sie sich nach und nach besser kennengelernt haben, in einen schönen Tempo und authentisch. Zudem mochte ich Jespers Verhalten bzw. die Veränderungen gegenüber Fallon/ Rosalie sehr.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, es ist eine süße und humorvolle Geschichte, in der sowohl Fallon wie auch Jesper eine persönliche Entwicklung durchmachen und lernen für sich selber und ihre Wünsche einzustehen. Selbst wenn mich Fallon ein bisschen in den Wahnsinn getrieben hat, habe ich dennoch mit ihr und Jesper mitgefiebert.