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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

Leider nicht so stark wie andere Bücher der Autorin

Wrecked
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In Wrecked geht es um den Rennfahrer Jax und die PR-Managerin Elena, die beide mit unterschiedlichen Ängsten zu kämpfen haben. Für mich war Wrecked das zweite Buch aus der Dirty-Air-Reihe, denn vor zwei ...

In Wrecked geht es um den Rennfahrer Jax und die PR-Managerin Elena, die beide mit unterschiedlichen Ängsten zu kämpfen haben. Für mich war Wrecked das zweite Buch aus der Dirty-Air-Reihe, denn vor zwei Jahren habe ich bereits Band 1 gelesen.
Der Schreibstil von Lauren Asher hat mir wie immer gut gefallen, jedoch habe ich in diesem Buch bei der Liebesgeschichte nicht richtig mitfühlen können. Jax und Elena sind sich ziemlich schnell nahe gekommen – vor allem dafür, dass Elena eigentlich Jax’ Angestellte ist. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, wichtige Momente in der Entwicklung ihrer Beziehung verpasst zu haben – vielleicht gab es diese Momente in Band 2, den ich bisher nicht gelesen habe. Ehrlich gesagt verhält sich Jax nämlich überwiegend wie ein Mistkerl und mir fiel es schwer, nachzuvollziehen, was Elena überhaupt in ihm sieht.
Auch vom Setting hatte ich mir mehr erhofft. Die Formel 1 blieb wie in Band 1 eher nebensächlich und besteht eigentlich nur aus fünf Fahrern: den vier Protagonisten und Elenas bestem Freund Elias. Ich hätte mir gewünscht, dass der Rennalltag und Elenas Job mehr Raum in der Handlung einnehmen.
Sehr gerne mochte ich dafür Jax’ Mutter und Elias. Vor allem die Thematisierung der Erkrankung von Jax’ Mutter war meiner Meinung nach gut umgesetzt und hätte gerne noch ausführlicher thematisiert werden können. Auch die Dynamik der Freundesgruppe hat mir gut gefallen.

Alles in allem gehört dieses Buch leider aufgrund der oberflächlichen Liebesgeschichte für mich zu den schwächeren der Autorin.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

Cooles Setting, durchwachsene Liebesgeschichte

Where I Left My Heart
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In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee ...

In „Where I left my heart“ geht es um Juna und Link, zwei beste Freunde, die gegen ihre Gefühle ankämpfen. An sich handelt es sich also um ein klassisches Friends-to-Lovers-Buch, das aber durch die Idee des „Museum of Broken Hearts“ ein interessantes Alleinstellungsmerkmal hat.
Die Protagonistin Juna war mir von Beginn an sympathisch. Vor allem die Einbindung des Themas Skoliose fand ich sehr gelungen umgesetzt. Mit Link hingegen bin ich bis zum Ende nicht so richtig warm geworden; dafür hat er Juna einfach zu oft verletzt. Sein Handeln konnte ich häufig nicht nachvollziehen, und er blieb insgesamt als Charakter eher blass.
Trotzdem hat mir die Freundschaft zwischen Juna und Link gefallen. Es fiel mir jedoch nicht leicht, auch die Ebene ihrer Beziehung wahrzunehmen, die über Freundschaft hinausgeht. Die beiden bauen gegenseitig Distanz auf und erst im letzten Viertel gibt es wirklich Momente der Nähe. Vielleicht wären ein paar Rückblenden sinnvoll gewesen, um einen tieferen Einblick in die Entwicklung ihrer Beziehungsdynamik zu erhalten.
Neben dem Museum of Broken Hearts war tatsächlich das Setting des Buches ein Highlight für mich. Ich habe bisher kein anderes Buch gelesen, das in Kiel spielt, und habe mich darüber gefreut, viele Orte wiederzukennen. Außerdem mochte ich Junas Freundschaft zu Anna, Simone und Toni. Ich hoffe, dass Toni als Leiterin des Museums noch ihr eigenes Buch bekommt.

Alles in allem eine interessante Idee, bei der mich die Liebesgeschichte jedoch nicht richtig abgeholt hat.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Interessanter Reihenauftakt mit Schwächen

Die Sprache der Drachen
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Die Sprache der Drachen ist ein etwas düstereres Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy, in dem es um die Macht von Sprache im Zusammenhang mit einem drohenden Krieg zwischen Menschen und Drachen geht. Trotz ...

Die Sprache der Drachen ist ein etwas düstereres Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy, in dem es um die Macht von Sprache im Zusammenhang mit einem drohenden Krieg zwischen Menschen und Drachen geht. Trotz der schwierigen Ausgangslage verläuft die Handlung rund um das Entschlüsseln der Drachensprachen ziemlich ruhig, wird dabei aber nicht langweilig.
Vivien war als Protagonistin zum Teil etwas anstrengend, auch wenn ihr Verhalten im Großen und Ganzen nachvollziehbar ist. Sie ist sehr systemtreu und ich-bezogen; trotz vieler Hinweise anderer Figuren kommt sie erst spät zur Einsicht. Im Nachhinein hätte ich es deswegen gut gefunden, wenn die Geschichte aus mehreren Perspektiven – wie etwa zusätzlich aus der von Viviens Cousin Marquis – erzählt worden wäre. Genug interessante Figuren, über deren Gedankenwelt ich gerne mehr erfahren hätte und die einen Gegenpol zu Vivien hätten bilden können, sind nämlich durchaus vorhanden.
Für Band zwei erhoffe ich mir tiefere Einblicke in die Nebenfiguren und eine größere Präsenz der Drachen als Akteure. Das Ende macht aber bereits Hoffnung, dass beides eintreffen könnte.

Alles in allem trotz kleinerer Schwächen ein vielversprechender Reihenauftakt.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Interessantes Setting

The Wren in the Holly Library – Der Kuss des Zaunkönigs
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„The Wren in the Holly Library“ ist eine sehr lose Nacherzählung des Märchens „Die Schöne und das Biest“. Die Protagonistin Kierse lebt in einem durch den Krieg gezeichneten New York, in dem es auch Monster ...

„The Wren in the Holly Library“ ist eine sehr lose Nacherzählung des Märchens „Die Schöne und das Biest“. Die Protagonistin Kierse lebt in einem durch den Krieg gezeichneten New York, in dem es auch Monster (und Magie) gibt. Dieses Setting hat mir sehr gut gefallen und die gesamte Welt mit verschiedenen Arten von Monstern war sehr interessant.

Die Protagonisten Kierse und vor allem Graves wirkten dagegen etwas blass, was sich auch auf die Liebesgeschichte auswirkt hat. Ich hätte mir bei beiden etwas mehr Einblicke in ihre Gefühlswelt und ihre Motivationen gewünscht.

Sehr gut gefallen hat mir hingegen Kierses Verbindung zu ihren besten Freunden Ethan und Gen. Außerdem gab es ein paar weitere Nebencharaktere, über die ich gerne noch mehr erfahren würde.

Die Handlung an sich verläuft den Großteil des Buches eher ruhig – erst gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse. Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ganz durchgeblickt. Ich hoffe, dass die Ereignisse und Konsequenzen im zweiten Band noch einmal aufgegriffen und näher beleuchtet werden.

Alles in allem ein Auftakt mit einem interessanten Setting, wobei die Protagonisten noch etwas blass bleiben.

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Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein guter Auftakt

Watch Me – Ein Shatter-Me-Roman
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„Watch Me“ ist der Auftakt einer neuen Reihe im Universum von „Shatter Me“. Zwar kann das Buch meiner Meinung nach auch gut unabhängig von der vorherigen Reihe gelesen werden, jedoch ist es sinnvoll, zumindest ...

„Watch Me“ ist der Auftakt einer neuen Reihe im Universum von „Shatter Me“. Zwar kann das Buch meiner Meinung nach auch gut unabhängig von der vorherigen Reihe gelesen werden, jedoch ist es sinnvoll, zumindest die ursprüngliche Trilogie zu kennen. Fast alle Figuren kommen bereits in der vorherigen Reihe vor, und mit den Vorkenntnissen sind die Dynamiken unter ihnen deutlich verständlicher.
Im Gegensatz zu ein paar anderen Rezensionen, die ich gelesen habe, fand ich von den Protagonisten tatsächlich Rosa interessanter als James. Zwar wirkte sie in einigen ihrer Entscheidungen sehr naiv, jedoch hat ihr Verhalten nur unterstrichen, wie sehr sie der Ideologie unterworfen ist, in der sie aufwachsen musste. Auch James trifft ein paar fragwürdige Entscheidungen, jedoch resultieren diese bei ihm aus seinem Drang, sich anderen zu beweisen. Vor allem im Kontrast zu Rosa wirkte er noch sehr kindlich. Ich denke aber, dass beide Charaktere auf diese Weise noch viel Potenzial haben, sich in den weiteren Bänden zu entwickeln. Vor allem bei Rosa wurde das zum Ende des Buches schon deutlich.
Gleiches gilt auch für die Liebesgeschichte: Die Gefühle der beiden kamen etwas aus dem nichts. Entsprechend erhoffe ich mir, dass in den folgenden Bänden stärker gezeigt wird, wieso die beiden eine besondere Verbindung zueinander haben.
Mal abgesehen von James und Rosa habe ich mich sehr gefreut, dass alle Figuren aus der vorangegangenen Reihe auch hier zumindest namentlich wieder auftauchen. Besonders haben mir die Szenen gefallen, in denen Aaron, Juliette und ihre Freunde mit James interagiert haben. Vor allem die Beziehung von James zu Aaron war sehr vielschichtig.

Alles in allem ein guter Auftakt mit viel Potenzial für die weiteren Bände.

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