Wohlfühlbuch
Die große Liebe kann mich malFlorence ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrem Job in einer kleinen Buchhandlung, wären da nicht der nervige Neffe ihres Chefs und ihre übereifrige Stiefmutter, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Florence ...
Florence ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrem Job in einer kleinen Buchhandlung, wären da nicht der nervige Neffe ihres Chefs und ihre übereifrige Stiefmutter, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Florence zu verkuppeln, da sie 30 Jahren noch keine Beziehung hatte. Kurzentschlossen schickt ihre Stiefmutter sie zu einem Datingchoach, deren Methoden eher unkonventionell sind - Florence soll eine Liste mit all den Dingen schreiben, die sie sich für ihren potenziellen Partner wünscht. Florence traut der ganzen Sache nicht, fällt aber am nächsten Tag aus allen Wolken, als wie von Zauberhand ein Mann im Buchladen auftaucht, der all ihre Kriterien erfüllt…
Für mich war „Die große Liebe kann mich mal“ bereits das zweite Buch der Autorin und auch dieses hat mir wieder viele schöne Lesestunden beschert. Dies lag vor allem an dem besonderen Witz, denn normalerweise treffen die meisten Bücher nicht meiner Humor, aber die Mischung aus kindisch, ehrlich und manchmal etwas over-the-top hat es mir irgendwie angetan.
Es gibt sicher viele Bücher, die die Message „Das was du dir wünscht, ist nicht unbedingt das, was du brauchst“ in vielerlei Hinsicht beleuchten, aber die spezielle und überaus lustige Art, wie es in dieser Geschichte umgesetzt wurde, hat mir sehr gut gefallen.
Dies lag vor allem an der Protagonistin Florence, die nie ein Blatt vor den Mund genommen hat. Florence lernt durch einige Begebenheiten, die mal witzig, mal eher melancholisch sind, dass ihr Traummann vielleicht doch nicht der richtige für sie ist. Immer zur Seite stehen ihr dabei ihre beiden Stiefschwestern, denen sie sich zu Anfang nicht wirklich nahe fühlt. Jedoch bauen sie langsam durch Florence verrückte Erzählungen und die anstehende Hochzeit einer der Schwestern eine starke Bindung zueinander auf.
Mein einziger Kritikpunkt sind wohl die sehr langen Kapitel, die aber typisch für die Autorin sind. Ich persönlich mag lieber kürzere Kapitel, aber das ist ja bekanntlich Geschmacksache.
Alles in allem eine witzige Liebesgeschichte mit einer besonderen Protagonistin.