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Veröffentlicht am 17.04.2017

Ein Buch das man mögen muss

Der Prinz der Elfen
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Willkommen in Fairfold, hier können Sie den einzigartigen schlafenden Elfenprinzen bestaunen. Aber Vorsicht ist geboten, das kleine Volk hat seine Tücken. Womöglich werden Sie den Wald nicht mehr lebend ...

Willkommen in Fairfold, hier können Sie den einzigartigen schlafenden Elfenprinzen bestaunen. Aber Vorsicht ist geboten, das kleine Volk hat seine Tücken. Womöglich werden Sie den Wald nicht mehr lebend verlassen...
Hazel und Ben leben in Fairfold, einem Ort in dem nicht alles so normal ist wie es zunächst scheint. Fairfold grenzt direkt an das Elfenreich, der Wald ist das Zuhause des kleinen Volkes. Und in diesem Wald steht die größte Attraktion des Ortes: Ein unzerstörbarer gläserner Sarg mit einem wunderschönen gehörnten Jungen, der seit jeher in tiefem Schlafe liegt. Doch eines Tages ist dieser verschwunden und Hazel und Ben müssen sich den Geheimnissen stellen die sie seit ihrer Kindheit umgeben. Denn nichts ist wie es scheint in Fairfold...

Zu diesem Buch gibt es ja sehr gespaltene Meinungen. Die einen lieben es, die anderen können damit gar nichts anfangen. Verstehen kann ich beide Seiten.
Die Idee des Buches ist toll. Ein Ort der in seiner Gesamtheit untrennbar verbunden ist mit dem Elfenvolk das im angrenzenden Wald lebt. Es bestehen Übereinkünfte zwischen den Bewohnern, man lässt sich mehr oder weniger in Ruhe, Einheimische werden nicht getötet oder entführt. Die Dorfbewohner wissen sich zu schützen, jeder weiß Bescheid über die Kreaturen die im Wald hausen. Den Erlkönig, das Ungeheuer tief im Herz des Waldes, den verschiedenen Kobolden und Monstern und natürlich über den geheimnisvollen Jungen im Sarg. Das Buch ist für mich einfach unheimlich atmosphärisch. Ich mochte die ganzen Sagen und Mythen die darin verarbeitet wurden und einfach das Gefühl das einem der Wald mit all seinen Kreaturen gegeben hat. Auch die Geheimnisse die sich in dessen dunklen Tiefen verbergen und die nur langsam ans Licht kommen waren toll verpackt.

Die Geschehnisse geben erst langsam einen Sinn, ein roter Faden ist nicht immer erkennbar, man muss sich seinen Weg durch die Geschichte suchen. Auch weil das Buch immer mal wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springt. Nicht jeder mag unstrukturierte Bücher, für mich machen aber gerade dieser wilde Wechsel und dieses Undurchsichtige den Reiz aus. Ich liebe Bücher die ein wenig wirr und durchgeknallt erscheinen, ich bahne mir gerne meinen Weg durch verschlungene Plottwists und nicht erkennbare Zusammenhänge. Ich verstehe aber alle die ein Problem damit hatten. Noch dazu ist das Buch nicht unbedingt actionreich. Es ist stellenweise blutig und ein wenig eklig, aber man kämpft sich langsam und bedächtig mit den Protagonisten durch den Dschungel an Fragen und geheimen Machenschaften. Wer Tempo in der Erzählung erwartet wird enttäuscht sein.
Ebenfalls Probleme hatten viele mit dem Schreibstil, das ist natürlich Geschmackssache. Ich hatte keinerlei Probleme damit und war die ganze Zeit über davon gefesselt. Holly Black schreibt jedoch sehr knapp und prägnant, das ist nun nicht jedermanns Sache.

Ansonsten sind auch die Charaktere so ein Streitpunkt. Es sind keine Helden. Hazel lebt so vor sich hin, küsst Typen als gäbe es kein Morgen während ihr Bruder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat. Sie sind nicht wirklich Sympahieträger, keiner von ihnen. Auch die anderen Protas sind allesamt eher schwierige Charaktere mit seltsamen Angewohnheiten und einer Menge Schwächen. Ich konnte mich in keinen von ihnen hineinversetzten, aber das musste ich irgendwie auch nicht. Für mich waren sie gerade perfekt weil sie so kaputt waren. Weil der Wald und ihre Vergangenheit sie zu dem gemacht haben was sie sind und die Geschichte in die Richtung lenken in die sie sich entwickelt hat. Sie mussten für mich keine Helden sein, denn Fairfold braucht keine Helden. Es braucht Kämpfer die alles tun um das Böse zurück zu drängen. Auch wenn dafür erst mal ein paar (minimale) Teenagerproblemchen überwunden werden müssen. Für mich war das Buch ein Überraschungserfolg und ich habe mich gefreut dass es ein Einzelband ist.

Ein Buch das man mögen muss. Es ist stellenweise ein wenig wirr, die Charaktere sind keine sympathischen Menschen und jeder für sich so ein wenig kaputt. Man muss sich darauf einlassen, dazu bereit sein sich mit den Protas durch einen düsteren Dschungel an Geheimnissen und blutigen Elfentaten zu kämpfen, sich einlassen auf eine düstere Welt in der nichts so ist wie es scheint und in der jeder falsche Schritt, jedes falsche Wort dein Ende bedeuten könnte. Der Schreibstil ist kurz und prägnant, das Tempo im Buch eher gemächlich, dennoch konnte es mich durch seine Atmosphäre und gerade durch seine eigene, wirre und undurchsichtige Art und die teilweise unangenehmen Charaktere überzeugen.

*Reziexemplar

Zuerst erschienen auf: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2017/04/rezi-der-prinz-der-elfen-von-holly-black.html

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Reihe gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsreihen, bietet aber kurzweiligen und dämonisch-jugendlichen Lesespaß

Midnight Eyes
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Letztendlich ist eingetreten was Ray und Emily versucht haben zu vermeiden, Rays Schwester Nayel hat von ihrer Beziehung erfahren und ist alles andere als begeistert davon. Sie versucht die Beziehung der ...

Letztendlich ist eingetreten was Ray und Emily versucht haben zu vermeiden, Rays Schwester Nayel hat von ihrer Beziehung erfahren und ist alles andere als begeistert davon. Sie versucht die Beziehung der beiden so schnell wie möglich zu beenden, koste es was es wolle.
Aber sie ist mal wieder nicht das einzige Problem der beiden. Jemand spinnt Intrigen die über alles hinausgehen womit Emily jemals gerechnet hätte und bringt damit sowohl sie als auch Ray und auch seine Heimat Neffarell in größte Gefahr. Wir ihre Liebe den Kampf gegen den Verrat und ihre Gegner überstehen?

Besonders positiv ist mir diesmal aufgefallen das sich dieser letzte Teil der Trilogie endlich zum größten Teil der Zeit in der Dämonenwelt Neffarell abspielt und nicht wie in den vorherigen beiden Bänden in Emilys Schule. Das ist ja etwas gewesen was mich nicht wirklich vom Hocker reißen konnte. Die Dämonenwelt hat mir dagegen wirklich gut gefallen und man hat endlich etwas mehr über sie erfahren.
Auch die neuen Charaktere mochte ich gerne, sowohl Nayel als auch die anderen Torwächter und ihre Gefährten die wir in diesem Band näher kennen lernen.
Nayel hat es mir irgendwie angetan auch wenn sie den beiden das Leben schwer gemacht hat, ich hatte einfach von Anfang an das Gefühl das sie versucht hat Ray vor einem Fehler zu schützen den er vielleicht selbst nicht erkennen kann.
So sind Geschwister eben.
Wen ich allerdings nach wie vor nicht leiden kann ist Nell. Sie ist zwar Emilys beste Freundin aber ich konnte mich die ganze Reihe über nicht wirklich mit ihrer doch leicht nervigen Art anfreunden und auch dieser Band hat meine Abneigung ihr gegenüber nicht ändern können.
Da mochte ich dann schon lieber Sven und seinen Beschützerinstinkt.
Irgendwie kann ich mit den dämonischen Nebencharakteren einfach mehr anfangen als mit den menschlichen, obwohl diese ja nur einen verhältnismäßig kurze Auftritt haben.
Der letzte Band der Reihe ist auf jeden Fall noch um einiges düsterer als die Vorgänger, in der Hinsicht hat sich die Reihe kontinuierlich in eine Richtung entwickelt die ich so nicht erwartet hätte.
Emily ist im Laufe der Trilogie definitiv Erwachsen und wesentlich Reifer geworden.
Ich habe mich gefreut das dieser 3. Teil doch noch etwas Neues geboten hat und das Ende mich überraschen konnte.

Die Reihe gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsreihen, bietet aber kurzweiligen und dämonisch-jugendlichen Lesespaß der sich in jedem Band steigern konnte.
Dieser Band bringt noch einmal neuen Schwung und beendet die Trilogie mit einem überraschenden Ende.

Zuerst erschienen hier: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2016/03/rezi-tranenglut-midnight-eyes-bd-3-von.html

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein romantischer und spannender Abschluss einer wunderbaren Dilogie

Wenn der Sommer stirbt
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Nach dem erschreckenden Cliffhanger im letzten Teil beginnt das Buch beinahe zur selben Zeit als wir Wynter und Chamsin verlassen haben. Für denjenigen der sich nicht mehr erinnern sollte hält der 2. Teil ...

Nach dem erschreckenden Cliffhanger im letzten Teil beginnt das Buch beinahe zur selben Zeit als wir Wynter und Chamsin verlassen haben. Für denjenigen der sich nicht mehr erinnern sollte hält der 2. Teil ein "Was bisher geschah" bereit, eine wunderbare Sache die ich in Reihen eigentlich immer begrüße. Chamsin hat es nach wie vor nicht leicht, es warten einige Intrigen und Fallen auf sie.
Immer noch gilt sie als die verhasste Sommerprinzessin und ist weder beim Volk noch bei Hofe sehr beliebt. Auch Wynter trägt nicht unbedingt dazu bei diese Situation zu ändern, wenn auch eher unabsichtlich. Und doch scheinen sich die beiden immer mehr zusammen zu raufen, vielleicht lernen sie auch sich zu lieben? Doch über allem schwebt das Damoklesschwert des drohenden Übels durch das Eisherz das in Wynters Brust schlummert. Wird sich der Todesgott befreien und Unheil über die Welt bringen?

Ach ja dieser zweite Teil, zuerst habe ich eher schleppend wieder ins Buch zurückgefunden. Dabei mangelt es nicht an Action, Chamsin sieht sich einigen schwierigen und sogar gefährlichen Situationen gegenüber. Aber irgendwie hatte ich ein klein wenig das Gefühl, dass sich die Geschichte ein wenig gezogen hat. Doch im Laufe des Buches habe ich es dann wieder gefressen wie zuvor schon Band 1. Ich mag die Chemie zwischen Wynter und Chamsin, Eis und Feuer/Sturm. Eine explosive Kombination in jeder Hinsicht die sich dennoch perfekt ergänzt ♥ Für mich ist die Beziehung der beiden neben der Geschichte um das Eisherz einfach das Highlight der Dilogie.
Und auch der Todesgott und Chamsins verschwundener Bruder bieten einiges an Konfliktpotential welches sich dann in einem großen Knall entlädt.
Es bleibt also spannend und auch die Romantik kommt natürlich nicht zu kurz, denn Sturm scheint die einzige zu sein die Zugang zu Wynters Eisherz bekommt.
Für mich ein perfekter Abschluss einer wunderbaren Geschichte bei der ich traurig bin das nun alles vorbei ist. Ich hoffe von der Autorin erscheint bald ein neues Buch und es gibt nicht wieder eine jahrelange Durststrecke ;=)

"Was auch immer du tust, Chamsin, verrate mich nicht...Verrate mich niemals." (Seite 143)

Ein romantischer und spannender Abschluss einer wunderbaren Dilogie von einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Wenn ihr die Reihe noch nicht kennt dürft ihr euch Wynter und Chamsin definitiv nicht entgehen lassen. Man beachte das schicke Cover das zusammen mit Band 1 ein Gesamtbild ergibt ;=)

Zuerst erschienen hier: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2016/03/rezi-wenn-der-sommer-stirbt-mystral-bd.html

Veröffentlicht am 19.05.2017

Achtung! Dieses Buch tut nur so als sei es 08/15

Taintless
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Nachdem die Welt von Infizierten bevölkert wird, gibt es nur noch wenige sichere Rückzugsorte.
Hinter einer großen Mauer und dadurch gut geschützt, lebt Summer im Gildenteil der Kolonie. Eigentlich könnte ...

Nachdem die Welt von Infizierten bevölkert wird, gibt es nur noch wenige sichere Rückzugsorte.
Hinter einer großen Mauer und dadurch gut geschützt, lebt Summer im Gildenteil der Kolonie. Eigentlich könnte sie hier sicher und zufrieden sein. Aber Summer will mehr, sie will raus, will Freiheit. Sie will in die Elite. Die Auswahl dafür steht kurz bevor und Summer hat mit ihrer Makellosigkeit durchaus Chancen in den reichen und elitären Teil der Kolonie zu wechseln. Als dann an ihrer Schule auch noch Clay auftaucht, ein Mitglied der Elite von dem sie fasziniert ist, weiß sie dass sie unbedingt die Auswahl gewinnen muss. Doch auch in der Elite ist so manches anders als es scheint und Summer hat absolut keine Ahnung worauf sie sich da einlässt...

Tja wenn ihr jetzt so meine Zusammenfassung lest, wonach klingt das? 08/15-Jugendbuch a'la Selection? So mit Auswahl, besseres Leben und so weiter? Dreiecksgeschichte, zwei Bad Boys etc?
DÖÖÖÖÖÖÖT! Falsch gedacht, auch wenn das Buch zunächst durchaus den Anschein erweckt.
Wir lernen zunächst Summer kennen. Summer ist eine angenehme Protagonistin die ich echt gerne mochte. Schon immer wuchs in ihr der Drang unbedingt eine Veränderung zu wollen. Sie möchte nicht einer Gilde angehören und ihr Dasein im vermeintlich langweiligen Teil der Kolonie verbringen. Stattdessen will sie schon immer ein Teil der Elite sein, dem anderen Teil der Kolonie in der es Spaß und Privilegien gibt, in dem sie möglicherweise frei sein kann. Wir bereiten uns also mit ihr ein wenig vor, lernen die Kolonie und das Leben darin kennen und begegnen dann zum ersten Mal einigen Leuten aus der Elite. Vor allem Clay sorgt sofort dafür dass Summer noch mehr als bisher den Wunsch verspürt in der Elite aufgenommen zu werden. Soweit klingt das ja was wir kennen. Super Typ verdreht Mädchen den Kopf blabla. Doch mit Summer scheint etwas nicht zu stimmen. Sie hat Albträume, blutige Albträume. Und sie scheint ab und zu seltsame Symptome zu zeigen die sie nicht zuordnen kann. Was stimmt nicht mit ihr?
Bis wir das erfahren dauert es im Buch ein wenig, doch die Erklärung wird euch sowas von umhauen. Generell wird euch der Plottwist in der Geschichte völlig aus der Bahn werfen. Da ist nichts mit schöner heiler Welt und Privilegien. Neeeein, da steckt was ganz anderes dahinter und das hat das Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht. Und das trotz angedeuteter Dreiecksgeschichte auf die auch hätte verzichten können. Aber mal schaun wie diese sich noch entwickelt, nach den Ereignissen ist diese definitiv ein wenig interessanter geworden. Lasst euch also nicht abschrecken falls das Buch am Anfang so ein wenig in die Richtung Standard-Teenie-Dystopie-Love geht, das ist gewollt und soll euch nur in Sicherheit wiegen damit ihr den Knall nicht kommen seht hihi.
Aber auch der Weg bis zum Ziel ist gut gelungen, was auch an den wirklich sehr schönen Schreibstil liegt den die Autorin an den Tag legt. Man könnte kaum glauben dass es sich um ein Debüt handelt. Mich konnte die Story absolut überzeugen und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Lasst euch überraschen.

Achtung! Dieses Buch tut nur so als sei es 08/15, stattdessen verbirgt sich dahinter einer der genialsten Plottwists den ich seit langem gelesen habe. Statt Teenie-Love in dystopischer Umgebung wartet im Hintergrund etwas ganz anderes auf euch. Lasst euch überraschen und lernt zunächst Summer kennen, fiebert mit ihr mit und lasst euch durch einen tollen Schreibstil durch die Geschichte führen, bis sich alles in eine Richtung dreht mit der ihr sicher nicht gerechnet habt!
Ein tolle Debüt das ich für einen echten Geheim-Tipp halte!

*Reziexemplar

Zuerst erschienen auf: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2017/05/rezi-blindes-vertrauen-taintless-bd-1.html

Veröffentlicht am 17.05.2017

Ein Buch das mich leider erst auf den letzten Seiten so richtige packen konnte.

Wir zwei in fremden Galaxien
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In Seren Leben steht bald ein großes Ereignis bevor. Sie beendet ihre „Schulzeit“ und wird erfahren in welcher Abteilung sie die nächsten zwei Jahre ihren Dienst leisten muss. Darauf hat sie so gar keine ...

In Seren Leben steht bald ein großes Ereignis bevor. Sie beendet ihre „Schulzeit“ und wird erfahren in welcher Abteilung sie die nächsten zwei Jahre ihren Dienst leisten muss. Darauf hat sie so gar keine Lust, denn eigentlich ist doch gefühlt eh alles umsonst. Seren lebt auf der Ventura. Einem Raumschiff das sich auf einer 700 Jährigen Reise durch den Weltraum befindet und auf dem alle Menschen eigentlich nur dafür da sind um die Mission am Laufen zu halten. Entweder sie leisten ihren Dienst oder sie bekommen mit ihren ihnen zugewiesenen Lebenspartnern möglichst bald Kinder. Seren will sich damit auf keinen Fall abfinden, sie will mehr vom Leben als das was ihr die Mission vorschreibt und vor allem will sie mit ihrem zugewiesenen Partner nichts zu tun haben.
Der einzige Lichtblick im tristen Alltag ist da Domingo, der sofort ihr Herz erobern kann. Dabei sind Beziehungen außerhalb der zugewiesenen verboten…

Als das Buch erschienen ist, wusste ich sofort dass ich es lesen muss. Ich liebe SciFi jeder Art und ich wollte unbedingt mehr über die Reise der Ventura erfahren. Allerdings konnte mich das Buch zunächst überhaupt nicht so packen wie erhofft. Dafür verantwortlich ist auch Seren, deren Charakter und Auftreten ich zunächst so gar nicht mochte.
Sie ist sehr unsympathisch, motzig und auch stellenweise einfach unvernünftig.
Klar kann ich nachvollziehen das sie mit dem System auf der Ventura nicht einverstanden ist, ich hätte da auch absolut keinen Bock drauf. Allerdings kann man das auch ein wenig anders angehen ohne dabei alles und jeden sofort niederzumachen und abzulehnen. Ich mag eigentlich rebellische Charaktere und es war anhand des Lebens und den Vorschriften auf dem Schiff klar dass es eine Rebellion durch die Charaktere geben muss, hier war das aber schon recht flach. Ich hatte gehofft mehr Zugang zu Domingo zu bekommen, aber auch dieser bleibt recht flach und stereotypisch. Vor allem mit der Liebesgeschichte zwischen den beiden konnte ich so gar nichts anfangen. Es ist wieder so eine typische Liebe-auf-den-ersten-Blick Sache. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, ich mag das sogar im passenden Umfeld sogar gerne. Hier hat das aber dazu geführt das siech Seren noch unberechenbarer und unvernünftiger aufführt als eh schon. Sehr schade.
Ansonsten hat mir auch einfach noch ein wenig mehr Information zum Schiff selbst und zur Mission gefehlt. Das blieb alles ziemlich im Hintergrund und das fand ich als bekennender SciFi-Liebhaber zu wenig an Information. Auch bei Jugendbüchern darf es gerne ein wenig mehr Worldbuilding sein.
Action kommt in die Sache erst gegen Ende des Buches bei dem einige Ereignisse in Gang kommen die mich dann doch fesseln konnten und bei denen mich ein paar Charaktere doch überrascht haben.
Die letzten Seiten des Buches habe ich verschlungen, der Rest der knapp 336 Seiten ließ sich allerdings auch flüssig und flott lesen. Aber gepackt hat es mich eben erst am Ende und das ist wahnsinnig Schade. Ich will nach dem offenen Ende aber auf jeden Fall wissen wie es weitergeht und ob die Protagonisten die neuen Herausforderungen meistern können. Ich hoffe ja das Seren sich dann endlich als vernünftige und verlässliche Prota zu erkennen gibt.

Ein Buch das mich leider erst auf den letzten Seiten so richtige packen konnte. Große Schwierigkeiten hatte ich mit der motzigen Art der Protagonistin und der etwas unausgegorenen Liebesgeschichte. Außerdem haben mir Informationen zum Raumschiff, dem Alltag und der Mission gefehlt. Es blieb auf jeden Fall hinter meinen Erwartungen zurück und ich hoffe sehr dass sich die Punkte im zweiten Band bessern. Wissen wie es weitergeht will ich auf jeden Fall denn das Ende ist sehr offen.

Zuerst erschienen auf: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2017/05/rezi-wir-zwei-in-fremden-galaxien-die.html