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Mima1829

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

Guter Auftakt

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Vega Varga "Das Schweigen der Insel" von Asa Hellberg ist im Heyne Verlag erschienen und hat 397 Seiten.
Die Bootshütte auf dem Cover und die orange/gelben Farben gefallen mir sehr.

Handlung: ...

Vega Varga "Das Schweigen der Insel" von Asa Hellberg ist im Heyne Verlag erschienen und hat 397 Seiten.
Die Bootshütte auf dem Cover und die orange/gelben Farben gefallen mir sehr.

Handlung:
Ein Mord an einem jungen Mann auf der schwedischen Insel Südkoster, nahe der norwegischen Grenze gefiel mir in der Leseprobe deshalb so gut, weil es mal in einer anderen Gegend spielt.Die ältere Ermittlerin, Vega Varga, kannte den Toten schon als Kind, wie auch Ihre Söhne, die ebenfalls Polizisten sind.
Der Fall ist vielschichtig und direkt mit der Familie verbunden, denn vor Jahren wurde der Ehemann von Vega ermordet und der Täter nie gefunden und nun sieht es so aus als ob das miteinander verbunden zu sein scheint.
Als eine der Maklerinnen, die den Toten fanden, verschwindet und auch Vegas Tochter nicht aufzufinden ist, geschehen unerwartete Wendungen.
Meinung:
Der Sprachstil gefällt mir gut, ist atmosphärisch und baut die Spannung stetig auf.
Es wird von der Vergangenheit und im jetzt erzählt, das mag ich.
Eine Sache gibt von mir einen minus Punkt, die sexuellen Handlungen waren mir zu viel.
Fazit:
Ein guter Auftakt einer schwedischen Serie,auf einem schönen Fleckchen Erde und mit gut ausgearbeiteten Protagonisten*innen.
Bin gespannt auf den nächsten Teil. Ein solider Krimi mit kleinen Schwächen, aber trotzdem sehr gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Excesse mit tödlicher Gefahr

Der Fjord
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Der Fjord von Sarah Goodwin ist im Lübbe Verlag erschienen und hat 381 Seiten.
Das Buch mit Farbschnitt, dem gelblichen Farbenspiel und den Bergen im Hintergrund ist mir sofort ins Auge gefallen und sieht ...

Der Fjord von Sarah Goodwin ist im Lübbe Verlag erschienen und hat 381 Seiten.
Das Buch mit Farbschnitt, dem gelblichen Farbenspiel und den Bergen im Hintergrund ist mir sofort ins Auge gefallen und sieht total toll aus.
Da es mein erstes Buch dieser Autorin ist und viele Leserinnen begeistert von Ihr geschrieben haben, war mein Interesse geweckt.
Handlung:
Amelia sucht Ihre Schwester Rose. Da die Polizei nicht weiter ermittelt macht Sie sich auf die Suche.
Sie findet eine Einladungskarte zu einer Party in Norwegen bei der reichen Familie Fowley die einmal im Jahr stattfindet und drei Tage dauert.Sie "befreundet" sich mit dem Cousin Ford, schlüpft in eine andere Rolle und gelangt so zu diesem Fest und will Nachforschungen über den Verbleib von Rose anstellen.
Die Party überschreitet das richtige Maß der Normalität, wie Drogen, Alkohol und natürlich passieren Unglücke,auch kommen Menschen in Gefahr und zu Tode,was niemanden zu stören scheint.
Amelia selber bringt sich durch Ihre Nachforschungen ebenfalls in gefährliche Situationen.
Wird Sie in nur drei Tagen Ihre Schwester finden?
Meinung:
Der Schreibstil ist flüssig, die Spannung ist greifbar, das Tempo rasant, die Charaktere sind allesamt vielschichtig, geheimnisvoll und auch düster, wie der Wald auf diesem Anwesen. Jeder traut jedem alles zu, keiner zeigt sein wahres Gesicht.Lawrence, der Gastgeber und Besitzer, sein Bruder James, seine Halbschwester Sam und seine Verlobte sind, gewollt, undurchsichtig dagestellt und Amelia verdächtigt mal die eine, mal die andere Person.Wer spielt falsch, wer könnte etwas mit dem Verschwinden Ihrer Schwester und auch mit den tödlichen Vorfällen der letzten Jahre zu tun haben..?Manchmal übertreibt Amelia Ihre Suche und Ihr Verhalten ist nicht immer umsichtig, ja unklug.
Was mir nicht so gefiel, sind die exzessiven Partygäste,denn es ist mir nicht so klar welche Bedeutung die ausufernde "Feier" haben soll.
Die Party finde ich irgendwie unglaubwürdig, wenn sich niemand an einem Toten stört, keine Polizei eingeschaltet wird.Das Verhalten dieser Menschen ist abscheulich und bizarr.
Mich hat das Buch gefesselt hat, weil es immer wieder eine neue Wendung gibt und die Atmosphäre düster und spannend ist, auch wenn mir die "Party" nicht sonderlich gefiel.
Fazit:
Ein rasanter Thriller, temporeich, mit einem unerwartetem Ende.
Wer Psychothriller mit unglaubwürdigem Hintergrund mag, kommt hier auf seine Kosten.
Obwohl ich das Buch schwer aus der Hand legen konnte, gibt es im Bereich Psychothriller andere Autor
innen die mir besser gefallen, auch wenn viele meiner Mitleser*innen diese Art zu lieben scheinen.
Wer bis zum Schluss miträtseln möchte, wird begeistert sein und das Buch lieben.









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Veröffentlicht am 14.04.2026

Lebenspläne verändern sich

Die Krabbenfischerin – Das Erbe der Küste
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"Die Krabbenfischerin" von Danela Pietrek ist im dtv Verlag erschienen und hat knapp 400 Seiten.

Handlung:Es ist eine tief berührende Familiengeschichte die an der Nordsee spielt und von der Krabbenfischerei ...

"Die Krabbenfischerin" von Danela Pietrek ist im dtv Verlag erschienen und hat knapp 400 Seiten.

Handlung:Es ist eine tief berührende Familiengeschichte die an der Nordsee spielt und von der Krabbenfischerei erzählt.Schon im Prolog erfährt man von einem großen Schicksalschlag der Familie Hansen. Die Mutter der 4 Kinder hat einen tödlichen Autounfall und Runa, damals 12 Jahre alt, hilft dem Vater und Ihren jüngeren Geschwistern.Jahre später lebt Sie mit Ihrem 17jährigen Sohn Finn in Hamburg auf einem Hausboot und ist beruflich erfolgreich und unanhängig.Als Ihr Bruder Peer stirbt, kehrt Sie auf den elterlichen Betrieb zurück und versucht, wieder einmal, den Familienbetrieb zu retten, die Familie zu unterstützen und hat doch viele eigene Baustellen.Kann Sie die unterschiedlichen Probleme, die sich bei den Rettungsaktionen auftun, lösen? Wie kann Sie Ihre eigenen Schwierigkeiten mit Finn, der plötzlich Fischwirt werden will oder Ihr Gefühlschaos und Ihre Ängste, die den Vater Ihres Sohnes betreffen zu einem guten Ende bringen?

Meinung:Der Schreibstil ist flüssig, die Sprache trifft ins Herz und die Atmosphäre der Landschaft, der Natur und die Erklärungen zu der Krabbenfischerei sind so bildhaft und einfach nur schön.Die Geschichte ist super aufgebaut und es gibt viele besondere Abschnitte die aus dem Thema herausstechen, wie beim Krabbenpulwettbewerb, wo Runas Gegner sich sehr negativ zu den Fremdarbeiterinnen äußert.All diese Episoden machen das Buch noch liebenswerter.Es ist zwar ein leichter Sommerroman, aber mit einigem Tiefgang, wenn man genau hinhört oder hinliest..Über einen Epilog..nach einem Jahr.. hätte ich mich gefreut.

Fazit:Ein gefühlvoller Roman der über das Fischereihandwerk und über eine Familie erzählt, die sich den Herausforderungen und Veränderungen stellen muss und sich dabei nicht verliert.Aufgeben ist keine Option, ein Motto, dass Runa toll bewerkstelligt, allem zum Trotz.Ein Buch für den Sommer, vielleicht an der See, gefühlvoll, voller Hoffnung und Optimismus.Das können wir doch alle gut gebrauchen, das es auch ein gutes Ende nehmen kann.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Manchmal heilt die Zeit die Wunden nicht

Ostseehölle
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Ostseehölle von Eva Almstädt ist bereits der, man glaubt es kaum..,der 21. Fall mit Pia Korittki und im Lübbe Verlag erschienen. Er hat 380 Seiten und hat wieder ein sehr schönes Cover.
Handlung:
Bei einer ...

Ostseehölle von Eva Almstädt ist bereits der, man glaubt es kaum..,der 21. Fall mit Pia Korittki und im Lübbe Verlag erschienen. Er hat 380 Seiten und hat wieder ein sehr schönes Cover.
Handlung:
Bei einer Turmführung, in der Lübecker Marienkirche, wird eine Frauenleiche entdeckt und alleine der Tatort ist ziemlich bizarr.Die Teilnehmer sind allesamt Mitglieder eines Chores und niemand kann sich diese Tat erklären.
Alle haben irgendwie Geheimnisse und verhalten sich zunehmend merkwürdig. Geht es um Eifersucht, um politische Aspekte oder findet sich das Motiv in der Vergangenheit einiger Personen?
Da es sehr viele Protagonisten*innen gibt, will ich nicht näher auf den Inhalt des Buches eingehen.
Pia hat mit einigen Differenzen zu kämpfen, beruflich mit Ihrer Kollegin Juliane und privat mit Ihrem Partner Marten, der auf eine Antwort wartet, ob Pia ja sagt.
Meinung:
Die Sprache ist bildhaft und der Erzählstil ist flüssig, hat eine gute Struktur und lässt sich durchweg gut lesen.
Es gibt viele Verdächtige und Pia gräbt in der Vergangenheit einiger Personen und beisst sich, wie meistens, wie ein Pitbull an Kleinigkeiten fest die dann zur Lösung führen.Lange Zeit ist es völlig unklar wer der Täter sein könnte und das gefiel mir wieder sehr gut.Dieses Mal gibt es im Grunde mehrere Täter und die vergangenen sind grausamer als der aktuelle Fall.
Das Ende habe ich so nicht kommen sehen und das finde ich sehr gut.
Fazit:
Ein sehr gute Krimi mit Lokalkolorit, mit Spannungen, atmosphärisch und mit tollen Charakteren.
Wer Pia Korittki einmal gelesen hat, wird wissen wollen wie es weitergeht..

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Brisantes Thema, aktuell und mit Tiefgang

Wo der Wind die Namen trägt
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Mima1829vor 5 Minuten

"Wo der Wind die Namen trägt" von Anja Jonuleit ist im Bertelsmann Verlag erschienen und hat 380 Seiten , was das Nachwort mit beinhaltet.Es ist mein erstes Buch dieser Autorin ...


Mima1829vor 5 Minuten

"Wo der Wind die Namen trägt" von Anja Jonuleit ist im Bertelsmann Verlag erschienen und hat 380 Seiten , was das Nachwort mit beinhaltet.Es ist mein erstes Buch dieser Autorin und hat mich sehr gefesselt und auch erschüttert.

Das Cover, gefällt mir sehr gut, denn die Verpixelung des Mädchens und der Blume passt gut zu der Thematik.

Handlung: Das Buch wird in zwei Zeitebenen von Inge Sundermann erzählt. Einmal ist Sie 8 Jahre und es ist 1946, kurz nach dem Krieg und dann 2023, wo Sie eine Einladung zu einem Klassentreffen in die Lüneburger Heide bekommt, die Sie zuerst nicht annehmen will, weil Sie dort etwas schreckliches erlebt/getan? hat. Die zweite Person, die in dieser Geschichte mit Inge eine große Rolle spielt, ist Helga von Borke, die eine Chronik über die Zeit des Krieges für die Kreisbauernschaft schreiben soll und diese erfährt viele Dinge über die Menschen, über die Grausamkeiten in dieser Zeit. Diese "Tagebücher" sind letztendlich der Anlass, dass sich Inge doch auf diese Reise begibt und sich Ihrer Vergangenheit stellt.In Ihrer Kindheit war noch deutlich die Nazi Herrschaft zu spüren, in den Köpfen, den Äußerungen und Handlungen.In der idyllischen Lüneburger Heide sind viele Verbrechen hautnah bis zur Gegenwart spürbar, siehe BergenBelsen.

Meinung:Der Schreibstil, auch mit den verschiedenen Schrifttypen um die Peronen zu untersacheiden um die es geht, ist, obwohl das Thema erschütternd ist, leicht, flüssig und lebendig.Die Personen werden sehr detailliert beschrieben, Ihre Ängste, Gefühle und der geschichtliche Hintergrund sehr genau beleuchtet.Weil die Autorin so gut recherchiert hat, kann man sich gut in die Geschichte einfühlen, wie schrecklich sie auch gewesen sein mag, wie z. B. die "Celler Hasenjagd" wo geflohene Häftlinge wie Hasen auf dem Feld abgeschossen wurden.Die dunkle Seite des Krieges wird ungeschönt beschrieben und das die Täter dieser Zeit auch noch heute in Amt und Würden sind, wie Inges Mutter, die, obwohl Sie Kinder getötet hat, weiter im Krankenhaus in Celle arbeiten kann, unbehelligt und freigesprochen.

Fazit:Ein ganz tolles Buch und seit langem mal wieder eins, was für mich ein Lieblingsbuch geworden ist.Der historische Hintergrund ist authentisch, hat eine Tiefe und hat mich zutiefst erschüttert, denn, obwohl ich in dieser Gegend aufgewachsen bin und viele Orte persönlich kenne, kannte ich einiges nicht wirklich. Absolut sehr empfehlenswert!!!

Es gäbe noch viel mehr positives über dieses Buch zu sagen, aber ich denke, es sollte von ganz ganz vielen Menschen gelesen werden, damit die Zeit nicht vergessen wird.

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