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Veröffentlicht am 11.11.2020

Einmummeln, Lieblingsgetränk und ab aufs Sofa mit diesem tollen Wohlfühlkrimi!

Tod eines Lords
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Klappentext:

War der Tod des Lords wirklich ein skandalöser Unfall? Lady und Zofe ermitteln ...
England, Frühling 1912. Geplant ist ein erholsames Wochenende auf dem Land, das die junge Lady Christabel ...

Klappentext:

War der Tod des Lords wirklich ein skandalöser Unfall? Lady und Zofe ermitteln ...
England, Frühling 1912. Geplant ist ein erholsames Wochenende auf dem Land, das die junge Lady Christabel von ihrem Kummer ablenken soll. Stattdessen stolpert sie über die Leiche des jüngsten Sohns ihrer Gastgeber.
Unterstützt von ihrer weltklugen Zofe Maud begibt sich die begeisterte Leserin von Detektivgeschichten auf die Suche nach Motiv, Mittel und Gelegenheit.
Doch wie findet man einen Täter, wenn alle Anwesenden gute Gründe haben, das Opfer zu hassen?
Ein spannender Cosy-Crime mit starken Heldinnen, die Upstairs und Downstairs ermitteln.

Quelle: C.L. Potter / AIKA Consulting GmbH (Nova MD)

Meine Meinung zum Buch:

Cover:

Das Cover zeigt ein altes typisch englisches Herrenhaus und ist mit Schrift und Verzierungen gekonnt dem Genre angepasst.

Inhalt:

Lady Christabel kommt aus gutem Hause. Es wird von ihr erwartet, dass sie entsprechend heiratet und sich ganz wie eine Lady benimmt. Dies ist so gar nicht nach ihrem Geschmack und so unternimmt sie die eine oder andere Eskapade um dem langweiligen Leben zu entkommen. Bei einem Ihrer Ausflüge lernt sie ihren Traummann kennen. Leider ist dieser so gar nicht standesgemäß und wird von ihr deshalb geheim gehalten. Als dieser dann stirbt, fällt Lady Christabel in ein tiefes Loch. Um sich von ihrem Kummer abzulenken, macht sie sich auf, ein Wochenende auf dem Land zu verbringen. Begleitet von ihrer Zofe Maud fährt sie nach Ashburn Abbey, dem Landsitz der Willmingtons.
Maud ist eine sehr intelligente junge Frau mit Geheimnissen. Sie und die junge Lady ergänzen sich sehr gut und haben ein fast vertrautes Verhältnis zueinander, ohne dabei die anerzogene Distanz zu verletzen. Auf Ashburn Abbey merken die beiden Frauen schnell, dass etwas nicht stimmt. Als dann der junge Lord Willmington tot aufgefunden wird, ist Lady Christabel und Maud sofort klar, dass er nicht eines natürlichen Todes gestorben ist und nehmen die Ermittlungen auf. Natürlich müssen sie hierbei sehr vorsichtig sein und so hört sich Maud bei den Dienstboten und Lady Christabel Upstairs um. Da der Tote nicht wirklich ein Sympathieträger war, haben viele ein Motiv. Ob die beiden Frauen es schaffen, den Fall aufzuklären...

Schreibstil:

C.L. Potter hat mit "Ein Fall für Maud & Lady Christabel - Tod eines Lords" eine wundervolle Cosy-Crime Reihe eingeleitet. Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und es macht Spaß ihnen durch die Geschichte zu folgen. Fast ungeduldig habe ich darauf gehofft mehr über Maud zu erfahren, wird ihre Vergangenheit doch immer nur angedeutet. Hier hoffe ich auf den zweiten Band.
Die Autorin schafft es die damalige Zeit gut einzufangen und gibt einen eindrucksvollen Einblick in die vorherrschenden Klassenunterschiede und Gepflogenheiten der damaligen Gesellschaft.
Was bei der Autorin - die unter den verschiedensten Pseudonymen schreibt (Christiane Lind, Cara Lindon, Carolyn Lucas oder Clarissa Lindon) nicht fehlen darf ist eine Katze. Auch in dieser Geschichte taucht ein Kätzchen auf, das von Lady Christabel vor dem Ertrinken gerettet wird.

Fazit:

Wer gern Kuschelkrimis liest, macht mit Maud & Lady Christabel nichts falsch. Also einmummeln, Lieblingsgetränk und ab aufs Sofa mit diesem tollen Wohlfühlkrimi!

5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2020

Ganz großes Kino...

Dort, wo die Feuer brennen
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Klappentext:

Ein heißer Sommer in Spanien, das Spiel mit dem Feuer, die Suche nach Glück, und Liebe, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.
„Bist du etwa nur hergekommen, um in der Vergangenheit ...

Klappentext:

Ein heißer Sommer in Spanien, das Spiel mit dem Feuer, die Suche nach Glück, und Liebe, die nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist.
„Bist du etwa nur hergekommen, um in der Vergangenheit rumzugraben? Ist es das, was du willst? Alles wieder hervorholen?“
Die junge Soledad lebt im quirligen Berlin auf der Überholspur, bis ein Unfall sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt, nach neun Jahren wieder in ihr Heimatdorf in Spanien zurückzukehren. Dort trifft sie nicht nur ihre Jugendliebe, ihre Anwesenheit wirbelt auch schmerzhafte Fragen zu einer Tragödie auf, über die niemand sprechen will. Die schwelende Glut unausgesprochener Gefühle verwandelt sich in Feuer, die Soledad nicht mehr kontrollieren kann. Sie weiß nicht, wem sie noch vertrauen soll und zweifelt nicht nur an ihrer neuen Liebe und ihrer Familie, sondern auch an sich selbst. Ein dramatisches Katz-und-Maus-Spiel um die Wahrheit beginnt.
Ein packender Roman voller Spannung und Liebe!

Quelle: Astrid Töpfner

Meine Meinung zum Buch:
Cover:

Das Cover zeigt ein Paar, dass in der Sommerhitze eng umschlungen eine Straße entlangschlendert. Das Bild strahlt Hitze aus und dies passt wunderbar zur aufgeheizten Atmosphäre des Buches. Ein sehr schönes Cover, das wunderbar zur Geschichte passt.

Inhalt:
Soledad hat sich nach traumatischen Erlebnissen in ihrer Teenager-Zeit nach Berlin geflüchtet. Sie bekämpft ihre Ängste, Selbstvorwürfe, Zweifel und vor allem ihre anhaltende Pechsträhne mit nächtlichen Tanz-Eskalationen in Berliner Clubs, viel Alkohol und der ein oder anderen Pille. Auch die Arbeit, der sie sich bis zur Selbstaufgabe verschrieben hat, dient der Flucht vor der Vergangenheit.
Sie steht kurz vor einer lang ersehnten Beförderung, als sich die Ereignisse überschlagen. Ihr Verlobter beendet die Beziehung und dann wird sie auch noch in einen Unfall verwickelt, der sie dazu zwingt mehrere Wochen mit Allem auszusetzen. Da Sol nun nichts mit sich anzufangen weiß und die Vergangenheit immer stärker auf ihrer Seele drückt, beschließt sie in ihre Heimat Spanien zu reisen, um dort ihre Schwester Carmen und ihren Vater zu besuchen. Obwohl sie geschworen hat, nie zurückzugehen, ist dies die Gelegenheit, den frühen tragischen Tod des kleinen Bruders Erik und den Selbstmord der Mutter aufzuarbeiten.
In Spanien kommt dann alles ganz anders als gedacht. Ihre Schwester verhält sich seltsam, sie trifft ihre Jugendliebe Ricky wieder und auch Miguel, der schon seit Kindheitstagen in Sol verliebt ist, läuft ihr über den Weg. Außerdem treibt ein Feuerteufel in der Gegend sein Unwesen. Als dann auch noch geheimnisvolle Briefe darauf hinweisen, dass der Tod des Bruders und der Mutter kein Unfall waren, wird der Urlaub für Sol eine Reise in die Abgründe der Vergangenheit.
Schreibstil:
Schon nach den ersten Sätzen war es um mich geschehen. Astrid Töpfners bildkräftiger, atmosphärischer Schreibstil hat mich gefesselt und von Seite zu Seite gezogen. Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt. 1970 erlebt man die tragische Jugend von Eva, Soledads Mutter, die unter ihrem besitzergreifenden und gemeinen Vater leidet. 1992 geht es um die Geschehnisse, die zum tragischen Tod des kleinen Erik geführt haben und die belastenden Familienverhältnisse. Im Jahr 2005 begleitet man Sol beim Versuch, Licht in die Vergangenheit zu bringen und ihr Leben in die richtigen Bahnen zu lenken...
Die Autorin versteht es während der ganzen Lesezeit, die Spannung aufrecht zu erhalten, lüftet immer wieder kleine Geheimnisse bis am Ende die Bombe platzt.

Fazit:
Lesehighlight!!! Familienstory gepaart mit ein wenig Crime, großen Gefühlen und ganz viel Drama...

5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2020

Humoriges Lesevergnügen geht in die 2. Runde...

Klugscheißer Deluxe
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Klappentext:

Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gutgehen? Ein irre komischer Roman um Studenten, Lehrer, und welche, die Lehrer werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte

Timo ...

Klappentext:

Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gutgehen? Ein irre komischer Roman um Studenten, Lehrer, und welche, die Lehrer werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte

Timo Seidel ist 29 Jahre alt und hat beruflich noch nicht viel in seinem Leben erreicht. Bisher stand ihm vor allem immer seine große Klappe im Weg, denn Timo leidet unter einer weit verbreiteten, aber sehr unangenehmen Krankheit: Er ist ein chronischer Klugscheißer! Dagegen helfen leider auch keine Tabletten. Und so gerät Timo immer wieder mit seinen Mitmenschen aneinander, was auch dazu führte, dass er vor fünf Jahren sein Studium schmiss. Nun glaubt er allerdings, erwachsener zu sein und beschließt, mit Ende zwanzig doch noch einmal ein Studium neben seiner Aushilfsstelle an einer Abendschule zu wagen. An der Universität trifft er auf anstrengende Lehrkräfte, außergewöhnliche Mitstudierende und auf die bildhübsche Sophie, die ihm obendrein den Kopf verdreht. Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gut gehen? Nach »Klugscheißer Royale« der zweite Roman rund um Timo Seidel.

Quelle: Piper Verlag

Meine Meinung zum Buch:

Cover:

Diesmal zeigt sich der Klugscheißer vor gelbem Hintergrund. Das Titelbild ist im Comicstil gehalten.

Inhalt:

Timo Seidel hat im ersten Teil gelernt, dass Klugscheißen einen nicht immer voranbringt, also hat er beschlossen sich ein wenig zurückzunehmen und erneut die Schulbank zu drücken. Wer den ersten Teil gelesen hat, kann sich schon denken, dass er diesen Vorsatz nicht immer einhalten kann. Timo nimmt es nun also mit dem Studium auf und nebenher unterrichtet er weiter an der Abendschule. An der Uni trifft er natürlich auf sehr viel jüngere Mitstudenten und nervige Dozenten. Glücklicherweise findet Timo unter den Studenten die hübsche Sophie, die ihm schnell den Kopf verdreht. Kann aus dem Klugscheißer und der leicht besserwisserischen Schönen etwas werden?


Schreibstil:

Thorsten Steffens hat es erneut geschafft mich ausgiebig zum Lachen zu bringen. Mit seiner lockeren Erzählweise und den humorigen Einlagen hat er mich wundervoll unterhalten. Der Protagonist ist erwachsener geworden, hat aber wenig von seinem "Charme" eingebüßt. Zum Glück, kann Timo den Klugscheißer nicht immer zurückhalten...
Sehr schön sind auch wieder die Begriffserklärungen im "Dudenstil", die zusätzlich für den einen oder anderen Lacher sorgen z.B.

Smombie: Kofferwort aus den Begriffen Smartphone und Zombie zur Beschreibung von Menschen, die inzwischen mit ihrem Handy verschmolzen sind.
Backblech: Volltrottel; Synonyme: Vollhorst, Vogel, Lappen
Pissflitsche: eine Beleidigung, für Menschen, die einem unsympathisch sind; zusammengesetzt aus den Wörtern Flitsche (ugs. für Schleuder) und Pisse (derb für Urin) - siehe auch: Fäkalsprache (umgangssprachlich gelegentlich als Fickalsprache verschrien)


Fazit:

Klugscheißer Deluxe kommt zwar nicht ganz an den ersten Teil heran, ist aber eine gut gelungene Fortsetzung und kann auch ohne Kenntnisse des ersten Teils gelesen werden.



4 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Träume von Hawaii - Eine fesselnde Famliensaga

Die Insel der vergessenen Träume
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Träume von Hawaii - Eine fesselnde Famliensaga

Klappentext:

Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tod des geliebten Vaters kann die willensstarke Clara es nicht ertragen, einen anderen Mann an ...

Träume von Hawaii - Eine fesselnde Famliensaga

Klappentext:

Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Nach dem Tod des geliebten Vaters kann die willensstarke Clara es nicht ertragen, einen anderen Mann an der Seite ihrer Mutter zu sehen. Überstürzt heiratet sie den charmanten Paul, mit dem sie nach Hawaii aufbricht. Schon bald muss Clara erkennen, dass alles ein abgekartetes Spiel war. Auf der Garteninsel Kauai findet sie ihr Glück, aber ein Geheimnis bleibt dort nicht lange verborgen.
Über hundert Jahre später hofft die impulsive Leonie nach mehreren abgebrochenen Berufsausbildungen auf ihre letzte Chance auf Kauai. Doch statt den Praktikumsplatz anzutreten, trifft sie den geheimnisvollen Einheimischen Nakoa. Beide verbindet mehr, als sie zunächst ahnen. Gemeinsam mit ihm begibt sich Leonie auf die bewegende Suche nach den Spuren ihrer Familie. Sie macht dabei unglaubliche Entdeckungen, die alles verändern.
Eine dramatische Familiengeschichte vor der atemberaubenden Kulisse einer der schönsten Inseln Hawaiis.

Quelle: Christiane Lind / Julia K. Rodeit
Meine Meinung zum Buch.

Cover:

Ein wunderschönes Cover auf dem die Wailua Wasserfälle zu sehen sind. Der Titel ist in roter Schrift eingefügt und am oberen Rand sind gelbe Hibiskusblüten zu sehen.

Inhalt:

Inhalt:

Leonie bekommt ihr Leben nicht wirklich in den Griff. Nach verschiedenen abgebrochenen Versuchen, den richtigen Beruf für sich zu finden, hat sie nun noch eine letzte Chance bevor ihre Familie ihr den Geldhahn zudreht und sie in der Firma ihres Vaters arbeiten muss. Sie will ein Praktikum in einem Hotel auf Hawaii machen. Durch ihre Schusseligkeit verpasst sie allerdings einen Anschlussflug und kommt zu spät auf der Insel an. Der Praktikumsplatz ist verloren, dafür trifft sie aber auf Nakoa. Der charismatische Hawaiianer zieht Leonie sofort in seinen Bann. Leonie beschließt auf der Insel zu bleiben und sich auf die Spuren ihrer Vorfahren zu begeben, die Ende des 19. Jahrhunderts Zuckerrohr auf der Insel angebaut haben. Es beginnt eine aufwühlende Reise in die Vergangenheit und Leonie deckt ungeahnte Geheimnisse ihrer Vorfahren auf.

Clara lebt Ende des 19. Jahrhunderts in Hamburg. Nach dem Tod ihres geliebten Vaters übernimmt der neue Ehemann ihrer Mutter die Firma und die Führung der Familie. Um dem Elternhaus zu entkommen heiratet sie überstürzt den attraktiven Paul und geht mit ihm nach Hawaii. Als Clara herausfindet, dass die Heirat mit Paul durch ihren Stiefvater und ihren Onkel geplant war, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie wurde verschachert! Schnell entpuppt sich ihr Ehemann als Tyrann, der trinkt, sie übel missbraucht und misshandelt und wochenlang auf seiner Zuckerrohrplantage allein lässt. Überstürzt beschließt zu fliehen und trifft dabei auf die Liebe ihres Lebens...

Schreibstil:

Christiane Lind und Julia K. Rodeit haben hier eine wundervolle Geschichte geschaffen. Im Wechsel erlebt man die Geschichte von Leonie in der Gegenwart und die ihrer Vorfahrin Clara Ende des 19. Jahrhunderts. Besonders die Begebenheiten in der Vergangenheit haben mich gefesselt und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Die beiden Erzählstränge harmonieren sehr gut und es wird nie langweilig.

Fazit:

Mein Lesehighlight im Juni. Wer Historisches gepaart mit moderner Liebesgeschichte mag, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.

5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2020

Ein toller, ruhiger Roman mit viel Tiefgang.

Zwei Wochen im Juni
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Klappentext:

Wenn das geliebte Elternhaus verkauft werden muss - und die eigenen Träume zu leben beginnen

Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied ...

Klappentext:

Wenn das geliebte Elternhaus verkauft werden muss - und die eigenen Träume zu leben beginnen

Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch.

Quelle: Penguin Verlag

Meine Meinung zum Buch

Cover:

Ein wunderschönes schlichtes Cover mit blauem Hintergrund. Der Titel ist in Gelb gehalten und weiße Silhouetten einer Möwe und von Dünengras komplettieren das Bild.


Inhalt:

Die letzten zwei Wochen auf Gragaard werden für Ada und ihre Schwester Toni zu einer Reise in die Vergangenheit. Ihre Mutter ist gestorben und nun wollen sie das Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben, verkaufen. Beide Frauen haben sich ein eigenen Leben aufgebaut und wollen das Haus nicht behalten. Ada ist Künstlerin und denkt, dass sie mit ihrer Affäre glücklich ist. Toni ist immer beschäftigt, scheint alles im Griff zu haben und managt neben ihrem Job als Lehrerin ihre Familie. Beim Ausräumen des Hauses kommen Kindheitserinnerungen wieder. Die unterschiedlichen Schwestern werden mit der Vergangenheit und auch mit der Gegenwart konfrontiert und ziehen am Ende der zwei Wochen Bilanz. Ada erkennt, was sie wirklich im Leben braucht und zieht die passenden Konsequenzen und Toni reflektiert das eigene Verhalten und beschließt ihre Ehe zu retten.

Schreibstil:

Der ruhige und unaufgeregte Schreibstil von Anne Müller trägt angenehm durch die Geschichte. Obwohl eigentlich nichts wirklich Aufregendes passiert, habe ich mich beim Lesen nie gelangweilt. Der Einblick in das Leben der Schwestern mit ihrer Mutter wird durch Rückblenden aus Adas Sicht erzählt. So erfährt man vom Betrug des Vaters und wie sich dies auf die Geschwister ausgewirkt hat. Durch die Erinnerungen werden die Schwestern auf ihre aktuellen Probleme aufmerksam, lernen durch unerwartete Funde, die Mutter und auch sich besser kennen und können am Ende gestärkt und beruhigt das Haus ihrer Kindheit an eine neue Familie abgeben. Die Autorin vermittelt dies so einfühlsam und ruhig, dass ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe. Es hat mich berührt und es sind sogar Tränen geflossen, vielleicht auch, weil ich weiß, wie es ist das Elternhaus zu verkaufen und damit ein Stück Heimat und Kindheit aufzugeben.

Fazit:

Ein toller, ruhiger Roman mit viel Tiefgang.

5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere