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Veröffentlicht am 20.02.2020

Soweit ein guter Auftakt

Clans of London, Band 1: Hexentochter
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Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Da ich Geschichten über Hexen liebe ...

Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Da ich Geschichten über Hexen liebe und auch die Leseprobe mich sehr angesprochen hat, wollte ich das Buch unbedingt lesen und ich war schon ziemlich gespannt darauf.

Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht enttäuscht hat, ein Highlight war es für mich aber eben auch nicht. Das Buch ist perfekt geeignet für diejenigen, die leichte Fantasy für zwischendurch suchen, denn es lässt sich wirklich schnell lesen.

Den Schreibstil der Autorin fand ich soweit ganz in Ordnung, er war für mich nichts Besonderes, ließ sich aber wirklich gut und schnell lesen. Dadurch flog man tatsächlich nur so durch die Seiten und ich hatte das Buch ziemlich schnell beendet.

Die Charaktere konnte ich soweit auch ganz gut leiden. Caroline war mir als Protagonistin sympathisch, handelte für mich aber teilweise auch einfach ein wenig zu naiv. Ansonsten mochte ich sie aber wirklich gerne und mir gefiel auch die Wandlung, die sie innerhalb der Geschichte durchmachte wirklich gut. So wurde sie beispielsweise auch immer mutiger und stellte sich auch den Gefahren, obwohl sie nicht viel Ahnung von ihren Fähigkeiten hatte. Auch Ash und Henry mochte ich sehr gerne, die beiden kümmern sich wirklich toll um Caroline und versuchen sie als Hexe einzuarbeiten. Ich muss allerdings sagen, dass mir die Liebesgeschichte ein wenig zu schnell vonstattenging und ich das mit der Dreiecks-Beziehung leider auch nicht so toll fand. Nichtsdestotrotz gab es natürlich in der Hinsicht auch ein paar Stellen, die süß waren.

Die Handlung an sich fand ich wirklich gut durchdacht, allerdings hätte ich mir noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht und auch die Umsetzung war nicht zu 100% mein Fall. Teilweise war das Buch für mich ein wenig zu vorhersehbar und langatmig, letzteres vor allem im Bezug auf das Ende. Dieses war meiner Meinung nach doch ein wenig zu sehr vorhersehbar, es war allerdings auch ein wenig gemein, sodass ich den zweiten Band auf jeden Fall auch lesen werde. In der Mitte hatte das Buch für mich so einen kleinen Durchhänger, es war nicht großartig spannend, langweilig fand ich es zwar auch nicht, aber ich hätte mir hier mehr Spannung gewünscht. Die erwartete einen dann erst wieder auf den letzten 50 Seiten, was auch nicht schlecht war, allerdings fehlte sie mir doch ein wenig. Ich würde das Buch auch eher jüngeren Lesern empfehlen, ich denke, dass Ihnen das besser gefallen würde. Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass das Buch gut war und sich auch schnell lesen ließ, es für mich aber kein Highlight ist.

Fazit:
Leichte Fantasy, die gut für zwischendurch ist, die ich aber eher jüngeren Lesern empfehlen würde. Konnte mich nicht zu 100% von sich überzeugen, hat mich aber auch an einigen Stellen abholen können, sodass ich den zweiten Band auch lesen werde. Ich vergebe an dieser Stelle 3,5/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Ein wundervolles Buch, das mich mitreißen konnte!

Die Welt durch deine Augen
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Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut.

Auf das Buch gestoßen bin ich ...

Meine Meinung:

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut.

Auf das Buch gestoßen bin ich durch die Autorin selbst. Sie hat mir eine liebe Nachricht geschrieben, dass ihr Buch bald erscheint und daraufhin habe ich es mir genauer angesehen. Ich finde nicht nur das Cover unglaublich schön, auch der Klappentext klang wirklich ansprechend und so habe ich auch relativ schnell dazu gegriffen und es verschlungen.

Der Schreibstil war für mich mal etwas komplett anderes, aber im positiven Sinn. Er war sehr tiefgründig, mitreißend und meiner Meinung nach an anderen Stellen auch ziemlich poetisch. Besonders gefallen hat mir, dass es hier auch eine Geschichte in der Geschichte gab und die Passagen aus Enyas Geschichte habe ich immer sehr gerne gelesen, weil sie mich sehr berührt haben. Ich habe mir die Stellen auch im Buch markiert, um sie bei Gelegenheit nochmal lesen zu können.

Enya war mir von Anfang an sympathisch. Vor allem der Einblick in ihren Charakter und auch natürlich in ihr derzeitiges Leben haben mir sehr gut gefallen, denn es läuft bei ihr nicht alles so rund, wie es sollte. Ihre Schriftstellerei trägt einfach keine Früchte und somit steht sie automatisch im Schatten ihres erfolgreichen Freundes Carlo, dessen Musikkarriere unglaublich gut läuft. Und dennoch ist Enya einfach eine so herzliche Person, dass man sie lieben muss. Besonders war an dem Buch, dass die Charaktere so authentisch waren und selbst den Nebenfiguren viel Leben eingehaucht wurde. Wo sie in anderen Büchern zu kurz kommen, erfährt man hier eine Menge über sie. Sie waren vielfältig und machten Fehler und gerade das machte die Charaktere für mich so lebendig. Das Leben wurde nicht immer als perfekt dargestellt, vieles lief auch nicht so, wie sie es sich erhofft hatten und gerade das war so realistisch an dem Buch.

Aber nicht nur die Charaktere konnten mich begeistern, sondern auch die Handlung. Als ich das Buch angefangen habe und von Anfang an gefangen genommen war, hätte ich nie gedacht, dass mich das Buch so begeistern und mit sich reißen würde. Denn auch die Handlung war sehr tiefgründig und es passierte auch Einiges, mit dem ich so nicht gerechnet habe. Es gab in dem Buch auch zwei große Schockmomente, denn ich habe von dem Ganzen überhaupt nichts geahnt und somit konnte mich die Autorin vollkommen von den Socken hauen. Gleichzeitig konnte Sie mich mit ihrer Geschichte einfach nur tief berühren und ich habe auch die ein oder andere Träne verdrückt. Für mich war dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur perfekt und es ist eines meiner Jahreshighlights aus dem letzten Jahr. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf weitere Bücher der Autorin und kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen, der mal wieder eine schöne und tiefgründige Geschichte sucht.

Fazit:
Nicht umsonst ist dieses Buch ein wahres Highlight für mich geworden. Die Geschichte konnte mich einfach vollkommen von sich einnehmen und die Charaktere waren so authentisch und lebendig, wie ich es selten erlebt habe. Ich vergebe an dieser Stelle 5/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Ein sehr bewegendes und berührendes Buch

Jeden Tag ein Wort von dir
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Meine Meinung:

Vorab möchte ich mich noch einmal herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Besonders angesprochen an dem Buch hat mich natürlich ...

Meine Meinung:

Vorab möchte ich mich noch einmal herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Besonders angesprochen an dem Buch hat mich natürlich erst einmal das Cover, denn es ist wirklich wunderschön und ein echter Hingucker. Daran kann man einfach nicht vorbeigehen. Nachdem ich auch noch den Klappentext gelesen hatte und dieser mich auch sofort für sich gewinnen konnte, war für mich klar: Das Buch musst ich lesen!

Schon von der ersten Seite an konnte mich das Buch packen und mit sich reißen. Die Geschichte konnte mich einfach so tief berühren, wie schon länger kein Buch mehr und ich freute mich jedes mal darauf, in dem Buch weiterzulesen. Denn auch wenn es auf der einen Seite natürlich ein Thema beinhaltet, welches jetzt nicht gerade vor Fröhlichkeit schreit und das Buch vor allem auch mit Trauer zu tun hat, so fand ich die Umsetzung einfach grandios und das Buch an sich auch total schön. Es ist niemals schön einen geliebten Menschen zu verlieren und verständlicherweise bricht für Rocki eine Welt zusammen, als ihre beste Freundin Sasha stirbt, aber ich muss sagen, dass ich Sashas Aufgaben und Briefe einfach so toll und süß fand, dass man gar nicht mehr so sehr an die Trauer denkt und Rocki dadurch auch ein Stück von ihrer besten Freundin behält. Das machte die Geschichte auch zu etwas ganz Besonderem, denn dadurch lernen wir auch Sashas Leben besser kennen.

Raquel, auch genannt Rocki, war mir von Anfang an einfach sympathisch, ich mochte sie total gerne und konnte mich super in sie hineinversetzen. Besonders toll fand ich einfach auch, dass man gemerkt hat, wie wichtig ihr ihre beste Freundin war und was sie alles für sie getan hat oder auch getan hätte. Es war auch schön sie dabei zu begleiten, wie sie in dem Buch teilweise über sich hinauswächst und sich auch einigen Gefahren stellt. Es war wirklich toll, sie auf ihrer Reise zu begleiten und ich weiß jetzt schon, dass ich das Buch definitiv noch öfter lesen werde. Auch Elijah mochte ich wirklich gerne. Er hat eine ziemlich aufopferungsvolle Art und kümmert sich sehr rührend um Rocki. Er konnte sich einfach total in mein Herz schleichen. Auch die Liebesgeschichte der Beiden konnte mich total abholen, es ging nicht zu schnell, sondern entwickelte sich langsam, was mir sehr gefallen hat.

Generell mochte ich den Verlauf der Geschichte sehr gerne. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass irgendetwas zu schnell vonstattenging. Hier hat die Autorin wirklich großartige Arbeit geleistet, denn es war alles total stimmig, was ich wirklich bewundernswert finde, denn es fehlte mir wirklich an nichts, obwohl das Buch auch nicht so viele Seiten aufweist. Ich habe da auch schon Bücher gelesen, bei denen das anders war. Dieses hier war aber wirklich sehr tiefgründig und ich habe auf jeder Seite mitgefühlt und alles in mich aufgesogen. Die Aufgaben von Sasha haben mein Herz erweicht und ich musste bei dem Buch auch nicht nur einmal weinen, weil ich das Ganze einfach so süß fand. So hatte man wirklich das Gefühl, dass Sasha einfach noch nicht ganz weg ist und das war unglaublich schön. Auch das Ende war für mich perfekt, es hat die Geschichte schön abgerundet und es war auch nicht zu schnell vorbei. Einen schöneren Abschluss dieser wunderschönen, berührenden und für mich grandiosen Geschichte, hätte es nicht geben können. Ich kann an dieser Stelle nur eine klare Leseempfehlung aussprechen!

Fazit:
Ein wunderschönes, berührendes und tiefgründiges Buch, das ich bestimmt noch einige Male lesen werde. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite geliebt und vergebe deswegen auch verdiente 5/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Spannender Auftakt der Reihe

Die rote Königin (Die Farben des Blutes 1)
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Meine Meinung:

Da das Buch schon ziemlich lange ungelesen bei mir herumlag, wurde es endlich mal Zeit, es zu lesen. Vor allem auch, weil mich die Geschichte schon so lange interessierte und ich natürlich ...

Meine Meinung:

Da das Buch schon ziemlich lange ungelesen bei mir herumlag, wurde es endlich mal Zeit, es zu lesen. Vor allem auch, weil mich die Geschichte schon so lange interessierte und ich natürlich wissen wollte, warum sie so vielen gut gefiel oder eben überhaupt nicht.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, der Schreibstil war schön und angenehm zu lesen. Zudem war er auch ziemlich fesselnd, sodass sich das Buch wirklich schnell lesen ließ und ich es, wenn ich weitergelesen habe, kaum zur Seite legen wollte.

Natürlich trug auch die Protagonistin Mare erheblich dazu bei, denn sie war mir von Anfang an sympathisch. Generell konnte ich mich mit den Charakteren ziemlich gut anfreunden, wobei man hier auch relativ schnell merkt, dass man niemandem trauen sollte, da jeder jeden verraten kann. Besonders gefallen hat mir an Mare, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist und auch sagt, wenn ihr etwas nicht passt. Sie nimmt die Dinge nicht einfach so hin, wie sie kommen, sondern hinterfragt auch einiges. Zudem ist sie ziemlich intelligent und taff, denn sie wird in ihre neue Rolle geworfen und auch wenn es nicht so scheint, ist das ein echter Überlebenskampf für sie. Gerade in gefährlichen Situationen bewahrt sie die Fassung und lässt sich ihre innere Zerrissenheit nicht von außen anmerken. Das hat mir wirklich gefallen, denn für mich macht sie das zu einer sehr starken Protagonistin. Auch der Zusammenhalt ihrer Familie hat mir gefallen, denn sie heißen zwar nicht immer alles, was Mare macht, für gut, aber dennoch stehen sie hinter ihr und versuchen sie so zu unterstützen, wo sie nur können. Kilorn, ihren besten Freund aus Kindertagen, konnte ich auch in mein Herz schließen, man merkt einfach, wie wichtig die beiden einander sind und füreinander auch gerne mal etwas opfern. Zu den anderen Charakteren möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen, weil ich natürlich nicht spoilern möchte und vor allem auch, weil ich sonst soweit keinem wirklich über den Weg getraut habe. Und in der Hinsicht kann ich auch nur sagen, dass definitiv ein paar Dinge passiert sind, mit denen ich so nicht gerechnet habe.

Die Handlung an sich konnte mich auch von sich überzeugen und einnehmen. Zwischendurch gab es für mich ein paar kleinere Längen, an denen das Buch nicht ganz so spannend war, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Ansonsten gab es in dem Buch nämlich viel Action und sehr viele spannende Stellen, bei denen ich immer gespannt war, wie es ausgehen wird und auch wie die Geschichte weitergehen wird. Welche neuen Wege sich auftun werden und wie Mare sich in einigen Situationen entscheiden wird. Aber man merkt auch auf jeder Seite, wie grausam diese Welt einfach ist, wie sehr die Roten von den Silbernen unterdrückt werden und welche Bedingungen sie erfüllen müssen, um überleben zu können. Es gab viele unvorhersehbare Stellen in dem Buch, die mich den Atem anhalten lassen haben und gerade zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend. Ich hatte in Bezug darauf zwar schon eine gewisse Vorahnung, diese wurde aber übertroffen und ich hätte nicht gedacht, dass so etwas passieren und das Buch so enden würde. Am liebsten hätte ich nach dem Ende direkt zum zweiten Band gegriffen, denn danach wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Fazit:

Auch wenn das Buch mich nicht auf ganzer Länge von sich überzeugen konnte, ist es doch Fantasy vom Feinsten. Es ist spannend, unvorhersehbar und es bietet einem eine taffe Protagonistin, die sich nicht alles gefallen lässt und versucht gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen. Ich vergebe an dieser Stelle 4,5/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Spannender Auftakt mit ein paar kleineren Schwächen

Die Arena: Grausame Spiele
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Meine Meinung:
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei vorablesen und dem Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Einmal mit dem ...

Meine Meinung:
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei vorablesen und dem Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut!

Einmal mit dem Buch angefangen, konnte und wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es war einfach total spannend und der Schreibstil konnte mich von der ersten Seite an total fesseln. Direkt nachdem ich das Buch beendet habe, konnte ich auch nur daran denken, wie genial es war, auch wenn es teilweise ziemlich erschreckend, grausam und brutal war. Aus diesem Grund würde ich das Buch auch eher älteren Lesern empfehlen.

Schlussendlich habe ich noch etwas über das Buch nachgedacht und da sind mir dann doch ein paar Sachen aufgefallen, die mich im Nachhinein schon stören. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte sehr gut und vor kurzem habe ich auch schon den zweiten Teil begonnen.

Kommen wir aber als erstes zu den Charakteren. Hoshiko mochte ich wirklich gerne, sie ist eine taffe, aufopferungsvolle und starke Protagonistin, die sich nicht alles gefallen lässt. Das hat mir wirklich besonders gut gefallen, denn man hat bei ihr auch einfach gemerkt, dass sie nicht auf den Mund gefallen ist. Zudem konnte ich ihren Hass und ihre Wut so gut nachempfinden. Das Schöne daran war aber trotzdem, dass sie ihre Menschlichkeit nicht verloren hat. Generell mochte ich die Dregs allesamt wirklich gerne, weil sie einen unglaublich starken Zusammenhalt besaßen und vor allem auch neue Zirkusmitglieder beschützt und gegenseitig auf sich Acht gegeben haben. Auch unter den Pures gab es den ein oder anderen Charakter, den man einfach gern haben musste, weil sie sich für die Dregs aufgeopfert haben. Manche Charaktere wurden dagegen einfach dazu erschaffen, sie zu hassen, wie Vivian Baines oder der Zirkusdirektor Silvio. Und dann wäre da noch der männliche Protagonist Ben, bei dem ich nicht so recht weiß, was ich von ihm halten soll. Ich finde es zwar auch toll, wie aufopferungsvoll er ist und wie selbstverständlich er sich für Hoshiko in Gefahr begibt, aber ich muss an dieser Stelle einfach sagen, dass mir das mit ihm alles zu schnell vonstatten ging. Er ist in der Welt der Pures aufgewachsen, kennt demnach nichts anderes, ist den Lebensstil und die Aussagen gewöhnt und dann trifft er auf Hoshiko und wirft alles über den Haufen. Er sieht sie zum ersten Mal und ist gewissermaßen sofort in sie verliebt, was für mich schon unrealistisch ist, da er sie überhaupt nicht kennt oder mal ein Wort mit ihr gewechselt hat. Die Liebesgeschichte konnte ich einfach gar nicht nachvollziehen, da es mir einfach viel zu schnell ging. Auch bei Hoshiko. Sie hasst die Pures und verliebt sich dann direkt in Ben, obwohl die beiden kaum zwei Worte miteinander gewechselt haben und beide würden für den jeweils anderen sterben. Dass man sich gegenseitig interessant und sympathisch findet, ist für mich total nachvollziehbar, aber die ganze Geschichte spielt sich innerhalb von drei Tagen ab, da kann man sich nicht einfach direkt verlieben, vor allem, wenn man sich nicht wirklich kennt. Das passt für mich nicht zusammen. Hinzu kommt noch, dass Hoshikos Wandel mir einfach viel zu plötzlich kam, sie hätte meiner Meinung nach misstrauischer sein müssen und sich nicht direkt um den Finger wickeln lassen sollen, schließlich hasst sie die Pures abgrundtief. Ben hingegen wirkte für mich teilweise noch wie ein unwissendes Kind und nicht ganz seinem Alter entsprechend.

Dafür war der Spannungsbogen kontinuierlich oben gehalten und hätte ich die Zeit dazu gehabt, hätte ich das Buch wohl in einem Rutsch gelesen. Auch der Perspektivenwechsel hat mir sehr gefallen, denn so konnte man die Geschehnisse immer von zwei Seiten aus betrachten. Ich bin normalerweise kein Fan von zu kurzen oder auch zu langen Kapiteln und es gab in dem Buch manche Kapitel, die nur ein oder zwei Seiten lang waren, das hat mich hier aber überhaupt nicht gestört, denn es passte einfach und trieb die Spannung manchmal noch weiter nach oben.

Dennoch habe einen weiteren Kritikpunkt an der Geschichte und das ist die ganze Thematik rund um die Pures und Dregs. Meiner Meinung nach erfährt man nämlich viel zu wenig darüber, wie es dazu kam, dass die Pures so priviligiert und überlegen sind und die Dregs der Abschaum der Gesellschaft. Der Großteil der Handlung findet im Zirkus statt und so erfährt man leider kaum etwas über die restliche Welt. Ich hoffe einfach darauf, da noch mehr im zweiten Teil zu erfahren.

Fazit:
Ein Buch, welches mich teilweise ein wenig zwiegespalten zurücklässt. Es ist definitiv ein gelungener Auftakt, war spannend und konnte mich gefangen nehmen, dennoch gab es ein paar Dinge, die für mich hätten besser ausgearbeitet werden können. Ich vergebe an dieser Stelle 4/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere