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Veröffentlicht am 28.07.2020

Highlight

Bluthölle
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Zusammengefasst kann ich sagen, dass "Bluthölle" durch die Handlung, die Persönlichkeiten der Protagonisten und den Antagonisten ein Highlight für mich ist. Insbesondere die Lebensgeschichte des Antagonisten ...

Zusammengefasst kann ich sagen, dass "Bluthölle" durch die Handlung, die Persönlichkeiten der Protagonisten und den Antagonisten ein Highlight für mich ist. Insbesondere die Lebensgeschichte des Antagonisten hat einen Nerv bei mir getroffen.
Lediglich auf das Innenleben der Ermittler hätte noch etwas stärker eingehen können, so ist mir der Thriller sehr dialoglastig und handlungsorientiert. Letzteres ist durchaus angenehm zu lesen, was auch an Chris Carters Schreibstil liegt. Nur habe ich nach Beendigung an die Thriller gedacht, die ich nicht die ich nicht durchgehalten habe, viel zu oft eine Pause einzulegen und mir insgesamt auch nicht so gut bekommen - hier ist meine Beklommenheit, die die unvorstellbar grausamen Taten nun mal auslösen, dann aber nicht stark genug gewesen. Ich kann mir allerdings auch problemlos vorstellen, dass sich "Bluthölle" für mich doch ganz anders gelesen hätte, wären Robert Hunter, Carlos Garcia und ich bereits aus den vorigen Büchern bekannt.

Als Schlusswort fällt mir nur das ein: Ich brauche mehr 'Chris Carter'!
Weitere Thriller von Chris Carter habe ich auch direkt im Anschluss in der Onleihe gesucht (und gefunden, juhu)! :)

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

Schwer hineinzufinden, aber ungewöhnlich und dadurch spannend. Plötzlich gehört man einfach dazu

1793
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1793 hat mich lange begleitet, denn es geschieht wenig Gutes und hat mich durch diese Grundstimmung oft an die Grenze des Ertragbaren gebracht. Doch in Cardell habe ich einen Lichtblick gefunden. An Cecil ...

1793 hat mich lange begleitet, denn es geschieht wenig Gutes und hat mich durch diese Grundstimmung oft an die Grenze des Ertragbaren gebracht. Doch in Cardell habe ich einen Lichtblick gefunden. An Cecil Winge habe ich mich verständlicherweise nicht gewöhnen wollen, aber dass Niklas Natt och Dag mich dazu gebracht hat, tut der Geschichte gut, denn Cecil Winge hat mich mehrmals überrascht und so kann ich mir die Reihe nicht mehr ohne ihn vorstellen.
Die Kapitel aus Anna Stinas und Kristofers Sicht haben es mir dann wieder schwerer gemacht, ich hätte die ganze Wahrheit lieber mit Cardell und Cecil Winge erfahren.
Insgesamt aber hat es sich gelohnt, durchzuhalten. 1793 hat mich mit dem Gefühl zurückgelassen, dass sich der zweite Band 1794 lohnen wird.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Voller Liebe; Handlung hätte 1-2 Überraschungen bieten können

Pandatage
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Die Handlung kann ich nicht unbedingt mit "spannend" beschreiben, sie verlief geradlinig und bietet dementsprechend keine Überraschungen. Nicht mein Geschmack. Zum Beispiel hätte der Wettbewerb für mich ...

Die Handlung kann ich nicht unbedingt mit "spannend" beschreiben, sie verlief geradlinig und bietet dementsprechend keine Überraschungen. Nicht mein Geschmack. Zum Beispiel hätte der Wettbewerb für mich wunderbar in die Mitte gepasst, auf Seite 2, völlig gleich - nur nicht ans Ende, da der Ausgang klar ist.
Was ich liebe, sind der Schreibstil, die Charaktere sowie ihre Beziehungen zueinander, alle Danny-Und-Will-Momente, der Humor, der Humor, der Humor, der Humor. :) Und Will. Will imponiert.
Dadurch liebe ich die Geschichte dann doch. Liebevoll, damit würde ich "Pandatage" insgesamt beschreiben.
Bis auf den Wettbewerbszeitpunkt ist sie auch ein einziger Glanzmoment, das kann ich nur zugeben (okay, ein gewisser Hase hätte nicht so enden müssen, aber so ist das Leben ... leider ... :( )
Wie man sieht, finden sich in meiner Rezension Smileys. Smileys sind bei mir das beste Zeichen dafür, dass eine Geschichte mein Herz berührt hat und unvergesslich ist.

Danke, James Gould-Bourn. :)

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Die Grundidee gelungen umgesetzt und schön geschrieben, ich vermisse nur etwas mehr Optimismus und Kampfgeist

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal
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Persönliche Meinung
Ich liebe die Grundidee! Und ich bin überglücklich, die Umsetzung bisher als gelungen beschreiben zu dürfen. Auch die Charaktere können sich sehen lassen (ob mir mindestens zwei nun ...

Persönliche Meinung


Ich liebe die Grundidee! Und ich bin überglücklich, die Umsetzung bisher als gelungen beschreiben zu dürfen. Auch die Charaktere können sich sehen lassen (ob mir mindestens zwei nun wirklich unheimlich sind oder nicht …). Der Schreibstil bringt mich alles in allem zum Lächeln und wird mir in Erinnerung bleiben. Was möchte ich mehr? Ja. Es gibt ein paar Dinge, die ich mit offenen Armen begrüßt hätte, aber wie es eben mit der persönlichen Wahrnehmung ist: sie ist individuell. Uuuuund: Night of Crowns: Kämpf um dein Herz kann meine Wahrnehmung sowieso noch komplett umkrempeln (ich bin überzeugt, dass es auch so sein wird)!
Schade finde ich die Herangehensweise seitens St. Burrington und Chesterfield. Bis auf eine Ausnahme wissen die betroffenen Internatsschüler von Kindesbeinen an von dem Fluch, kennen sich womöglich ebenso lange – und doch haben bis zum Stichtag einfach ein „normales“ Leben geführt? Die Familien achtzehn Jahre lang nichts unternommen? Plötzlich kommen mir Hoffnung und Überlebenswille unmenschlich vor … – nein, eben nicht. Aber ohne den abschließenden Band kann ich nicht mit Gewissheit sagen, wie die Betroffenen ihr normales Leben geführt haben, warte diesen also ab. Ignorieren kann ich selbstverständlich nicht, dass der seit Jahrhunderten bestehende Fluch für Pessimismus und Angst (die ungehindert auf mich übergegangen ist, Stella Tack beweist das nötige Einfühlungsvermögen) sorgen muss – da aber von Versuchen, den Fluch zu brechen oder wenigstens von entsprechender Recherche auch weder etwas bekannt noch angedeutet ist, bleiben meine Enttäuschung und Traurigkeit.
Ich würde hier gerne von einer echten Verbindung zu Night of Crowns sprechen, wofür mir die Geschichte (insbesondere die Funktionsweise des Fluchs) leider aber noch einen Tick zu undurchsichtig ist. Gegen ein oder zwei gelöste Rätsel mehr hätte ich nichts einzuwenden gehabt. Doch ernsthaft beschweren kann sich mein Herz für Mystery nicht … Night of Crowns lässt es dafür zu oft höher schlagen.
Meine Begeisterung für das Gesamtwerk dämpfen zum einen (liebevoll genannt) Kinkerlitzchen-Schwächen im Weg: Alice' Flucherei, teilweise von mir sogar als deplatziert empfunden – je ernster es wird … seltsam, in Richtung Autopilot gehende Reaktionen wäre in meinen Augen glaubwürdiger; Fauchen von gleich drei Seiten innerhalb recht kurzer Zeit, einen Wettbewerb hätte aber eindeutig Alice für sich entschieden. Zum anderen ein schwerwiegenderer Patzer, dessen Existenz mir nicht in den Kopf gehen will: der Logikfehler in Madelyn St. Burringtons und Augustus Chesterfields Schachpartie.

Fazit


Als Fan von Mystery-Geschichten bin ich auch trotz – noch? – unerfüllter Wünsche glücklich. Jetzt muss Night of Crowns nur gut enden (oder gar nicht).

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Bewegend und in sich schlüssig, hat mich aber nicht komplett für sich gewonnen

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Inhaltsangabe
Ihre Kindheit über hat Clara Waterfield, die an der Glasknochenkrankheit leidet, die Welt durch Bücher und Erzählungen ihrer Mutter kennengelernt. Als Erwachsene, deren Knochen inzwischen ...

Inhaltsangabe


Ihre Kindheit über hat Clara Waterfield, die an der Glasknochenkrankheit leidet, die Welt durch Bücher und Erzählungen ihrer Mutter kennengelernt. Als Erwachsene, deren Knochen inzwischen widerstandsfähig genug sind, haben Clara vor allem die Kew Gardens in ihren Bann gezogen und sie lässt sich vom Mitarbeiter Forbes in Botanik unterrichten.
Im Sommer 1914 ergreift sie die Chance, den Aufbau eines Gewächshauses für exotische Pflanzen auf dem Landsitz Shadowbrook in Gloucestershire zu betreuen. Shadowbrooks Garten sprüht vor Leben, das Wohnhaus dagegen wirkt im Vergleich geradezu verlassen und der Eigentümer Mister Fox ist die meiste Zeit berufsbedingt auf Reisen. Zudem wirken die Haushälterin und die Dienstmädchen verängstigt. Die rationale Clara entschließt sich, dem verantwortlichen nächtlichen Spuk auf die Spur zu kommen – doch die Geschichte von Shadowbrook und Mister Fox lassen sie bald doch an ihrer Überzeugung zweifeln …

Persönliche Meinung


Die Handlung hat mich nicht komplett für sich vereinnahmt – was mich betrifft, hätte das dunkelste Kapitel von Shadowbrook gerne ein anderes sein dürfen –, ist aber in sich schlüssig. Mitgefiebert – und mitgelitten – habe ich das gesamte Buch über. Mystery ist (neben Fantasy) aber auch mein Genre und unter diesem Gesichtspunkt hat es sich für mich gelohnt, Das Geheimnis von Shadowbrook zu lesen.

Die Charaktere kann ich in guter Erinnerung behalten.

Auf den Schreibstil möchte ich „nur“ eingehen, indem ich sage, dass ich mich auf weitere Romane von Susan Fletcher freue.

Mit dem Titel kann ich mich nicht richtig anfreunden – und nachdem mir der Originaltitel House of Glass bekannt ist, fällt es mir umso schwerer. „Geheimnis“ klingt in meinen Ohren zu harmlos … Das ist aber Ansichtssache, ja. In die allgemeine Sternebewertung lasse ich meine Trauer um den Originaltitel auch nicht einfließen, da ich diese alleine der Handlung vorbehalte.


Fazit


Ein bewegender, letztlich erschütternder Roman mit imponierender Protagonistin und Botschaften, die Susan Fletcher dem Leser glücklicherweise nicht auf die Nase bindet. Für mich persönlich hätten diese Botschaften die Handlung aber doch deutlicher mitbestimmen können. So möchte ich Das Geheimnis von Shadowbrook lieber als Mystery-Roman in Erinnerung behalten, aber das liebend gern.

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