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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2020

Düstere Romanze mit viel Leidenschaft!

All Saints High - Die Prinzessin
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Daria wirkt wie eine überhebliche zickige Person die sich im Reichtum ihrer Eltern sonnt. Allerdings verbirgt sich dahinter eine unsichere einsame Seele die nur nach Bestätigung und Liebe sucht. Bei ihrer ...

Daria wirkt wie eine überhebliche zickige Person die sich im Reichtum ihrer Eltern sonnt. Allerdings verbirgt sich dahinter eine unsichere einsame Seele die nur nach Bestätigung und Liebe sucht. Bei ihrer Familie fühlt sie sich wie Luft und sucht deshalb auf anderen Wegen nach Liebe. Zunächst landet sie bei der falschen Person die ihr im späteren Verlauf das Genick bricht, bis Penn in ihr Leben tritt.

Penn ist ein sehr impulsiver und aggressiver Charakter. Er ist unheimlich stur und definitiv nicht auf den Mund gefallen. Aber er kann auch witzig und sehr beschützerisch sein. Seine Familie ist alles für ihn und deshalb ist der Hass auf Daria besonders groß.

Ihr Beziehung ist im gesamten Buch ein auf und ab. Zu Beginn lernen sie sich als junge Teenager kennen die ein Geheimnis zusammen schweist bis Penn weiß was sie genau da getan haben. Seitdem hassen sich die beiden und geben das alle zu verstehen. Beide sind unheimlich stur und schlagfertig weshalb keiner nachgeben möchte. Ihre Beziehung ist aber auch unheimlich Leidenschaftlich und emotional beschrieben.

Daria's Eltern haben bei mir einen eher negativen Eindruck hinterlassen. Während Jaime ihr Vater mit seiner lockeren sympathischen Art besser weggekommen ist, war Melody leider eine Enttäuschung. Neben ihrer perfektheit war ihr Via wichtiger als ihre eigene Tochter und jetzt ist Penn ihr neues Projekt. Die Mutter Tochter Beziehung sucht man hier leider bis zum Schluss vergeblich.

Der Schreibstil ist fließend, jugendlich und passt sich dem jeweiligen Protagonisten an. An manchen Stellen ist es auch unheimlich humorvoll geschrieben und hat dem ganzen etwas leichtes verpasst. Trotzallem gibt es sehr viele vulgäre Ausdrücke und die Autorin hat kein Blatt vor dem Mund genommen.

Etwas was für mich überraschend war, war das Thema Religion und wie damit umgegangen wurde. Daria's Familie hat ihren eigenen speziellen Weg dazu gefunden und distanziert sich vorallem von dem Wort Gott. Es wird sehr negativ dargestellt und offenbart eine dunkle Seite die auch in der Realität leider zu finden ist.

Die Handlung strotzt nur so vor Spannung und Drama. Neben Mobbing, Sex und illegalen Kämpfen ist vorallem Macht ein großes Thema, das aus Verletzlichkeit und Rache resultiert. Daria wird dadurch zur Schachfigur und findet keinen Weg herraus. Das Ende war vollkommen überraschend für mich aber auch irgendwie logisch. Allerdings wurde mir das Ende zu schnell abgehandelt. Vielleicht hätte man ein paar Szenen streichen können und sich dafür mehr Zeit für das Ende genommen. Trotzdem war ich absolut begeistert vorallem mit der Charakterentwicklung. Aufgrund der Thematiken würde ich das Buch keinen Minderjährigen empfehlen.




  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2020

Queeres Kunstwerk an Gefühlen!

All The Fucks We Give
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Sasha ist ruhig, unheimlich schüchtern was ihn sehr sympathisch macht. Seine introvertierte Art lässt ihn keineswegs verschlossen wirken sondern zieht die Menschen an. Seine psychischen Problematiken lassen ...

Sasha ist ruhig, unheimlich schüchtern was ihn sehr sympathisch macht. Seine introvertierte Art lässt ihn keineswegs verschlossen wirken sondern zieht die Menschen an. Seine psychischen Problematiken lassen ihn nicht schwach wirken. Sie gehören zu ihn wie sein Nasenpiercing und sein Tattoo. Es macht den Sasha aus den Julien kennenlernt.

Julien ist das genaue Gegenteil. Laut, witzig, sympathisch, oftmals vulgär und sehr impulsiv. Seine Aggressivität kommt plötzlich und ist für viele nicht nachvollziehbar. Er macht sich damit Luft wenn die Gedanken und Gefühle zuviel sind. Sein Bruder versteht das nicht aber Sasha tut es.

Ihre Beziehung zu einander beginnt genauso unspektakulär und realistisch wie es zu beiden passt. Nachbarn die sich über den Weg laufen und vom ersten Moment an fasziniert voneinander sind. Die sich ohne viele Worte verständigen können und sich gegenseitig Halt geben. Bei denen jeder Moment der kostbarste ist als wäre es der letzte. Beide haben einen Weg gefunden um sich zu helfen und alles erträglicher zu machen. Obwohl sie beide zerbrochene Seelen sind, tuen sie sich unheimlich gut.

Der Schreibstil war zu Beginn gewöhnungsbedürftig sowie auch der Perspektivenwechsel im Kapitel selbst. Je weiter ich gelesen habe desto mehr mochte ich diese durchaus auch poetische Schreibweise. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und hat ein Händchen dafür tiefe Emotionen und Gedankengänge aufzubauen. Intimäre Szenen sind mit viel Gefühl umschrieben und es fühlt sich beim Lesen an als wäre es ein Gedicht.


Die tiefen Dämonen von beiden werden sensibel, realistisch und authentisch dargestellt. Es findet keine Verharmlosung statt und wer auf eine wunderheilung hier hofft, Es werden ernste gesellschaftliche Thematiken angesprochen die einen fesseln und über das Leben nachdenken lassen. Die nicht durch Liebe heilbar sind. Beide müssen kämpfen für sich und für ihr Leben. Ihren Weg finden der das alles erträglicher macht. Das Ende ist wie Sasha und Julien und lässt einen glücklich zurück. Hier braucht keiner 0815 Charaktere oder eine coming out lgbt Romanze erwarten. Hier wird der Ernst des Lebens dargestellt. Dieses Buch beweist das es durchaus Autoren gibt, die mit viel Liebe schreiben und alles so authentisch wirken lassen als hätten sie es selbst erlebt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Teil 2 noch intensiver!

Therapy Game 02
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Wie in Band 1 lag für mich der Fokus nicht im Schreibstil. Der Zeichenstil ist das wichtigste und unterscheidet sich nicht von Band 1. Er ist noch immer detailliert, sauber mit einer eigenen Note. Das ...

Wie in Band 1 lag für mich der Fokus nicht im Schreibstil. Der Zeichenstil ist das wichtigste und unterscheidet sich nicht von Band 1. Er ist noch immer detailliert, sauber mit einer eigenen Note. Das Cover ist wieder mit den beiden Hauptprotagonisten und diesesmal minimal anders. Die Pose sieht romantischer aus und die Farbauswahl ist eher dezent gehalten. Es passt zur Story.



Minato ist genauso diva like wie in Band 1 aber weniger zickig und schroff. Man bekommt seine sanfte und gefühlvolle Seite zu sehen. In der Gegenwart von Shizuma wirkt er wie ein zahmes Lamm und überaus verliebt.



Shizuma ist noch immer sehr sympathisch und witzig unterwegs. Allerdings kommt seine romantische Ader und seine Neugier mehr ans Licht. Er tut alles für Minato.



Die Beziehung der beiden ist zu Anfang noch immer recht kompliziert. Die Vergangenheit von Minato bringt die beiden Stück für Stück näher. Ob es Dieses Mal ein happyend gibt müsst ihr selbst nachlesen.

Die Handlung war diesesmal ernster und tiefer als in Band 1. Die Vergangenheit von Minato ist der Hauptfokus und legt seine wahren Dämonen offen. Ich mochte den romantische Touch der so nebenbei mitschwang. Ich war genauso verliebt in Band 2 wie in Band 2.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Boyslove wie man es sich wünscht!

Therapy Game 01
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Gegen den Schreibstil kann ich nicht viel sagen da es bei Mangas nicht viel um das Schreiben geht. Allerdings hat mir das Verhältnis von Sprechen und Denken gut gefallen und es war verständlich. Der Zeichenstil ...

Gegen den Schreibstil kann ich nicht viel sagen da es bei Mangas nicht viel um das Schreiben geht. Allerdings hat mir das Verhältnis von Sprechen und Denken gut gefallen und es war verständlich. Der Zeichenstil steht im Fokus und war einfach top. Detailiert, sauber und die eigene Note war auch vorhanden. Für mich war er auch ein Ticken extravagant sowie einer der Protagonisten ist. Das Cover hat mir mega gut gefallen. Beide Protagonisten stehen im Fokus und wirken wie zwei Models.

Minato ist offen homosexuell und etwas schroff unterwegs. Seine Art gleicht die einer Diva und er erinnert mich total an Draco von Harry Potter. Er ist zickig und ich bezogen wobei man da schon ahnt das mehr dahinter steckt.



Shizuma wirkt wie ein typischer konservativer Student der er eigentlich nicht ist. Er ist symphatisch, witzig und kann tatsächlich auch gefühlvoll sein. Am Anfang war ich so semi begeistert von ihn weil mir einfach die Tiefe gefehlt hat.



Die Beziehung der beiden ist ein ständiges Ping Pong Match. Sie wollen einander aber dann auch wiederrum nicht. Es hat einen wahnsinnig gemacht aber man merkte auch wieviel Spaß die beiden hatten sich gegenseitig verrückt zu machen. Zurecht wurde hier die FSK 18 eingesetzt weil es dann noch einige heiße Szenen zwischen den beiden gab, die unzensiert waren.

Die Handlung war einsame spitze und hat regelrecht süchtig gemacht. Man hat mit beiden regelrecht mit gefiebert und auf ein happy end gehofft. Leider wurde daraus ein ziemlicher Cliffhanger und ich war froh band 2 dazuhaben. Eine boyslove Story wie sie sein sollte. Therapy Game ist eine Sidestory zu secret xxx.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2020

Emotionale Achterbahnfahrt!

Phoenix
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Das Cover passt zur Handlung. Es ist düster, dunkel und zeigt augenscheinlich den Protagonisten Phoenix in seiner vollen Pracht. Der Schreibtsil hat etwas leichtes poetisches und liest sich flüssig.

Amber ...

Das Cover passt zur Handlung. Es ist düster, dunkel und zeigt augenscheinlich den Protagonisten Phoenix in seiner vollen Pracht. Der Schreibtsil hat etwas leichtes poetisches und liest sich flüssig.

Amber ist ein vorlauter und frecher Charakter. Sie lässt sich nicht so leicht unterbuttern und hat eine starke Seite. Aber auch sie hat schwächen und die zeigen sich vorallem bei Phoenix. Phoenix ist das Oberhaupt der Nolan Familie und wirkt auf den ersten Blick kühl und sehr distanziert. Seine Familie ist alles für ihn und er ist wirkt als wüde er für sie bis in den Tod gehen. Allerdings hat er auch eine sehr aggressive Seite und sein Selbsthass ist mächtig.

Zu Beginn wird Amber nur geduldet und stark von Phoenix beobachtet. Er hält sie vorallem von seiner Familie fern und ist in ihrer Gegenwart sehr Agressiv. Beide scheinen sich nicht wirklich gegenseitig zu vertrauen aber eine Fazination ist spürbar. Ganz langsam wird daraus mehr und schließlich wird klar was sie zwei verbindet.

Die Handlung war wie vermutet sehr düster und unglaublich aufwühlend. Ein großer Teil handelt von der Nolan Familie die viel durchmachen musste und eine tragische Vergangenheit hat. Es gab viel Drama, düstere Emotionen und eine Menge zum nachdenken.Die Geschichte hinter der Familie bescherrt mir noch jetzt Gänsehaut und ist nur schwer zu akzeptieren. Die Charaktere sind vielfältig, authentisch aufbgebaut und durchleben eine wahnsinnige Wandlung. Phoenix hat mich am meisten beeindrucht. Hinter seiner stahlharten Fassade versteckt sich noch immer ein kleiner Junge der sehr viel Selbsthass in sich trägt aufgrund der Ereignisse. Die emotionale Vielfalt hat mich regelrecht erschlagen aber ich konnte alles komplett nachempfinden und habe viel mitgelitten. Es war mein erstes Buch der Autorin und definitiv nicht mein letztes. Wie sie diese Thematik umgesetzt hat ist wahnsinnig beeindruckt und man muss es einfach selbst gelesen haben um meine Meinung zu verstehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere