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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2017

So traurig und so schön

Sieben Minuten nach Mitternacht
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Dass dieses Buch traurig ist, ist wohl jedem spätestens nach dem Klappentext klar. Aber trotzdem ist es so schön! Manche Geschichten sind nun mal traurig und sollten auch nicht beschönigt werden.

Conor ...

Dass dieses Buch traurig ist, ist wohl jedem spätestens nach dem Klappentext klar. Aber trotzdem ist es so schön! Manche Geschichten sind nun mal traurig und sollten auch nicht beschönigt werden.

Conor ist unfassbar wütend, aber dafür hat er wohl jeden Grund. Der Verlust der Mutter (vor allem wenn auch der Vater nicht da ist) ist nicht leicht. Und somit auch die Grundlage, das Thema dieses Buches, nicht leicht. Also meinen größten Respekt an den Autor, der diese Geschichte übernommen hat.

Mir hat sowohl die sprachliche, als auch die illustrative Gestaltung sehr gefallen. Deswegen würde ich diese illustrierte Ausgabe auch immer der anderen vorziehen. Der Zeichner unterstreicht die Handlung mit diesen großen, schwarzen, wilden Zeichnungen.
Man fühlt mit Conor. Ist mit ihm wütend, traurig und ganz selten auch mal erleichtert, kurz frei. Die Emotionen werden gut übermittelt und reißen den Leser mit, wenn man sich darauf einlassen kann.

Insgesamt also ein Buch für viele Altersklassen, von jungen Erwachsenen bis hin zu den älteren Klassen der Gesellschaft. Allerdings sollte man sich bewusst sein: es geht um Tod, Krankheit, Einsamkeit und der Suche nach einem Ausweg.

Veröffentlicht am 14.12.2017

Weit weg vom neuen Lieblingsbuch...

Gut gegen Nordwind
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Inhalt
Emmi Rothner will eigentlich nur ihr Zeitschriftenabonnement der Like kündigen. Aufgrund eines Tippfehlers landet ihre Email allerdings bei Leo Leike, der aus diesem Grund schon mehrfach Emails ...

Inhalt
Emmi Rothner will eigentlich nur ihr Zeitschriftenabonnement der Like kündigen. Aufgrund eines Tippfehlers landet ihre Email allerdings bei Leo Leike, der aus diesem Grund schon mehrfach Emails bekam. Nach etlichen Mails klärt er sie über ihren Tippfehler auf und die Beiden beginnen miteinander zu schreiben. Dabei sind weder Aussehen, noch Details in beider Leben Thema. Stattdessen wird eine Fantasiewelt erschaffen, eine Außenwelt in der vor allem Emmi eine Auszeit von der Realität findet. Ob diese einer Begegnung der Beiden standhält bleibt (hier) offen.

Meine Einschätzung
Es handelt sich um einen Briefroman (in diesem Falle Emailroman). Das hat für mich das Lesen etwas anders als normalerweise gestaltet. Es liegen unterschiedliche Zeitspannen zwischen den Abschnitten, die teils Ton oder Thema der Email beeinflussen (besonders Emmi regt sich das ein oder andere Mal über das Nicht-antworten von Leo auf). Das hat das Verständnis das ein oder andere Mal etwas erschwert.
Sprachlich gibt es natürlich Unterschiede zwischen den Mails von Leo und Emmi. Genau wie der Empfänger kann der Leser beide nur über ihre Emails definieren und sich vorstellen. Die beiden werden (auch für den Leser) nicht genauer beschrieben.
An einigen Stellen, vor allem gegen Ende war es mir leider etwas zu kitschig, melodramatisch.
Außerdem hat mich das Ende der Handlung etwas gestört, obwohl ich es nach kurzer Zeit als das wohl beste Ende, für die Handlung anerkannt habe.

Fazit
Es handelt sich auf jeden Fall nicht um mein neues Lieblingsbuch und meinen Freundinnen empfehlen werde ich es auch nicht, aber jedem das Seine/Ihre!

Veröffentlicht am 25.06.2017

Bis zum letzten Wort ein super Abschluss der Again-Reihe

Feel Again
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Bei vielen Buchreihen finden die Autoren nicht den passenden Moment, um der Geschichte ein gutes Ende zu geben. Mona Kasten hat diesen Moment nicht verpasst und somit diese Reihe meiner Meinung nach wunderschön ...

Bei vielen Buchreihen finden die Autoren nicht den passenden Moment, um der Geschichte ein gutes Ende zu geben. Mona Kasten hat diesen Moment nicht verpasst und somit diese Reihe meiner Meinung nach wunderschön beendet.
Feel Again war für mich eine Achterbahn der Gefühle. Ich war beim Lesen wütend, habe gelacht und - eine Seltenheit - auch hemmungslos geflennt.

Es geht um Sawyer und Isaac, beide schon bekannt durch die ersten beiden Bände der Again-Reihe. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Sawyer gibt die Unnahbare, ein Partygirl, das jeden Typen haben kann und das auch auszunutzen weiß. Isaac ist hingegen schüchtern, hat vom Feiern gefühlt keinen blassen Schimmer und unterscheidet sich auch sonst ziemlich von allem und jedem. Zusammentreffen tun sie bei ihrer gemeinsamen Freundin Dawn und als Isaac deutlich macht, nicht mehr der schüchterne Nerd sein zu wollen und Sawyer ihm ihre Hilfe anbietet. Der Plan: Isaac zu einem Bad Boy machen, der jedes Mädchen, das er will haben kann und das Ganze als Abschlussprojekt auf Fotos festhalten.
Schon diese Grundlage finde ich gut gewählt. Dadurch merkt Sawyer erst gar nicht, wie sich Isaac langsam hinter ihre harte Fassade schleicht. Dass bei diesem Plan einige Lücken und Schwachstellen vorliegen versteht natürlich jeder, außer Sawyer und Isaac sofort .

Das Buch ist aus der Sicht von Sawyer geschrieben. Isaacs Gedanken müssen selber erschlossen werden, was ich aber eher positiv als negativ bewerte. Dadurch bleibt das Ganze noch spannender und etwas unvoraussehbar.

Schon von Beginn an fiel es mir leicht, mich in die Charaktere hinein zu versetzen. Das lag zum Einen daran, dass Sawyer und Isaac schon aus den vorigen Bänden bekannt waren, zum Anderen aber auch eindeutig daran, dass einfach schnell eine Nähe aufkam. Ich habe richtig mit gefiebert!

Nach diesem Buch kann man auch Sawyer und ihre Art viel besser verstehen. Ihre Denkweise und die Gründe für diese werden gut dargestellt. Kam Sawyer im ersten Band noch eher negativ (um es mal nett auszudrücken) rüber, habe ich sie jetzt doch ziemlich gern. Das zeigt ncohmal, was Klischees mit uns machen. Man sollte Menschen erst genauer kennenlernen und ihre Denkweise verstehen, bevor man sie für etwas verurteilt oder sie in Schubladen steckt. Das habe ich aus diesem Buch auf jeden Fall für die Zukunft mitgenommen.

Der flüssige Schreibstil macht das Lesen wie in den Bänden zuvor einfach und die Leseabschnitte einzuhalten war für mich eine echte Herausforderung :D. Ich war immer gespannt, wie es wohl weiter gehen wird.

Insgesamt also ein super Abschluss einer tollen Trilogie. Für mich bleibt es also auch meine Lieblingstrilogie!
Für alle Young Adult und Lovestory Leser also ein absolutes Muss und bei meinen Freundinnen schon Pflichtlektüre.

Veröffentlicht am 10.01.2017

Leider nicht alle Erwartungen erfüllt

Bourbon Kings
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Inhalt

Es geht um das Leben einer durch den Verkauf von Bourbon reich gewordenen Familie und ihre Konfrontationen mit dem Leben anderer, weniger Reicher. Da sind Probleme und Dramen vorprogrammiert.
Schon ...

Inhalt



Es geht um das Leben einer durch den Verkauf von Bourbon reich gewordenen Familie und ihre Konfrontationen mit dem Leben anderer, weniger Reicher. Da sind Probleme und Dramen vorprogrammiert.
Schon vor zwei Jahren ließ sich Lizzie, die Gartenbauexpertin auf Easterly, dem Anwesen der reichen Bradfords, auf den zweitältesten, Lane Bradfords ein. Sie wurde bitter von ihm enttäuscht und Lane ging für zwei Jahre nach New York.
Nun kehrt er jedoch auf das Anwesen zurück und eine Konfrontation der beiden lässt sich da nicht ausschließen. Ihre Beziehung entwickelt sich erneutc doch Lane wird zugleich mit all den Familienproblemen überschüttet und braucht Lizzies Halt mehr denn je.
Gleichzeitig wird auch aus dem Leben von Gin und Edward, den anderen Nachkommen der Bradfords erzählt, die mit ihren eigenen individuellen Problemen zu kämpfen haben.


Die Charaktere und ihre Entwicklung



Lizzie King
Gartenbauexpertin und Angestellte auf Easterly, dem pompösen Zuhause der Bradfords. Sie hat gerade die Trennung mit Lane fast verarbeitet, nachdem er sie vor zwei Jahren bitter enttäuscht hat und nach New York verschwunden ist. Als er jedoch wieder kommt kann sie sich seinem Charme nicht entziehen und lässt sich ein weiteres Mal auf ihn ein.
Man merkt eindeutig eine Entwicklung bei Lizzie. Sie setzt sich im Laufe des Romans mit ihrer Beziehung zu Lane auseinander und fängt an ihn mehr und mehr zu verstehen.


Lane Bradford
Er ist der zweitjüngste Sohn der Bradfords und möchte eigentlich mit seiner Familie nichts mehr zu tun haben. Nach seiner Liebesbeziehung zu Lizzie verschwindet er nach New York um allem zu entkommen. Ein Zwischenfall zwingt ihn jedoch zur Rückkehr und schnell wird klar, dass er noch nicht mit der vergangenen Beziehung abgeschlossen hat. Gleichzeitig wird Lane jedoch auch mit den Problemen seiner Familie konfrontiert und fühlt sich verantwortlich sich - entgegen seines Unmutes - mit diesen zu befassen.
Im Laufe des Romans wird Lane immer vernünftiger und kommt auf dem Boden der Realität an. Er beginnt Verantwortung zu übernehmen und vor dem Handeln auch mal nachzudenken.

Edward Bradford
Ältester Sohn der Bradfords und somit eigentlicher Erbe des Familienunternehmens. Anfangs ist er auch in dieses mit großer Begeisterung eingestiegen, bevor ein Zwischenfall seinem beruflichen Aufstieg ein Ende bereitet hat. Nun arbeitet er einsam auf einer Ranch der Bradfords.
Auch bei Edward lässt sich eine Entwicklung feststellen.

Gin Bradford
Einzige Tochter der Bradfords und perfekt darin den Reichtum der Familie auszukosten. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen und bringt sich so schnell in Schwierigkeiten.


Schreibstil



An J.R. Wards Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen. Sie schreibt sehr detailliert und veranschaulicht die Sichten der einzelnen Personen und ihre Gedankengänge. So ist jedes Kapitel aus einer neuen Sichtweise, sodass zwischen den Handlungssträngen gewechselt wird. Es erzählt zum Beispiel erst ein Kapitel Lizzies Sicht und ihre Erfahrungen auf und um Easterly und im nächsten Kapitel wird schon Edwards Leben auf der Ranch geschildert. Dadurch entstehen kurzzeitige Cliffhanger in einem Handlungsstrang, die für mehr Spannung sorgen und dem Leser wird ermöglicht sich in mehrere Personen, ihre Lage und ihre Empfindungen einzufühlen. Letztere werden gut rüber gebracht.


Thema des Buches



Trotz altbewährtem Thema - dem High-Society-Life mit dem üblichen Drama und eine Beziehung zwischen Personen unterschiedlichen Rangs - hat der Roman seine ganz persönliche Herangehensweise und gestaltet das Thema neu und ansprechend. Dabei ist die Handlung nicht komplett voraussehbar und klischeehaft.


Pros



Das Buch ist nach kurzer Eingewöhnung gut geschrieben, allerdings ist der Schreibstil nicht für Jedermann.
Trotz altbewährtem Thema bringt der Roman viel neues und ungeahntes mit sich und so macht es Spaß ihn zu lesen.
Es werden die Sichten der verschiedenen Charaktere detailliert und anschaulich dargestellt.


Cons



Die Cliffhanger und Sichtwechsel machen es an einigen Stellen schwer in der Handlung zu bleiben. Es empfiehlt sich daher, sich wirklich Zeit für diesen Roman zu nehmen. Man kann ihn nicht so gut nebenbei lesen.
Manchmal habe ich mich ein bisschen erdrückt von Details gefühlt und konnte mir so nicht alles perfekt einprägen.
Zwischendurch geht die Story eher schleppend voran und ich musste mich zwischendurch etwas motivieren weiter zu lesen. Gegen Ende wird es dann jedoch wieder spannender.
Es passiert ziemlich viel auf einmal. Das wäre schon so, wenn nur Lanes und Lizzies Sicht thematisiert würden, durch die Ausweitung auf Gins und Edwards Sicht kommen noch mal mehr Handlungsstränge hinzu.


Fazit



Ich kann das Buch zwar weiter empfehlen, trotzdem keine fünf Sterne vergeben. Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen und vielleicht liegt meine leichte Enttäuschung auch daran. Die vielen verschiedenen Handlungen haben mir das Lesen etwas zu sehr erschwert, sodass ich manchmal die Energie nicht mehr aufbringen konnte, mich mit dem Buch zu befassen. Für jemanden, der aber genug Zeit hat und sich diese auch für das Buch voll und ganz nimmt kann ich das Lesen empfehlen.
Ich werde trotzdem auf jeden Fall sehnsüchtig auf den zweiten Teil warten, da das Erste Buch einige Fragen aufgeworfen hat, die ich jetzt unbedingt beantwortet haben möchte.

Veröffentlicht am 06.11.2016

Musik überwindet alle Grenzen!

Playlist für Zwei
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Inhalt:
Zwei Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Layla und Tripp. Das einzige, was sie verbindet ist die Musik - oder? Layla Marks ist eine Musterschülerin: Perfekte Schulnoten, perfekte ...

Inhalt:
Zwei Menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein können: Layla und Tripp. Das einzige, was sie verbindet ist die Musik - oder? Layla Marks ist eine Musterschülerin: Perfekte Schulnoten, perfekte Chellistin, perfekte Freundin, perfektes Leben. Oder? Tripp Broody ist ein Einzelgänger. Seine einzige Freundin ist seine Gitarre, ansonsten zieht er sich zurück. Doch dann nimmt seine Mutter ihm ausgerechnet seine Gitarre weg. Er soll seine Noten wieder verbessern... Kurzerhand trägt sich Tripp für einen Probenraum in der Schule ein und fordert eine Leihgitarre an. Es kommt dazu, dass er sich den Probenraum mit Layla Marks teilen muss. Er bekommt ihn an den ungeraden Tagen, Layla an den Geraden. Über ein Beschwerdezettelchen, das Layla Tripp hinterlässt, auf das dieser jedoch unerwartet antwortet, fangen sie an einander wahrzunehmen. Tripp scheint als einziger hinter Laylas Fassade zu blicken. Doch Laylas Vater sieht in Tripp jemanden, der die Cellistinnenkarriere seiner Tochter ernsthaft in Gefahr bringen kann.

Meine Meinung:
Das Buch ist wunderbar geschrieben. Es ist wie eine Art Tagebuch aufgebaut und unter Überschriften, die den jeweiligen Tag und Ort makieren wird entweder aus Laylas oder aus Tripps Sicht geschrieben. Um den Zettelchenverkehr zwischen den beiden deutlich zu machen wurde mit verschiedenen Schriftarten gespielt. Man kann das Buch wunderbar zwischendurch lesen. Die Geschichte der beiden ist einfach wunderbar süß und die Musik kommt auch nicht zu kurz.

Fazit:
Ein rundum gelungenes Buch, das sich super auch zum zwischendurch reinschmökern eignet. Empfehlenswert!