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Veröffentlicht am 18.08.2021

Perfekt geschrieben

Nur noch ein einziges Mal
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Nach dem Tod ihres Vaters zieht Lily nach Boston, um einen eigenen Blumenladen zu eröffnen. Dort lernt sie Ryle kennen, einen erfolgreichen Neurochirurgen, der nichts von Beziehungen hält. Während sich ...

Nach dem Tod ihres Vaters zieht Lily nach Boston, um einen eigenen Blumenladen zu eröffnen. Dort lernt sie Ryle kennen, einen erfolgreichen Neurochirurgen, der nichts von Beziehungen hält. Während sich zwischen den beiden trotzdem eine immer stärkere Bindung aufbaut, muss Lily immer wieder an ihre Jugendliebe Atlas denken, der vor 8 Jahren plötzlich verschwunden ist. Als er auf einmal wieder vor ihr steht, ist das Gefühlschaos perfekt.

Colleen Hoover hatte mich schon im ersten Kapitel. Ihr Schreibstil, ihre Wortwahl, ihre poetische Sprache… ich hab mich beim Lesen über so viele Kleinigkeiten gefreut! Auch inhaltlich war ich direkt Fan. Ich hab ziemlich schnell entschieden, dass dieses ein Buch für einen Textmarker ist und auch fleißig meine Lieblingsstellen und -zitate markiert, von denen es genug gab. Die Geschichte und die Charaktere haben sich langsam in mein Herz geschlichen und sich dort einen Stammplatz gesichert.

Colleen Hoover’s Bücher sind einfach so echt, so ehrlich, so schonungslos, so real.
Man lernt als Leser so viel über das Leben und darüber, was für ein Mensch man sein möchte.
Sie schafft es jedes Mal wieder, Gut und Böse zu relativieren sowie die Leser aus seinem Schubladendenken zu kicken.
Es ist außerdem bemerkenswert, wie viele Ideen diese Frau hat. Wie sie es so oft schafft, Geschichten aus der der Vergangenheit auf so individuelle Art einzubringen, während man zu genau der richtigen Zeit genau die richtigen Infos bekommt.

Nicht nur die Thematik, sondern auch die vielschichtigen Charaktere haben mich überzeugt. Besonders Lily ist eine beeindruckende und starke Protagonistin. Aber auch Ryle fand ich sehr authentisch.
Alyssa und Marshall mochte ich extrem gerne, die Szenen mit ihnen waren die besten!
Nur Atlas fand ich irgendwie zu nett.

Das Gefühlschaos wird einfach gut rübergebracht. Ich hab so mit Lily gefühlt, jede ihrer Emotionen verstanden, mitgelitten und mitgelacht.
Um es den Worten von Sarah Pekkanen zu sagen: „This book will break your heart while filling it with hope, and by the end of this gripping, pulse-pounding novel, you’ll be smiling through your tears.“
Ich hab bis jetzt nie verstanden, warum manche sich wünschen, Bücher nochmal zum allerersten Mal zu lesen, but now I get it.

„Nur noch ein einziges Mal“ ist ein Buch für Leserinnen und Leser jeden Alters, dass ich wirklich weiterempfehlen kann, weil man nicht nur unterhalten wird, sondern beim Lesen so viel gedanklichen Input bekommt und seinen Horizont erweitert.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Fesselndes Jugendbuch mit tollem Handball-Bezug

Siebenmeter für die Liebe
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Kurz zur Story: Paula ist 12 Jahre alt, spielt außergewöhnlich gut Handball und ist gerade mit ihrer Familie aus ihrem Heimatdorf nach Hamburg gezogen. Ohne ihre Freunde und ihren heißgeliebten Handballverein ...

Kurz zur Story: Paula ist 12 Jahre alt, spielt außergewöhnlich gut Handball und ist gerade mit ihrer Familie aus ihrem Heimatdorf nach Hamburg gezogen. Ohne ihre Freunde und ihren heißgeliebten Handballverein ist ihre Laune ziemlich im Keller.
Doch dann tritt sie in die Handball-AG ein, die von ihrem Lieblingsspieler aus der Bundesliga geleitet wird, und findet schnell neue Freundinnen. Und schließlich ist da noch Julius, der zwei Jahre älter und ein ziemlicher Idiot ist. Aber trotzdem bringt er ihr Herz schneller zum Schlagen.

Die Idee und die Story waren echt cool, genau so wie der Spannungsbogen. Was ich auch total mochte, war der Bezug zu Handball. Das Thema wurde einfach super rübergebracht. An der Handlung und den Charakteren habe ich insgesamt nichts gravierendes auszusetzen. Ich hab mich beim Lesen richtig wohl gefühlt.

Allerdings merkt man natürlich, dass sich dieses Buch eher an jüngere Leserinnen richtet (Amazon empfiehlt es ab 12 Jahren; ich finde sogar, man kann es auch etwas jünger schon lesen), was vor allem bei der Liebesgeschichte deutlich geworden ist. Sie war mir etwas zu oberflächlich und kindlich sowie einfach nicht nachvollziehbar. Das Buch hätte mir komplett ohne noch besser gefallen.

Fürs Lesen hab ich übrigens 2 Stunden gebraucht, das Buch ist nämlich nicht besonders dick. Ich fand die Länge aber genau richtig.

„Siebenmeter für die Liebe“ kann ich wirklich jedem Leser bis etwa 15 Jahren empfehlen. Die Geschichte ist schön rund, wird nicht langweilig und ist sehr vielseitig. Aus meiner Sicht waren die Charaktere zwar ziemlich kindlich, aber ich weiß genau, dass ich das Buch mit 12 Jahren geliebt hätte!

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Romantasy vom Feinsten

IZARA - Das ewige Feuer
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In diesem Romantasy Roman geht es um Ariana, die immer geglaubt hat, ein ganz normales Scheidungskind zu sein. Als sie plötzlich damit konfrontiert wird, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzt und ...

In diesem Romantasy Roman geht es um Ariana, die immer geglaubt hat, ein ganz normales Scheidungskind zu sein. Als sie plötzlich damit konfrontiert wird, dass sie übernatürliche Fähigkeiten besitzt und eine ganze Reihe magischer Wesen sie tot sehen möchte, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Einer davon ist Lucian, der verdammt mächtig, verdammt gefährlich, aber eben auch verdammt gutaussehend ist.

Jaa was soll ich sagen.. am besten das wichtigste zuerst: Lucian wandert auf die Liste meiner Bookboyfriends. Tut mir leid für alle normalsterblichen Jungs da draußen, aber da könnt ihr einfach nicht mithalten!

Die Geschichte hat mir an sich sehr gut gefallen. Meinen Respekt hat sich die Autorin verdient, weil sie es trotz der großen Komplexität geschafft hat, unlogischer Denkfehler zu vermeiden.
Trotzdem war es anfangs extrem verwirrend, wer die ganzen Leute sind und was es mit der geheimen Welt auf sich hat. Am Ende findet man ein Personenverzeichnis und ein hilfreiches Glossar, das ich allerdings erst entdeckt habe, als ich das Buch beendete. Sehr schade, denn es hätte mir immens weitergeholfen.
Denn auch nach kurzen Pausen war ich zu Beginn ziemlich aus der Geschichte bzw. dem Setting raus, weil ich mit einigen Bezeichnungen nichts mehr anfangen konnte.
Auch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin manchmal ZU viel wollte. Ich hätte es zum Beispiel besser gefunden, wenn nicht gefühlt jedes historische Ereignis oder Märchen aus dem Bereich Magie eingebracht worden wäre. Das hat die Geschichte einfach nicht weitergebracht, sondern bei mir eher für Frustration gesorgt, da ich so lange nicht wusste, was es mit Ari auf sich hat.
In der zweiten Buchhälfte hat mich aber keiner dieser Kritikpunkte mehr gestört.

Inhaltlich ist „Izara“ typisch Romantasy, aber der Schreibstil macht dieses Buch besonders. Aris witzige Gedanken und ihr Sarkasmus haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht und der lockere Schreibstil sorgt dafür, dass die Atmosphären trotz einiger Rückschläge für die Protagonisten nie zu düster wird und ich mich beim Lesen immer wohl gefühlt habe.
Auch die Charaktere sind wirklich gut gelungen. Ich habe sie in ihrer Einzigartigkeit alle in mein Herz geschlossen (außer Aaron, der ist irgendwie random lol).

Übrigens war ich nie stolzer, in ein Buch keine Leserillen reingemacht zu haben. Die kompakte Größe kombiniert mit der Dicke dieses Buches führt nämlich nicht nur zu sehr kleiner Schrift, sondern auch zu einem instabilen Buchrücken. Aber was tut man nicht alles für ein flawless bookshelf...

Noch ein paar Worte zum Ende: Ich habe so fest mit einem miesen Cliffhanger gerechnet, dass ich mich fast nicht getraut habe, das Buch zu beenden. Immer noch ungläubig kann ich Euch aber nun versichern, dass dieses Buch auch als Einzelband eine rundum tolle Erfahrung ist.

Mein Fazit: Zwar sehr viele Informationen, aber humorvoll und spannend; vielseitige liebenswerte Charaktere und eine Menge Romantik.
Insgesamt definitiv lesenswert! Sogar, wenn man nach dem ersten Teil abbricht. Ich bin allerdings froh, dass ich die Welt von Ari und ihren Freunden noch nicht verlassen muss, sondern noch mindestens 3 weitere Bücher der Reihe lesen kann.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Tiefgründiges, emotionales Jugendbuch

The Music of What Happens
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„Meine Devise ist, dass man ins kalte Wasser springen muss, bevor einem der Verstand sagen kann, dass man es lieber lassen sollte.“

„The Music of what happens“ war nicht nur ein Coverkauf, sondern auch ...

„Meine Devise ist, dass man ins kalte Wasser springen muss, bevor einem der Verstand sagen kann, dass man es lieber lassen sollte.“

„The Music of what happens“ war nicht nur ein Coverkauf, sondern auch ein Titelkauf.
Aber ich kann euch versichern, es hat sich absolut gelohnt!
In diesem Buch geht es um Max und Jordan, die durch Zufall zusammen einen Food Truck betreiben müssen. Gemeinsamkeiten haben der coole Sportler und der zurückhaltende Gedichteschreiber nur eine: sie sind schwul. Obwohl sie sich anfangs nicht leiden können, kommen sie sich immer näher, je besser sie sich kennenlernen.

Ich habe zuerst ein paar Kapitel gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, da es ziemlich ungewohnt für mich war, einen YA Roman aus der Perspektive zweier 17-jähriger zu lesen. Aber nachdem ich dem Ganzen eine Chance gegeben hatte, war ich von der Tiefe der Geschichte, der Ehrlichkeit des Autors und Einzigartigkeit der Charaktere fasziniert.
Die Geschichte lebt von den vielen Dialogen oder Chatverläufen und den Gedanken der Protagonisten, die immer wieder an sich selbst zweifeln. Ich habe mit den beiden gelitten und bei ihrer Entwicklung mitgefiebert.

Dieses Buch ist so viel mehr, als ein Young Adult Roman. Bei der Triggerwarnung am Anfang hab ich mich noch gefragt, was in dieser Geschichte den bitte triggern könnte. Doch der Autor hat mich immer wieder mit neuen Plottwists überrascht, wodurch es bis zum Schluss spannend blieb.
Außerdem hat der Autor ein wichtiges Tabu-Thema auf eine ganz besondere Art beschrieben, was ziemlich Eindruck bei mir hinterlassen hat.

Mein Fazit: Der Erzählstil ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber wenn man sich auf dieses Buch einlässt, wird man mit einer wundervollen Liebesgeschichte und vielen tiefgründigen Szenen belohnt. The Music of what happened hat nicht nur ein schönes Cover, sondern mich auch mit einem tollen Inhalt positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Typisch Kelly Oram

Girl At Heart
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In diesem Young Adult Roman geht es um Charly, das einzige Mädchen im High School Baseball Team, das nur männliche Freunde hat und auch ansonsten mit Mädchenkram wenig am Hut hat. Als ihr plötzlich bewusst ...

In diesem Young Adult Roman geht es um Charly, das einzige Mädchen im High School Baseball Team, das nur männliche Freunde hat und auch ansonsten mit Mädchenkram wenig am Hut hat. Als ihr plötzlich bewusst wird, dass sie sich so nicht mehr wohlfühlt, bietet ihr Teamkollege Jace, der schon seit der Mittelstufe heimlich in Charly verliebt ist, an, ihr zu helfen, als ein Mädchen gesehen zu werden.

Die Buchidee war innovativ und auch ganz gut umgesetzt.
Das Cover fand ich super, nur ich finde, den Titel hätte man auch übersetzten können („Mädchen im Herzen“ klänge auch gar nicht so schlecht).
Der Schreibstil war genau so, wie man es von Kelly Oram gewohnt ist. Ich habe (vor allem am Anfang) unglaublich viel gelacht und bin problemlos durch die Geschichte geflutscht. Besonders anspruchsvoll war es aber nicht, ab und zu waren die Charaktere ziemlich kindisch und es war schon sehr auffällig, wie gut am Schluss plötzlich alles gepasst hat. Im dem Ende war ich aber dennoch zufrieden. Generell hätte ich dieses Buch aber lieber vor ein paar Jahren gelesen. Ich kann es also vor allem Leserinnen von 14-18 Jahren empfehlen.
Trotzdem (oder wahrscheinlich gerade deshalb haha) konnte ich beim Lesen gut abschalten und mein Lesefluss wurde durch meine Kritikpunkte nicht gestört, da mir das meiste erst später aufgefallen ist.

Insgesamt ist „Girl at Heart“ eine einzigartige Geschichte, die viele Facetten beleuchtet und einfach gute Laune macht. Ein süßer Young Adult Roman zum einfachen Runterlesen.

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