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Veröffentlicht am 16.04.2020

Mehr Tiefe als zunächst gedacht

Cherish Hope
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Zusammenfassung – worum geht es in Cherish Hope?
Nayna ist das gute Mädchen der Familie. Als traditionsbewusste Familie wird von ihr erwartet, dass sie über eine arrangierte Ehe einen Mann findet. Nachdem ...

Zusammenfassung – worum geht es in Cherish Hope?
Nayna ist das gute Mädchen der Familie. Als traditionsbewusste Familie wird von ihr erwartet, dass sie über eine arrangierte Ehe einen Mann findet. Nachdem Naynas Schwester mit einem Mann durchgebrannt ist, und gerade erst wieder von der Familie akzeptiert und vergeben wurde, steckt in Nayna die Hoffnung der Familie. Doch Nayna möchte nicht nur das gute Kind sein, die das tut, was man von ihr erwartet. Sie fühlt sich eingesperrt in Erwartungen und Traditionen. Deswegen beschließt sie, einmal darauf zu pfeifen und ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.

Auf einer Party will sie sich irgendeinem Typen an den Hals werfen, doch als ausgerechnet ein extrem gut aussehender Typ auf sie zukommt und sie anspricht, wird sie nervös. Dennoch küssen sie sich und es endet auch fast bei mehr. Als sie ihm allerdings klarmacht, dass sie nur eine Nacht will, zieht er sich zurück. Dumm nur, dass ausgerechnet er derjenige ist, der ihr am nächsten Tag von ihrer Familie als Heiratskandidat vorgestellt wird. Und dumm nur, dass ihre Familien begeistert voneinander sind. Und am schlimmsten ist wohl die Anziehung, die Nayna und Raj füreinander verspüren.

Die Charaktere
Was wie eine Bollywood Romanze klingt und auch teilweise so ist, hat doch mehr tiefe als zunächst angenommen. Man könnte ja meinen, dass für Raj und Nayna alles perfekt ist. Schließlich fühlen sie sich voneinander angezogen und merken auch schnell, dass sie den Charakter des anderen sehr zu schätzen wissen. Dennoch ist es besonders für Nayna mehr als schwierig in der Situation lebensverändernde Entscheidungen zu treffen. Sie fühlt sich eingesperrt in der Tradition. Von ihr wird erwartet, Raj zu heiraten, weil er ein guter Mann ist.

Doch Nayna will Raj nicht heiraten, weil es von ihr erwartet wird, sondern weil sie wirklich mit ihm den Rest ihres Lebens verbringen möchte. Ihr sind Freiheiten sehr wichtig, auf die sie wegen ihrer Schwester so lange verzichten musste. Sie steckt ein wenig in einem Dilemma, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. Ich mochte ihre Art sehr, auch wenn sie mich am Anfang der Geschichte noch nicht so sehr für sich gewinnen konnte. Sie hat sich für die Party derart aufgebretzelt und etwas freizügig angezogen. Das ist nicht Nayna und das finde ich immer schade. Denn es suggeriert ein Stück weit, dass sie eben nur „verkleidet“ anziehend auf Männer wirkt. Dennoch habe ich Nayna dann doch sehr lieb gewonnen, besonders in ihrem Umgang mit der Familie.

Raj hingegen mochte ich sehr schnell. Von ihm und seiner Familie erfährt man erst etwas später. Ihm sind Traditionen sehr wichtig und er will eigentlich nur schnell heiraten und eine Familie gründen. Ich finde es sehr schön, wie er aus der Beziehung mit Nayna lernt, seine Traditionen und Wünsche zu überdenken. Es geht dabei nicht darum, sich zu verbiegen und Wünsche aufzugeben, sondern Kompromisse zu finden. Besonders schön fand ich, dass er extra für sie ein Stolz und Vorurteil liest und dann mit seinen Angestellten auf der Baustelle darüber spricht. Ich konnte mir diese Situation so gut vorstellen.

Die Geschichte
Ein bisschen kitschig ist es ja schon, aber irgendwie brauchen wir in unserem Leben hin und wieder etwas Kitsch. Theoretisch war die Liebesgeschichte fast schon zur Mitte es Buchs erzählt, dennoch hat die Autorin es nicht künstlich gestreckt, sondern mit viel mehr Nebengeschichten beschmückt, die den Charakter von Cherish Hope ausmacht.

Denn genau so ist nun mal das Leben. Es geht nicht nur um dich und deinen Job, deine Liebe oder sonst was, sondern eben auch darum, dass deine beste Freundin Probleme hat, die dich belasten und wo du helfen möchtest. Oder eben die Schwester, die Eltern oder sonst was. All das hat auch Auswirkungen auf dich und dein Leben und das hat Nalini Singh sehr gut eingefangen. Mir hat auch sehr gut gefallen, wie sie die indische Kultur mit eingebaut hat. Ich bin kein Fan von Bollywood und habe generell durch Medien verschiedenster Art noch nicht sehr viel über indische Traditionen erfahren. Daher war es für mich sehr neu und spannend.

Nicht ganz so gut hat mir das Ende gefallen. Achtung SPOILER. Hier waren mir einfach zu viele Hochzeiten. Alle waren glücklich, haben ihre große Liebe gefunden und auch sonst war irgendwie alles etwas zu einfach. Auch wenn ich den ersten Teil nicht gelesen habe, war mir klar, dass Ìsa und Sailors Geschichte entweder in dem ersten oder in dem folgenden Teil erzählt werden. Denn davon hat man wirklich sehr wenig mitbekommen. Ich konnte mir bei Sailor auch nicht wirklich was vorstellen, das fand ich schade, denn die Nachricht, dass die beiden heiraten, hat mich emotional gar nicht berührt.

Der Schreibstil
Es hat ein bisschen gedauert, in die Geschichte einzutauchen. Ich denke die Erzählweise in 3ter Person ist dafür verantwortlich. Gerade am Anfang war ich etwas irritiert von dem Wechsel der Perspektiven, ohne das dieser in einer Kapitelüberschrift angekündigt worden wäre. Doch ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und mich dann auch ein wenig in der Geschichte verloren – im positiven Sinn. Denn mir haben besonders die Dialoge und der Umgang von Raj und Nayna miteinander total gut gefallen. Es ist oftmals schwierig den schmalen Grat bei Sex in Büchern zu erwischen. Ich finde, Nalini Singh hat das ganz gut in Cherish Hope geschafft. Sie sind sehr schön und respektvoll aber dennoch heiß und sexy beschrieben. Dafür auch noch einmal ein Lob an die Autorin.

Fazit
Cherish Hope ist ein sehr schönes Buch für zwischendurch, das ein wenig mehr Tiefe hat, als es zunächst den Anschein macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Ein schönes Buch über Freundschaft

Sieh mich an
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Zusammenfassung – Worum geht es in Sieh mich an?
Die 16-jährige Ava ist seit dem Feuer, bei dem ihre Eltern und ihre Cousine starben mit Verbrennungsnarben am Körper versehen. Es gibt kaum ein Stück haut, ...

Zusammenfassung – Worum geht es in Sieh mich an?
Die 16-jährige Ava ist seit dem Feuer, bei dem ihre Eltern und ihre Cousine starben mit Verbrennungsnarben am Körper versehen. Es gibt kaum ein Stück haut, das noch gesund ist, ihr Gesicht gleicht einem Flickenteppich aus Implantaten. Sie wohnt bei ihrer Tante und ihrem Onkel, die trotzdem eigenen Verlust ihrer Tochter, die ebenfalls bei dem Brand umkam, Ava lieben und nur das Beste für sie wollen. Als die Therapeutin ihnen empfiehlt, dass Ava wieder ein Stück Normalität benötigt und sie deswegen wieder zur Schule gehen soll, ist Ava wenig begeistert. Sie vereinbart eine Probezeit von zwei Wochen. Die ersten Tage sind die Hölle, bis sie auf Piper trifft, die selbst Verbrennungsnarben hat und seit einem Autounfall im Rollstuhl steckt. Gemeinsam schaffen Sie es, sich den täglichen Blicken der Mitschüler auszusetzen.

Die Charaktere
Ava war mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich hatte großes Mitleid mit ihr und konnte mich sehr gut in ihre Situation hineinversetzen. Besonders hat mir ihre eher sarkastische Art gefallen, mit der sie unter anderem die Blicke ihrer Mitmenschen beschreibt. Dabei kann sie diese auch sehr gut verstehen und ist nicht einmal besonders wütend auf die anderen. Es war natürlich nicht leicht, aus ihrer Sicht die Dinge mitzuerleben, die ihr täglich passieren.

Etwas schwieriger war es mit Piper. Anfangs mochte ich sie sehr gerne, weil ich auch gesehen habe, wie gut es Ava tat. Doch irgendwann ist dieses Gefühl etwas gekippt. Es war schnell klar, dass sich Piper mit ihrer lauten und teilweise auch schroffen Art einen Panzer aufbaut. Ava dagegen versucht es eher durch Zurückhaltung und will unsichtbar sein. Auch wenn ich glaube, dass Piper Ava sehr viel beibringt, so ist ihre Art dabei sehr anstrengend. Auch ihre besitzergreifenden Handlungen waren irgendwann einfach etwas viel, um sie wirklich gerne zu haben.

So sehr ich Ava mochte und so sehr ich auch mit ihr gelitten hatte, war da doch immer ein bisschen Distanz. Ich denke, dass dies gewollt ist, denn Ava baut zu jedem Distanz auf, auch zu sich selbst.

Die Geschichte
Ich hatte nach dem Klappentext eine Liebesgeschichte erwartet und war dann doch ein bisschen froh, keinen Liebesroman zu bekommen. Vielmehr geht es um Freundschaft, sich selbst zu akzeptieren, Trauerbewältigung und Mobbing. Ich fand besonders toll, wie sich einige Personen in Avas Umfeld mit der Zeit verändert haben. Überwiegend hat mich die Handlung sehr überrascht und besonders bewegt. Ich finde solche Schicksalsschläge besonders hart und kann mir nur zu gut vorstellen, wie diejenigen von anderen behandelt werden. Interessant fand ich auch die Storyline rund um die Theatergruppe, denn obwohl Ava besonders talentiert ist, muss sie dafür aus sich heraus kommen.

Der Schreibstil
Ich würde jederzeit wieder ein Buch von Erin Stewart lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Besonders die Gefühlseben und die Dialoge hat die Autorin großartig in das Buch eingebunden. Man kann den Charakteren definitiv nicht vorwerfen, dass sie eindimensional wären und die Geschichte ist doch mal was ganz anderes. Ich finde das Buch sollten vor allem diejenigen Lesen, die von Avas Situation lernen können. Die Geschichte transportiert nämlich viel mehr, als nur eine einfache Geschichte über Freundschaft.

Fazit von Sieh mich an
Sieh mich an ist ein tolles und gefühlvolles Buch über Freundschaft und Akzeptanz. Auch wenn Ava das nicht hören wollen würde: Das Buch ist eine Inspiration für alle, die anders sind.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Eine tolle Fortsetzung von Someone New

Someone Else
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Zusammenfassung von Someone Else?
Cassie und Auri, die beiden Mitbewohner von Julian, die wir im ersten Teil schon kennenlernen durften, sind sich immer noch nicht klar, wie es mit ihrer Freundschaft weitergehen ...

Zusammenfassung von Someone Else?
Cassie und Auri, die beiden Mitbewohner von Julian, die wir im ersten Teil schon kennenlernen durften, sind sich immer noch nicht klar, wie es mit ihrer Freundschaft weitergehen soll. Seit dem Kuss, der allerdings im Rahmen eines LARPs passiert ist, hat sich die Situation so weit normalisiert. Doch die Spannung herrscht immer noch zwischen ihnen. Allerdings ziehen sie beide es vor, den Kuss zu vergessen oder besser gesagt zu ignorieren. Lieber konzentrieren sie sich auf das Kostüm, dass sie für die anstehende SciFaCon zusammenstellen wollen. Als Auri ihr gemeinsames Hobby vor seinen Football-Collegen verschweigt, wirft ihm Cassie vor, sich selbst nicht so zu akzeptieren, wie er ist. Die beiden sind füreinander bestimmt, so sieht es auch Cassies Freundin Micah, doch ist es das Risiko wert, im schlimmsten Fall diese besondere Freundschaft zu verlieren?

Die Charaktere
Cassie und Auri hat man ja bereits in Someone New kennenlernen dürfen. Mir waren beide total sympathisch, auch wenn man gemerkt hat, dass sie eine Einheit bilden und Julian eher ein bisschen Außenstehender ist. In Someone Else ist mir die besondere Verbindung zwischen den beiden noch bewusster geworden, allerdings spielen die Freunde wie Micah, Julian, Lucien und Aliza sehr große Rollen, was mir sehr gut gefallen hat.

Ich finde toll, dass Laura Kneidl ihre Charaktere so menschlich gestaltet. Cassie leidet unter Diabetes. Das wird im Buch immer mal wieder am Rande thematisiert, ohne es zu sehr in den Vordergrund rücken zu lassen. Cassie kann sehr gut damit umgehen und doch ist die Krankheit ein Teil von ihr, weshalb sie einfach ein paar Dinge anders machen muss, als zum Beispiel Auri. Angefangen vom Messen des Zuckerspiegels auf der Toilette auf einer Party, bis hin zum Konsum von ekligem Diät-Eis. Das finde ich wahnsinnig toll, denn es gibt viele Menschen, die an einer Krankheit wie Diabetes leiden, aber dennoch ein halbwegs normales Leben führen und auch als „normal“ angesehen werden wollen. Cassie ist dazu noch ein total süßer und liebenswerter Mensch. Sie lässt sich von sowas nicht unterkriegen und steht zu ihren Ansichten.

Auris Charakterzüge wurden in Someone Else schon etwas mehr infrage gestellt. Er liebt Bücher, allen voran die Herr der Ringe-Reihe und „nerdige“ Sachen wie Cosplay und LARP. Auf der anderen Seite ist er ein erfolgreicher Football-Spieler. Für ihn sind das zwei zu trennende Welten, denn er hat Angst davor, wie seine Teamkollegen auf sein Hobby reagieren könnten. Deshalb verschweigt er einen großen Teil von sich selbst der Außenwelt. Cassie kann damit nur schwer umgehen, denn dieser Teil ist ja genau das, was ihre Freundschaft ausmacht. Obgleich Auri auf dem Football-Feld zum Player wird, so ist er in Cassies Gesellschaft komplett anders: Lieb, fürsorglich und eben nerdig.

Die Geschichte
Es war für mich gar nicht so leicht, den Plot von Someone Else zu beschreiben. Die Prämisse ist ganz klar die Beziehung zwischen Cassie und Auri, die zwischen Freundschaft und Liebesbeziehung liegt. Keiner der beiden will sich das so recht eingestehen oder ansprechen. Dennoch ist Someone Else so viel mehr als „nur“ eine Liebesgeschichte. Es geht um Freundschaft, Vertrauen und das Meistern des alltäglichen Lebens. Dabei schafft es Laura Kneidl mit so einfachen Mitteln dieses Alltägliche so natürlich und realistisch rüber zu bringen. Homosexualität, Krankheit und „anders sein“ ist normal und menschlich und das baut die Autorin so wunderbar in die Geschichte mit ein. Bei Someone New wurden diese Themen noch etwas stärker fokussiert, was für die Geschichte wichtig war. Auch bei Cassie und Auri geht es wieder sehr stark darum, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben und das finde ich so unglaublich wichtig.

Auch noch einmal hervorheben möchte ich, dass Cassie, obwohl sie klein und zierlich und noch dazu an Diabetes leidet, dennoch ein wahnsinnig starker Charakter ist. Sie kann für sich selbst einstehen und muss eben nicht gerettet werden, wie es so viele weiblichen Protagonisten in New Adult Büchern ständig müssen.

Bisher hat jedes von Laura Kneidls Büchern mich darin überrascht, dass es zwar zum Genre New Adult einzuordnen ist, aber sehr gehaltvoll und mit einem moralischen Fazit versehen ist. Das finde ich besonders bei diesem Genre so wichtig. Natürlich sind auch ein paar Eigenschaften bekannt aus anderen New Adult Büchern, auch ein paar „Klischees“ die man diesem Genre zuordnen kann. Dennoch sind Someone New und Someone Else doch viel gehaltvoller mit toll ausgearbeiteten, einzigartigen Charakteren.

Der Schreibstil
Laura Kneidls Schreibstil ist auch in Someone Else wieder fantastisch. Die Geschichte liest sich so flüssig und einfach nur schön. Die Dialoge sind besonders klasse und wirken genau so, wie sie zwischen mir und meinen Freunden ablaufen könnten. Ein ganz dickes Lob muss ich allerdings für eine Sex-Szene aussprechen. Oftmals sind mir diese Szenen zu detailliert, nicht detailliert genug, mit seltsamen Ausdrücken bespickt oder einfach unrealistisch. Bei Someone Else war es einfach nur schön und total menschlich. Ich will hier nicht allzu sehr ins Detail gehen, aber noch einmal deutlich: Endlich mal eine Sex-Szene ohne Multiple Orgasmen und unrealistischen Vorstellungen. Danke Laura!

Fazit
Someone Else von Laura Kneidl reiht sich in meiner Wertung direkt an den Vorgänger Someone New an und gehört fortan zu einem meiner Lieblingsbücher.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Leider nicht mein Fall

Die Verbindung
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Worum geht es in Die Verbindung?
Für Malin beginnt ein neues Leben. Direkt an ihrem ersten Tag an dem Elite-College Hawthorne lernt sie die Menschen kennen, die sie während ihrer Zeit an der Uni am engsten ...

Worum geht es in Die Verbindung?
Für Malin beginnt ein neues Leben. Direkt an ihrem ersten Tag an dem Elite-College Hawthorne lernt sie die Menschen kennen, die sie während ihrer Zeit an der Uni am engsten begleiten: Ruby, John, dessen Cousin Max, Gemma und Khaleb. Auch wenn Malin mit Gemma befreundet ist, so ist ihre Verbindung zu Ruby besonders. Umso schwieriger fällt es ihr, die toxische Beziehung zwischen John und Ruby zu akzeptieren. Schon bald beginnt Malin sich mehr auf ihren Abschluss zu freuen als zuvor, dass sich dieser Tag aber als negativ zu entpuppen, ahnt sie noch lange nicht.

Die Charaktere
Ich muss sagen, dass es mir wahnsinnig schwergefallen ist, der Geschichte rund um Malin zu folgen. Alles wird eher etwas emotionslos vorgetragen und immer wieder springen die Ereignisse zwischen den Jahren. Man erfährt aus Malins Kindheit, aber auch zwischen erstem und letzten Studienjahr springen die Geschehnisse oft hin und her. Das hat es mir etwas schwer gemacht, ihrer Entwicklung zu folgen. Doch Malin als Charakter ist sehr interessant. Das Wichtigste für sie ist Ruby und das zeigt sie in vielen Situationen. Wieso sie eine so besondere Beziehung zu ihr pflegt wird nicht so schnell klar. Doch besonders die Geschehnisse aus der Vergangenheit mit Malins Bruder, der ganz klar eine psychische Störung hat, erklären mehr und mehr Handlungen.

Die Geschichte
Ich muss sagen, dass ich dem Aufbau der Geschichte irgendwie nicht so gut folgen konnte. Möglicherweise liegt das daran, dass ich durch das Hörbuch immer nur kleine Etappen und hin und wieder auch nicht mit voller Aufmerksamkeit zu hören bekommen habe. Dadurch dass es von Anfang an viele Geheimnisse gibt und kleine Andeutungen, die hier und da verstreut sind, gelang es mir einfach nicht in die Geschichte hineinzufinden. Dennoch fand ich besonders zum Ende hin das Buch sehr gelungen. Leider gab es einfach besonders in der Mitte zu viele unnötige Längen. Die Teile der Story, die mich am meisten gereizt und interessiert haben, kamen im Mittelteil doch etwas zu kurz. Doch wie gesagt nahm dies gegen Ende doch wieder einen spannenden Weg und es hat wirklich Spaß gemacht zu lesen.

Der Schreibstil
Die Art, wie die Geschichte geschrieben ist, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe den Charakteren jederzeit die Dialoge abgenommen und mich selbst als Teil der Clique gefühlt. Ich fand auch, dass sie besonders die Szenen mit Malins Bruder so wahnsinnig spannend geschrieben hat, dass ich wirklich eine Gänsehaut bekommen und bei einer Situation ein paar erschrockene Worte ausgestoßen habe. Nur der Aufbau hat mir einfach nicht so zugesagt.

Das Hörbuch
Da ich Die Verbindung als Hörbuch gehört habe, möchte ich auch hierzu ein paar Worte niederschreiben. Wie ich schon kurz angerissen habe, ist es mir bei diesem Buch etwas schwerer gefallen den Handlungen zu folgen. Das liegt zum Teil erst einmal an meiner eigenen Dummheit, denn ich habe erst nach ein paar Kapiteln gemerkt, dass mein Player auf Shuffle eingestellt war. Da die Geschichte aber wirklich oft hin und her springt, ist es mir erst nach ein paar Kapiteln bewusst geworden. Dann ist mir häufiger das (wieder technische) Problem aufgekommen, dass ich mir nicht gemerkt habe, bei welchem Track ich stehengeblieben war und habe dann ein paar Kapitel noch mal hören müssen oder vielleicht auch übersprungen. Das alles ist natürlich kein Fehler des Buches, hat es mir aber erschwert, eine valide Einschätzung über die Geschichte zu treffen. Generell kann ich über das Hörbuch sagen, dass mir die Stimme der Sprecherin Vanida Karun sehr gut gefallen hat. Ich fand es sehr angenehm ihr zu lauschen, auch wenn sie das Buch sehr ruhig und unaufgeregt vorgelesen hat. Vielleicht hätte etwas mehr Betonung hier und da, die Spannung etwas angefacht, aber würde ich jetzt hier nicht als negativ kritisieren.

Fazit zu Die Verbindung
Die Verbindung ist eine etwas kompliziert konstruierte Geschichte, die aber gerade zum Ende hin Gänsehaut beschert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2020

Ganz nett

Gebieter der Elemente - Gläserner Sturm
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Worum geht es in Gläserner Sturm?
Foster ist es nicht wohl zumute, als sie mit ihrer Adoptivmutter Cora, mit der sie seit mehreren Monaten von Motel zu Motel tingelt, um unendeckt zu bleiben, in der Tornado ...

Worum geht es in Gläserner Sturm?
Foster ist es nicht wohl zumute, als sie mit ihrer Adoptivmutter Cora, mit der sie seit mehreren Monaten von Motel zu Motel tingelt, um unendeckt zu bleiben, in der Tornado Alley unterwegs ist. Auch der aufkommende Sturm soll sie nicht davon abhalten an ihrem Geburtstag einen Jungen namens Tate zu treffen, von dem ihre Mutter überzeugt ist, dass er ebenso wie Foster zu den Kindern gehört, mit denen ihr einstiger Ehemann experimentiert hat. Als ein riesiger Tornado schließlich das Treffen abrupt beendet und Fosters Adoptivmutter sowie Tates Eltern das Leben nimmt, entdecken die beiden Teenager, dass sie den Wind manipulieren können.

Das Erscheinen des Tornados gefolgt vom plötzlichen Auftauchen 4er Menschen, vor denen Foster von ihrer Mutter gewarnt wurde, zwingt die Beiden zu einer überstürzten Flucht. Foster und Tate sehen sich der ständigen Gefahr gegenüber gefunden zu werden und müssen dabei erkennen, dass sie nur gemeinsam schaffen, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und dabei die anderen Kinder zu finden, die die anderen Elemente beherrschen.

Die Charaktere
Meine Reise mit Foster war ein auf und ab. Anfangs fand ich sie super sympathisch und spannend, gegen Mitte des Buches war ich aber ein wenig genervt, was sich gegen Ende wieder etwas gelegt hat. Das liegt vielleicht auch daran, dass der Anfang wirklich schnell in Fahrt kam und super spannend war, in der Mitte sich die Geschichte aber etwas verloren hat. Mir war Fosters Vergangenheit auch etwas arg wirr. Ihre Adoptivmutter hat schon für sie gesorgt, als sie auf die Welt kam, obwohl ihre Eltern erst Jahre später verstarben. Ihr Adoptivvater entpuppt sich nach seinem angeblichen Tod doch noch für am Leben und nebenbei auch noch als verrückter Professor der Versuche mit ihr durchgeführt hat. Deshalb kann sie das Element Luft beherrschen und – wieso auch immer – noch dazu Gedanken manipulieren kann.

Im Vergleich zu Tate und anderen „Versuchsobjekten“ die während der Geschichte auftauchen, ist sie direkter mit den Geschehnissen verbunden und weiß auch deutlich mehr, als die anderen. Ich fand das etwas viel des Guten und generell arg verworren. Auch, dass sie einfach zu wenig Gedanken an die Vergangenheit, ihre Eltern und ihren Adoptivvater verschwendet, dafür aber ständig an ihre verstorbene Adoptivmutter Cora denkt.

Tate fand ich irgendwie etwas schlüssiger. Den Tod seiner Eltern verkraftet er einigermaßen aber dennoch reagiert er nachvollziehbar. Auch auf seine plötzlichen Fähigkeiten reagiert er angemessen. Auch er hat neben dem Beherrschen des Windes noch die Fähigkeit bei Nacht bzw. Dunkelheit besser sehen zu können. Seine Assoziationen zu Superhelden, und auch den Namen, die sie als Superhelden tragen könnten, fand ich sehr charmant. Ehrlich gesagt hat mir Tate oft durch die Mitte des Buches geholfen, welches ich doch viel zu wenig in die Hand genommen habe, um weiterzulesen.

Die Geschichte
An für sich ist es eine solide Geschichte, welche aber deutliche Schwächen hat. Der Anfang beginnt sehr vielversrprechend und super spannend. Doch die Spannung verliert sich in der Mitte des Buches. Hier dreht sich die Geschichte viel um die einzelnen Charaktere und deren Probleme mit der Handlung. Besonders die Sichten von den „Bösen“ fand ich teilweise etwas schwierig, auch wenn mir klar ist, warum diese eingebaut wurden. Es gibt nun mal kein schwarz und weiß, wobei Fosters Adoptivvater und Wissenschaftler doch sehr einfach als der Böse skizziert ist. Seine Absichten werden zwar erläutert, aber doch irgendwie nicht ganz klar. Auch seine Protegés sind einfach irgendwie zu Stumpf. Tates Großvater beschreibt diese gegen Ende so schön in einem Satz, was absolut zutreffend ist.

Generell ist die Geschichte an für sich nichts neues. Mir hat aber gut gefallen, dass es pro Element Paarungen gibt, die vermutlich im Laufe der folgenden Teile noch in das Geschehen eingeführt werden. Ich hätte mir einfach ein bisschen mehr Fahrt in der Mitte des Buches und weniger Längen gewünscht, dann hätte das ein toller Auftakt für eine Reihe rund um die vier Elemente werden können.

Der Schreibstil
Die Dialoge haben mir super gefallen und auch wie die beiden Charakter eingeführt wurde. Generell kann ich gegen den Schreibstil nichts Negatives sagen und auch dass es zwei Autorinnen sind, die dieses Buch verfasst haben, merkt man an keiner Stelle. Mir hat die Ausdrucksform an vielen Stellen sehr gut gefallen, aber signifikant oder auffallend war eigentlich nichts, was positiv und negativ zu verbuchen ist.

Fazit zu Gläserner Sturm
Ein ganz nettes New Adult Buch, bei dem die nachfolgenden Teile der Gebieter der Elemente Reihe hoffentlich noch etwas an Fahrt gewinnen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere