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Veröffentlicht am 02.06.2026

Informativer Ratgeber über den weiblichen Schlaf

Frauen und Schlaf
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In ihrem Buch "Frauen und Schlaf" geht die Allgemeinmedizinerin und Medizinjournalistin Dr. Suzann Kirschner-Brouns der Frage nach, weshalb Frauen schlechter schlafen als Männer. Sie schlafen schlechter ...

In ihrem Buch "Frauen und Schlaf" geht die Allgemeinmedizinerin und Medizinjournalistin Dr. Suzann Kirschner-Brouns der Frage nach, weshalb Frauen schlechter schlafen als Männer. Sie schlafen schlechter ein, schlafen schlechter durch, und ihre Tiefschlafphasen sind kürzer. Die Autorin hat sich 25 Jahre lang sehr intensiv mit dem wichtigen Thema beschäftigt und legt ihre Erkenntnisse in diesem Buch vor.



Der Ratgeber umfasst 216 Seiten, hat ein zweiseitiges Inhaltsverzeichnis und ist in vier übersichtliche Teile gegliedert, die wiederum mehrere Kapitel umfassen.

Im ersten Teil "Frauen und ihr Schlaf: eine wahre Herausforderung" geht es neben dem weiblichen Schlaf um den Einfluss der Hormonschwankungen, denen wir durch Pubertät, Monatszyklus, Schwangerschaft, Stillzeit und Wechseljahre ausgesetzt sind. Weitere Themen sind die innere Uhr, das Nachholen von Schlaf und die einzelnen Schlafphasen.

Im zweiten Teil "Der geliebte Schlaf: Niemand schenkt uns mehr Lebenszeit, Schönheit und Gesundheit" liegt der Schwerpunkt auf den Themen Schönheitsschlaf, Schlafhormon Melatonin, Träume und die Bedeutung des Schlafs für die Gesundheit.

In Teil 3 "Wer liebt, schläft nicht - und was uns sonst noch um den Schlaf bringt" widmet sich die Autorin den Schlafräubern Liebe, Schichtdienst, Handy und Tablet, Wechseljahre, Genussgifte und Krankheiten.

Im vierten und letzten Teil "Wieder gut schlafen und träumen" zeigt sie den Leserinnen unterschiedliche Wege auf, um ihre Schlafstörungen loszuwerden und zu einem gesunden Schlafrhythmus zurückzufinden.



Das kurzweilige Buch, das von viel Fachwissen und Kompetenz zeugt, hat mir sehr gut gefallen. Es ist fesselnd geschrieben und liest sich dank der klaren, für medizinische Laien wie mich gut verständlichen Sprache sehr flüssig. Die Fülle der Themen rund um den weiblichen Schlaf hat mich überrascht, ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Ursachen für Störungen des Schlafs geben kann.

Sehr interessant fand ich die Aussage, dass unsere Vorfahren nicht unter Schlafstörungen litten. Die Sonne war ihre einzige Lichtquelle, erst mit der Erfindung der Glühbirne machten die Menschen die Nacht zum Tag. Heute sorgen wir selbst durch etliche Schlafstörer dafür, dass wir unruhige Nächte haben. Auch die ständigen Herausforderungen durch Haushalt, Beruf und Familie, denen viele Frauen gegenüberstehen, lösen häufig Schlafstörungen aus.

Ich habe schon einige Bücher über den Schlaf und Schlafprobleme gelesen, ein Buch über den weiblichen Schlaf ist mir zuvor nie begegnet. Es hat mir umfangreiches Wissen vermittelt und manchen Tipp gegeben, so z.B. zur Einnahme und richtigen Dosierung des Schlafhormons Melatonin, zu dem ich gelegentlich greife, wenn es mir an Bettschwere mangelt. Für mich persönlich war es besonders interessant zu erfahren, wie und weshalb sich Hormonschwankungen auf den Schlaf auswirken.

Das Sachbuch hat mir sehr gut gefallen, es handelt sich um ein äußerst informatives Werk, das keine Fragen offen lässt und viele gute Tipps gibt, um wieder gut schlafen zu können.

Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Ratgeber, der mich inhaltlich vollends überzeugt hat!

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Intensiv erzählte Geschichte mit Tiefgang

Solange ein Streichholz brennt
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Nach seinem 2022 erschienenen Bestseller "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" hat der Autor Christian Huber mit "Solange ein Streichholz brennt" einen Roman veröffentlicht, in dem sich zwei Menschen ...

Nach seinem 2022 erschienenen Bestseller "Man vergisst nicht, wie man schwimmt" hat der Autor Christian Huber mit "Solange ein Streichholz brennt" einen Roman veröffentlicht, in dem sich zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten begegnen.
 
Der 36-jährige Daniel Bohm, im Buch kurz Bohm genannt, lebt seit 5 Jahren in Köln auf der Straße. Einen Rucksack, in dem sich neben einigen persönlichen Gegenständen ein an ihn gerichteter ungeöffneter Brief befindet, eine Isomatte und einen Schlafsack - mehr besitzt er nicht. Ein zugelaufener Hund, den er Fox nennt, wird sein treuer Begleiter. Als er auf dem Flohmarkt kleine, selbst geschnitzte Holzmäuse verkauft, wird er von Alina Alev angesprochen, einer Fernsehjournalistin, die seit zwei Jahren für den TV-Sender RTI arbeitet. Sie möchte Bohm für eine Reportage eine Woche lang begleiten, um über seinen Alltag zu berichten und bietet ihm dafür ein Honorar von tausend Euro an. Bohm lehnt zunächst ab, doch als sein Hund dringend tierärztlich behandelt werden muss, erklärt er sich bereit, mit Alina zusammenzuarbeiten ...
 
Die kurzweilige Geschichte ist abwechselnd aus den Perspektiven von Bohm und Alina erzählt und liest sich sehr flüssig. Die beiden Protagonisten sind authentisch und mit viel Feingefühl beschrieben. Es hat mir viel Lesefreude bereitet, in ihre Leben einzutauchen und sie für eine kurze Zeitspanne zu begleiten. Auf der einen Seite lernen wir die unsichere und unter starkem beruflichem Druck stehende Alina kennen, die schon mit ihrer Kündigung gerechnet hatte und nun für die Reportage über Bohm eine letzte Chance bekommt. Auf der anderen Seite begegnen wir dem alkoholabhängigen Bohm, der ein hartes Leben auf der Straße führt und über seine Vergangenheit schweigt. Es hat mich sehr berührt, dass er alles ihm Mögliche unternimmt, um seinen schwerverletzten Hund zu retten und auch darüber hinaus immer wieder seine sensible Seite zeigt. 
 
Ich habe den Roman bis zum hoffnungsvollen Ende sehr gern gelesen, obwohl mir die Handlung nicht immer ganz glaubhaft erschien. Neben Alinas und Bohms behutsamer Annäherung, die der Autor vollkommen kitschfrei beschreibt, geht es auch um Verlust und Schuld, um Stigmatisierung von wohnungslosen Menschen und die Sensationsgier der Medien. Gegen Ende des Buches erfahren wir, welche bedauerlichen Umstände zu Bohms Obdachlosigkeit geführt haben. 
 
Christian Huber zeigt in seinem Buch sehr deutlich auf, wie schnell Menschen durch persönliche Krisen in die Obdachlosigkeit geraten können und wie schwer es ist, aus dieser scheinbar hoffnungslosen Situation wieder herauszufinden. Er beschreibt auch die Vorurteile und Vorbehalte der Gesellschaft ihnen gegenüber und die Erniedrigungen, denen sie tagtäglich ausgesetzt sind.

Auch die oberflächliche und skrupellose Scheinwelt der Medien hat der Autor sehr eindrucksvoll geschildert und gewährt dabei interessante und intensive Einblicke in den Arbeitsalltag eines TV-Produktionsteams, dessen oberste Prioritäten auf einer reißerischen Berichterstattung und einer hohen Einschaltquote liegen.

Absolute Leseempfehlung für diese einfühlsame und bewegende Geschichte, die mich sehr nachdenklich gemacht hat!

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Lebensnah erzählte Beziehungsgeschichte

Wir in zehn Jahren
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In ihrem zweiten Roman "Wir in zehn Jahren" erzählt die australische, in London lebende Autorin Jessica Stanley rückblickend die Geschichte eines Paares, das seit zehn Jahren zusammen ist.

Die Werbetexterin ...

In ihrem zweiten Roman "Wir in zehn Jahren" erzählt die australische, in London lebende Autorin Jessica Stanley rückblickend die Geschichte eines Paares, das seit zehn Jahren zusammen ist.

Die Werbetexterin Coralie Bower ist knapp Dreißig und vor einem halben Jahr von Australien nach London versetzt worden. Nachdem sie die 4-jährige Zora vor dem Ertrinken in einem Ententeich gerettet hat, lernt sie deren Vater Adam Whiteman kennen. Der 37-Jährige ist geschieden und arbeitet als Autor, politischer Journalist und Kommentator. Die beiden stellen viele Gemeinsamkeiten fest, verlieben sich ineinander und werden ein Paar. Bald gibt Coralie ihre Wohnung auf und zieht in Adams Haus, das sie über Monate nach ihren Vorstellungen umgestalten. Sie steckt ihre gesamten Ersparnisse in das Projekt, derweil stellt Adam sein Buchprojekt fertig und nimmt das nächste in Angriff. Die beiden Wunschkinder Florence und Max werden geboren. Mit viel Elan schafft es Cora, Beruf, Familie, Haushalt und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Die Jahre vergehen, inzwischen ist sie hoffnungslos überfordert. Der tägliche Stress lässt sie verzweifeln, Schuldgefühle auf der Arbeit und zuhause machen ihr zu schaffen. Sie hat kaum einmal Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse, so kann es nicht mehr weitergehen ...

Die Handlung beginnt mit dem Jahr 2013 und erstreckt sich über 10 Jahre. Wir begleiten Coralie und Adam vor dem Hintergrund eines ereignisreichen Jahrzehnts in Großbritannien, als das Land fünf Premierminister wählte, der Brexit die britische Gesellschaft spaltete und die Corona-Pandemie abrupt den Alltag veränderte. Coralie ist von Beginn der Beziehung an die Gebende, sie kümmert sich um fast alles, hält Adam den Rücken frei, ist ständig bemüht, es allen recht zu machen und opfert sich dabei mehr und mehr auf. Jessica Stanley zeichnet in ihrem Roman ein ehrliches Bild von den Herausforderungen, denen heutzutage viele junge Frauen, die sich Kinder wünschen und Karriere machen wollen, gegenüberstehen.

Die unterhaltsame Geschichte ist in intelligenter Sprache mit feinem Humor erzählt und liest sich sehr flüssig. Nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren sind authentisch und mit viel Empathie beschrieben. Es hat mir viel Lesefreude bereitet, in Coralies Leben mit all seinen Höhen und Tiefen einzutauchen und dabei auch Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt zu erhalten. Ich mochte die junge Frau und fand es bewundernswert, mit welcher Hingabe sie sich in die Beziehung mit Adam einbringt, habe aber auch schon früh gesehen, dass sie sich zu viel aufbürdet und dabei permanent überfordert. Eine weitere Lieblingsfigur war für mich Coralies jüngerer Bruder Daniel, der sich in Australien um seine kranke Mutter kümmert und später in London auch für seine Schwester da ist.

Dass die politischen Themen in diesem Beziehungsroman relativ viel Raum einnehmen, hat mir nicht so gut gefallen. Hier wäre für mich weniger mehr gewesen. Nichtsdestotrotz habe ich das Buch, in dem es um Liebe und Familie, um Partnerschaft und Mutterschaft geht, bis zum für mich stimmigen Ende sehr gern gelesen, es hat mich gefesselt und berührt

Leseempfehlung für diesen großartigen Roman!

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Liebevoll und hochwertig gestaltetes Kinderbuch

Zelten mit Juli
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"Zelten mit Juli" ist bereits der siebte Band der erfolgreichen Kinderbuchreihe um Paul und sein Pferd Juli, den die Autorin und Illustratorin Petra Eimer veröffentlicht hat. Im Mittelpunkt der Abenteuergeschichte ...

"Zelten mit Juli" ist bereits der siebte Band der erfolgreichen Kinderbuchreihe um Paul und sein Pferd Juli, den die Autorin und Illustratorin Petra Eimer veröffentlicht hat. Im Mittelpunkt der Abenteuergeschichte stehen die Tierischen Sechs, die aus dem Ich-Erzähler Paul, seinem besten Freund Max und seiner Freundin Anna von nebenan bestehen sowie der Stute Juli, ihrem Fohlen Juno und dem Hund Watson. Die Tiere arbeiten seit dem Sommer an der Schule der Kinder als Therapietiere.

Um seinen Schülerinnen und Schülern die Natur näherzubringen, fährt Schuldirektor Seibel mit ihnen nach Bayern zum Zelten. Mit dabei sein werden Frau Grimscheid, die Klassenlehrerin der Kinder, und natürlich die drei Schultiere, für deren Transport und Betreuung Herr Hoppe zuständig ist, Julis ehemaliger Besitzer. Für eine Woche werden sie Gäste in einem Camp sein, das sich für den Schutz der Umwelt einsetzt. Im Camp der guten Hoffnung werden sie von Annika begrüßt, die mit ihrem Mann Thomas das Camp leitet. Die Kinder sind von den strengen Campregeln wenig begeistert. Außerdem ist das Baden im See verboten, weil dort viel Plastikmüll herumliegt. Die Tierischen Sechs beginnen mit ihren Ermittlungen, um herauszufinden, wer für die Verschmutzung verantwortlich ist ...

Die lehrreiche Geschichte mit dem wichtigen Thema Umweltschutz ist fesselnd und mit ganz viel Herz und Humor erzählt. Sie kann problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden, zumal alle Beteiligten auf den ersten Seiten ausführlich vorgestellt werden. Es gibt an einigen Stelle Verweise auf frühere Bände der Reihe, die die Kinder sicherlich neugierig auf die anderen Geschichten machen werden.

Das wunderschön gestaltete Kinderbuch umfasst 182 Seiten und richtet sich an Kinder ab etwa 8 Jahren zum Selberlesen, eignet sich aber auch hervorragend zum Vorlesen für jüngere Kinder. Die Schrift ist schön groß, die Sprache altersgerecht und gut verständlich. Der abenteuerliche Comic-Roman ist reich bebildert, auf jeder Seite befinden sich detailreiche und farbige Illustrationen. Sie sind ganz zauberhaft und laden die kleinen Leserinnen und Leser zum ausgiebigen Betrachten ein. Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin besonders zu betonende Wörter durch farbige Großschreibung und Unterstreichungen optisch hervorgehoben hat.

Absolute Lese- und Vorleseempfehlung für dieses wunderbares Kinderbuch, das Mädchen und Jungen gleichermaßen begeistern wird!

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ergreifender Roman über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung

John of John
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Nach seinem erfolgreichen Romandebüt "Shuggie Bain", für das er 2020 den Booker Prize erhalten hat, und seinem zweiten Roman "Young Mungo" hat der schottisch-amerikanische Schriftsteller Douglas Stuart ...

Nach seinem erfolgreichen Romandebüt "Shuggie Bain", für das er 2020 den Booker Prize erhalten hat, und seinem zweiten Roman "Young Mungo" hat der schottisch-amerikanische Schriftsteller Douglas Stuart nun sein drittes Werk, "John of John", veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der in den neunziger Jahren spielenden Geschichte steht der 22-jährige John Calum McLeod, genannt Cal, der in Edinburgh sein Kunststudium erfolgreich abgeschlossen hat. Nachdem sein Vater John ihn aufgefordert hat, nach Hause zurückzukehren, weil es seiner Großmutter nicht gut gehe, macht Cal sich nach vier Jahren in der schottischen Hauptstadt auf den 400 km langen Weg nach Falabay, einem kleinen Ort auf der Insel Harris in den Äußeren Hebriden, wo sein Vater John mit Cals Großmutter Ella in einem kleinen Crofthaus lebt. John ist Schafzüchter und fertigt als Weber den traditionellen Harris-Tweed. Wie alle Inselbewohner gehört er den Freien Presbyterianern an und ist tief in seinem Glauben verwurzelt. Er weiß nicht, dass Cal mangels beruflicher Perspektive wohnungslos war und bei einer albanischen Putzkolonne jobbte. Seine Enttäuschung über Cals Arbeitslosigkeit kann er nicht verbergen, und die langen, gefärbten Haare seines Sohnes stellen für ihn eine Provokation dar.

Cal fällt es nach den selbstbestimmten Jahren in Edinburgh schwer, sich wieder an die häusliche Enge, die unnachgiebige Dominanz seines Vaters und das traditionelle Umfeld zu gewöhnen. Das Geld ist knapp, und fortan unterstützt er John bei der Schafzucht und am Webstuhl. Vater und Sohn lieben sich, dennoch sind beide nicht in der Lage, ihre Gefühle zu zeigen, vieles bleibt ungesagt. John weiß nicht um Cals Homosexualität, und auch Cal ahnt nicht, welche Geheimnisse John bewahrt.

Der Roman ist in klarer, sehr direkter Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Douglas Stuart zeichnet seine Charaktere nicht nur authentisch und facettenreich, er beschreibt auch ihre innere Zerrissenheit sehr eindrucksvoll. Die Geschichte ging mir unter die Haut, ich habe mit den Protagonisten mitgelitten und mir gewünscht, dass sie sich endlich einander öffnen. Die Entwicklung der Figuren ist glaubhaft und ganz wunderbar beschrieben. Ella ist mir besonders ans Herz gewachsen, sie ist selbst eine Außenseiterin und Cal eine Komplizin, die für ihn eintritt und ihn unterstützt.

Sehr beeindruckend fand ich Douglas Stuarts faszinierende Beschreibungen der rauen und kargen Landschaft. Auch der Alltag der Schafzüchter, Fischer und Weber unter den harten Lebensbedingungen ist intensiv geschildert. In vielen Familien entstehen über Generationen hinweg auf den Familienwebstühlen, die mit Trittpedalen angetrieben werden, kunstvolle Kreationen.

Das Buch, in dem es neben einem schwierigen Vater-Sohn-Verhältnis auch um Liebe und Sehnsucht, Scham, Schmerz und Schuldgefühle geht, hat mir sehr gut gefallen, es hat mich gefesselt, erschüttert und zutiefst berührt.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und tiefgründige Werk!

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