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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2019

Leider nicht der beste Thriller von Jenny Blackhurst

Mein Herz so schwarz
2

Ich mag die Bücher von Jenny Blackhurst sehr! Das neue Buch von ihr - "Mein Herz so schwarz" - fängt auch vielversprechend an. Die Braut, Evie, stürzt am Hochzeitstag von der Klippe - Mord, Unfall oder ...

Ich mag die Bücher von Jenny Blackhurst sehr! Das neue Buch von ihr - "Mein Herz so schwarz" - fängt auch vielversprechend an. Die Braut, Evie, stürzt am Hochzeitstag von der Klippe - Mord, Unfall oder Selbstmord? Schnell wird klar, dass eigentlich alles unklar ist: Lebt Evie noch? Warum ist das alles geschehen?
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Evie und ihrer "besten Freundin" Rebecca erzählt. Als Leser merkt man aber auch hier schnell, dass an dieser Freundschaft irgend etwas nicht stimmt.
Und genau das ist leider diesmal das Problem dieses Buches! Ich habe bereits nach den ersten hundert Seiten gewusst worauf es hinaufläuft, was geschehen ist und warum! Und das ist leider bei einem Thriller tödlich. Mir als Leser wurde die Spannung genommen. Trotzdem habe ich das Buch fertiggelesen. Der Schreibstil von Jenny Blackhurst ist sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass ich das Buch schnell gelesen habe. Manche Dinge wirken auch leider sehr konstruiert und wären meiner Meinung nach für die Story nicht notwendig gewesen, im grossen und ganzen hat mir das Buch aber trotzdem gefallen.
Fazit
Da ich leider nicht mitfiebern konnte, gibt es nur ❤️❤️❤️ Leseherzen.
Jenny Blackhurst kann es definitiv besser. "Mein Herz so schwarz" ist ein leichter Sommerthriller dessen Ausgang leider vorhersehbar ist.

Veröffentlicht am 11.06.2019

Erstlingswerk mit viel Luft nach oben

Hinterhaus
1

Die Geschichte startet spannend und man ist gleich mitten im Geschehen. Die Geschichte spielt in Berlin, im Szeneviertel Prenzlauer Berg.Carolin, eine mäßig erfolgreiche Radiomoderatorin, wird von jetzt ...

Die Geschichte startet spannend und man ist gleich mitten im Geschehen. Die Geschichte spielt in Berlin, im Szeneviertel Prenzlauer Berg.Carolin, eine mäßig erfolgreiche Radiomoderatorin, wird von jetzt auf gleich von ihrem Freund; einem erfolgreichen Orthopäden, verlassen und auf die Strasse gesetzt. Carolin, die anscheinend sehr lebensfremd ist, weiß nicht wohin.
Eine Nachbarin aus dem Hinterhaus nimmt sie daraufhin bei sich auf. Dort stößt sie auf die Leiche eines lange vermissten Kindes und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Was wirklich vielversprechend begann, entwickelt sich schnell zu einem relativ unglaubwürdigen Plot. Niemand kommt zu irgendeinem Zeitpunkt auf die Idee die Polizei einzuschalten, egal ob Leichen auftauchen, Sex mit Minderjährigen beobachtet wird oder jemand zusammengeschlagen oder mit Elektroschocks betäubt wird. Zudem ist die Sprache des Krimis sehr direkt und es wird ständig gekotzt, jemand angepinkelt oder übergibt sich. Mir war dies leider zu viel, es gibt aber bestimmt ein Publikum dafür, ich war wahrscheinlich einfach nicht die Zielgruppe.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Spannende Fortsetzung

Bluthaus
2

Schon lange habe ich mich auf die Fortsetzung der Elbmarsch-Krimireihe gefreut. In "Totenweg" gab es ja bereits einen Teaser auf "Bluthaus". Und gleich von Beginn an wird es super spannend. Ein Rückblick ...

Schon lange habe ich mich auf die Fortsetzung der Elbmarsch-Krimireihe gefreut. In "Totenweg" gab es ja bereits einen Teaser auf "Bluthaus". Und gleich von Beginn an wird es super spannend. Ein Rückblick ins Jahr 1987 und in das Bluthaus.....

Und es geht spannend weiter, Frida, die von dem letzten Fall noch angeschlagen ist, wohnt bei ihren Eltern auf dem Apfelhof und unterstützt ihren Vater bei der Arbeit auf dem Hof als plötzlich Jo auftaucht. Als Jo in Schwierigkeiten gerät, beschließt Frida ihr zu helfen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Romy Fölck gelingt es auch in diesem Band eine tolle Balance zwischen dem Fall und dem Privatleben der beiden Ermittler zu finden. Beides ist in diesem Band ziemlich spanend und dramatisch, mehr möchte ich aber dazu nicht schreiben um nicht zuviel zu verraten.

Zwischendrin gibt es auch immer wieder Rückblicke in das Jahr 1987 und so erfährt der Leser nach und nach immer mehr Hintergrundinformationen und das Puzzle beginnt sich nach und nach zusammenzusetzen. Dieses Stilmittel hat mir sehr gut gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Hätte ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es, glaube ich, an einem Tag durchgelesen.

Fazit
Spannende Fortsetzung der Elbmarsch-Reihe, genauso fesselnd und unterhaltsam wie der erste Teil. Die beiden Bücher können zwar auch unabhängig voneinander gelesen werden, ich empfehle aber auf jeden Fall zuerst "Totenweg" zu lesen.

Teil 3 der Reihe wird im Herbst 2019 erscheinen - darauf freue ich mich heute schon!

Bluthaus ist der perfekte Auftakt in den Krimiherbst 2018!

Veröffentlicht am 28.09.2018

Wieder ein spannender Thriller von Tibor Rode

Das Morpheus-Gen
0

Schon der Prolog beginnt mit einem super spannend: Ein Rückblick in die nahe Vergangenheit und ein Mord/Selbstmord? Nach diesem Auftakt startet die Geschichte im heutigen New York. Der unbescholtene Anwalt ...

Schon der Prolog beginnt mit einem super spannend: Ein Rückblick in die nahe Vergangenheit und ein Mord/Selbstmord? Nach diesem Auftakt startet die Geschichte im heutigen New York. Der unbescholtene Anwalt David Berger versteht die Welt nicht mehr: Seit der Einnahme einer mysteriösen Tablette findet er keinen Schlaf mehr und zeitgleich werden sein bester Freund und seine Freundin ermordet aufgefunden, die Polizei verdächtigt ihn! Der Leser steht vor dem gleichen Mysterium wie David selbst, was ist geschehen? Wer steckt hinter dem geheimnisvollen Pharmaunternehmen das die Tabletten hergestellt hat? David flüchtet und versucht die Hintergründe seiner Schlaflosigkeit zu erforschen, doch damit begibt er sich in Lebensgefahr!

Die Kapitel des Buches sind kurz gehalten, zwischendurch gibt es historische Rückblicke – ein Kunstgriff, welcher mir schon bei den beiden anderen Thrillern sehr gut gefallen hat. Nach und nach setzt sich das Puzzle langsam zusammen und man erkennt, dass hinter nen mysteriösen Vorfällen vielmehr als angenommen steckt. Ich bin ein großer Fan von Geheimbünden und Verschwörungstheorien, welche auch hier eine Rolle spielen. Ein weiterer Grund dafür, dass mir dieser Thriller so gut gefallen hat. Es ist die Mischung aus Wissenschaft, Geheimbünden, historischen Verschwörungen und spannenden Thriller, der so typisch für Tibor Rode ist.

Fazit
Eine spannender Thriller mit gut durchdachten Handlungssträngen die teilweise mehrere Jahrhunderte zurückreichen und auf manche Mysterien der Weltgeschichte einen neuen / (fiktiven) Blickwinkel eröffnen. Für mich eine perfekte Mischung und ein super spannendes Buch!

Veröffentlicht am 30.07.2018

Solider Psychothriller

A Stranger in the House
0

"A stranger in the house" ist bereits das zweite Buch von Shari Lapena. Das erste Buch "The couple next door" habe ich letztes Jahr verschlungen und war total begeistert. Auch der neue Thriller von Shari ...

"A stranger in the house" ist bereits das zweite Buch von Shari Lapena. Das erste Buch "The couple next door" habe ich letztes Jahr verschlungen und war total begeistert. Auch der neue Thriller von Shari Lapena ist im gleichen Stil geschrieben. Sie erzählt im Präsens, die Kapitel sind kurz und dadurch liest sich das Buch sehr schnell.
Im Prolog erleben wir wie Karen aus einem Restaurant stürmt, sich in ihr Auto setzt und davon rast, bis sie durch einen Laternenpfosten gebremst wird. Tom, ihr Mann, kommt Nachhause und findet das Haus verlassen vor. Anscheinend ist seine Frau überstürzt aufgebrochen, Handtasche, Geldbeutel, Handy - alles liegt noch Zuhause. Auch das halbfertige Essen steht noch in der Küche. Nach und nach stellt sich heraus, was passiert ist und wo sie war, aber Karen hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich an nichts erinnern. Im Hinterhof des Restaurants ist ein Mord geschehen - hat Karen etwas damit zu tun? Der Tote bleibt erst einmal nicht identifizierbar und auch Karens Gedächtnis bleibt verloren oder spielt sie allen etwas vor?
Auch in diesem Thriller ermittelt wieder Detective Raschbach, der sehr umsichtig und gründlich vorgeht, ohne voreilige Schlüsse zu ziehen. Doch leider bleiben die übrigen Personen des Buches ziemlich blass. Die drei Hauptpersonen Karen, Tom und die Nachbarin Brigid haben es nicht geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Irgendwie wirkt auch alles unrund, obwohl das Ende mich wieder überrascht hat. Gut gefallen hat mir, dass auch der zweite Thriller von ihr ohne viel Gewalt und Blut auskommt und eher ein Psychothriller ist. Man weiß nie, wer die Wahrheit sagt, wer lügt und anfangs sind auch viele Zusammenhänge nicht klar. Dies lädt zum Miträtseln ein, was ich sehr gerne mag, aber hinter dem grandiosen Erstlingswerk bleibt dieser Thriller leider doch etwas zurück.
Fazit
Nichts desto trotz ist man gut unterhalten und ich habe den Thriller sehr schnell durchgelesen. Wer schnelle, nicht zu anspruchsvolle Unterhaltung erwartet, dem kann ich das Buch empfehlen. Leser des ersten Thrillers der Autorin werden wahrscheinlich enttäuscht sein. Ich würde sagen, es ist eine gute, leichte Lektüre für den Urlaub.