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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2020

spannender und atmosphärischer Psychothriller

Sieben Lügen
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Inhalt
Alles fängt mit einer kleinen Notlüge an „Natürlich passt ihr beide gut zueinander“ – das sagt Jane ihrer Freundin Marnie, als diese ihr ihren neuen Freund vorstellt. Aber Jane ist alles andere ...

Inhalt
Alles fängt mit einer kleinen Notlüge an „Natürlich passt ihr beide gut zueinander“ – das sagt Jane ihrer Freundin Marnie, als diese ihr ihren neuen Freund vorstellt. Aber Jane ist alles andere als einverstanden mit Marnies Partnerwahl. Und so kommt eines zum anderen und eine Lüge folgt der anderen…. und kann nur böse enden….

Meine Meinung
„Sieben Lügen“ ist ein klassischer Psychothriller. Ganz langsam aber stetig baut sich die Spannung auf. Jane und Marnie sind seit der Schulzeit befreundet und waren immer ein Herz und eine Seele. Doch dann verliebt sich Marnie in Charles und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Dank der kurzen Kapitel liest sich das Buch rasend schnell. Hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde mit einem vorgegebenen Zeitplan gelesen, hätte ich es wahrscheinlich an einem Wochenende gelesen.

Unterteilt ist das Buch in die jeweils sieben Lügen, einem Abschnitt namens „die Wahrheit“ und einen “ Vier Jahre danach“. Als Icherzählerin spricht Jane scheinbar direkt mit dem Leser. Doch im Laufe des Buches merkt man, dass jemand anderes angesprochen wird. Dieser „Kunstgriff“ lässt den Leser noch mehr in die Geschichte eintauchen.

„Sieben Lügen“ ist ein leiser Psychothriller und kommt ohne (viel) Gewalt und Blutvergiessen aus. Das Buch spricht das „Kopfkino“ an, ich hatte während des Lesens ständig mögliche Szenarien im Kopf wie es weitergehen könnte, warum etwas so ist wie es ist – also genau das, was man von einem Psychothriller erwartet.

Über den Inhalt möchte ich nicht viel erzählen, da es die Spannung und den Lesespaß nimmt, wenn man schon zuviele Details der Geschichte kennt.

Das Ende war ein bisschen enttäuschend, hier löst sich insbesondere ein Erzählstrang nicht richtig auf. Eine Person, die massgeblich den weiteren Verlauf hätte bestimmen können, taucht einfach nicht mehr auf – ohne Erklärung.

Fazit
Ein schöner, leiser Psychothriller. Ein Pageturner mit einigen kleinen Schwächen, den ich aber mit kleinen Abstrichen gegen Ende, auf jeden Fall weiterempfehlen kann. 🖤🖤🖤🖤 Thrillerherzen für den sehr atmosphärisch geschriebenen Psychotriller, der wunderbar unterhält!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 13.10.2019

Wieder ein packender Krimi aus den Elbmarschen

Sterbekammer
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Inhalt
In einer einsamen Mühle in den Deichmarschen wird ein Toter gefunden. Der schwierige und zurückgezogen lebende Mann liegt tot im Haus. Als Frieda Paulsen den Tatort untersucht, stößt sie auf eine ...

Inhalt
In einer einsamen Mühle in den Deichmarschen wird ein Toter gefunden. Der schwierige und zurückgezogen lebende Mann liegt tot im Haus. Als Frieda Paulsen den Tatort untersucht, stößt sie auf eine versteckte Bodenkammer in der Küche. Es sieht so aus, als wäre hier jahrelang eine Frau gefangen gehalten worden. Zeitgleich findet ein Überfall auf eine Tankstelle in der Nähe statt. Hängen die beiden Ereignisse zusammen? Was steckt dahinter?

Meine Meinung
Das Ermittlerteam Frieda Paulsen und Bjarne Haverkorn habe ich schon im ersten Band ""Totenweg" kennen und lieben gelernt. Die junge, ehrgeizige Frieda, ist hin und hergerissen zwischen ihrem Job und dem elterlichen Apfelhof. Ihr Kollege Bjarne Haferkorn, der kurz vor der Pensionierung steht, führt eine schwierige Ehe und weiß seit dem zweiten Band "Bluthaus", dass er Vater einer erwachsenen Tochter ist.

Diese beiden stehen im Mittelpunkt der Geschichte in der sowohl der Fall als auch das Privatleben der beiden eine Rolle spielt. Diese Mischung gefällt mir sehr gut, man lernt die Ermittler von Band zu Band besser kennen und leidet und fiebert mit ihnen mit.

Aber auch der Fall ist spannend, was als "einfacher" Todesfall beginnt, wird schnell ein anspruchsvolles und kompliziertes Rätsel. Es tauchen Indizien auf, dass die Gefangene eine vor 10 Jahren vermisste Frau sein könnte. Doch sie scheint weiterhin verschwunden zu sein.

Das Besondere an den Krimis von Romy Fölck ist, dass sie es schafft, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen und eine unterschwellige Spannung zu erzeugen, so dass man, einmal begonnen, nicht mehr aufhören will zu lesen.
Die Kapitel, die aus der Sicht des Opfers geschrieben sind, hinterlassen eine Gänsehaut und ein beklemmendes Gefühl.
Romy legt geschickt falsche Fährten und ich wusste bis zum Schluß nicht, wie der Fall aufgelöst wird.
Fazit
Schon die ersten beiden Bände hatten mich total begeistert, mit "Sterbekammer" hat sich Romy Fölck aber nochmal gesteigert. Die Mischung aus Fallermittlung, Spannung und den privaten Problemen und Entwicklungen der Ermittler ist perfekt gelungen. Und durch die atmosphärische Beschreibung fühlt man sich beim Lesen wie "live vor Ort" in den Elbmarschen. 🖤🖤🖤🖤🖤 von 🖤🖤🖤🖤🖤 Krimiherzen!!

Schade nur, dass es jetzt wieder ein Jahr dauert, bis es einen neuen Fall mit Frida und Bjarne geben wird!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 04.08.2019

Leider nicht der beste Thriller von Jenny Blackhurst

Mein Herz so schwarz
2

Ich mag die Bücher von Jenny Blackhurst sehr! Das neue Buch von ihr - "Mein Herz so schwarz" - fängt auch vielversprechend an. Die Braut, Evie, stürzt am Hochzeitstag von der Klippe - Mord, Unfall oder ...

Ich mag die Bücher von Jenny Blackhurst sehr! Das neue Buch von ihr - "Mein Herz so schwarz" - fängt auch vielversprechend an. Die Braut, Evie, stürzt am Hochzeitstag von der Klippe - Mord, Unfall oder Selbstmord? Schnell wird klar, dass eigentlich alles unklar ist: Lebt Evie noch? Warum ist das alles geschehen?
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Evie und ihrer "besten Freundin" Rebecca erzählt. Als Leser merkt man aber auch hier schnell, dass an dieser Freundschaft irgend etwas nicht stimmt.
Und genau das ist leider diesmal das Problem dieses Buches! Ich habe bereits nach den ersten hundert Seiten gewusst worauf es hinaufläuft, was geschehen ist und warum! Und das ist leider bei einem Thriller tödlich. Mir als Leser wurde die Spannung genommen. Trotzdem habe ich das Buch fertiggelesen. Der Schreibstil von Jenny Blackhurst ist sehr angenehm und leicht zu lesen, so dass ich das Buch schnell gelesen habe. Manche Dinge wirken auch leider sehr konstruiert und wären meiner Meinung nach für die Story nicht notwendig gewesen, im grossen und ganzen hat mir das Buch aber trotzdem gefallen.
Fazit
Da ich leider nicht mitfiebern konnte, gibt es nur ❤️❤️❤️ Leseherzen.
Jenny Blackhurst kann es definitiv besser. "Mein Herz so schwarz" ist ein leichter Sommerthriller dessen Ausgang leider vorhersehbar ist.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstl
  • Figuren
Veröffentlicht am 11.06.2019

Erstlingswerk mit viel Luft nach oben

Hinterhaus
1

Die Geschichte startet spannend und man ist gleich mitten im Geschehen. Die Geschichte spielt in Berlin, im Szeneviertel Prenzlauer Berg.Carolin, eine mäßig erfolgreiche Radiomoderatorin, wird von jetzt ...

Die Geschichte startet spannend und man ist gleich mitten im Geschehen. Die Geschichte spielt in Berlin, im Szeneviertel Prenzlauer Berg.Carolin, eine mäßig erfolgreiche Radiomoderatorin, wird von jetzt auf gleich von ihrem Freund; einem erfolgreichen Orthopäden, verlassen und auf die Strasse gesetzt. Carolin, die anscheinend sehr lebensfremd ist, weiß nicht wohin.
Eine Nachbarin aus dem Hinterhaus nimmt sie daraufhin bei sich auf. Dort stößt sie auf die Leiche eines lange vermissten Kindes und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Was wirklich vielversprechend begann, entwickelt sich schnell zu einem relativ unglaubwürdigen Plot. Niemand kommt zu irgendeinem Zeitpunkt auf die Idee die Polizei einzuschalten, egal ob Leichen auftauchen, Sex mit Minderjährigen beobachtet wird oder jemand zusammengeschlagen oder mit Elektroschocks betäubt wird. Zudem ist die Sprache des Krimis sehr direkt und es wird ständig gekotzt, jemand angepinkelt oder übergibt sich. Mir war dies leider zu viel, es gibt aber bestimmt ein Publikum dafür, ich war wahrscheinlich einfach nicht die Zielgruppe.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Figuren
Veröffentlicht am 30.09.2018

Spannende Fortsetzung

Bluthaus
2

Schon lange habe ich mich auf die Fortsetzung der Elbmarsch-Krimireihe gefreut. In "Totenweg" gab es ja bereits einen Teaser auf "Bluthaus". Und gleich von Beginn an wird es super spannend. Ein Rückblick ...

Schon lange habe ich mich auf die Fortsetzung der Elbmarsch-Krimireihe gefreut. In "Totenweg" gab es ja bereits einen Teaser auf "Bluthaus". Und gleich von Beginn an wird es super spannend. Ein Rückblick ins Jahr 1987 und in das Bluthaus.....

Und es geht spannend weiter, Frida, die von dem letzten Fall noch angeschlagen ist, wohnt bei ihren Eltern auf dem Apfelhof und unterstützt ihren Vater bei der Arbeit auf dem Hof als plötzlich Jo auftaucht. Als Jo in Schwierigkeiten gerät, beschließt Frida ihr zu helfen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

Romy Fölck gelingt es auch in diesem Band eine tolle Balance zwischen dem Fall und dem Privatleben der beiden Ermittler zu finden. Beides ist in diesem Band ziemlich spanend und dramatisch, mehr möchte ich aber dazu nicht schreiben um nicht zuviel zu verraten.

Zwischendrin gibt es auch immer wieder Rückblicke in das Jahr 1987 und so erfährt der Leser nach und nach immer mehr Hintergrundinformationen und das Puzzle beginnt sich nach und nach zusammenzusetzen. Dieses Stilmittel hat mir sehr gut gefallen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Hätte ich das Buch nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es, glaube ich, an einem Tag durchgelesen.

Fazit
Spannende Fortsetzung der Elbmarsch-Reihe, genauso fesselnd und unterhaltsam wie der erste Teil. Die beiden Bücher können zwar auch unabhängig voneinander gelesen werden, ich empfehle aber auf jeden Fall zuerst "Totenweg" zu lesen.

Teil 3 der Reihe wird im Herbst 2019 erscheinen - darauf freue ich mich heute schon!

Bluthaus ist der perfekte Auftakt in den Krimiherbst 2018!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre