Von Frauen und Hunden
HündinNahe am Dschungel, nahe am Meer, nahe an Bogota: in einem kleinen Dorf in Kolumbien bekommt Damaris einen kleinen Welpen geschenkt, dessen Mutter gestorben ist und der ohne Hilfe keine Überlebenschance ...
Nahe am Dschungel, nahe am Meer, nahe an Bogota: in einem kleinen Dorf in Kolumbien bekommt Damaris einen kleinen Welpen geschenkt, dessen Mutter gestorben ist und der ohne Hilfe keine Überlebenschance hat. Liebevoll kümmert sie sich um das Tier und schenkt ihm die Zuwendung, die sie für ihre Kinder vorgesehen hatte, die sie nie bekommen hat.
Im Vordergrund des sehr kurzen Romans von Pilar Quintana steht die Hündin und damit stellvertretend das Muttersein; es geht aber auch um das Leben in dem kolumbischen Dorf, welches sowohl in der Jetzt-Zeit, als auch in Erinnerungen an Damaris Leben vorkommt. Diese Beschreibungen und die des Dschungels und des Pazifiks zeichnen ein interessantes Bild von Kolumbien.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, da ich unbedingt wissen wollte, was als nächstes passiert. Es gibt keine benannten Kapitel, sodass der Roman fast wie ein Bericht wirkt oder wie eine mündliche Erzählung, die nur als Ganzes funktioniert. Die Sprache des Romans ist schnörkellos und zieht einen doch in den Bann.
Ein schnell zu lesender Roman in einem faszinierenden und aus europäischer Sicht exotischen Setting, der auf spannende Art das Thema Mutterschaft aufgreift. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.