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Veröffentlicht am 04.06.2017

Ein tolles Buch über die 90er, Selbstfindung, Nirvana und Liebe

Das Jahr, in dem sich Kurt Cobain das Leben nahm
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Klappentext:
Es ist das Jahr 1993. Bill Clinton wird Präsident der USA und Nirvana veröffentlichen ihr drittes Album »In Utero«. In diesem Jahr zieht Maggie mit ihrer Familie von Chicago nach Bray, einen ...

Klappentext:


Es ist das Jahr 1993. Bill Clinton wird Präsident der USA und Nirvana veröffentlichen ihr drittes Album »In Utero«. In diesem Jahr zieht Maggie mit ihrer Familie von Chicago nach Bray, einen verschlafenen Ort an der irischen Küste. Sie muss viel zurücklassen, besonders aber vermisst sie ihren chaotischen Onkel Kevin: nur zehn Jahre älter, seines Zeichens Rockmusiker und größter lebender Nirvana-Fan.
Aller Anfang ist schwer. Immerhin ist da Eoin, der Maggie mit seinem unergründlichen Lächeln ziemlich durcheinanderbringt. Doch während die beiden sich näherkommen, erreicht Maggie eine furchtbare Nachricht: Onkel Kevin ist gestorben! Alles, was Maggie von ihm bleibt: Zwei Tickets für ein Nirvana-Konzert in Rom. Und ein Brief, in dem er Maggie auffordert, sich unbedingt auf den Weg zu machen und dabei den Jungen mitzunehmen, den sie liebt. Und Maggie? Setzt sich über alle Verbote hinweg und wagt den Trip nach Rom. Zusammen mit Eoin ...


Meinung:


Ein wunderschönes Buch mit tollen Charakteren, bei dem vom Titel bis zum Anhang einfach alles stimmt!

Bevor ich etwas zum eigentlichen Buch schreibe, muss ich einfach auf den Titel und das Cover eingehen. Der deutsche Titel gefällt mir in diesem Fall viel besser als der Originaltitel, was einfach daran liegt, dass er wie die Faust auf's Auge passt. Eine sehr gute Wahl. Einfach großartig ist aber das Cover, das doch seht an das "Nevermind" erinnert. Beides spiegelt den Inhalt des Buches sehr gut wieder und trägt sehr viel zum Gesamteindruck dieses Buches bei.

Maggie, die 16-jährige Protagonistin zieht zusammen mit ihrer 11-jährigen Schwester Ronnie und ihrer Mutter Laura von Amerika nach Irland, da ihre Mutter einen Iren heiratet. Maggie hat es anfangs nicht leicht. So muss sie sich erst an alles Neue gewöhnen, denn ob man nun in Chicago lebt oder in einem kleinen Ort in Irland, macht schon einen Unterschied. An vieles gewöhnt sie sich und findet sogar eine Freundin, aber einen gibt es, den sie sehr vermisst und um den sich auch viele ihrer Erzählungen und Erinnerungen drehen: Onkel Kevin. Als jüngerer Bruder ihrer Mutter, Mitglied in einer Rockband und Drogenabhängiger ist er eindeutig das schwarze Schaf der Familie. Doch Maggie hat eine spezielle Bindung zu ihm, die im Buch sehr gut dargestellt wird. Die Beiden ergänzen sich und lieben sich abgöttisch. Kevin ist es, der Maggie zum Beispiel mit auf ein Smashing Pumpkins Konzert nimmt und sie auch an Nirvana heranführt. Riesig ist der Schock dann natürlich, als Maggie die Nachricht bekommt, dass Kevin gestorben ist. Vorher hat er ihr allerdings noch 2 Tickets für ein Nirvana Konzert geschickt und mit diesen Karten ändert sich auch Maggies Leben.
Auch wenn ich erst 10 war, als Kurt Cobain starb, hatte ich doch durchgängig das Gefühl, in Erinnerungen aus dieser Zeit zu schwelgen. Die Autorin hat es geschafft, diese Zeit wieder aufleben zu lassen und eine unterschwellig bedrückende Stimmung zu kreieren.

Maggie ist eine tolle Protagonistin, die Anfangs noch sehr in sich gekehrt war. Selten erlaubte sie sich wirklich Spaß zu haben oder aus sich heraus zukommen. Dieses passierte eigentlich nur, wenn sie mit Kevin zusammen war. Dann lebte sie, dann war sie sie selbst und dann hatte sie wirklich Spaß. Mit Kevins Tod und der Entscheidungen, dass sie zum Nirvana Konzert fahren will, ändert sich dieses allerdings. Man merkt, wie sie langsam aber sicher selbstbewusster wird und für sich selbst einsteht.
Ein wichtiger Teil ist dabei Eoin, den sie in ihrer neuen Heimat kennen lernt. Zwischen beiden ist sofort eine Chemie spürbar. Gefallen hat mir hier, dass die Liebesgeschichte sehr unromantisch und ohne großes Drama daherkommt. Abgesehen vom letzten Teil spielt sie auch eher eine untergeordnete Rolle, viel wichtiger ist die Beziehung zwischen Maggie und Kevin und was dieser Road Trip nach Rom für Maggie und ihr Leben bedeutet. Für sie ist es letztendlich eher eine Art Selbstfindungstrip (im positivsten Sinne des Wortes!).

Besonders gut gefallen haben mir die Nebencharaktere, die alle mit ihren eigenen Macken und zu tragenden Päckchen daher kommen und diesem Buch erst das Leben einhauchen.

Mein absolutes Highlight allerdings, und das wahrscheinlich, weil es so unerwartet kam und mir sofort die Tränen in die Augen getrieben hat, ist der Anhang.
Im Buch bekommt Maggie von ihrem Onkel Leseempfehlungen von Büchern, die ihm gefallen haben und diese sind im Anhang zu finden und zwar genauso wie im Buch beschrieben. Außerdem finden man einen Link zu einer Playlist bei Spotify, wo man alle Lieder gebündelt findet, die im Buch erwähnt werden.
Ich finde das großartig! Gerade so etwas gibt einem Buch das besondere Etwas.


Lieblingszitate:


"Letzte Fahrt,! Letzte Fahrt", rief ein Mann, und die Spitze seiner Zigarette glühte in der heimeligen Geborgenheit der kleinen Karten-Bude.
Seite 14 (Laut E-Reader)

Nicht der kleinste Hauch des Todes umgab ihn, nichts Krankes, nur ein Anflug von Welkheit, wie bei einer Pflanze, die gewässert werden musste.
Seite 33 (Laut-E-Reader)

Der Mond, auch das erzählte er, hätte einen perfekten Kreis beschrieben, wie ein Klumpen Schlagsahne am schwarzen Himmel.
Seite 96 (Laut E-Reader)

Sie rauchten selbst gedrehte Zigaretten und redeten in einer Sprache, die wie Seifenblasen klang.
Seite 142 (Laut E-Reader)


Fazit:


Ein tolles Buch über die 90er, Selbstfindung, Nirvana und Liebe. Eindeutig empfehlenswert mit einem ganz besonderen Anhang!

Veröffentlicht am 04.11.2018

Am Anfang ein noch sehr spannendes Buch mit einer tollen Grundidee, zum Ende hin leider schwächer

Lory-X
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Meinung:
Nachdem ich unter anderem unzählige Stunden als Ezio Auditore da Firenze in Italien verbracht habe, hört sich die Idee dieses Buches einfach nur großartig an! Ein Virtual-Reality-Spiel, in dem ...

Meinung:
Nachdem ich unter anderem unzählige Stunden als Ezio Auditore da Firenze in Italien verbracht habe, hört sich die Idee dieses Buches einfach nur großartig an! Ein Virtual-Reality-Spiel, in dem man wirklich in die Welten eintaucht und alles ganz genau miterlebt, also praktisch so wie Desmond in “Assassin’s Creed”. Eine großartige Vorstellung!
Lory hat mir als Charakter sehr gut gefallen (auch wenn sie anfangs schon sehr von sich überzeugt war…) und besonders der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die große Geheimniskrämerei um das Spiel und worum genau es geht, haben mich eine Seite nach der anderen durchsuchten lassen, weil ich endlich wissen wollte, was genau dieses Spiel ist.
Interessant fand ich auch, wie sich die Beziehungen der 5 Gamer mit der Zeit veränderten, auch wenn da schon sehr viele Klischees, zum Beispiel das der hübschen Zicke, bedient wurden.
Das Virtual-Reality-Spiel, das sie dann spielen, hatte ich mir irgendwie spektakulärer vorgestellt. Vielleicht waren auch einfach meine Ansprüche zu hoch, weil ich die ganze Zeit Spiele wie “Assassin’s Creed” oder “The Witcher” im Kopf hatte. Letztendlich war es dann aber eher enttäuschend und lief immer wieder auf Kämpfe hinaus.
Auch die Hintergrundgeschichte und das große Finale konnten mich nicht recht überzeugen. Ich fand es schon sehr an den Haaren herbeigezogen und verhältnismäßig unglaubwürdig, weshalb sich meine anfängliche Euphorie leider auch schnell legte.

Fazit:
Am Anfang ein noch sehr spannendes Buch mit einer tollen Grundidee, zum Ende hin leider schwächer.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Ein extrem wichtiges, schockierendes und eindringliches Buch

Du wolltest es doch
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Kurzrezension:
Es ist nun schon eine ganze Zeit her, dass ich dieses Buch beendet habe und dennoch spukt es mir weiterhin im Kopf herum. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so nachhaltig zu beeindrucken, ...

Kurzrezension:
Es ist nun schon eine ganze Zeit her, dass ich dieses Buch beendet habe und dennoch spukt es mir weiterhin im Kopf herum. Nicht viele Bücher schaffen es, mich so nachhaltig zu beeindrucken, wie dieses hier. Es war beeindruckend, wie dicht Lousie O’Neill schreibt. Sie hat es geschafft, dass ich Emma zuerst aus tiefstem Herzen verachtet habe. Am Anfang des Buches ist sie das typische Klischee eines verwöhnten, egozentrischen, hinterhältigen und extrem oberflächlichen Mädchens. Sie ist nur darauf bedacht, was andere von ihr denken, wie sie aussieht und will dabei immer besser, hübscher und beliebter sein als ihre Freundinnen. Genau die Art von Protagonistin also, die eigentlich niemand haben will und gerade das hat dieses Buch so besonders gemacht. Denn hätten alle Leser Emma sofort ins Herz geschlossen, weil sie eine freundliche, ausgeglichene und liebenswürdige Person war, so hätte das Buch nicht die gleiche Wirkung gehabt. Denn gerade weil ich Emma so fürchterlich gefunden habe, war ich umso entsetzter über das, was ihr passierte und vor allem auch, was das mit mir machte. Der zweite Teil des Buches hat mich schockiert und die Autorin hat es geschafft, dass ich Emma einfach nur in Arm nehmen wollte und die eine Person sein wollte, die sich nicht lustig macht, die für sie da ist und ihr glaubt, wenn es “Freunde” und Eltern schon nicht tun.
Der eindringliche Schreibstil hat mich immer tiefer und tiefer in das Buch gezogen. Durch viele Wiederholungen (und Einschübe in Klammern) wird es immer beklemmender bis zum Schluss, der wohl leider die Realität eher widerspiegelt als es jedes Happy End gekonnt hätte.
Es ist unglaublich, was Emma erleben musste. Und noch unglaublicher, dass sie nur eine von vielen ist.

Lieblingszitate:
Zusammen mit den anderen beiden hüpfe ich auf und ab, höher und immer höher, lege den Kopf in den Nacken und wünschte, ich könnte mitten in den tiefschwarzen Himmel hineinspringen und die Sterne schlucken.
Seite 51 (laut E-Reader)

Ich schaue Paul noch mal genauer an. Irgendwie kommt er mir auf einmal begehrenswerter vor als vorher, als wäre der Neid der anderen so etwas wie ein besonders schmeichelhafter Instagram-Filter.
Seite 67 (laut E-Reader)

Ein Wagen schießt raketenschnell auf mich zu, aber ich rühre mich nicht von der Stelle, sondern warte auf den harten Aufprall. Warte darauf, darauf, dass er in mich hineinkracht wie ein gebrochenes Versprechen.
Seite 93 (laut E-Reader)

Die Knochen meines Skeletts ordnen sich neu, bilden einen Käfig um mein Herz und drücken alle Luft aus meinen Lungen.
Seite 105 (laut E-Reader)


Fazit:
Ein extrem wichtiges, schockierendes und eindringliches Buch, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

Veröffentlicht am 24.07.2018

Ein ganz besonderes Buch!

Miss Gladys und ihr Astronaut
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Meinung
Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, manchmal auch beides gleichzeitig. Gladys und ihre Familie, genauso wie den grantigen Tom Major muss man einfach ins Herz schließen. Die ...

Meinung


Dieses Buch hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, manchmal auch beides gleichzeitig. Gladys und ihre Familie, genauso wie den grantigen Tom Major muss man einfach ins Herz schließen. Die Grundidee dieses Romans ist jetzt erstmal nichts Neues: Grantiger Mann, der mit der Welt an sich nicht mehr viel zu tun haben will, lernt Familie in Not kennen. Was es aber besonders macht, ist das Setting. Wir reden hier immerhin von einem Astronauten im Raumschiff auf dem Weg zum Mars! Und alleine schon diese Idee macht das Buch zu etwas ganz Besonderem. Gepaart mit einem trocken-ironischen Schreibstil und wunderbaren Einfällen, ist dieses Buch ein ganz besonderes Lieblingsstück von mir geworden.
Gladys und ihre Enkel James und Ellie haben es nicht leicht. Die Mutter von James und Ellie ist tot, der Vater im Gefängnis und Gladys wird langsam dement.
Das darf aber auf keinen Fall jemand mitbekommen, denn Gladys hat offiziell das Sorgerecht und was passieren würde, würde jemand herausbekommt, wie es um sie steht, will sich niemand ausmalen.
Doch nicht nur das ist das Problem, sondern auch die drohende Obdachlosigkeit, weil die Miete seit langem nicht bezahlt wurde.
Durch einen Zufall lernt Gladys dann Major Tom kennen, der gerade auf dem Weg zum Mars ist und das Schicksal nimmt zum Brüllen komisch und zum Schluchzen traurig seinen Lauf.
Besonders an diesem Buch haben mir die Charaktere gefallen. Ich habe ausnahmslos alle ins Herz geschlossen, weil jeder so liebevoll und individuell beschrieben wurde.
Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der 4 Protagonisten erzählt. Somit hat man wirklich die Chance, jeden kennenzulernen.
Besonders hat mir Ellie gefallen. Mit ihren 15 Jahren hat sie die Verantwortung für James, für Gladys und sorgt mit 3 Jobs noch dafür, dass Geld nach Hause kommt. Ich finde es großartig, wie sie mit dieser Situation umgeht. Doch was anfangs noch gut klappt, wird mit der Zeit immer schwerer und dieser Konflikt in ihr, der sich immer weiter aufbaut, bis sie irgendwann explodiert, ist einfach nur großartig beschrieben und absolut nachvollziehbar. Ich habe jede Seite mit Ellie mitgelitten und gefiebert.
Trotz seiner ruppigen und sehr unfreundlichen Art habe ich auch Tom direkt ins Herz geschlossen. Menschen findet er doof und lässt das auch jeden wissen. Dabei entstehen besonders am Anfang extrem lustige Situationen. Doch sobald man ihn besser kennenlernt und herausbekommt, wieso er ist, wie er ist, wird er gleich noch liebenswerter. Seine emotionale Entwicklung und die Einsichten, die er gewinnt, sind toll beschrieben.
Doch auch James hat mir gut gefallen. Trotz seiner kindlichen Naivität ist er nicht dumm und weiß sehr wohl, was auf dem Spiel steht. Der Autor hat es sehr gut hinbekommen, jedem Charakter etwas ganz besonderes zu geben und alle absolut glaubwürdig zu beschreiben.

Besonders gut hat mir gefallen, wie letztendlich jeder jedem hilft, ob nun beabsichtigt oder nicht. Tom braucht Gladys, James und Ellie, genauso wie die drei Tom brauchen. Sie sind gegenseitig sowas wie das Licht am Ende des Tunnels und es hat mich zutiefst berührt herauszufinden, ob letztendlich alles gut wird oder ob alles in sich zusammenbricht.

Fazit


Ein wunderbares Buch, das mich mehr als einmal laut auflachen und 2 Seiten später hat schluchzen lassen. Großartig erzählt und unbedingt lesenswert!

Veröffentlicht am 24.07.2018

Ein großartiges Buch!

Entführt
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MEINUNG
Durch die vielen, vielen positiven Rezensionen auf Amazon bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und zu einem Preis von 99 Cent (den ich absolut nicht nachvollziehen kann... das ist VIEL zu ...

MEINUNG


Durch die vielen, vielen positiven Rezensionen auf Amazon bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und zu einem Preis von 99 Cent (den ich absolut nicht nachvollziehen kann... das ist VIEL zu wenig für dieses Buch, da kann man ruhig 9,99€ von machen!) habe ich dann zugeschlagen. Und was soll ich sagen? Ich war hin und weg. Vor 3 Wochen habe ich dieses Buch gelesen und erinnere mich noch daran, als ob es gestern gewesen wäre. Und das kommt bei Weitem nun wirklich nicht oft vor. Ich lese viel und ich vergesse auch viel, aber nicht so bei diesem wunderbaren Buch.

Louisa ist eine wundervolle Protagonistin. Trotzig, rebellisch, unzufrieden ist sie Anfangs noch, doch wird im Laufe der Geschichte merklich reifer. Mit Brendan wußte ich zuerst nicht so wirklich was anzufangen. Er schien "normal" (soweit man normal sein kann, wenn man Mädchen entführt), zeigte dann aber sehr seltsame Züge. Doch mit der Zeit lernt man ihn besser kennen und erfährt Stück für Stück auch, warum er ist, wie er ist und ein Stück weit auch, warum er tut, was er tut.

Sehr gut hat die Autorin es hinbekommen, die Liebesgeschichte langsam aufzubauen. Geholfen hat es auf jeden Fall, dass Lou Bren schon bei ihrem ersten Treffen rein äußerlich attraktiv fand. Ich denke, es wäre sonst schwierig geworden, die Kurve zur Liebesgeschichte zu kriegen. Aber dennoch baut sich diese ganz langsam auf. Anfangs natürlich abgeschreckt von Bren's Verhalten und seinen "Ausbrüchen" (so nenne ich es mal, ohne zu spoilern) versteht sie ihn mit der Zeit mehr und mehr, entwickelt erst Mitgefühl und dann Gefühle. Und gerade das ist brilliant beschrieben. Man kann es nachvollziehen. Es passiert nicht von jetzt auf gleich, sondern langsam und wird dabei wunderschön beschrieben.

Die Dialoge sind großartig und zwischen Lou und Bren entwickelt sich eine Anziehung und ein Austausch, wie ich es nur selten gelesen habe. Das liegt auch am besonderen Schreibstil der Autorin, den ich so gar nicht beschreiben kann, der aber auf jeden Fall sehr flüssig und angenehm zu lesen ist. Zum Ende hin habe ich dann doch die eine oder andere (oder wenn ich ehrlich bin: auch eine ganze Menge) Tränen verdrückt... Ob nun wegen eines Happy Ends oder wegen einen Sad Ends wird nicht verraten, das soll jeder selbst herausfinden!

FAZIT


Wer gerne Bücher mit ungewöhnlichen Liebesgeschichten liest, wird sich hier im 7. Himmel finden. Aber auch allen Anderen kann ich dieses wunderbare Buch nur wärmsten empfehlen.