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Veröffentlicht am 12.11.2025

Ein humorvoller Familienroman mit kleiner Prise Krimi

Engagier dich oder stirb!
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Ob eine Verdächtige sich selbst entlassen kann?

Kurz zum Inhalt: Finja ist nach einem tragischen Unfall ihres Partners Alleinerziehende von Drillingsmädchen. Sie ist Mitglied im Elternbeirat, schreibt ...

Ob eine Verdächtige sich selbst entlassen kann?

Kurz zum Inhalt: Finja ist nach einem tragischen Unfall ihres Partners Alleinerziehende von Drillingsmädchen. Sie ist Mitglied im Elternbeirat, schreibt unter einem Synonym Liebesromane, ihre Schwiegermutter Gerti ist ihr bei den Kindern eine große Stütze und sie und ihre zwei Schwestern Sachiko und Pink könnten unterschiedlicher nicht sein. Kurz nach der ersten Elternbeiratssitzung zum Winterfest wird die Vorsitzende Sybylle ermordet. Ein weiteres Ausschussmitglied setzt das Gerücht in die Welt, dass Finja etwas mit dem Ableben zu tun haben könnte, da sie auf Krigesfuß mit dem Opfer stand. Finja fängt an selbst etwas zu ermitteln, um sich selbst zu entlasten. Neben den Ermittlungen gibt es komödiantisches Familienchaos und –liebe ohne Ende.
Schreibstil: Leichter und lockerer Schreibstil aus der Ich-Perspektive von Finja. Ein paar Wörter, die mir nicht geläufig waren wie „exaltiert“, „Animositäten“, „Bonmot“. Die Autorin scheint einen gehobeneren Wortgebrauch zu wollen. Vielleicht bin ich aber auch im Wiener Wortschatz als Fränkin nicht so gut. Ab und zu bekommt man auch Auszüge aus dem Liebesroman zu lesen, den die Protagonistin schreibt. Die Übergänge zwischen den Kapiteln sind ab und zu etwas abrupt.
Das Buch wird unter dem Genre Krimi geführt. Ja, es gibt einen Mord, aber im Verhältnis ist der kriminalistische Teil sehr gering. Für mich steht im Hauptfokus des Buchs Finjas chaotisches und sehr unterhaltsames Leben und nicht unbedingt der Kriminalfall. Ich mochte die Geschichte, doch die Erwartungen eines Krimis erfüllt es in meinem Fall nicht. Leider war mir die Mordauflösung zu plump. Die falsche Genrebezeichnung tut dem Buch meiner Meinung nicht gut. Die Familienkomik gefällt mir hingegen sehr gut.
Nichtsdestotrotz wurde ich trotz anderer Erwartungen gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Absolute Leseempfehlung, für alle die starke Fraunenbilder suchen!

Die Frau der Stunde
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Kurz zum Inhalt: Catharina Cornelius wird 1978 aufgrund eines schweren Vergehens ihres Vorgängers zur Außenministerin. Sie kämpft als Frau in einer Männerdomäne mit Sexismus, Machtgehabe, falscher Voraussetzung ...

Kurz zum Inhalt: Catharina Cornelius wird 1978 aufgrund eines schweren Vergehens ihres Vorgängers zur Außenministerin. Sie kämpft als Frau in einer Männerdomäne mit Sexismus, Machtgehabe, falscher Voraussetzung anderer und Verrat, sowohl in den eigenen Reihen, als auch international. Zeitgleich begleitet man Catharinas Freundin Azadeh hautnah zu Beginn der iranischen Revolution.

Catharina ist eine wahnsinnig interessante Persönlichkeit. Sie ist eine clevere Frau, die ihre Situationen knallhart analysiert. Als Beispiel das Treffen aller europäischer Außenminister. Sie scannt den Raum, entscheidet sich dagegen sich als erste an den großen Tisch zu setzen und überhört die Gespräche der zwei Männergruppen. Selbstbewusst wählt sie die Unterhaltung über Politik, anstatt einer hitzigen Diskussion über Fußball beizuwohnen. Ihr Plan geht auf. Auch, dass bei Treffen in Catharinas Büro sich ihre männlichen Kollegen selbst einschenken müssen, um weder ihre Mitarbeiterinnen, noch sich selbst zu degradieren. Die Auswahl ihrer Kleidung ist nicht weniger kalkuliert.

Selbst die Frauen an Catharinas Seite sind voller Stärke, Mut und Macherinnen. Catharinas Freundschaft zu ihren zwei besten Freundinnen ist Liebe pur.

Toller Humor, der sich perfekt in den Schreibstil und die Geschichte einfügt. Ich musste einige Male wirklich lachen, weil die Situationskomik wirklich auf den Punkt war.

Ich persönlich habe kein gutes geschichtliches und vor allem historisch politisches Wissen und konnte diesem Buch zu hundert Prozent folgen. Der Fokus liegt eher auf Catharinas Aufstieg zur damaligen Zeit und all die Hürden, die das mit sich bringt. Es zeigt, dass sich seitdem in Bezug auf Frauen in Männerdomänen zwar etwas, aber leider nicht genug getan hat.

Diese Geschichte ist Frauenpower durch und durch. Eine Geschichte die Mut macht, einen zum Nachdenken, Fühlen und Handeln anregen kann. Für mich eine absolute Leseempfehlung, für alle die starke Frauenbilder lieben!

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Leinen los und ab ins Antiquitätenbusiness!

Mord an Backbord
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Kurz zum Inhalt: Freya und Carole werden zu ihrem ersten Auftrag gerufen. Sie sollen ein geklautes Gemälde wiederfinden, das am gleichen Abend wie ein Mord aus einem Maritim-Museum geklaut wurde. Das Bild ...

Kurz zum Inhalt: Freya und Carole werden zu ihrem ersten Auftrag gerufen. Sie sollen ein geklautes Gemälde wiederfinden, das am gleichen Abend wie ein Mord aus einem Maritim-Museum geklaut wurde. Das Bild wurde von Arthur, dem früheren Kumpel von Carole und ehemaligen Besitzer des Antiquitätengeschäfts, gestiftet und zeigt ein in flammenstehendes Schiff. Arthur beschäftigte sich mit verschwundenen Antiquitäten. Die Spur führt Freya (als Expertin) und Carole auf ein Kreuzfahrtschiff, das ganz im Thema Antiquitäten steht. Zusammen mit dem FBI-Agenten Phil versuchen sie gleichzeitig das jahrhundertlange Geheimnis rund um den geheimnisvollen Schmuggler „Der Sammler“ zu lösen, der sich ebenfalls an Bord befinden soll.

Schreibstil: Interessanter Weise ist das Buch sowohl aus der Ich-Perspektive geschrieben, als auch aus der 3. Person herausgeschrieben, was für mich eher ungewöhnlich ist. Freya berichtet ihre Gedanken und Erlebnisse im Ich-Stil, während alle anderen Charaktere von einem allwissenden Erzähler präsentiert werden. Die Autorin schreibt flüssig und es lässt sich gut weglesen. Man merkt in den Details der Antiquitäten was deren Herkunft, Wert und Bedeutung betrifft, dass die Autorin wirklich Ahnung davon hat und sich mit den Objekten wirklich beschäftigt hat. Die Kapitel sind schön kurz.

Fazit: Dieses Buch ist ein gutes Exemplar des Genre Cozy Crime. Freya und Carole sind tolle Charaktere. Carole ist mein Liebling, da sie mich so oft mit ihrer leichten und direkten Art zum Lachen gebracht hat. Die Wendungen waren überraschend und logisch. Das Thema Antiquitätenschmuggel und vor allem die Zusammenhänge, der vielen beteiligten Personen, war mir persönlich ein wenig zu komplex für Cozy Crime.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Leinen los und ab ins Antiquitätenbusiness!

Mord an Backbord
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Kurz zum Inhalt: Freya und Carole werden zu ihrem ersten Auftrag gerufen. Sie sollen ein geklautes Gemälde wiederfinden, das am gleichen Abend wie ein Mord aus einem Maritim-Museum geklaut wurde. Das Bild ...

Kurz zum Inhalt: Freya und Carole werden zu ihrem ersten Auftrag gerufen. Sie sollen ein geklautes Gemälde wiederfinden, das am gleichen Abend wie ein Mord aus einem Maritim-Museum geklaut wurde. Das Bild wurde von Arthur, dem früheren Kumpel von Carole und ehemaligen Besitzer des Antiquitätengeschäfts, gestiftet und zeigt ein in flammenstehendes Schiff. Arthur beschäftigte sich mit verschwundenen Antiquitäten. Die Spur führt Freya (als Expertin) und Carole auf ein Kreuzfahrtschiff, das ganz im Thema Antiquitäten steht. Zusammen mit dem FBI-Agenten Phil versuchen sie gleichzeitig das jahrhundertlange Geheimnis rund um den geheimnisvollen Schmuggler „Der Sammler“ zu lösen, der sich ebenfalls an Bord befinden soll.

Schreibstil: Interessanter Weise ist das Buch sowohl aus der Ich-Perspektive geschrieben, als auch aus der 3. Person herausgeschrieben, was für mich eher ungewöhnlich ist. Freya berichtet ihre Gedanken und Erlebnisse im Ich-Stil, während alle anderen Charaktere von einem allwissenden Erzähler präsentiert werden. Die Autorin schreibt flüssig und es lässt sich gut weglesen. Man merkt in den Details der Antiquitäten was deren Herkunft, Wert und Bedeutung betrifft, dass die Autorin wirklich Ahnung davon hat und sich mit den Objekten wirklich beschäftigt hat. Die Kapitel sind schön kurz.

Fazit: Dieses Buch ist ein gutes Exemplar des Genre Cozy Crime. Freya und Carole sind tolle Charaktere. Carole ist mein Liebling, da sie mich so oft mit ihrer leichten und direkten Art zum Lachen gebracht hat. Die Wendungen waren überraschend und logisch. Das Thema Antiquitätenschmuggel und vor allem die Zusammenhänge, der vielen beteiligten Personen, war mir persönlich ein wenig zu komplex für Cozy Crime.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Mitte zu langwierig, Ende zu grausam und unbefriedigend

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten
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Zuallererst möchte ich auf die wunderschöne Gestaltung des Buches eingehen. Das Hardcover liegt super in der Hand uns ist verblüffend leicht. Die Goldfolierung auf dem Cover schimmert nahezu, die Farben ...

Zuallererst möchte ich auf die wunderschöne Gestaltung des Buches eingehen. Das Hardcover liegt super in der Hand uns ist verblüffend leicht. Die Goldfolierung auf dem Cover schimmert nahezu, die Farben des Covers suggerieren etwas Geheimnisvolles und passen ins Genre. Die abgebildeten Elemente greifen die Geschichte auf. Die Designart wirkt ein bisschen "alt", was sehr zu dem Zeitraum passt in dem die Geschichte spielt. Im Klappentext befindet sich eine Karte von Nürnberg, in der wichtige Schauplätze des Buches markiert sind. Sowas liebe ich ja! Immer mal wieder findet man Bilder der gefundenen Hinweise, wie Briefe und Zeitungsartikel.
Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit rund um den mysteriösen Kaspar Hauser, der wohl eine Art Nürnberger Legende ist. Bis heute ist das Geheimnis um dessen Herkunft nicht gelöst, weswegen es auch keine zufriedenstellende Auflösung in diesem Buch gibt.
Kurz zum Inhalt: Die 14-Jährige Greta Grimaldi reist zusammen mit ihrem Vater nach Nürnberg, der für seine Rätselfähigkeiten international berühmt ist. Er soll herausfinden, wer den geheimnisvollen Jungen Kaspar Hauser bedroht. Kaspar erzählt, dass er jahrelang in einer winzigen Kammer gefangen gehalten geworden ist, bis sein unbekannter Entführer ihn eines Tages einfach mit einem Brief in Nürnberg absetzte. Er verhält sich sonderbar, redet in der 3. Person von sich, lernt wahnsinnig schnell und ist ein guter Reiter. Greta ermittelt monatelang mit ihrem Vater und freundet sich mit Kaspars Freund Oskar an. Die Fortschritte kommen nur langsam bis Kaspar Hauser erneut bedroht wird und eine gewaltvolle Nacht den vermeintlichen Feind entlarvt.
Fazit: Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Ich selber komme aus der Nähe von Nürnberg und der Krimiansatz machte mich neugierig. Ich selber habe noch nie etwas von Kaspar Hauser gehört und ging dementsprechend blind in die Geschichte. Mich persönlich konnte das Buch leider nicht wirklich für sich gewinnen. Der Anfang war gut gestaltet, der Mittelteil zog sich wahnsinnig und das Ende war zwar ereignisreich, für ein Buch ab 12-Jahren meiner Meinung nach zu grausam. Auch war für mich die fehlende Auflösung über Kaspars Vergangenheit ein Minuspunkt. Ich weiß, dass das auch in Wirklichkeit immer noch ein Mysterium ist, in einem Buch erwarte ich das anders. Ohne die schöne Buchgestaltung wären es nur 2 Sterne.

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