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Veröffentlicht am 29.01.2026

Spannende Unterhaltung

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Dieses ist bereits der sechste Band um Oberkommissarin Alexa Jahn in der Grenzregion Karwendel und ihrem Vater Bernhard Krammer, der beim LKA Tirol arbeitet.

In der Polizeiinspektion Weilheim wird der ...

Dieses ist bereits der sechste Band um Oberkommissarin Alexa Jahn in der Grenzregion Karwendel und ihrem Vater Bernhard Krammer, der beim LKA Tirol arbeitet.

In der Polizeiinspektion Weilheim wird der Katastrophenalarm ausgerufen. Massive Wolkenbrüche und Sturm hatten dazu geführt, dass die Flüsse über die Ufer getreten sind. Es kommt zu Überfluchtungen. Die Telefone stehen nicht still. Immer mehr Meldungen über vermisste Personen erreichen die Inspektion. In einer Schlucht entdeckt Alexa einen Toten. Als sie Fotos von der Auffindesituation erstellt, bemerkt sie, dass der Mann nicht ertrunken ist, sondern ermordet wurde. Alexa beginnt mit den Ermittlungen. Während dessen sucht auf der Innsbrucker Seite Bernhard Krammer nach sechs vermissten Jugendlichen.

Anna Schneider hat einen flüssigen Erzählstil und baut in ihrem Kriminalroman schnell Spannung auf. Dieses liegt auch daran, dass die Handlung ständig zwischen den beiden Ermittlungsteams wechselt und zusätzlich gibt es noch kleine Einschübe, die ich mir am Anfang noch nicht erklären konnte. Dieses Element erhöht zusätzlich die Spannung. Die Beschreibungen der Gegebenheiten kommen nicht zu kurz und ich fühlte mich an die Überschwemmungen im Ahrtal erinnert. Auch die angenehmen kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man am liebsten immer weiterlesen möchte und nicht aufhören mag.

Es ist bereits der sechste Band um das ungleiche Ermittlerteam. Zum besseren Verständnis findet sich ein Steckbrief von Alexa Jahn und Bernhard Krammer im Innenteil, so dass ich keine Probleme hatte in die Geschichte hinein zu finden. Indessen reizt mich das Buch zum Kauf der Vorgängerbände.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein gelungener Auftakt

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte
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Dies ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Dr. May Barven. Sie ist nicht nur forensische Kriminologin, sondern auch Rechtsanwältin. May Barven hat sich als Strafverteidigerin selbstständig gemacht, ...

Dies ist der Auftaktband einer neuen Reihe um Dr. May Barven. Sie ist nicht nur forensische Kriminologin, sondern auch Rechtsanwältin. May Barven hat sich als Strafverteidigerin selbstständig gemacht, doch bisher ist es ihr nicht gelungen einen großen Fall zu bekommen. Durch die Medien wird sie aufmerksam auf den Startup-Millionär Ruben Rickleffs, der nach einem DNA-Abgleich vor achtzehn Jahren ein junges Mädchen ermordet haben soll. Gemeinsam mit dem Privatdetektiv Tarek Loman beginnt die Rechtsanwältin zu ermitteln.
Sabine Weiß hat einen flüssigen Erzählstil. Die Handlung erfolgt in kurzen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven. Zu Beginn hat mich etwas gestört, dass über den DNA-Abgleich und die Forensik sehr wissenschaftliche Beschreibungen erfolgten. Die Geschichte entwickelt sich langsam bis sie kurz vor Schluss den Höhepunkt erreicht und mich noch überraschen konnte.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Bewegte Zeiten

Die wilden Jahre
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Wir begeben uns ins Rheinland. 1919 sind bewegte Zeiten. Hier leben die Fabrikantenkinder Thora und Hannes. Die Geschwister stehen sich sehr nahe. Thora hat ein Schauspielstudium begonnen und Hannes wollte ...

Wir begeben uns ins Rheinland. 1919 sind bewegte Zeiten. Hier leben die Fabrikantenkinder Thora und Hannes. Die Geschwister stehen sich sehr nahe. Thora hat ein Schauspielstudium begonnen und Hannes wollte eigentlich Architektur studieren. Doch der Krieg und die Besatzung ließen ihn orientierungslos von der Front zurückkommen. Als Hannes eines Abends nicht nach Hause kommt, erfahren Thora und ihre Eltern, dass er verhaftet worden ist und unter Mordverdacht steht. In dem Zimmer ihres Bruders findet Thora einen Gedichtband, in dem einige Worte eingekreist sind. Haben sie eine Bedeutung? Gemeinsam mit der Journalistin Trude Busch versucht Thora mehr herauszufinden, denn sie ist fest von der Unschuld ihres Bruders überzeugt.

Susanne Goga hat mich auf eine Zeitreise mitgenommen. Hier lernte ich etwas über die Zeit nach dem ersten Weltkrieg, die Revolution und die Besatzung des Rheinlandes. Obwohl es kurze Rückblenden gab, ist der Einstieg in die Geschichte mir leichtgefallen, dieses wurde noch unterstützt durch den flüssigen Schreibstil, so dass die Seiten nur so dahinflogen. Gespannt habe ich Thora auf ihren Wegen begleitet, die sehr lebendig und anschaulich beschrieben waren, so dass ich mich in die damalige Zeit versetzt fühlte. Mir hat dieser Ausflug ins Rheinland sehr gefallen und wunderbare Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Wohlfühllektüre mit Tiefgang

Schneezauber in Winterbury
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Nach außen vermittelt Imogen das Bild einer perfekten Projektleiterin, die es problemlos schafft Beruf und Privatleben unter einem Hut zu bringen. Doch die Realität sieht anders aus. Es ist für Imogen ...

Nach außen vermittelt Imogen das Bild einer perfekten Projektleiterin, die es problemlos schafft Beruf und Privatleben unter einem Hut zu bringen. Doch die Realität sieht anders aus. Es ist für Imogen einfacher ein erfundenes Leben vorzutäuschen, als die Wahrheit zu erzählen. Dann unterläuft ihr ein Fehler und sie soll eine Auszeit nehmen, um sich zu erholen. Das Angebot einer Kundin die Zeit in einem Cottage in den Cotswolds zu verbringen, kommt im richtigen Moment. Der Aufenthalt bringt für Imogen einige Überraschungen.

Sarah Morgan hat einen angenehmen Schreibstil. Es ist kein oberflächlicher Roman rund um Liebe, Familie und Freundschaft, sondern es ist eine leichte Lektüre mit Tiefgang. Passend zur Weihnachtszeit hat mir dieser Wohlfühlroman sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Eine Reise bis ans Ende der Welt

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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In den bisher erschienenen Büchern der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins habe ich bereits eine kleine Weltreise nach Mexiko, Island und Sri Lanka unternommen. In diesem vierten Band geht es um Magnolia. ...

In den bisher erschienenen Büchern der Blumentöchter-Reihe von Tessa Collins habe ich bereits eine kleine Weltreise nach Mexiko, Island und Sri Lanka unternommen. In diesem vierten Band geht es um Magnolia. Sie ist Umwelttechnikerin, steht mit beiden Beinen fest im Leben und weiß was sie will. Als sie in den Unterlagen ihrer verstorbenen Großmutter Rose ein altes Flugticket nach Neuseeland findet sowie das Foto einer Kette mit einem besonderen Anhänger, gerät das Leben von Magnolia aus den Fugen. Welche Verbindungen gibt es zwischen Großmutter Rose und der Heimat von Magnolias Mutter Maia? Um Antworten zu bekommen, macht sich Magnolia auf den Weg ans andere Ende der Welt nach Neuseeland.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt hervorragend zu den ersten drei Bänden der Blumentöchter-Reihe. Ich liebe Bücher, in denen ich einem Familiengeheimnis auf die Spur komme. Da die Großeltern Rose und Albert fünf Kinder hatten, ist der Stammbaum zu Anfang sehr hilfreich, um die Kinder und Enkelkinder richtig einordnen zu können. Von der Geschichte war ich sehr angetan, schon die ersten Seiten haben mich gefesselt. Sie ist gut recherchiert und erstklassig geschrieben. Hauptsächlich findet die Handlung in der Gegenwart statt, aber es gibt einige Perspektivwechsel, die in der Vergangenheit spielen. Der Schreibstil der Autorin gibt mir das Gefühl dabei zu sein, denn die Protagonisten sind detailliert skizziert, so dass sie entsprechend lebensnah wirken. Es ist eine Mischung aus Urlaubslektüre und Familiengeschichte, die sich wunderbar leicht lesen lässt und nebenbei habe ich einiges Wissenswertes über die Kultur von Neuseeland und der Maoris erfahren und hatte eine Art Reiseführer in der Hand. Das Buch ist in sich abgeschlossen, macht aber Lust auf die weiteren Bände dieser Reihe, wenn man sie noch nicht kennt.

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