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Veröffentlicht am 23.08.2020

Der Schmetterlingsjunge

Der Schmetterlingsjunge
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Ein neuer Fall erwartet den Berliner Kommissar Nils Trojan. Eine tote Frau liegt auf ihrem Bett, mit einem aufgemalten Schmetterling auf dem Rücken. Zwei Tage später gibt es ein nächstes Opfer. Der Mörder ...

Ein neuer Fall erwartet den Berliner Kommissar Nils Trojan. Eine tote Frau liegt auf ihrem Bett, mit einem aufgemalten Schmetterling auf dem Rücken. Zwei Tage später gibt es ein nächstes Opfer. Der Mörder hinterlässt Hinweise, doch er scheint Trojan und dessen Team immer einen Schritt voraus zu sein.

Mit „Der Schmetterlingsjunge“ präsentiert Max Bentow einen gut gelungenen Psychothriller. Gemeinsam mit den Ermittlern versucht der Leser, die Botschaften des Mörders zu entschlüsseln. Dabei hat der Leser einen kleinen Vorteil. Er bekommt einige Hintergründe stückchenweise von dem Täter enthüllt.

Die Geschichte ist spannend und liest sich gut. Von „echten Wendungen“ der Geschehnisse kann aber nicht gesprochen werden, denn alles wird so enthüllt, dass es scheibenweise ans Licht kommt. In die Irre werden weder Leser noch Ermittler geführt. Doch auch ein solcher Psychothriller hat seinen Reiz.

Die Figuren haben mich emotional erreicht. Autor Max Bentow versteht es gut, den Leser in die Gedanken des Täters und dessen Vergangenheit eintauchen zu lassen. Wie konnte dieser zu einem Mörder werden, und was verbindet die Opfer? Wieso spielt der Täter mit der Polizei?

Dieser Psychothriller ist Teil der Reihe um Nils Trojan, kann aber ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da der Fall abgeschlossen ist. Zwar spielt auch das Privatleben des Kommissars eine Rolle, aber es stört nicht, dass man diese vielleicht noch gar nicht kennt, da „Der Schmetterlingsjunge“ das erste Buch der Reihe ist, welches man gelesen hat.

„Der Schmetterlingsjunge“ ist ein gelungener Psychothriller, den ich gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 02.08.2020

Mit dir für alle Zeit – Time after Time

Mit dir für alle Zeit
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Joe arbeitet als Weichenmechaniker in der New Yorker Grand Central Station. Am 5. Dezember 1937 trifft er auf die etwas altmodisch gekleidete Nora. Sie verbringen einen schönen Abend. Dann ist sie plötzlich ...

Joe arbeitet als Weichenmechaniker in der New Yorker Grand Central Station. Am 5. Dezember 1937 trifft er auf die etwas altmodisch gekleidete Nora. Sie verbringen einen schönen Abend. Dann ist sie plötzlich verschwunden. Joe findet heraus, dass Nora vor zwölf Jahren bei einem Zugunglück ums Leben gekommen ist. In manchen Jahren kehrt sie zu ihrem Sterbeort in der Grand Central Station zurück und wird sehnsüchtig von Joe erwartet. Doch sie verschwindet immer wieder. Hat diese Liebe überhaupt eine Chance?

„Mit dir für alle Zeit – Time after Time“ ist wirklich eine magische Liebesgeschichte, wie es der Rückentext verspricht. Gemeinsam mit den gut ausgearbeiteten Hauptfiguren Joe und Nora erlebt der Leser die schönen und tragischen Seiten dieser besonderen Liebe. Wer nahe am Wasser gebaut ist, sollte definitiv ein Taschentuch in Griffweite haben.

Beide versuchen eine Möglichkeit zu finden, wie Nora für immer bleiben kann. Was ist der Grund, weswegen sie wieder verschwindet und nicht jedes Jahr wiederkehrt? Doch während Nora immer jung und schön bleibt, läuft für Joe die Zeit weiter und er altert. Dadurch wird ihr Altersabstand von Jahr zu Jahr größer. Die sich daraus ergebenden emotionalen Konflikte nehmen den Leser mit.

Ein guter Schreibstil sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ein latentes Kribbeln im Bauch lässt einen Leser nicht die Hoffnung auf ein Happy End verlieren. Ich hatte von Anfang bis Ende der Geschichte ein wunderbares Kopfkino. Diese Geschichte ließ mich emotional auch nach Beendigung des Romans nicht los.

Ich danke Annika Kindermann von Literaturtest sowie dem HarperCollins Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 02.08.2020

Rentner günstig abzugeben

Rentner günstig abzugeben
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Helmut hat ein abenteuerliches Leben als Weltenbummler hinter sich. Um seine kleine Rente aufzubessern, hat er mehrere kleine Jobs. Für Madame Lambert kocht er jeden Tag, Kunden einer Teleshopping-Hotline ...

Helmut hat ein abenteuerliches Leben als Weltenbummler hinter sich. Um seine kleine Rente aufzubessern, hat er mehrere kleine Jobs. Für Madame Lambert kocht er jeden Tag, Kunden einer Teleshopping-Hotline bietet er japanische Messer an und bei einer Tarot-Hotline ist er als Hellseher aktiv. Eines Tages ruft dort eine Frau an und behauptet, dass ihr Mann sterben wird. Zusammen mit Freunden macht sich Helmut auf den Weg zum angekündigten Tatort, um den möglichen Mord zu verhindern.

In „Rentner günstig abzugeben“ gibt es einige schräge Figuren. Jede ist gut ausgearbeitet, und zusammen ergeben sie eine lustige Truppe. Während eigentlich nach einer zukünftigen Mörderin und ihrem Opfer Ausschau gehalten werden sollte, passiert das eine oder andere Malheur, sehr zum Amüsement des Lesers.

Zwar konnte ich keine Bindung zu den Figuren aufbauen, trotzdem war das Lesen der Geschichte ein Vergnügen. „Rentner günstig abzugeben“ von Ellen Jacobi ist ein Roman für entspannte, ruhige Lesestunden und bietet eine angenehme Auszeit vom Alltag.

Veröffentlicht am 02.08.2020

Giftflut

Giftflut
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In Berlin, Paris und London werden Sprengstoffanschläge auf Brücken verübt. Niemand sendet ein Bekennerschreiben oder Forderungen. Es werden noch weitere Anschläge folgen. Kommissar Eugen de Bodt ermittelt ...

In Berlin, Paris und London werden Sprengstoffanschläge auf Brücken verübt. Niemand sendet ein Bekennerschreiben oder Forderungen. Es werden noch weitere Anschläge folgen. Kommissar Eugen de Bodt ermittelt auf seine ganz eigene Art. Unterstützt wird er dabei von einem Team, auf welches er sich verlassen kann.

Ich hatte beim Lesen meine Schwierigkeiten mit den, für mein Gefühl, sehr kurzen Sätzen. Ebenso mit der Zuordnung, wo jetzt das neue Kapitel spielt und mit welchen Personen. Hier kam ich des Öfteren durcheinander. Einige Wendungen verleihen der Geschichte Schwung.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und man merkt beim Lesen auch das Konfliktpotential, welches im Ermittlerteam herrscht. Als Leser erfährt man einige Geschehnisse aus den ersten beiden Teilen, die sich leider nicht vermeiden lassen, die Lesefreude an diesen aber nicht mindern dürften.

Es handelt sich nur um Andeutungen, und echte Spoiler dürfte es keine geben. Um die Entwicklung in und um das Ermittlerteam zu verfolgen, sollten die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. „Giftflut“ ist der dritte Teil der Reihe um Kommissar Eugen de Bodt, lässt sich aber ohne Vorkenntnisse lesen, da der Fall abgeschlossen ist.

Bei „Giftflut“ handelt es sich um einen guten Thriller, der allerdings ein paar Schwächen aufweist.

Veröffentlicht am 26.07.2020

Elanus

Elanus
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Jonas ist zwar erst siebzehn Jahre alt, jedoch darf er aufgrund seiner hohen Intelligenz bereits jetzt zur Universität gehen. Als er bei seinen Gasteltern einzieht, hat er auch Elanus dabei. Mit Kamera ...

Jonas ist zwar erst siebzehn Jahre alt, jedoch darf er aufgrund seiner hohen Intelligenz bereits jetzt zur Universität gehen. Als er bei seinen Gasteltern einzieht, hat er auch Elanus dabei. Mit Kamera und Mikrofon ausgestattet, spioniert Jonas mit seiner Drohne seine Mitmenschen aus. Bald muss er feststellen, dass jemand hinter ihm her ist und ihn aus dem Weg räumen möchte.

Mit „Elanus“ bietet Autorin Ursula Poznanski einen Jugendthriller, der auch Erwachsenen gefallen wird. Ein guter Schreibstil, der nicht vermuten lässt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, nimmt den Leser mit in eine spannende Geschichte. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und als Leser fiebert und rätselt man mit Jonas mit. Dieser ist ein sehr spezieller Charakter und sehr gut ausgearbeitet.

Die Spannung baut sich langsam auf, und als Leser versucht man, gemeinsam mit Jonas und seiner Drohne herauszufinden, wer hinter Jonas her ist und, vor allem, warum. Die Geschichte fesselt den Leser so sehr, dass er das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es fiel mir diesmal auch schwer, eine Rezension ohne Spoiler zu schreiben.

„Elanus“ ist ein rundum gelungener Jugendthriller, der ein schönes Kopfkino ausgelöst hat.