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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2026

Spannend und hochemotional

Die Farm der Mädchen
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Zwei hochschwangere Frauen sind auf der Flucht, eine davon gebärt ihr Baby im Wald, doch es kommt tot zur Welt.
Das tote Baby wird entdeckt und die Polizistin Hannah übernimmt die Ermittlungen.
Der Fall ...

Zwei hochschwangere Frauen sind auf der Flucht, eine davon gebärt ihr Baby im Wald, doch es kommt tot zur Welt.
Das tote Baby wird entdeckt und die Polizistin Hannah übernimmt die Ermittlungen.
Der Fall entpuppt sich als weit größer, als sie je vermutet hätte.
Meine Meinung:
Als Erstes muss ich sagen, dass ich bei dem Titel „Die Farm der Mädchen“ davon ausgegangen bin, dass es auch so eine Farm gibt. Die kommt allerdings im Buch nirgends vor. Im Schwedischen heißt das Buch „Pflegekind“, das hätte besser als Titel gepasst.
In dem Buch geht es hauptsächlich um den kriminellen Handel mit Babys. Der Autor setzt das Thema sehr emotional und vielschichtig um. Da sind die jungen Frauen, die als Gebärmaschinen missbraucht werden und auf der anderen Seite die Käufer, die sich sehnlichst Kinder wünschen und dabei jede Grenze überschreiten.

Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was die Geschichte unterhaltsam und lebendig hält.

Da ist die Polizistin Hannah, die etliche Schicksalsschläge zu verarbeiten hat und dennoch nicht aufgibt.
Dadana, die hochschwangere Frau, die vor ihren Peinigern flieht und sich wehrt.
Der Politiker, der unbedingt ein Baby haben möchte und dabei alles tut, um sein Ziel zu erreichen.
Besonders gut hat mir die Profikillerin gefallen, die auf der Suche nach ihrer eigenen Identität ist.

Das Buch hat mich stark bewegt, nicht zuletzt wegen Vera Teltzs eindrucksvoller Erzählstimme.

Ich habe gerade erst herausgefunden, dass es einen Vorgängerband gibt - Wolfssommer, der steht jetzt auf alle Fälle auf meiner Hörliste!

Fazit: Schon jetzt eins meiner Highlights 2026, spannend, emotional und sehr unterhaltsam. Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Düstere und mitreißende Fantasy

Das Dreizehnte Kind
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Hazel wächst als dreizehntes Kind in einer Familie auf, die ihr wenig Zuwendung schenkt. Sie wird dem Gott des Todes als Patenkind versprochen.
Dieser lehrt sie das Heilen, Hazel erkennt sofort, wie sie ...

Hazel wächst als dreizehntes Kind in einer Familie auf, die ihr wenig Zuwendung schenkt. Sie wird dem Gott des Todes als Patenkind versprochen.
Dieser lehrt sie das Heilen, Hazel erkennt sofort, wie sie den Kranken helfen kann. Leider kann sie nicht alle heilen, für manchen ist das Schicksal besiegelt.
Hazel hat es nicht leicht, sie muss viele Entscheidungen treffen, die sie eigentlich gar nicht treffen will, aber sie sieht auch die schlimmen Konsequenzen, wenn sie sich weigert.

Eines Tages wird sie an den Hof des Königs gerufen, den eine tödliche Krankheit quält. Am Hof angekommen, lernt Hazel die Töchter des Königs sowie seinen rebellischen Sohn Leo kennen.
Kann sie den König retten und wenn ja, zu welchen Preis?

Ich lese selten dieses Genre, doch der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Und ich bereue kein bisschen, mich darauf eingelassen zu haben. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass die Liebesgeschichte zu viel Raum einnehmen könnte, aber das tut sie glücklicherweise nicht.

Hazel ist mir schnell ans Herz gewachsen und ich habe buchstäblich alle Höhen und Tiefen mit ihr zusammen erlebt. Die Handlung ist spannend, teilweise grausam, wendungsreich und kein bisschen langweilig.

Das Hörbuch hat mich begeistert, die Sprecherin hat die Geschichte sehr lebendig und angenehm vorgetragen.
Ich liebe die fantasievolle, wenn auch düstere Geschichte sehr!

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Humorvolles Multimillionär-Battle on Mars

Elon & Jeff on Mars
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Seit den Qualityland Büchern bin ich ein Fan von Marc-Uwe Kling.
Daher hat mich auch sein neuestes Werk Elon & Jeff on Mars sehr interessiert.

Der Comic kommt relativ stimmig rüber und bietet eine kompakte ...

Seit den Qualityland Büchern bin ich ein Fan von Marc-Uwe Kling.
Daher hat mich auch sein neuestes Werk Elon & Jeff on Mars sehr interessiert.

Der Comic kommt relativ stimmig rüber und bietet eine kompakte Mischung aus Konflikt, Abenteuer und Humor. Er trifft in vielen Momenten den richtigen Ton, lässt aber auch deutlich Spielraum nach oben, insbesondere was bissige Dialoge angeht.

Die Zeichnungen sind gut gemacht, die Charaktere sind deutlich erkennbar, haben eine stimmige Mimik und die visuellen Details unterstützen die Atmosphäre eines Mars-Abenteuers.

Die beiden Figuren wirken entschlossen, mit klaren Motivationen. Ihre Interaktionen bringen den Konflikt zwischen ihnen, inklusive Meinungsverschiedenheiten, Rivalität und Loyalität, ans Tageslicht. Die Nebenfigur und der kleine Roboter bringen zusätzliche Dynamik in die Story.

Die Pointen sitzen teilweise sehr gut, wenngleich manche Gags eher moderat ausfallen und mir sicher nicht stark im Gedächtnis bleiben werden.

Im Anhang sind Ausschnitte aus den Känguru-Comics enthalten, die zeigen sollen, wie das Comic entstanden ist. Die fand ich um einiges lustiger und bissiger.

Fazit: Unterhaltsamer, lustiger Comic, der aber insgesamt zu zahm bleibt und mehr Biss vertragen könnte.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Kurzkrimis zur Weihnachtszeit

Arsen und Butterplätzchen
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Seit Jahren lese ich gerne Kurzkrimis, die zur Weihnachtszeit passen.

Nicht alle der Kurzgeschichten in dem Buch sind Krimis, aber doch die meisten. Viele sind richtig gut, manche halt nicht. Aber das ...

Seit Jahren lese ich gerne Kurzkrimis, die zur Weihnachtszeit passen.

Nicht alle der Kurzgeschichten in dem Buch sind Krimis, aber doch die meisten. Viele sind richtig gut, manche halt nicht. Aber das ist Geschmackssache. Jeder Autor hat seine eigene Schreibweise.

Schade finde ich, dass es nur 17 Kurzgeschichten sind. Ich bevorzuge Bücher, die passend zum Advent 24 Geschichten beinhalten.

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, vor allem die bitterbösen Geschichten mit überraschendem Ende.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Spannung in märchenhafter Kulisse

Eisnebel
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Zu Beginn muss ich sagen: Das Cover hat mich sofort begeistert. Das schöne Setting und das eindrucksvolle Haus gefallen mir ausgesprochen gut – da würde ich selbst gern Urlaub machen.
Auch die Handlung ...

Zu Beginn muss ich sagen: Das Cover hat mich sofort begeistert. Das schöne Setting und das eindrucksvolle Haus gefallen mir ausgesprochen gut – da würde ich selbst gern Urlaub machen.
Auch die Handlung überzeugt: Die Geschichte wird aus der Perspektive von Theo erzählt. Sie reist mit ihrem Verlobten Connor zu dessen wohlhabenden Eltern, die auf Idlewood wohnen. Das märchenhafte Anwesen liegt abgelegen auf einem Berg.

Wie Theo befürchtet, trifft sie auf Ablehnung seitens der Familie. Da Theo arm ist, wird ihr unterstellt, sie sei lediglich hinter Connors Geld her. Kurz darauf erhält sie mysteriöse Kurznachrichten, in denen ihr gedroht wird, die Finger von Connor zu lassen.
Theo beginnt sich nach und nach an tragische Ereignisse ihrer Kindheit zu erinnern, die irgendwie mit der Familie zu tun haben könnten. Aber wie ist das möglich?

Die Hörbuchsprecherin Heike Warmuth fängt Theodoras innere Konflikte und Beklommenheit äußerst authentisch ein. Ich habe richtig mit Theo mitgefiebert. Die Handlung steigert sich kontinuierlich und überrascht mit etlichen Wendungen, die am Ende dennoch ein überzeugendes Gesamtbild ergeben.

Fazit: Eisnebel gehört zu meinen Highlights dieses Jahres, und ich kann den Thriller uneingeschränkt empfehlen!

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