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Veröffentlicht am 07.07.2026

Mit Lotti und Robotti spielerisch die digitale Welt erkunden.

Robotti, wir haben ein Problem!
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„Robotti wir haben ein Problem“… bzw. haben wir und unsere Kinder ein „Problem“ mit der digitalen Welt? Die Kinder von heute wurden – ohne ihr Zutun - in eine digitale Welt hineingeboren, die gleichzeitig ...


„Robotti wir haben ein Problem“… bzw. haben wir und unsere Kinder ein „Problem“ mit der digitalen Welt? Die Kinder von heute wurden – ohne ihr Zutun - in eine digitale Welt hineingeboren, die gleichzeitig Fluch und Segen ist. Es liegt an uns sie auf den richtigen Weg zu führen. Hier setzt das Kinderbuch „Robotti wir haben ein Problem“ an. Lotti, ein glühender Fan von „Roboter-Serien“, bastelt sich aus Pappmache einen eigenen Roboter. Und genau der soll ihr eine große Hilfe sein, denn ihre Mutter verletzt sich auf einer Wandertour schwer, sodass Lottis baldige Geburtstagsfeier zu platzen droht.
Spielerisch wird in diesem Kinderbuch erklärt, welche Bauteile in einem Roboter verbaut sind, wofür er nützlich ist und wie uns künstliche Intelligenz bereits heute im Alltag unterstützt. Auf gut verständliche Art wird erklärt, was man mit Hilfe von Computern lernen kann und wie hier Informationen beschafft werden können, oder welche Art von Bildschirmen es gibt, wie das Internet funktioniert und wie abhängig die digitale Welt von Energie ist. Hinten im Buch ist ein Glossar angehangen, in dem die wichtigen Begriffe der digitalen Welt, die in der Geschichte blau unterlegt sind, auf kindergerechte Art erklärt werden. Und was ich wichtig finde und mir sehr gut gefällt ist, dass bereits in Lottis Geschichte zwar der Segen der digitalen Welt erklärt wird, aber auch vor zu viel Abhängigkeit oder zu langer Bildschirmnutzung gewarnt wird. Auf den einzelnen Seiten werden die Kinder immer wieder interaktiv angesprochen indem etwas erklärt und gleichzeitig hinterfragt wird, ob und wofür die Kinder es nutzen.
Dieses „Erklär-Buch“ ist gleichzeitig in einer spannenden Geschichte eingebunden, die die Kinder gerne hören und die Illustrationen von Jasmin Hirtl sind so liebevoll gezeichnet, dass „Robotti wir haben ein Problem“ bereits jetzt zu einem Lieblingsbuch meiner Enkel avanciert ist.
Gut gefällt mir auch, dass es zu diesem Buch von dem Verlag medhochzwei sehr umfangreiches Zusatzmaterial gibt, welches man sich herunterladen und Ausdrucken kann. Für die Kinder ist die Aufbauanleitung für Robotti sicherlich sehr spannend, genauso wie einige Mitmachmachaktionen vom Ausmalen bis Fehlersuche.
Im letzten Drittel des Buches werden die Bezugspersonen der Kinder angesprochen, wie z.B. wir das mit den Medien halten, wie Kinder digitale Medien nutzen oder Empfehlungen über die altersgerechte Dauer von Medienzeiten, oder wie die Medienkompetenzen der Kinder gestärkt werden können. Dadurch, dass die Autorinnen Sarah Hofmann und Miriam Prätsch nicht nur Psychologinnen, sondern auch Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen sind, sind die Inhalte dieses Buches wissenschaftlich hinterlegt.
Fazit: „Robotti wir haben ein Problem“ ist nicht nur ein sehr gut geschriebenes spannendes Kinderbuch, sondern gleichzeitig auch lehrreich für Eltern/Bezugspersonen und Kinder. Deswegen bekommt es von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Fiktion oder Realität? Cyber Warfare trifft auf Hochspannung!

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Sind wir zu gutgläubig, oder wollen wir es nicht wissen? Es ist eine natürliche menschliche Eigenschaft, die Augen zu verschließen, wenn es brenzlig wird. Und wir haben die Augen verschlossen. Verschlossen ...



Sind wir zu gutgläubig, oder wollen wir es nicht wissen? Es ist eine natürliche menschliche Eigenschaft, die Augen zu verschließen, wenn es brenzlig wird. Und wir haben die Augen verschlossen. Verschlossen vor den Gefahren, die durch unsere Abhängigkeit von Computern und deren Systemen entstehen. Und wäre das nicht allein schon genug, gibt es diese terroristische Gruppe „timeout“, die sich unsere Abhängigkeit zunutze macht, um die EU um eine Milliardensumme zu erpressen! 16.05 Uhr in Berlin, ein Flugzeug verunglückt beim Landeanflug fast und ein Auto fährt mitten auf die Marathonstrecke. Was sich für die meisten Menschen als kleiner Zwischenfall darstellt, ruft die geniale Hackerin Charly Engel auf den Plan. Kann sie und die von ihr entwickelte künstliche Intelligenz KIM den Cyberangriffen der Terroristen etwas entgegensetzen? Will man „Feuer mit Feuer bekämpfen, kann das klappen? Und inwiefern, ist die CSA5, eine Spezialeinheit die genau für diese Art von Bedrohung gegründet wurde, bereit mit einer Hackerin und hier insbesondere mit der künstlichen Intelligenz KIM zusammenzuarbeiten? Können sie wirklich diese von langer Hand vorbereiteten Anschläge verhindern? Das Spiel ohne Grenzen hat begonnen!

Bereits das Cover wirkt gleichzeitig spannend und bedrohlich! Der Schreibstil von Florian Schwiecker ist spannend wie immer und lässt den Leser kaum zu Atem kommen, insbesondere bei einem Thema, womit wir uns zukünftig vermutlich auch in der Realität beschäftigen müssen. Florian Schwiecker, entwickelt auf mehr als 440 Seiten mehr als einen „KI" Roman. Der Leser merkt an seinem Insider-Wissen, dass der ehemalige Strafverteidiger mittlerweile in einem führenden globalen Unternehmen im Bereich KI tätig ist. Neben seinem besonderen Insiderwissen, greift er viele aktuelle politische Themen und Abhängigkeiten auf. Bei dem Roman handelt es sich um reine Fiktion mit faszinierenden Parallelen zum aktuellen Geschehen. Florian Schwiecker schreibt dabei so authentisch, dass es mich schaudern lässt. Der Roman ist hochintelligent aufgebaut und regt zum intensiven Nachdenken an. Und so entwickelt sich ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Grenzen zwischen Gut und Böse schwer zu erkennen sind und teilweise verwischen.
Die Charaktere in diesem Roman sind authentisch und in ihrer Konstellation zueinander so gut entwickelt, dass allein dadurch eine außerordentliche Spannung entsteht. Charly Engel: taff, unbeirrbar in ihrem Glauben an ihre Fähigkeiten und das Gute, aber gleichzeitig ängstlich und äußerst verletzlich. Und ihre Gegenspieler, die ich nun nicht verrate, da ich nicht spoilern möchte, die aber teilweise ebenso intelligent, skrupellos und mit unsagbaren Mitteln den Cyber Warfare aufgenommen haben!
Die rasante Story, die vielfältigen Charaktere und die vielen unerwarteten Wendungen in dem Buch geben viel Raum für Spekulationen. Aber trotzdem einiges im ersten Moment vielleicht verwirrend erscheint, wird alles bis zum teilweise überraschenden Ende aufgeklärt. Intrigen, Vertuschung, fiese Machenschaften und Komplotte: Hochspannung pur! Code Null ist ein absoluter Pageturner über KI und Kontrollverlust. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.




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Veröffentlicht am 17.04.2026

Hochspannung pur, Täter oder Opfer das ist hier die Frage!

Noch fünf Tage
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Ist es nicht absurd den eigenen Mörder zu suchen? Sind wir überhaupt dazu in der Lage, aber vor allen Dingen ist Lis dazu in der Lage? So schnell wandelt sich die Perspektive. Eben noch scheint es als ...



Ist es nicht absurd den eigenen Mörder zu suchen? Sind wir überhaupt dazu in der Lage, aber vor allen Dingen ist Lis dazu in der Lage? So schnell wandelt sich die Perspektive. Eben noch scheint es als habe Lis das große Los gezogen. Weg von dem Stress in der Londoner Spitzenküche und hinein in den Traumjob bei den Schönen und den Reichen in den wunderschönen Bergen von Davos in der Schweiz. Und jetzt liegt sie im Krankenhaus. Und nein sie kämpft nicht ums Überleben - denn dieser Kampf scheint ausweglos – sie kämpft darum ihren Mörder zu finden. Und Lis kämpft um ihre Rehabilitation, denn sie ist diejenige, die das Sylvester Menü, mit dem die Harmans vergiftet wurden, gekocht hat…bloß das tödliche Polonium-210 stand nicht auf ihrem Rezeptblock.

5 Tage… 5 Tage Zeit, die ihr bleiben… 5 Tage in Isolation …und es bleibt nur eine Frage: „Who is who“ oder wer ist der Mörder und warum? Hat sich der steinreiche Wirtschaftsmagnat John Hamann Feinde gemacht, musste er deswegen sterben? Oder – ganz banal – wurde die gesamte Familie Hamann ausgelöscht, weil Johns Bruder das unsagbare Vermögen der Hamanns erben wollte? Oder wer aus dieser Familie der Schönen, Reichen und Einflussreichen hat sich einen so großen Feind gemacht, dass seine gesamte Familie mit ihm sterben musste. Und war Lis nur Beifang, oder galt der Giftanschlag gar Lis selbst? Und die nächste Frage ist, ist Lis Opfer oder Täter?

Fragen über Fragen und es bleiben 5 Tage um das Rätsel zu lösen!

Genauso rätselhaft wie die Frage wem der Anschlag galt, ist die Frage, wer hat diesen packenden Thriller geschrieben? Denn die Autorin, Helena Falke, ist nur das Pseudonym für eine mehrfach ausgezeichnete deutschsprachige Autorin. Und dass „Helena Falke“ eine ausgezeichnete Autorin ist, merkt der Leser an dem fein ausgeklügelten Plot des Romans. Der Leser fühlt sich wie ein Voyeur, der die intimsten Geheimnisse der handelnden Personen erfährt, als läge er im Krankenbett gleich neben Lis. Helena Falke schreibt so authentisch, dass ich die beschriebenen Gerichte der Haute Cuisine teilweise auf meiner Zunge schmecke, während es mich im nächsten Moment vor Schreck schaudern und bis zum Schluss rätseln lässt. Der Roman ist von Anfang bis Ende hochintelligent aufgebaut und regt zum intensiven Nachdenken an. Und so entwickelt sich ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel, das nur der lösen kann, der weiß, welches das größte Geheimnis ist, welches die Hamanns oder vielleicht sogar Lis umgibt.

Alle Charaktere in diesem Roman sind absolut authentisch und in ihrer Konstellation zueinander so gut entwickelt, dass allein dadurch eine außerordentliche Spannung entsteht. Lis Castrop ist mir beinahe zu einer lieben Freundin geworden, bei der ich immer wieder gehofft habe, dass es für sie doch noch einen Ausweg gib. Sie ist unsicher wegen ihrer eigenen Verfehlung, schwankt zwischen Loyalität, dem Ringen um die Wahrheit und dem eigenem Gewissen. In der intelligenten, taffen und sie schützenden Palliativschwester Esme hat sie einen herausragenden Rückhalt gefunden. Aber auch alle anderen Charaktere, die in diesem Roman ausführlich beschrieben werden, geben dem Leser Rätsel auf und erscheinen zunächst alle als Drahtzieher für diesen perfiden Plan in Frage zu kommen.

Die rasante Story – trotzdem der Ermittlungsort einzig ein Krankenzimmer ist - die vielfältigen Charaktere und die vielen unerwarteten Wendungen in dem Buch geben viel Raum für Spekulationen. Im ersten Moment erscheint vielleicht einiges verwirrend, der Leser kann aber gewiss sein, dass bis zum - teilweise überraschenden - Ende alles aufgeklärt wird.

Intrigen, Vertuschung, und fiese Machenschaften lassen uns Hochspannung pur erleben, ohne dass großartige Action nötig gewesen wäre. Ein Thriller, den man beim Lesen nicht aus der Hand legen mag (ich war so vertieft in dem Buch, dass ich drei U-Bahn-Stationen zu weit gefahren bin). Gerne gebe ich für diesen absolut spannenden Thriller „Noch Fünf Tage“ fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Hilda - ein großes Hasenherz!

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels
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Ein neues Abenteuer wartet auf Hilda Hasenherz und ihre Freunde! Denn Hilda hat erfahren, dass Baron von Ratzezahn zuletzt am Drachenfelsen gesehen wurde. Hilda muss ihn unbedingt finden, denn nur er kennt ...

Ein neues Abenteuer wartet auf Hilda Hasenherz und ihre Freunde! Denn Hilda hat erfahren, dass Baron von Ratzezahn zuletzt am Drachenfelsen gesehen wurde. Hilda muss ihn unbedingt finden, denn nur er kennt das Geheimnis um Hildas verschwundenen Eltern. Doch wird dieses Abenteuer gelingen? Schließlich ist der Drachenfelsen das Heim des gefährlichen Drachens Wasabi. Und zudem müssen sie, um dorthin zu gelangen, dem Fluss folgen. Und was sagte der Igel Igromir? Er ist zu jedem Abenteuer bereit nur nicht auf dem Wasser. Wird es Hilda trotz aller Unwegsamkeiten gelingen ihr Ziel zu erreichen? Und was hat es mit den Grauhörnchen um den Drachen Wasabi auf sich?
Tobias Goldfarb zeichnet seine Figuren wunderbar warmherzig und lustig. Lachen mussten wir über das Rotkelchen Robinius: keine Aufgabe zu groß, kein Feind zu schwer er schafft alles – zumindest mit dem Schnabel. Aber genau das ist es, was die Freunde um Hilda ausmachen, jeder tritt für jeden ein und gemeinsam sind sie stark!
Die Geschichte ist spannend erzählt und trotzdem wir die beiden vorangegangenen Geschichten nicht kennen, waren wir ganz schnell in der Geschichte drin. Zumal in diesem dritten Band immer wieder auf die vorangegangen Bände Bezug genommen wird.
Der Schreibstil von Tobias Goldfarb ist liebevoll und authentisch, wir konnten uns genau vorstellen, wie die Hamster den „Raddampfer“ angetrieben haben. Und die liebevollen Illustrationen von Verena Körting lassen nicht nur die Kinderherzen höherschlagen.
Fazit: „Hilda Hasenherz, das Abenteuer am Drachenfelsen“ ist ein wunderbar erzählt und illustriertes Buch über die Bedeutung von Freundschaft, Gemeinschaft und Mut. Gerade in der heutigen Zeit lassen solche Geschichten die Herzen nicht nur der Kinder aufgehen!

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Hinter dem Gold: Die verborgene Geschichte um den „Schrein der Könige“

Der Schrein der Könige
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Im 12. Jahrhundert in einer Zeit, in der Christen bereit sind für ihren Glauben zu Sterben, gelingt es Bischof Reinald von Dassel eine der wichtigsten christlichen Reliquien - die Gebeine der Heiligen ...

Im 12. Jahrhundert in einer Zeit, in der Christen bereit sind für ihren Glauben zu Sterben, gelingt es Bischof Reinald von Dassel eine der wichtigsten christlichen Reliquien - die Gebeine der Heiligen Drei Könige - nach Köln zu bringen. Der Glanz, der von diesen Reliquien ausgeht, soll auf die Kölner Erzdiözese übergehen und sich in einem neu zu erschaffenen „Schrein der Könige“ widerspiegeln. Doch wer soll diesen Schrein anfertigen, dessen Ruhm auf den Erbauer überstrahlt und eine Arbeit für Jahrzehnte darstellt? Insbesondere die Kölner Goldschmiede erhoffen sich berücksichtigt zu werden, oder erhält Nicolaus von Verdun, ein Künstler seines Fachs, den Auftrag? Der „Schrein der Könige“ bedeutet Glorie und Macht. Entsprechend gibt es nicht nur kirchliche, sondern auch weltliche Persönlichkeiten, die den Schrein für sich einsetzen wollen, koste es was es wolle.

Vor diesem historischen Hintergrund spielt dieser Roman. Alles beginnt mit dem Tod von Nicolaus Ehefrau und zweier seiner Kinder. In diesem Moment, in dem Nicolaus sämtliches Gottvertrauen verliert, erscheint bei ihm der Kölner Geistliche Jilles und bietet ihm die Aussicht auf eine Arbeit an dem „Schrein der Könige“ zur Ehre Gottes an. Entscheidet sich Nicolaus für Gott und die Arbeit und gibt er dafür sein und das Leben seiner Kinder in Verdun auf? Und was passiert mit seinem Sohn Louis, respektiert dieser die Entscheidung seines Vaters? Macht, Kriege, Bigotterie aber auch Hoffnung und Liebe werden in einem fesselnden historischen Roman verpackt.

Sabine Weiss ist eine deutsche Autorin, die Germanistik und Geschichte studiert hat, bevor sie als Journalistin tätig war. Als Autorin ist sie ihrer großen Leserschar nicht nur durch spannende Krimis, sondern auch durch gut recherchierte historische Romane bekannt. Insbesondere in der Trilogie „Krone der Welt“, „Gold und Ehre“ und „Blüte der Zeit“ zeigt sich ihr enormes historisches Wissen, welches in diesen Romanen ein Großteil der Story ausmacht und dadurch das Fiktive mit dem Historischen wunderbar verwebt.

Im „Schrein der Könige“ legt sie ihren Fokus in erster Linie auf die Erstellung des Dreikönigenschreins und baut dort herum eine fiktive historische Geschichte. Leider streift sie die wichtigen weltlichen historischen Ereignisse dieser Zeit nur sehr zaghaft. Das ist vermutlich dem geschuldet, dass hierfür mehr als nur ein Roman mit etwas mehr als 500 Seiten notwendig wäre. Im „Schrein der Könige“ legt Sabine Weiss den Fokus etwas weniger auf den geschichtlichen Hintergrund, als darauf den Leser emotional mit diesem Roman gefangen zu nehmen. Trotzdem sind historische Details in diesem Roman gut eingearbeitet und bilden eine Mischung aus realer Historie und spannender Fiktion, wobei die Grenzen zwischen Wahrheit und erfundener Geschichte fließend sind.

Und so empfindet der Leser die Hauptfigur Nicolaus von Verdun wie einen lieben Freund. Mit ihm möchte man lachen, lieben oder zweifelt mit ihm, wenn das Schicksal ihn wieder einmal vor eine schwere Prüfung stellt. Seinen Sohn Louis möchte man packen und schütteln, wenn er wieder einmal etwas Unbedachtes tut, worunter nicht nur seine Familie, sondern auch alle, die ihn umgeben, leiden müssen. Die Geschichte nimmt manchmal ungeahnte Wendungen, die der Spannung sehr gut tun.

Ein Personenregister zu Beginn des Buches sorgt für den nötigen Überblick über die Protagonisten. In ihrem Nachwort gibt Sabine Weiss wichtige Informationen, so dass dem Leser neben einem spannenden Roman auch wichtige geschichtliche Hintergründe vermittelt werden. Sabine Weiss schreibt lebendig, spannend und ausdrucksstark, gerne folgt ihr der Leser. Dank ihres gekonnten Schreibstils zieht sie den Leser immer mehr in den Bann, sodass sich das Buch zu einem spannenden Roman entwickelt.

Fazit:
„Der Schrein der Könige“ ist ein abwechslungsreicher, gut ausgefeilter historischer Roman und bietet einige Überraschungen. Sabine Weiss gelingt es überzeugend, den Leser zu fesseln und auf eine emotionale Reise mitzunehmen. Gerne hätte der historische Part in diesem Roman noch etwas ausgeprägter sein dürfen.

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