mitreißend
Solange ein Streichholz brenntBei dem neuen Buch von Christian Huber geht es um den obdachlosen Bohm und die Journalistin Alina Alev. Alina sucht für eine Reportage nach einem Obdachlosen und stößt dabei auf Bohm. Bohm hat ursprünglich ...
Bei dem neuen Buch von Christian Huber geht es um den obdachlosen Bohm und die Journalistin Alina Alev. Alina sucht für eine Reportage nach einem Obdachlosen und stößt dabei auf Bohm. Bohm hat ursprünglich keinerlei Interesse an der Reportage mitzumachen aber die gesundheitliche Situation um seinen Hund Fox zwingt ihn dazu. Bohm erfährt man am Anfang nicht viel. Erst am Ende erfährt man was Ihn in die Obdachlosigkeit getrieben hat. Durch den permanenten Wechsel der beiden Perspektiven bleibt das Buch spannend. Es ist kein Roman über Obdachlosigkeit oder eine kitschiger Liebesroman. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und wirkt nicht konstruiert. Christian Huber gelingt es, Figuren zu erschaffen, die so echt wirken, dass man das Gefühl hat, ihnen schon einmal begegnet zu sein. Menschen mit Träumen, Fehlern, Hoffnungen. Genau dadurch entfaltet der Roman seine besondere Kraft: Er zeigt, wie dünn die Linie ist zwischen einem geordneten Leben und dem völligen Abrutschen. Eine berührende Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Der Roman macht deutlich, dass Obdachlosigkeit kein abstraktes Problem ist, sondern ein Zustand, der jeden treffen kann.