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Veröffentlicht am 15.02.2025

Ich bin begeistert!

We hunt the Flame
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Früher gab es in Arawiya Magie, doch dann verschwand diese und verschiedene Flüche kamen über die Kalifate. Gleichzeitig entstand der Arz, ein Wald, in dem Finsternis herrscht, wer in ihn geht, kommt normalerweise ...

Früher gab es in Arawiya Magie, doch dann verschwand diese und verschiedene Flüche kamen über die Kalifate. Gleichzeitig entstand der Arz, ein Wald, in dem Finsternis herrscht, wer in ihn geht, kommt normalerweise nicht mehr heraus.

Das Kalifat Demenhur ist die Heimat Zafiras, hier herrscht nun Kälte und Schnee. Zafira gelingt es als einzige, den Arz zu betreten und ihn heil wieder zu verlassen. So wurde sie zum Jäger, der seine Leute mit im Arz gejagtem Wild versorgt. Dass sie eine Frau ist, muss sie verheimlichen, denn Frauen sind in diesem Kalifat wenig wert.

Nasir ist der Kronprinz von Sarasin, aber auch der Prinz des Todes, denn er wurde zum Haschaschinen, zum Meuchelmörder ausgebildet, und wird von seinem Vater, dem Sultan, auf dessen Feinde angesetzt.

Beide, Zafira und Nasir, erhalten jeweils den Auftrag ein Buch von der Insel Sharr zu holen, eine Insel voller Monster. Nasirs Auftrag enthält außerdem den Tod Zafiras.

Der Roman spielt in einem orientalischen Setting und erzählt die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven Nasirs und Zafiras. Die Autorin geht dabei tief in beider Gedanken und Emotionen, so dass man ihnen sehr nahe kommt, auch Nasir, denn hinter ihm steckt mehr als nur ein Mörder.

Neben den beiden gibt es weitere Charaktere, über die man ebenfalls viel erfährt, und die durchaus auch Überraschungen zu bieten haben. Im Laufe der Geschichte habe ich immer mehr gehofft, dass alle das Geschehen heil überstehen. Haben sie das? Nun, am besten lest ihr selbst die Geschichte.

Eine Geschichte übrigens, die sehr spannend ist, hatte mich zunächst vor allem das Setting gepackt, war es auch bald die Entwicklung, die die Erzählung nimmt. Es handelt sich hier übrigens um den ersten Band einer Dilogie, so dass die Geschichte am Ende noch nicht auserzählt ist. Zum Glück ist der zweite Band ebenfalls schon erschienen, so dass man direkt weiterlesen kann.

Neben den einführenden Charakterillustrationen zu Zafira und Nasir gibt es eine Karte, und im Anhang ein Glossar, in dem auch die Personen und die Orte aufgeführt sind. Die Illustrationen hatte ich schnell vergessen, und mir die Charaktere selbst anders vorgestellt. Das Glossar kann hilfreich sein, im Text gibt es zum Beispiel immer wieder orientalische Worte. Allerdings werden diese entweder direkt erklärt, ihre Bedeutungen ergeben sich aus dem Kontext oder können leicht erraten werden.

Der erste Band der Dilogie punktet mit einem interessanten Setting, gelungenen Charakteren und einer spannenden Geschichte. Ich bin begeistert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

Wunderschön

Das letzte Einhorn
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Ich glaube, die Geschichte um das vermeintlich letzte Einhorn und den Roten Stier kennt jede:r, oder? Ich verzichte also dieses Mal auf eine Kurzzusammenfassung.

Bisher kannte ich selbst nur den Film, ...

Ich glaube, die Geschichte um das vermeintlich letzte Einhorn und den Roten Stier kennt jede:r, oder? Ich verzichte also dieses Mal auf eine Kurzzusammenfassung.

Bisher kannte ich selbst nur den Film, mehrfach gesehen, immer sehr gemocht, auch wenn er manchmal bedrückend ist, aber auch einfach schön. Auch die Animation an sich mochte ich immer sehr. Den Roman habe ich bisher noch nicht gelesen, wird aber sicher nicht mehr lange dauern, denn nun bin ich wieder einmal sehr neugierig auf ihn.

Auch diese Graphic Novel ist wirklich wunderschön, die Zeichnungen erinnern an den Film, haben aber auch ihren eigenen Charme. Schnell haben sie mich gefangen genommen, und viele Panele würde ich mir so direkt an die Wand hängen. Die Zeichnungen sind sehr ausdrucksstark, und vor allem das Einhorn, in seinen zwei Formen, wunderschön. Auch wenn man die Geschichte ja schon kennt, liest und schaut man hier sehr gerne.

Über die Geschichte muss man wohl nichts mehr sagen, sie ist einfach schön und geht ans Herz, das wird hier auch noch einmal deutlich.

Am Ende gibt es ein paar Extras: Zeichnungen und Interviews mit Peter S. Beagle und Peter Gilis.

Die Graphic Novel zu Peter S. Beagles Geschichte um das letzte Einhorn ist wunderbar gelungen, schöne, ausdrucksstarke Zeichnungen machen sie zu einem wahren Schmuckstück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 12.02.2025

Es gibt bessere Anthologien zum Thema

Alle Morde wieder
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Die Anthologie enthält dreizehn Geschichten mit kriminellem Touch, die mehr oder weniger mit Weihnachten oder zumindest Winter zu tun haben.

Die Autor:innen sind zum großen Teil deutschsprachig, zum Beispiel ...

Die Anthologie enthält dreizehn Geschichten mit kriminellem Touch, die mehr oder weniger mit Weihnachten oder zumindest Winter zu tun haben.

Die Autor:innen sind zum großen Teil deutschsprachig, zum Beispiel finden sich hier Sandra Lüpkes, Inge Löhnig und Ursula Poznanski, es sind aber auch ein paar nichtdeutschsprachige dabei, wie Ann Cleeves oder Leena Lehtolainen. Als einziger Mann ist Wulf Dorn vertreten. Nicht alle kannte ich vorher, manche zumindest namentlich, nur von relativ wenigen kannte ich bereits andere Werke.

Zunächst hat mich die Anthologie ziemlich enttäuscht, keine Erzählung wollte mir so recht gefallen, bis ich zur sechsten kam, Leena Lehtolainens „Die drei Josefs“ wendeten das Blatt, und auch danach gab es ein paar, die mir wirklich gut gefallen haben.

Als Anhang gibt es die Viten der Autor:innen.

Die Weihnachtsanthologie bietet Geschichten mit kriminellem Touch, die zur Weihnachtszeit spielen. Leider ist die Anzahl guter Erzählungen eher gering, dafür sind diese richtig gut. Kann man, muss man aber nicht lesen, es gibt bessere Anthologien zum Thema.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Lesenswerte Anthologie

Sternenglut - Überleben auf dem schwarzen Planeten
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Die vierte Sternenglut-Anthologie enthält acht Geschichten bereits aus den Vorgängern bekannter Autor:innen. Dieses Mal ist das Thema „Überleben auf dem schwarzen Planeten“, welches auf vielfältige und ...

Die vierte Sternenglut-Anthologie enthält acht Geschichten bereits aus den Vorgängern bekannter Autor:innen. Dieses Mal ist das Thema „Überleben auf dem schwarzen Planeten“, welches auf vielfältige und interessante Weise verarbeitet wurde.

Wie meist bei Anthologien, hat mir nicht jede Geschichte gut gefallen, die meisten aber schon.

Besonders gut fand ich zum einen „Sturmreiter“ von R. M. Amerein, in der die Menschheit nur noch in einer einzigen Stadt wohnen kann, der Rest der Welt ist verbrannt. Aber auch diese Stadt ist in Gefahr, denn immer wieder gibt es neue Feuerstürme, die bekämpft werden müssen, und obendrein feurige Monster mit sich bringen. Der Protagonist erzählt seine bedrückende Geschichte in Ich-Form, so dass man als Leser:in nicht nur dicht dabei ist, sondern auch sehr berührt wird.

Auch sehr gut gefallen hat mir „Freiheit heißt Licht! von Aybiline I. Dahlson, deren Protagonistin sich als Mensch auf einem Planeten ohne Licht als Diebin durchschlagen muss. Als sie einen besonders reichen Besucher des Planeten bestiehlt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt.

Besonders originell ist Alexander Lenz‘ „Das letzte Level“, der das Thema mit einem Computerspiel verbindet, das aus den Fugen gerät. Eine weitere Geschichte hat mir gut gefallen, das Ende aber gar nicht, da es mir ein großes Fragezeichen bescherte, hier fragte ich mich, ob es sich womöglich um den Beginn einer längeren Geschichte handeln könnte, was ich ohne verständliches Ende nicht gutheißen würde.

Nur eine Geschichte hat mir gar nicht gefallen.

Auch die vierte Anthologie der Autor:innen-Gruppe ist wieder lesenswert, auch wenn mir nicht jede Geschichte gut gefallen hat, unterm Strich haben mich die meisten aber gut unterhalten.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Ein eigenwilliger Protagonist

Der Tote im Pool
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Aurel Timescu ist derzeit stellvertretender französischer Konsul in Mosambik, und tut alles, seiner Arbeit aus dem Weg zu gehen. Leider ist sein derzeitiger Vorgesetzter davon überzeugt, dass er Aurel ...

Aurel Timescu ist derzeit stellvertretender französischer Konsul in Mosambik, und tut alles, seiner Arbeit aus dem Weg zu gehen. Leider ist sein derzeitiger Vorgesetzter davon überzeugt, dass er Aurel motivieren kann. Als ein Hotelier tot in seinem Pool gefunden wird, fordert er ihn deshalb auf, zusammen herauszufinden, was passiert ist. Aurel würde eigentlich viel lieber alleine ermitteln, immerhin hat er damit schon Erfahrung, und versucht nun, um seinen Vorgesetzten herum die Hintergründe zu erforschen.

Aurel ist ein sehr eigenwilliger Protagonist, der mir aber schon im Vorgängerband nahe gekommen ist. Ursprünglich aus Rumänien stammend, hat er in Frankreich zunächst als Barpianist gearbeitet. Klavierspielen hat immer noch eine große Bedeutung für ihn, und hilft ihm auch dabei, seine Fälle zu lösen. Im Umgang mit seinen Mitmenschen hat er dagegen so seine Probleme, muss sich ihnen aber immer wieder stellen.

Im aktuellen Todesfall wird schnell klar, dass es sich um Mord handelt, die Behörden machen auch direkt eine Tatverdächtige aus, die Exfrau des Toten war aus Frankreich angereist und daher vor Ort. Aurel ist allerdings nicht von ihrer Schuld überzeugt, und kann am Ende den Fall natürlich nachvollziehbar lösen.

Auch der zweite Band mit dem eigenwilligen Protagonisten hat mich wieder gut unterhalten, ich habe mitgerätselt und Aurel gerne begleitet. Ich hoffe, es wird noch weitere Bände der Reihe geben.

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