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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Mit dem zweiten Band hat mich die Reihe endgültig gepackt

BRZRKR 2
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Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, ...

Im zweiten Band der Comicreihe wird der Protagonist ein bisschen zugänglicher, man erlebt ihn im fast privaten Rahmen, während eines Einsatzes und in Rückblenden in seine Vergangenheit, eine Vergangenheit, die Jahrtausende umfasst.

Zudem erhält man auch einen näheren Blick auf diejenigen, die mit seinen Fähigkeiten experimentieren. Diese Experimente geschehen zwar mit seiner Zustimmung, da er sich erhofft, mehr über sich zu erfahren, vor allem über seine Unsterblichkeit, lassen aber Zweifel entstehen.

Die rote Farbe, die in Band 1 noch dominierte, wird hier ein wenig zurückgenommen, trotzdem bleibt es natürlich relativ blutig, das gehört einfach zu diesem Protagonisten dazu. Die Zeichnungen sind erneut gelungen und sehr atmosphärisch. Im Anhang findet sich wieder eine Covergalerie inklusive zusätzlichem Artwork.

In Band 2 zieht für mich die Spannung deutlich an, der Cliffhanger am Ende macht dies nicht besser.

Spätestens jetzt hat mich die Geschichte komplett gepackt und ich muss einfach weiterlesen. Gerne empfehle ich die Reihe an erwachsene Leser:innen, für die es ein auch blutig sein darf, man sollte aber unbedingt die Bände der Reihe nach lesen.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein Prequel zur Hexersaga

Kreuzweg der Raben
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Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu ...

Der achtzehnjährige Hexer Geralt hat seine Ausbildung in Kaer Morhen abgeschlossen und ist das erste Mal unterwegs, um Aufträge zu erfüllen und Monster zu bekämpfen. Doch gleich zu Beginn meint er es zu gut, und wird verhaftet. Ein älterer Hexer, Preston Holt, rettet ihn vor der Hinrichtung und unterbreitet ihm ein Angebot.

Ich bin ein großer Fan der Romane und Kurzgeschichten um Geralt von Riva, vor allem auch wegen des unnachahmlichen Schreibstils seines Schöpfers, Andrzej Sapkowski. Natürlich kenne ich auch die Verfilmungen und Games.

Erstaunlicherweise hatte ich trotzdem zunächst etwas Probleme, in den Roman zu kommen, das legte sich aber zum Glück schnell wieder. Genau sagen, woran es lag, kann ich nicht, vielleicht hatte ich einfach Probleme mit dem jungen und noch eher unerfahrenen Geralt. Andererseits schien auch der Autor einen Moment zu benötigen, um seinen gewohnten Schreibstil wieder zu finden.

Die Erzählung besteht aus verschiedenen Erlebnissen, die locker miteinander verbunden sind, am Ende wird aber klar, dass es durchaus einen Erzählbogen gibt. Da Geralt noch so jung ist, fehlen viele der bekannten und beliebten Charaktere, die man aus den anderen Werken kennt, kein Rittersporn, keine Yennefer, an Ciri ist sowieso nicht zu denken. Aber ganz ohne ein bekanntes Gesicht geht es auch nicht, so tritt die Priesterin Nenneke auf. Aber auch die Charaktere, die man hier kennen lernt, sind interessant, mir gefiel vor allem die patente Zauberin Vrai Natteravn die eine wichtige Rolle spielt.

Mich hat das Prequel zur Hexersaga sehr gut unterhalten, wer Geralt von Riva mag, kann bedenkenlos zugreifen, für jene, die ihn noch nicht kennen, könnte es ein guter Einstieg sein.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Es bleibt spannend

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten ...

Irida und ihre Freund:innen wissen nun, was sie ist, und nicht nur das, sie wissen, dass und von wem die Anderswelt bedroht wird, und versuchen alles, um zu verhindern, dass diese Erfolg haben.

Die Fronten sind nun klar, es geht jetzt darum, Schlimmes zu verhüten und Klarheiten zu schaffen. Es stellt sich zudem auch weiterhin heraus, dass Sagen und Legenden manchmal realer sind, als gedacht. So müssen sich die Furchtlosen erneut Wesen stellen, die ziemlich gefährlich sind, erhalten aber auch Unterstützung, mit der sie nicht gerechnet haben. Die Geschichte bleibt spannend.

Dieses Mal bleibt man nicht in Hohenburg und Umgebung, es steht ein interessante Reise an, die viele neue Informationen, aber auch weitere Gefahren mit sich bringt, und eine Auflösung, die ich hier noch gar nicht erwartet habe. Zudem muss sich Irida, und nicht nur sie, mehr mit ihrer wahren Natur auseinandersetzen.

Im zweiten Band der Reihe werden einige Fäden zusammengebracht, einige Fragen geklärt, aber auch neue gestellt. Ich war überrascht, dass sich hier schon so viel aufgelöst wird, aber tatsächlich gibt es noch genug Material, um einen weiteren Band zu füllen. Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Erster Band des Science Fiction Epos

Leviathan erwacht
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James Holden hat als Executive Officer des Versorgungsschiffes Canterbury ein recht entspanntes Leben, bis eines Tages ein Notsignal aufgefangen wird. Die Canterbury ist in der Nähe und eilen zur Hilfe. ...

James Holden hat als Executive Officer des Versorgungsschiffes Canterbury ein recht entspanntes Leben, bis eines Tages ein Notsignal aufgefangen wird. Die Canterbury ist in der Nähe und eilen zur Hilfe. Holden und vier weitere Mannschaftsangehörige machen sich mit einem Shuttle auf zur offenbar havarierten Scopuli, treffen dort aber niemanden an. Noch bevor sie zurück an Bord der Canterbury sind, wird diese angegriffen und pulverisiert. Für Holden und die Shuttlecrew beginnt ein aufreibendes Abenteuer.

Auf Ceres erhält Detective Miller den Auftrag, Julie Mao, die Tochter reicher Eltern, zu ihrer Familie zu bringen, auch, wenn er sie dafür entführen müsste.

Vor einiger Zeit sah ich die Serie, die auf der Buchreihe basiert, und fand diese großartig, endlich habe ich nun die Buchreihe begonnen, und war schon nach wenigen Seiten auch von diesem ersten Band überzeugt, habe mich auch sehr gefreut, Bekannte wiederzutreffen. Auch wenn ich die Serie schon kenne, habe ich gespannt gelesen und mich kaum vom Buch lösen können.

Holden und seine Shuttlecrew, Naomi Nagata, Alex Kamal, Amos Burton und Shed Garvey, wie auch Miller sind mir schnell nahegekommen, nicht nur, weil ich sie bereits aus der Serie kenne, sondern auch, weil James Corey sie schnell greifbar charakterisiert.

Erzählt wird abwechselnd aus Holdens und Millers Perspektive, zunächst haben die beiden Handlungsstränge scheinbar nichts miteinander zu tun, doch im Laufe der Geschichte kommen sie sich näher, und schließlich treffen sich die beiden, so dass sich ihre Perspektiven sogar überlappen. Ich mag diese Erzählweise sehr, so kann das selbe Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden.

James Corey, hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autorenduo, erzählt zudem sehr atmosphärisch und bildhaft, man fühlt sich oft mittendrin, das Kopfkino bekommt viel zu tun. Auch die Emotionen werden angesprochen. Der Roman ist mit über 650 Seiten lang, für mich hatte er aber keine Längen.

Wow, der erste Band verspricht eine spannende, epische Story mit einprägsamen Charakteren. Wer die Serie kennt, kann genauso zugreifen, wie Fans spannender Science Fiction Epen. Ich freue mich aufs Weiterlesen.

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Ließ mich zwiegespalten zurück

Die Mäusekönigin
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Während des Vietnamkrieges, der 1975 beendet wurde, haben die USA das Entlaubungsmittel Agent Orange eingesetzt, das mit dem Dioxin TCDD verunreinigt war. Noch heute leidet die vietnamesische Bevölkerung ...

Während des Vietnamkrieges, der 1975 beendet wurde, haben die USA das Entlaubungsmittel Agent Orange eingesetzt, das mit dem Dioxin TCDD verunreinigt war. Noch heute leidet die vietnamesische Bevölkerung darunter, neben auftretenden Spätfolgen werden immer noch missgebildete Kinder geboren. Viele dieser Kinder werden in speziellen Heimen betreut.

Nhi ist eine von ihnen, sie wurde ohne Beine geboren. Wie alle muss auch sie mit 18 Jahren das Heim verlassen und zu ihrer Familie zurückkehren.

Bao ist eine kleine Maus, die ihre Familie verloren hat, und von Nhi aufgenommen wurde. Nhi hat nämlich ein spezielles Talent, sie kann mit Tieren sprechen. Natürlich begleitet Bao sie in das Dorf ihrer Familie. Wie sich herausstellt, lebt nur noch Hien, Nhis Großtante, außerdem hat sich das Dorf auf Schlangenzucht spezialisiert. Für Nhi wird eine Arbeit gefunden, die sie leisten kann, wirklich akzeptiert wird sie aber nicht.

Eigentlich hatte ich anhand von Titel und Cover etwas ganz anderes erwartet, eine Art Märchen, nicht aber einen Roman mit so viel Realitätsbezug, so hatte ich zunächst ein bisschen Probleme im Roman anzukommen, konnte aber relativ schnell umswitchen. Märchenhaft ist an dem Roman wenig, obwohl es ein, zwei Versatzstücke gibt, die zu Märchen passen, wie zum Beispiel Nhis spezielles Talent. Alles andere ist sehr realistisch, ein gut Teil gesellschaftskritisch und auch nicht ohne Grausamkeiten.

Ich gestehe, dass ich bisher nichts darüber wusste, dass Agent Orange sich auch heute noch so gravierend auswirkt. Sicher bin ich da nicht die einzige, weswegen ich das Thema wichtig finde, das man auch in einem Roman verarbeiten kann, wobei ich finde, dass es hier manchmal ein bisschen untergeht.

Ich habe schon andere Werke des Autors gelesen, der Roman passt schon dazu, allerdings hat er mir, im Gegensatz zu den anderen Werken weniger gut gefallen. Das lag vor allem daran, dass er für mich nicht spannend war, und ich ein bisschen die Lust verlor, ihn zu lesen.

Erzählt wird aus Baos Perspektive, was ich recht ansprechend finde. Dazwischengestreut sind immer wieder einmal verschiedene Dokumente, wie Briefe oder Medienberichte. Letzteres macht den Roman interessanter, und wirft auch die eine oder andere Frage auf. Leider sind mir die Protagonist:innen nicht wirklich nahe gekommen, vielleicht wäre Nhis Perspektive zwischendurch günstiger gewesen, um ihr näher zu kommen.

Etwas schockiert hat mich das Ende, ich bin immer noch nicht sicher, ob ich es gutheißen kann. Ich kann aber verstehen, wie es dazu gekommen ist.

Der Roman ist kein Märchen, wie ich es eigentlich erwartet hatte, sondern hat einen starken Realitätsbezug, das Thema, das hier berührt wird, halte ich für wichtig, der Roman konnte mich aber leider nicht packen, und auch die Charaktere kamen mir wenig nahe. So ließ er mich letztlich zwiegespalten zurück, daher vergebe ich durchschnittliche 3 Sterne.