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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Hält für mich nicht, was Band 1 versprochen hat

How to Kill Fate (Fate Dilogie, Bd. 2)
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Kianas Versuch, die Schicksalsfäden zu manipulieren, macht sie und ihre beiden Begleiter Nevin und Tyron noch angreifbarer und ihr Leben noch gefährlicher. Und dennoch können und wollen sie nicht mehr ...

Kianas Versuch, die Schicksalsfäden zu manipulieren, macht sie und ihre beiden Begleiter Nevin und Tyron noch angreifbarer und ihr Leben noch gefährlicher. Und dennoch können und wollen sie nicht mehr zurück.

Der zweite Band der Dilogie setzt nahtlos da an, wo der erste endete und löst somit den Cliffhanger direkt auf. Das heißt aber nicht, dass es nicht spannend weitergeht. Im zweiten Band gibt es noch mehr Gefahren, Kianas und Tyrons Fähigkeiten wachsen aber auch weiter an, wodurch die eine oder andere Gefahrensituation aufgelöst werden kann. Auch gibt es hin und wieder Personen, die unterstützen und die Gruppe bei ihrer mehr oder weniger selbstgewählten Aufgabe voranbringen. Allerdings gibt es auch Trennungen, auch innerhalb der Gruppe.

In diesem Band treten zudem die Götter mehr in den Vordergrund und man erfährt auch einiges über ihre Hntergründe. Auch in diesem Band wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, vorwiegend denen Tyrons und Kianas, wobei auch hier wieder Kiana den Hauptpart erhält.

Leider hat mich der zweite Band weniger überzeugt als der erste. Da Tyron und Kiana über längere Zeit alleine unterwegs sind, geht ein wichtiger Teil dessen, was mir gefallen hat, nämlich der Humor, in weiten Teilen verloren. Die Gespräche der beiden haben dafür eine Menge in meinen Augen pseudophilosophisches Blabla zu bieten, das für mich die Geschichte stellenweise sehr langatmig gemacht und ihr Spannung entzogen hat, zumal manches auch wiederholend ist. Manchmal möchte ich Autor:innen gerne zurufen, dass Leser:innen nicht alles bis ins kleinste vorgekaut werden muss.

Auch das Ende ist nicht ganz nach meinem Geschmack, es ist zwar sehr dramatisch, aber in meinen Augen auch sehr kitschig. Für mich war zudem manches vorhersehbar.

Band 2 der Dilogie hat mich leider nicht so gut unterhalten wie Band 2, mir war er vor allem in seinen Dialogen zu langatmig, weniger humorvoll und am Ende zu kitschig.

Veröffentlicht am 22.05.2026

Humorvolle Fantasy mit einzigartigen Persönlichkeiten

Stan und Mortimer
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Der tollpatschige Drache Stan und der wortgewandte Vampir Mortimer treffen ohne Erinnerung in einer für sie fremden Welt aufeinander, beide sahen zuletzt ein blaues Licht. Sie tun sich zusammen, um dieses ...

Der tollpatschige Drache Stan und der wortgewandte Vampir Mortimer treffen ohne Erinnerung in einer für sie fremden Welt aufeinander, beide sahen zuletzt ein blaues Licht. Sie tun sich zusammen, um dieses blaue Licht und damit auch ihre Erinnerungen zu finden und möglichst nach Hause zurück zu kommen. Auf ihrem Weg haben sie einige Begegnungen, müssen mit Problemen klarkommen und sogar Rätsel lösen.

Ein Drache und ein Vampir, das kann nur gut werden, dachte ich, und hatte dann doch Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, doch irgendwann hatte sie mich, und ich habe gespannt weitergelesen. Da ging es mir so wie Mortimer mit Stan, die Beziehung der beiden gestaltet sich nicht immer leicht, weniger für Stan, der ein fröhliches und etwas naives Gemüt hat, dafür umso mehr für Mortimer, der sich erst an den dauerredenden riesigen Begleiter gewöhnen muss. Nach und nach kommen sich die beiden aber näher. Am Ende hat das Buch eine schöne Message, egal wie unterschiedlich man ist, Freundschaft ist immer möglich, und zusammen kann man viel schaffen. Auch als Leser:in gewinnt man die beiden zunehmend lieb.

Erzählt wird in einem lockeren Ton, mit einigem Humor aber auch tragischen Momenten. Die Begegnungen, die die beiden haben, sind mehr oder weniger skurril, aber nicht ohne Probleme. Auch die Lösungen der Probleme sind mitunter recht skurril.

Im Nachwort deutet der Autor eine mögliche Fortsetzung an, ich wäre dabei! Bis dahin schaue ich mir aber mal seine anderen Drachen an.

Stan und Mortimer sind ein liebenswertes Duo mit einem gemeinsamen Ziel, das sich mit einigen Schwierigkeiten herumschlagen muss. Wer gerne humorvolle Fantasy mit einzigartigen Persönlichkeiten liest, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Steht Band 1 in nichts nach

The Boys: Gnadenlos-Edition
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Hughie, nun fester Bestandteil der Gruppe um Billy Butcher, datet Annie, ohne zu wissen, dass sie Starlight, eine der Seven ist, wie auch sie nicht weiß, womit er seine Zeit verbringt. Außerdem gibt es ...

Hughie, nun fester Bestandteil der Gruppe um Billy Butcher, datet Annie, ohne zu wissen, dass sie Starlight, eine der Seven ist, wie auch sie nicht weiß, womit er seine Zeit verbringt. Außerdem gibt es weitere Informationen über Vought und die Entstehung der Supermenschen, die Butcher übrigens Supies nennt.

Neben The Seven gibt es eine ganze Reihe weiterer Supie-Gruppen, interessant sind dabei derzeit vor allem jene, die von John Godolkin gegründet wurden, die G-Men, die G-Coast, die G-Style und wie sie alle heißen. Hughie wird auf deren Jugendorganisation angesetzt, die er undercover infiltriert und feststellt, dass sie eigentlich ganz nett sind. Eigentlich soll er bei Godolkin nur ein paar Abhörwanzen installieren, doch dann wird das Ganze gefährlicher als geplant.

Schon optisch ist auch dieser Band wieder erstklassig, aber auch die Geschichte ist nicht ohne. Wie gehabt sehr blutig und auf keinen Fall für Leser:innen unter 18 geeignet, aber auch mit einigem schwarzen Humor und viel Spannung ausgestattet. Auch für Kenner:innen der Serie lohnt es sich übrigens die Comicreihe zu lesen, denn es gibt Unterschiede.

Band 2 steht dem Vorgänger in nichts nach, man bekommt weitere Informationen, gelungene Zeichnungen und spannende Lesestunden.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Endlich ein Blick in die Heimat und auf den Feind

Fables
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Der vierte Band der Reihe führt in das Heimatland der Fables, aus dem sie durch den Feind vertrieben wurden. Hier erfährt man ein bisschen mehr darüber, lernt Fables kennen, die gekämpft haben und es zum ...

Der vierte Band der Reihe führt in das Heimatland der Fables, aus dem sie durch den Feind vertrieben wurden. Hier erfährt man ein bisschen mehr darüber, lernt Fables kennen, die gekämpft haben und es zum Teil nicht geschafft haben, zu fliehen, wie etwa Robin Loxley, auch bekannt als Robin Hood und seine Freunde, und man kann auch mehr als einen Blick auf den Feind werfen. Die letzte Festung, das letzte Bollwerk gegen diesen droht erobert zu werden, ein Schiff wird es noch durch das letzte offene Portal verlassen können.

Die zweite Hälfte des Comicbandes führt dann wieder nach Fabletown, wo eine tot geglaubte Fable auftaucht, Prince Charming Bürgermeister werden möchte und Jack von Wesen, die nicht aus Fleisch und Blut zu sein scheinen, angegriffen wird.

Auch Band 4 hat mir gut gefallen, endlich hat man auch ein bisschen mehr über die Vertreibung aus der Heimat und den Feind erfahren. Ich bin gespannt, wie es mit den verschiedenen Strängen weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Spannend und wenig vorhersehbar

Firewatch
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Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, ...

Aaron hält in den Semesterferien Feuerwache in einem Nationalpark und verschwindet eines Tages spurlos. Sein bester Freund Robin ist sich sicher, dass er weiß, wer dahintersteckt und sucht dessen Nähe, um ihn zu überführen.

Das ist mein zweiter Roman von Colin Hadler, ich hatte eine gewisse Erwartung an ihn, vor allem Spannung und einige Überraschungen, und wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird zunächst aus zwei Perspektiven und Zeitebenen. Mit „Damals“ überschrieben sind Aarons Erlebnisse auf dem Firetower bis zu seinem Verschwinden, mit „Heute“ die Robins einige Monate danach, Robin erzählt selbst in Ich-Form. Später bleibt der Fokus auf Robin, Rückblenden gibt es nur noch wenige. Dafür kommt eine weitere Perspektive ins Spiel, jemand, dem:der etwas angetan zu werden scheint, und der:die seinen:ihren Peiniger mit „du“ anspricht, auch diese Passagen werden in Ich-Form erzählt. Ich hatte schnell eine Ahnung, wer das sein könnte, wie ich überhaupt einige Überlegungen angestellt habe. Letztlich ist der Roman aber kaum vorhersehbar, am Ende aber das Geschehene für mich nachvollziehbar.

Die Charaktere sind in meinen Augen gut ausgearbeitet, ich konnte mich in die Perspektiven Aarons und Robins hineinversetzen, und auch die anderen Charaktere bekommen Konturen. Ein besonders interessanter Charakter ist Kian Foster, den Robin verdächtigt, was man schon sehr früh erfährt. Dass hinter ihm mehr steckt als zunächst gedacht, wird schnell klar, was das aber ist, erfährt man erst nach und nach.

Der Roman ist aber nicht nur ein spannender Thriller sondern auch auf gewisse Weise ein Liebesroman, der ein paar sehr explizite Szenen mitbringt. Mir hat dieser Mix gut gefallen.

„Firewatch“ hat mir spannende Lesestunden beschert, die Emotionen der Protagonisten kamen bei mir an und ich habe bis zum Schluss mitgerätselt.