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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2026

Magischer Reihenauftakt mit Charme und kleinen Schwächen

Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel
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"Der goldene Schlüssel" ist ein atmosphärischer Auftakt, der vor allem durch seine märchenhafte Stimmung und die liebevolle Gestaltung überzeugt. Schon das Cover fällt sofort ins Auge und vermittelt genau ...

"Der goldene Schlüssel" ist ein atmosphärischer Auftakt, der vor allem durch seine märchenhafte Stimmung und die liebevolle Gestaltung überzeugt. Schon das Cover fällt sofort ins Auge und vermittelt genau das Gefühl, das einen auch im Inneren des Buches erwartet. Magie, Geheimnisse und ein Hauch von Abenteuer. Auch die Illustrationen und die aufwendig gestalteten Kapitelanfänge tragen viel zur besonderen Wirkung des Buches bei und machen es zu einem echten Schmuckstück im Regal.
Der Schreibstil von Skye McKenna ist flüssig, bildhaft und gut verständlich. Die magische Welt wird anschaulich beschrieben, ohne dabei zu überfordern.

Im Mittelpunkt steht Cassandra, ein Mädchen, das früh lernen musste, auf sich selbst zu achten. Ihre Sehnsucht nach ihrer verschwundenen Mutter und ihr Wunsch nach Zugehörigkeit ziehen sich spürbar durch die gesamte Geschichte. Cassandra ist mutig, neugierig und gutgläubig, manchmal auch impulsiv, was sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Nicht jede Entscheidung wirkt durchdacht, doch genau das passt zu ihrem Alter und macht sie als Figur glaubwürdig und nahbar.
Besonders jüngere Leserinnen und Leser finden hier einen leichten Zugang, gleichzeitig bietet die Geschichte genug Atmosphäre, um auch Erwachsene mitzunehmen. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Spannung gewünscht, da manche Konflikte recht schnell aufgelöst werden und der rote Faden zwischendurch etwas verloren geht.

Fazit:
Trotz dieser kleinen Schwächen ist die Story ein stimmiger und warm erzählter Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht. Wer magische Welten, Hexen, Freundschaft und Geheimnisse liebt, wird hier gut unterhalten.
4/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Kurzer Mitmachspaß mit Drehfaktor

Dreh-das-Rad-Buch: Füttere dein Monster
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Das Cover ist auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Das große blaue Monster schaut freundlich und neugierig aus und das Drehrad lädt sofort zum Anfassen ein. Genau das macht auch den Reiz des Buches ...

Das Cover ist auf den ersten Blick ein echter Hingucker. Das große blaue Monster schaut freundlich und neugierig aus und das Drehrad lädt sofort zum Anfassen ein. Genau das macht auch den Reiz des Buches aus. Kinder wollen direkt drehen, ausprobieren und sehen, was passiert. Die Verarbeitung ist stabil, die Pappseiten halten einiges aus und das Rad lässt sich gut bedienen, auch von kleinen Händen.
Der Schreibstil ist sehr knapp gehalten. Pro Seite gibt es nur wenige Worte, die klar sagen, was zu tun ist. Das passt gut zum Alter der Zielgruppe, lässt aber kaum Raum für Abwechslung. Es gibt keine wirkliche Geschichte, sondern eine wiederkehrende Aufforderung, das Monster zu füttern. Das ist am Anfang lustig, nutzt sich aber recht schnell ab.
Die Illustrationen sind bunt und übersichtlich, ohne zu überladen zu wirken. Das Monster bleibt auf allen Seiten gleich, was für manche Kinder beruhigend ist, für andere aber schnell langweilig werden kann. Die Reaktionen des Monsters auf das Futter sind stellenweise witzig, richten sich vom Humor her aber eher an Erwachsene als an sehr kleine Kinder.

Fazit:
Insgesamt ist "Füttere dein Monster" ein solides Mitmachbuch für kurze Beschäftigung zwischendurch. Der Spaß entsteht vor allem durch das Drehrad, weniger durch Inhalt oder Text. Für längeres Vorlesen oder häufiges Wiederentdecken fehlt etwas Tiefe.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Märchen, die das Herz öffnen

Maris Märchen
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Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, dass hier etwas Besonderes wartet. Die Illustration ist warm, liebevoll und ein bisschen anders als man es von klassischen Märchen kennt. Sie macht neugierig ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover wird klar, dass hier etwas Besonderes wartet. Die Illustration ist warm, liebevoll und ein bisschen anders als man es von klassischen Märchen kennt. Sie macht neugierig und vermittelt sofort das Gefühl von Nähe, Humor und Herzenswärme. Genau dieses Gefühl zieht sich auch durch das ganze Buch. Die Illustrationen ergänzen die Texte wunderbar. Sie sind farbenfroh, ausdrucksstark und unterstützen die Geschichten, ohne sie zu überladen. Man bleibt gerne auf den Seiten hängen und entdeckt immer wieder kleine Details.
Der Schreibstil ist locker, direkt und sehr gut verständlich. Er liest sich flüssig vor und eignet sich ebenso gut zum Selberlesen. Besonders schön finde ich, dass das Buch nicht belehrend wirkt. Es lädt dazu ein, Fragen zu stellen, Gespräche zu führen und eigene Gedanken zu entwickeln. Kinder werden ernst genommen und Erwachsene gleich mit.

Besonders berührt hat mich der Einstieg, in dem Mari sich selbst vorstellt. Diese Seiten sind ehrlich, kindgerecht und gleichzeitig sehr tiefgehend. Es wird erklärt, warum Mari die Welt anders wahrnimmt, ohne zu beschönigen und ohne traurig zu wirken. Stattdessen fühlt es sich offen, mutig und sehr respektvoll an. Man merkt sofort, dass hier aus dem echten Leben erzählt wird.
Die Märchen selbst sind bekannte Geschichten, die neu gedacht werden. Figuren mit Behinderung stehen im Mittelpunkt, ohne dass dies ständig betont oder problematisiert wird. Sie sind mutig, witzig, eigensinnig und manchmal chaotisch. Genau so, wie gute Märchenfiguren sein sollten. Der Humor trifft oft direkt ins Schwarze und trotzdem bleibt immer eine leise Ernsthaftigkeit im Hintergrund, die zum Nachdenken anregt.
Ein kleiner Punkt, der mich minimal gestört hat, ist, dass manche Geschichten recht textlastig sind und für sehr junge Kinder etwas Konzentration erfordern. Das schmälert den Gesamteindruck aber kaum.

Fazit:
Für mich ist "Maris Märchen" ein mutiges, liebevolles und wichtiges Buch, das zeigt, wie selbstverständlich Vielfalt in Geschichten Platz haben kann.
4,5/5 Sterne

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 28.12.2025

Düstere Gefühle und ein Herz voller Zweifel

Vesselless – Mein verräterisches Herz
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Das Cover trifft genau meinen Geschmack. Die düstere Gestaltung passt hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte und vermittelt direkt, dass es hier nicht um eine leichte Romantasy geht, sondern um etwas ...

Das Cover trifft genau meinen Geschmack. Die düstere Gestaltung passt hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte und vermittelt direkt, dass es hier nicht um eine leichte Romantasy geht, sondern um etwas Dunkleres und Emotionaleres. Auch im Regal ist das Buch definitiv ein Hingucker.
Der Schreibstil ist dabei sehr atmosphärisch und stellenweise beinahe poetisch, ohne überladen zu wirken.

Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig, aber wirkungsvoll. Man wird ohne große Erklärungen in eine Welt geworfen, in der Gefühle kontrolliert und Herzen zu etwas Gefährlichem geworden sind. Das hat mich sofort neugierig gemacht. Besonders die inneren Gedanken der Protagonistin sind eindringlich beschrieben und tragen viel zur Stimmung bei. Gleichzeitig gibt es auch ruhigere Passagen, die dem Buch Raum zum Atmen geben, auch wenn sich die Handlung dort etwas zieht.
Nizzara ist keine typische Heldin, sondern eine Figur mit vielen Zweifeln und Widersprüchen. Ihre Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar, fühlen sich aber menschlich an. Gerade dieser innere Konflikt macht sie interessant. Auch die Dynamik zu Dagen lebt stark von Misstrauen und unausgesprochenen Spannungen, was mir deutlich besser gefallen hat als eine überstürzte Romantik.
Das Worldbuilding ist spannend, aber stellenweise recht dicht. Manche Begriffe und Regeln muss man sich erst erschließen, was den Lesefluss kurzzeitig bremsen kann. Dafür überzeugt das Buch mit einer durchgehend düsteren Grundstimmung und einer Idee, die sich angenehm von vielen bekannten Fantasykonzepten abhebt. Das Ende bleibt offen und wirkt bewusst gesetzt. Es ist ein wenig frustrierend, macht aber definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

Fazit:
"Vesselless - Mein verräterisches Herz" ist ein stimmungsvoller Auftakt mit einer starken Atmosphäre, interessanten Figuren und einem ungewöhnlichen Konzept. Trotz kleiner Längen und eines recht offenen Endes hat mich das Buch gut unterhalten und emotional abgeholt.
4/5 Sterne

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Fantasy, die anders ist und neugierig macht

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Das Cover hat mich sofort gecatcht. Es wirkt düster und zugleich elegant und passt perfekt zu der Atmosphäre der Geschichte. Auch der Farbschnitt ist ein echter Hingucker und unterstreicht den besonderen ...

Das Cover hat mich sofort gecatcht. Es wirkt düster und zugleich elegant und passt perfekt zu der Atmosphäre der Geschichte. Auch der Farbschnitt ist ein echter Hingucker und unterstreicht den besonderen Charakter des Buches. Insgesamt macht das Buch schon optisch richtig Lust darauf, in diese Welt einzutauchen.
Der Schreibstil von Vanessa Le ist sehr flüssig und angenehm zu lesen.

Gerade zu Beginn hat mich die Geschichte schnell gepackt und ich war direkt mitten im Geschehen. Die Autorin schafft es, ihre Welt bildhaft zu beschreiben, ohne sich dabei in endlosen Details zu verlieren. Besonders spannend fand ich die Verbindung aus Fantasy und medizinischen Elementen, da sich das Magiesystem deutlich von vielem abhebt, was man sonst aus dem Genre kennt.
Nhika ist eine interessante Protagonistin mit Ecken und Kanten. Ihre Gabe und die damit verbundene Angst vor Verfolgung machen sie zu einer Figur, mit der man gut mitfühlen kann. Auch die moralischen Fragen rund um Heilen und Töten ziehen sich stark durch die Handlung und geben der Geschichte Tiefe. Im Mittelteil hatte das Buch für mich jedoch ein paar Längen. Manche Szenen hätten etwas straffer erzählt werden können und nicht alle Nebenfiguren konnten mich gleichermaßen überzeugen. Auch die emotionale Entwicklung zwischen den Figuren wirkte stellenweise etwas zurückhaltend, was mich aber nicht grundsätzlich gestört hat.
Das Ende hat dafür noch einmal Spannung aufgebaut und macht definitiv neugierig auf den nächsten Band.

Fazit:
Insgesamt ist "Verlorenes Herz" ein gelungener Auftakt mit einer ungewöhnlichen Idee, einer spannenden Welt und einer starken Grundstimmung, auch wenn noch nicht alles perfekt ausgearbeitet ist.
4/5 Sterne

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