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Veröffentlicht am 15.05.2025

Mehr Dystopie als Krimi

Der letzte Mord am Ende der Welt
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"Der letzte Mord am Ende der Welt" wird als Krimi vermarktet, ist jedoch eher eine Art Endzeitroman/Dystopie, in dem eben zufällig auch ein Mord vorkommt.
Nachdem ich bei einem anderen Buch des Autors ...

"Der letzte Mord am Ende der Welt" wird als Krimi vermarktet, ist jedoch eher eine Art Endzeitroman/Dystopie, in dem eben zufällig auch ein Mord vorkommt.
Nachdem ich bei einem anderen Buch des Autors mit historischem Setting das Problem hatte, dass mir die Handlung zu sehr ins Übernatürliche abdriftetet und ich die Lektüre daraufhin abgebrochen habe, fand ich es hier besser gelöst. Da es ein Roman ist, der in der Zukunft spielt, gibt es ebenfalls übernatürlich anmutende Handlungsstränge, die man jedoch mit fortschrittlicher Technologie erklären kann, was ich besser gemacht fand. Ob jetzt alles 100% logisch ist, darüber kann man sicherlich streiten, persönlich fand ich es beim Lesen schlüssig und für eine reine Unterhaltungslektüre passend genug, zumal wir eine Künstliche Intelligenz als Erzählerin haben, die selbst zugibt, dass sie nicht unbedingt ein zuverlässiger Erzähler ist.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Warum?

Campion. Tödliches Erbe
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Um zuerst zu loben: "Campion" ist ein spannender Kriminalfall, der mir viel Freude hätte machen können.
Betonung auf Können, denn während der Lektüre bin ich immer wieder über Details gestöbert, die für ...

Um zuerst zu loben: "Campion" ist ein spannender Kriminalfall, der mir viel Freude hätte machen können.
Betonung auf Können, denn während der Lektüre bin ich immer wieder über Details gestöbert, die für mich nicht stimmig waren. Tatsächlich habe ich immer mal wieder zurückgeblättert, um zu schauen, ob ich nicht gegebenenfalls etwas überlesen habe. Habe ich aber nicht. Eine kurze Recherche nach der Lektüre (um Spoiler zu vermeiden) hat dann ergeben, dass dieses Buch der dritte Teil einer Reihe ist, was einiges erklärt.
So fehlte mir einiges an Vorgeschichte des namensgebenden Detektives, wozu es immer wieder Andeutungen gibt. Man merkt deutlich, dass einem Hintergrundwissen fehlt und deswegen frage ich mich, was den Verlag bewogen haben könnte, diesen Band als Erstes zu übersetzen? Mich hinterlässt die Lektüre jedenfalls ziemlich unbefriedigt, zumal es gegen Ende hin auch noch den ein oder anderen Fakt gab, der nicht ganz 100% mit Fakten gelöst wurde, sondern bei dem eher esoterische Erkläransätze hinzugezogen wurden.
An sich würde ich weitere Bücher der Autorin lesen wollen - denn wie gesagt, der Fall selbst war gut gemacht und ich sehe da einiges an Potential - aber nicht weiter in so einer wilden Reihenfolge. Hoffentlich beginnt die Reihe demnächst mit dem ersten Band, dann gebe ich dem Ganzen nochmal eine Chance.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Stark angefangen...

Flusslinien
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... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick ...

... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick über die verschiedenen Figuren und ihre Schicksalsschläge, was das Buch zu einem guten gesellschaftskritischen Roman macht.
Leider ist dann alles auch genauso plötzlich zu Ende, wie es begonnen hat. Man hat sich gerade so richtig schön eingelebt, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich frage mich immer noch, was uns die Autorin jetzt vermitteln wollte, denn auf mich wirkt es so, als hätte irgendjemand beschlossen, dass es jetzt gut sei und das Buch beendet werden müsse, obwohl noch nicht alles erzählt war. Sowas kann ich gar nicht leiden, es fühlt sich danach immer so an, als wäre man zu dumm für die Lektüre gewesen, selbst wenn es - wie hier - ein Buch war, das einem eigentlich gefallen hatte.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ich wollte es gerne mögen...

Coast Road
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An "Coast Road" bin ich mit sehr, SEHR hohen Erwartungen herangegangen. Ich wollte dieses Buch so, SO gerne mögen. Es hatte auch alle Voraussetzungen dazu: Irische Geschichte, hochgelobt und wunderschön ...

An "Coast Road" bin ich mit sehr, SEHR hohen Erwartungen herangegangen. Ich wollte dieses Buch so, SO gerne mögen. Es hatte auch alle Voraussetzungen dazu: Irische Geschichte, hochgelobt und wunderschön verpackt (ein kleines Hardcoverformat mit Lesebändchen und dieses entzückende Cover!).
Leider war es - für mich - ein außen hui und innen nur so lala. Vielleicht, weil meine Erwartungen zu groß waren.
Aber die Geschichte hat sich elendig in die Länge gezogen, trotz des angenehmen Schreibstils.
Jetzt weiß ich nicht genau, ob es daran liegt, dass ich zu jung bin - die Geschichte spielt vor meiner Zeit und in einer Gegend, in der die Ansichten noch viel älter sind. Jedenfalls weiß ich auch nach Beendigung der Lektüre nicht genau, was mir der Autor sagen wollte. Denn die offensichtliche Moral, dass Frauen bis zur Selbstaufgabe bei ihrem Partner zu bleiben haben, weil es ihnen sonst schlecht ergehen wird, die kann es im 21. Jahrhundert doch wirklich nicht mehr sein?
Auch blieben mir die Figuren fremd - vielleicht auch hier wieder ein Altersproblem, aber wirklich identifizieren konnte ich mich mit keiner der hochgelobten Frauenfiguren. Im Gegenteil, die meiste Zeit wollte ich sie schütteln, weil sie offensichtlich nur einem Erzählziel dienen, das sich mir nicht offenbart hat.
Schade, aber leider kein Highlight für mich.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Soooo spannend!

Tinte, Staub und Schatten: Das Buch der Verlorenen
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"Tinte, Staub und Schatten" ist eins der Bücher, bei denen ich es kaum erwarten kann, dass die Fortsetzung erscheint. Zum Glück muss man hier nicht so lange warten, bis die Zielgruppe aus dem passenden ...

"Tinte, Staub und Schatten" ist eins der Bücher, bei denen ich es kaum erwarten kann, dass die Fortsetzung erscheint. Zum Glück muss man hier nicht so lange warten, bis die Zielgruppe aus dem passenden Alter für die Geschichte herausgewachsen ist, sondern es geht im Sommer gleich weiter.
Wer gerne Walter Moers liest und etwas ähnliches für seine ca. 10-jährigen Kinder sucht, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Obwohl ein Mädchen die Hauptrolle spielt, gibt es aber auch reichlich männliche Nebencharaktere, sodass die Geschichte auch durchaus jungstauglich ist.
Die kleinen und größeren Leserinnen und Leser werden in eine magische, buchige Welt entführt, in der immer wieder neue Überraschungen auftauchen und nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die Autorin hat unheimlich viele originelle Einfälle untergebracht, sowie einige lehrreiche Punkte, wie z.B. die Grauzonen menschlichen Handelns, aber auch eine angenehme Diversität. Diese Dinge werden ganz selbstverständlich in die Handlung integriert und stören den Lesefluss überhaupt nicht.
Lobend sei auch die wunderschöne Gestaltung des Buches erwähnt, die einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen lässt.
Ich bin jedenfalls hellauf begeistert und hibbel der Fortsetzung schon entgegen!

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