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Pheli

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2022

Sehr gut geschrieben

New Hope - Das Funkeln der Sehnsucht
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Jackson ist gezwungen nach New Hope zurückzukehren, um die alte Pension seiner Tante zu verkaufen. Alles in ihm sträubt sich dagegen, in die Stadt seiner Jugend, in der er gemobbt wurde, zurückzukehren ...

Jackson ist gezwungen nach New Hope zurückzukehren, um die alte Pension seiner Tante zu verkaufen. Alles in ihm sträubt sich dagegen, in die Stadt seiner Jugend, in der er gemobbt wurde, zurückzukehren und mit seiner Vergangenheit, seinen Fehlern und seiner ersten und bislang einzigen großen Liebe Cassie konfrontiert zu werden. Doch als die Angelegenheit der Pension sich nicht so schnell klären lässt, wie Jackson hofft, muss er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen.

Dieses Buch war das erste der New-Hope-Reihe und ich wusste bis da auch gar nicht, dass es Teil einer Reihe ist. Die Geschichte ist an sich abgeschlossen und lässt sich auch super unabhängig lesen. Mein Interesse an den anderen Bänden der Reihe wurde definitiv geweckt!

Jackson und Cassie sind sehr gute Protagonisten. Beide waren mir sehr sympathisch und durch die Rückblicke fand ich es -vor allem bei Jackson- sehr spannend, die alten und neuen Selbsts der Charaktere zu vergleichen. Vor allem Jacksons Entwicklung hat mich da sehr in den Bann gerissen.
Die anderen Charaktere haben mir auch gut gefallen. Über viele gibt es ein wenig Backgroundinformation und ich habe die ganze überlegt, über wen es wohl einen eigenen Band gibt.
Vor allem die jeweils besten Freunde der Protagonisten fand ich toll und auch andere Nebencharaktere sind mir sehr gut im Kopf geblieben.

Der Schreibstil ist wirklich gut. Er hat mich gut gefesselt und zwischenzeitlich bin ich tatsächlich in einen Bann gezogen werden. Jacksons und Cassies Geschichte wird sehr flüssig erzählt und die Beschreibungen sind eine sehr gute Stütze für den Inhalt, sodass man richtig mitfühlen kann.

Die Story an sich fand ich auch gut. Die Vergangenheit spielt ja eine große Rolle und es wird immer genau die richtige Menge an Informationen gegeben, sodass man mehr wissen möchte, aber nicht das Gefühl bekommt, dass man gar nicht mehr mitkommt.
Richtung Ende hätte ich mir tatsächlich noch etwas mehr, bzw. eine andere Art von Drama gewünscht. Außerdem gab es am Ende ein paar Szenen, wo ich mir nicht vorstellen kann, dass die betroffene Person wirklich so reagiert und ich das Buch deswegen mit einem nicht ganz perfekt abgerundeten Gefühl beenden musste. Deswegen nur die vier Sterne.

Trotzdem halte ich "New Hope - Das Funkeln Der Sehnsucht" ein sehr gelungenes Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 02.07.2022

Feminismus gut umgesetzt

Falling in love was not the plan
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Eliza ist sich sicher, zur Chefredakteurin der Schülerzeitung gewählt zu werden, vor allem, weil es keinen Gegenkandidaten gibt. Doch denn stellt sich Len - gutaussehend, unqualifizierter, männlich ...

Eliza ist sich sicher, zur Chefredakteurin der Schülerzeitung gewählt zu werden, vor allem, weil es keinen Gegenkandidaten gibt. Doch denn stellt sich Len - gutaussehend, unqualifizierter, männlich - ebenfalls zur Wahl auf und gewinnt. Eliza ist außer sich und schreibt einen Artikel, den sie aber niemals veröffentlichen möchte. Am nächsten Tag ziert er aber das Titelblatt der Schülerzeitung und Eliza wird Kopf der feministischen Bewegung. Die Schulleitung möchte, dass Eliza und Len zusammenarbeiten, um die Gemüter abzukühlen. Doch dann passiert etwas, womit Eliza nicht rechnen konnte. Len scheint doch gar nicht so dumm zu sein, wie sie anfangs dachte und außerdem fangen sie an, die Zusammenarbeit gar nicht als Strafe zu sehen...

Der Klappentext und das Cover haben mich direkt gecatcht. Normalerweise mag ich Personen auf Cover nicht so gerne, aber hier passt es. Zu dem Titel muss ich ehrlich sagen, dass ich es schade finde, dass der englische Originaltitel nicht übernommen wird, stattdessen aber trotzdem ein ENGLISCHER Titel benutzt wird. Ich denke die Autorin hat sich bei der Auswahl des Titels etwas gedacht und der einzige Grund für mich, den Originaltitel nicht zu übernehmen wäre, weil man einen deutschen Titel haben möchte. Dass nun hier ein anderer englischer Titel benutzt wird, finde ich sehr schade.

Nun aber zum Buch: Die Story hat mir gefallen. Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass die Liebesgeschichte das Thema Feminismus in den Hintergrund drängt, so war es aber gar nicht. Das finde ich einerseits gut, andererseits hätte ich mir aber auch etwas mehr zu der Liebesgeschichte gewünscht.

Die Handlung ist gut aufgebaut. Anfangs war ich etwas skeptisch, weil ich Eliza nicht sofort nachvollziehen konnte und sie vielleicht ein wenig für eine schlechte Verliererin hielt. Sie konnte mich aber recht schnell überzeugen und was danach folgte war schlüssig und an manchen Stellen auch genial. Das Ende war tatsächlich überraschend und der Handlung habe ich nichts auszusetzen.

Die Charaktere konnten mich an der Stelle auch überzeugen, sympathisch waren sie mir aber nicht immer. Ich hatte meine Schwierigkeiten, mit Eliza warm zu werden. Ich halte sie zwar durchaus für humorvoll und schlau, allerdings war sie vor allem anfangs oft unfreundlich und eingebildet. Mir ist bewusst, dass das zu ihrem Charakter passt und sie absichtlich so gestaltet wurde, doch bei mir hat es dazu geführt, dass wir anfangs ein holpriges Verhältnis hatten. Gleichzeitig hat es mich aber auch zum Schmunzeln gebracht und fand ich es dann doch irgendwie gut. Im Laufe der Geschichte hat sich das dann sowieso geändert und ich fing an, Eliza zu mögen. Das gleiche bei Elizas Freundin Winona. Ich weiß nicht genau, was ich von ihr halten soll. Richtig sympathisch war sie mir nämlich nur bei einer Bemerkung am Ende.
Len mochte ich. Er wird gut beschrieben und an ihn kam ich auch irgendwie gut dran. Besonders gut fand ich, dass Eliza ihn anfangs nur für einen oberflächlichen Sportler hielt, der Charakter aber eine unglaubliche Tiefe besitzt.
Zuletzt noch Serena. Auch sie mochte ich, weil sie so ambitioniert war, obwohl das absolut niemand von ihr erwartet hätte.

Der Schreibstil ist gleichzeitig anspruchsvoll und schlicht. Es werden einige Fremdwörter benutzt, wovon ich auch nicht alle kannte. Dadurch wurde aber eine gewisse Atmosphäre geschaffen, die mir sehr gefallen hat. An anderen Stellen kam mir der Schreibstil aber sehr gewöhnlich, nichts Besonderes und ab und zu auch ein wenig langweilig vor, was meinen Lesefluss aber nicht gestört hat.

Das Thema Feminismus wurde sehr gut umgesetzt. Es ist das erste Buch, das ich bis jetzt zu dem Thema gelesen habe und es hat mir gut gefallen. Vor allem gegen Ende hat es mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Das Buch empfehle ich allen, die das Thema Feminismus interessiert, weil es hier tatsächlich sehr in den Vordergrund gerückt wird. Die Liebesgeschichte spielt eine etwas kleiner Rolle und es ist auf jeden Fall kein schnulziges Buch!

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Veröffentlicht am 08.06.2022

Kennst du deine Freunde?

Truth or Dare. Triff deine Wahl
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Das Cover gefällt mir nicht sooo gut. Die Geschichte hingegen war super.

Brianna, Xenia, Kian und Yves. Perfekte beste Freunde, bis Kian alles kaputt macht und Funkstille herrscht. Ein Campingausflug ...

Das Cover gefällt mir nicht sooo gut. Die Geschichte hingegen war super.

Brianna, Xenia, Kian und Yves. Perfekte beste Freunde, bis Kian alles kaputt macht und Funkstille herrscht. Ein Campingausflug soll die Freunde wieder vereinen, aber alles läuft aus dem Ruder und danach ist nichts mehr wie es war.

Brianna als Protagonistin konnte mich nicht sehr gut überzeugen. An sich war sie greifbar und anfangs auch sympathisch. Dann kamen aber ein paar Entscheidungen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnten und die sie mir auch unsympathisch gemacht haben. Die anderen Charaktere waren ganz gut beschrieben. Und auch die Freundschaft zwischen ihnen wurde gut deutlich.
Bezüglich der Überbringung der Gefühle bin ich zwiegespalten. In manchen Situationen bezweifle ich, dass sie gut rübergebracht wurden. Allerdings gab es auch einige Szenen, wo eben das sehr gut war. Da konnte ich dann richtig mit den Charakteren mitfühlen.

Die Handlung hat mir gefallen. Es gab einige Wendungen und vor allem das Ende hat mich sehr überrascht. Ich war sehr gecatcht von der Geschichte und Richtung Ende war es auch sehr spannend.

Dem Schreibstil habe ich nichts auszusetzen. Er war flüssig und hat mich gut durch die Geschichte gebracht, war jetzt aber auch nichts besonderes.

Als Fazit gewichte ich die Handlung mehr als die Charaktere und vergebe deswegen 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2022

Gute Umsetzung

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Mia ist geschockt, als sie ihn wieder sieht. Nathan Dawson. Den Mörder ihres besten Freundes. Mörder.
Und doch kommen die beiden sich näher und Mia lernt, dass es mehr als Schwarz und Weiß gibt. ...

Mia ist geschockt, als sie ihn wieder sieht. Nathan Dawson. Den Mörder ihres besten Freundes. Mörder.
Und doch kommen die beiden sich näher und Mia lernt, dass es mehr als Schwarz und Weiß gibt. Aber kann sie wirklich den Mörder ihres besten Freundes akzeptieren, verstehen und zu lieben lernen?
Flüssig und leichtfüßig führt Rebekka Weiler uns durch eine Geschichte, die voll von Trauer und Hoffnung, Glück und Verständnis, Freundschaft und Leid ist.
Anfangs war ich skeptisch, weil ich mir nicht sicher war, ob es möglich ist, die Thematik realistisch und erfolgreich umzusetzen. Beim Lesen des Buches wurde mir aber relativ schnell klar: Das verstehe ich, das kann ich nachvollziehen, es funktioniert!
Mia ist dabei eine ganz reizende Protagonistin. Einfühlsam und mutig, versucht sie ihre Liebsten glücklich zu machen, selber wieder den Weg zurück ins Leben zu finden und vielleicht endlich loszulassen.
Nathan fasziniert mich. Alle seine Gedanken und Gefühle werden so gut rübergebracht und das obwohl die Geschichte gar nicht aus seiner Sicht erzählt wird. Die Beschreibungen sind so treffend und gefühlvoll.
Die Handlung an sich war gut. Es war realistisch und vor allem Richtung Ende sehr fesselnd. Zwischendurch bin ich ab und zu ein wenig abgedriftet oder musste mich ein wenig überwinden, weiter zu lesen, deswegen der Stern Abzug.
Trotzdem musste ich, nachdem ich das Buch beendet habe, erst einmal durchatmen. Die Entwicklung, die Mia und Nathan durchmachen und die Erkenntnis, zu der sie am Ende kommen sowie die Leute, die ihnen dabei helfen, sind einfach bezaubernd.
Trotz der "nur" vier Sterne, kann ich "The Moment I lost You" nur empfehlen. Ich verspreche euch, Nathan und Mia werden euch berühren, verzaubern und lehren.

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Veröffentlicht am 14.05.2022

Schön illustreirt

Not all heroes wear capes
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Ein Buch über all die Menschen, die Heldentaten ausgeführt haben, von denen du nichts weißt.
Auch wenn das Buch für Kinder gedacht hat, hat es mich wunderbar unterhalten. Es ist in verschiedene ...

Ein Buch über all die Menschen, die Heldentaten ausgeführt haben, von denen du nichts weißt.
Auch wenn das Buch für Kinder gedacht hat, hat es mich wunderbar unterhalten. Es ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, in denen jeweils drei bis vier Helden vorgestellt werden. Dies passiert zum Beispiel in sehr schön illustrierten Comics. Und nebenbei wird darauf hingewiesen, wie man selber etwas tun kann, was die Welt ein wenig glücklicher machen könnte.
Das Cover ist sehr anschaulich und schön gestaltet. Den Titel finde ich sowieso genial und da bin ich ganz froh, dass der englische Originaltitel einfach übernommen wurde.
Ben Brooks erzählt dann unterhaltsam und unkompliziert über Helden, Weltverbesserer und Träumer. Dabei spricht er die jungen Leser direkt an und überbringt einfach ein Buch, das so positiv und optimistisch ist, dass es mich ganz glücklich gemacht hat. Ich bin mir sicher, hätte ich es als kleines Mädchen gelesen, hätte ich erst einmal versucht, die Welt zu retten.
Die Comics, Illustration, Kalligraphie und Sprüche sind sehr anschaulich und kreativ, sodass es gute Alternativen zu nur Text gibt.
Das Buch ist einfach sehr süß und inspirierend und ich kann es nur empfehlen. Als Geschenk für einen kleinen Held oder eine kleine Heldin würde es sich bestimmt super eignen.

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