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Veröffentlicht am 05.06.2026

Liebe, Liebe, Mord, Liebe - warte was?

If Books Could Kill
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In welchem Buch würdest du gerne leben? Für mich wäre die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Roxie in "If Books Could Kill" weiß es jedoch genau: In einem Buch ihrer Lieblingsautorin schnulziger ...

In welchem Buch würdest du gerne leben? Für mich wäre die Frage gar nicht so leicht zu beantworten. Roxie in "If Books Could Kill" weiß es jedoch genau: In einem Buch ihrer Lieblingsautorin schnulziger Romane. Als ihr eines Tages der Wunsch erfüllt wird, im neusten Roman dieser Autorin zu leben, stellt sich zu ihrem Leid jedoch heraus, dass diese plötzlich statt von der großen Liebe über Mord schreibt. Ihren Wunsch kann Roxie jedoch nicht rückgängig machen und so hat sie keine andere Wahl, als in diesem Thriller zu überleben. Zum Glück gibt es in der Geschichte auch den etwas tollpatschigen Grant, der sie dabei (unfreiwillig) begleitet.

Die Idee der Geschichte hatte mich wirklich vom ersten Moment an überzeugt. Ich liebe dieses kluge Zusammenspiel von Reflexion der Genres (Romance und Thriller) und den gleichzeitig wirklich witzigen Dialogen. Roxie und Grant haben eine tolle Dynamik, die einfach Spaß macht zu lesen. Die Dialoge sind für mich tatsächlich auch das Highlight an dem Roman. Sie sind irgendwie chaotisch, witzig und manchmal auch gesellschaftskritisch – einfach eine perfekte Mischung. Die Handlung an sich, ist jedoch leider eher vorhersehbar. Ich denke, das war für mich so auch das Problem, die Motivation zu finden, stetig weiterzulesen. Wenn ich einmal das Buch in die Hand genommen habe, hatte ich dabei total meinen Spaß, aber irgendwie hat die Geschichte es nicht geschafft mich wirklich am Lesen zu halten.

Auch wenn Roxie, Grant und alle anderen sehr sympathisch und liebenswert waren, fehlte mir manchmal ein wirklicher emotionaler Bezug. So ganz konnte das Buch es einfach nicht schaffen, mich wirklich zum Mitfiebern zu bringen, was ich schade fand. Ich glaube, damit das bei mir passiert wäre, hätte es für mich etwas mehr Tempo und etwas mehr Tiefe bei den Figuren gebraucht.

Trotzdem hatte ich am Ende Spaß. Und das ist doch alles was zählt, oder? Ich kann das Buch trotz der Kritik allen Romance- und Rom-Com-Fans wärmstens ans Herz legen. Für schöne Stunden zwischendurch ist dieser kurzweilige Roman wirklich eine erfrischende Abwechslung!

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Achtung: Traurig!

Without a Word
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Bevor ich mich an meine Rezension gesetzt habe, habe ich zunächst andere gelesen. Tatsächlich war ich etwas überrascht, dass viele von meiner persönlichen Einschätzung völlig abwichen. In einem Punkt verstehe ...

Bevor ich mich an meine Rezension gesetzt habe, habe ich zunächst andere gelesen. Tatsächlich war ich etwas überrascht, dass viele von meiner persönlichen Einschätzung völlig abwichen. In einem Punkt verstehe ich sie aber. Weder vom Cover noch vom Klappentext wird das Ausmaß der Dramatik des Buches deutlich. Da kann ich nachvollziehen, wenn einen das überrascht und vielleicht missfällt. Ich hingegen liebe dramatische, ja auch bedrückende Geschichten, weshalb für mich "Without a Word" ein unerwartetes Highlight war!

Aber worum geht es? Madeline trifft auf Eden und dieser stellt ihre Welt völlig auf den Kopf. Schnell stellt sich die Frage: Was ist man bereit, für die Liebe zu opfern? Was hier so nüchtern klingt (um nicht zu spoilern), hat einen hochdramatischen Grund. Gerade durch den Wechsel der Perspektive zwischen Madeline und Eden wird man gleich in zwei sehr komplexe und intensive Gefühlswelten mitgenommen. Für mich persönlich war alles sehr nachvollziehbar und authentisch. Natürlich hätte ich beide manchmal gerne geschüttelt, ja, manchmal haben sie mich auch genervt, aber gerade das hat es für mich nahbar gemacht. Denn die beiden befinden sich in einer unfassbaren Ausnahmesituation. Wie komisch wäre es gewesen, wenn sie beide nichts falsch gemacht hätten? Insbesondere Eden ist wirklich sehr schön ausgearbeitet. Seine Kapitel bieten wirklich eine einzigartige Perspektive, die meinen Horizont wirklich nachwirkend verändert hat.

Den Schreibstil empfand ich prinzipiell als gut lesbar. Irgendwo in der ersten Hälfte hat es sich für meinen Geschmack etwas gezogen, irgendwie wurde ich ungeduldig und wollte einfach, dass es weitergeht. Im Kontext der Geschichte macht es für mich aber Sinn, so ein Gefühl vielleicht auch bewusst auslösen zu wollen. Deshalb kann ich darüber auch gut hinwegsehen. Gerade die zweite Hälfte war für mich dann eine wirkliche Überraschung. Tatsächlich hatte ich damit gerechnet, dass die Geschichte an einer anderen Stelle endet. Dass sie jedoch weiterging, war so wichtig.

Für mich ist dieses Buch eine absolute Empfehlung! Um jedoch einer Enttäuschung vorzubeugen: Es ist traurig, es ist furchtbar deprimierend, es macht einen wütend. Jedoch wenn man durchhält, schenkt es auch Hoffnung. Trauer werden wir im Leben nie verhindern können. Das Einzige, was wir tun können, ist, die Hoffnung in unser Leben zu lassen. Und das zeigt dieses Buch auf eine wunderschöne Art und Weise.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Der erste Eindruck zählt - oder nicht?

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Sollte man einem schlechten ersten Date eine zweite Chance geben? Würde mich jemand fragen, würde ich sagen, sofern die Person kein Arsch war, warum nicht. Wenn du darüber nachdenkst, jemandem eine zweite ...

Sollte man einem schlechten ersten Date eine zweite Chance geben? Würde mich jemand fragen, würde ich sagen, sofern die Person kein Arsch war, warum nicht. Wenn du darüber nachdenkst, jemandem eine zweite Chance zu geben, dann hat die Person es vielleicht auch verdient. Margot aus "Worst-Date-Ever" sieht das etwas anders. Sie ist auf der Suche nach ihrem perfekten Partner und der dazugehörigen Kennenlernstory. Ein schlechtes Date ist davon kein Bestandteil. Zu doof, dass ihr auch nach all den Jahren Oliver nie ganz aus dem Kopf gegangen ist, auch wenn ihr gemeinsames erstes Date nicht wirklich gut lief. Neben der Liebesgeschichte begleiten wir Margot zudem dabei, wie sie versucht, Literaturagentin zu werden, was super spannende Einblicke hinter die Kulissen des Buchmarktes gibt.

Für mich war "Worst Date Ever" eine süße und kurzweilige Lektüre, die jedoch irgendwie nichts Besonderes oder Herausstechendes hatte. Es war einfach eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch, die aber bei mir nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch wenn das wie ein sehr hartes Urteil klingt, glaube ich aber, dass das Buch genau das auch einfach sein wollte.

Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben, gehen aber nie wirklich stark in die Tiefe. Die Charaktere sind schnell sympathisch, jedoch habe ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen können. Ich habe mich für sie freuen können, habe aber wenig mitgefiebert. Für mich lag das einfach daran, dass etwas Zeit und Raum fehlten, um Margot und Oliver wirklich kennenlernen zu können. Gerade bei Oliver fand ich das etwas schade, da ich ihn wirklich sympathisch fand, die Geschichte mir aber wenig über seine Träume und Wünsche erzählt hat. Er war wirklich eher der hotte Love-Interest, dem irgendwie mal das Herz gebrochen wurde.

Auch wenn die Geschichte an sich für mich nun nicht überwältigend war, hatte ich trotzdem einfach meinen Spaß. Und manchmal ist es eben auch genau das, was man in dieser doch manchmal ernsten Welt braucht. Wer also eine Auszeit vom Alltag sucht, wird mit der witzigen Rom-Com nichts falsch machen!

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Wem gehört eigentlich mein Körper?

Fünf Tage im Licht
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Ich habe "Fünf Tage im Licht" schon vor einer Woche beendet und trotzdem begleitet es noch immer meinen Alltag. Die Geschichte setzt sich auf eine ganz einzigartige Weise damit auseinander, was der weibliche ...

Ich habe "Fünf Tage im Licht" schon vor einer Woche beendet und trotzdem begleitet es noch immer meinen Alltag. Die Geschichte setzt sich auf eine ganz einzigartige Weise damit auseinander, was der weibliche Körper ist und wem er gehört. In dem 300 Seiten langen Roman begleiten wir die erfolglose Künstlerin Sophie, welche von ihrem Partner gedrängt wird, sich mit der Frage nach Kindern auseinander zu setzen. Aber kann man eine irgendwann erfolgreiche Künstlerin und gute Mutter sein? Dazu nimmt sie uns auf eine sehr rohe Art mit in ihre Gedanken.

Überrascht bin ich, dass ich an keiner Stelle von dem Roman gelangweilt war. Denn eigentlich ist die Handlung eher wenig ereignisreich. Im Fokus steht die gedankliche Auseinandersetzung mit Themen wie Kinderwunsch, Weiblichkeit, Freundschaft, Klassizismus, welche von Ereignissen eines fünftägigen Junggesellinnenabschieds in Griechenland angestoßen wird. Gerade das Thema Weiblichkeit und Kinderwunsch wird dabei durch die wirklich wundervollen und sehr bereichernden "Zwischenkapiteln" ergänzt. In diesen kurzen Kapiteln werden Selbstaktdarstellungen von teils fast vergessenen Künstlerinnen in den Blick genommen, beschrieben und aus Sophies Blick diskutiert. Gerade aus diesen Kapiteln habe ich für mich unglaublich viel schöpfen können. Gerade die dadurch entstehende Mischung aus Fiktionalität und Realität ist so intensiv, dass sie mich wirklich emotional sehr berührt hat und meine Sicht auf bestimmte Dinge nachhaltig verändert hat. An der Stelle muss ich jedoch anmerken, dass dem Buch eine Triggerwarnung gut getan hätte! Insbesondere die Themen Fehlgeburt und Kindstod traten sehr unvorhergesehen auf.
Aber auch der Teil, der in Griechenland spielt, war spannend zu verfolgen. Gerade Sophie hat mich immer wieder in moralische Dilemmata geworfen. Denn sie ist alles andere als perfekt. Im Gegenteil, sie mach viel falsch, aber ist dabei immer sehr nachvollziehbar. Sie ist vielleicht nicht die klassische Protagonistin, mit welche man sich identifizieren will, jedoch ist das genau richtig so. Denn so blieb, zumindest in meinem Empfinden, mehr Raum für meine eigenen Gedanken.
Das griechische Setting ist zudem wirklich wundervoll umgesetzt. Ich hatte stets sehr klar vor Augen wie es in der kleinen Villa in Strandnähe aussieht, konnte erahnen, was zu hören ist und wie der Ort riecht. All das, ohne dass man in dem Roman von Landschaftsbeschreibungen erschlagen wird. Jedoch hat die Autorin auf eine sehr natürliche Art und Weise eine angenehm bildhafte Sprache, wodurch ich nur so in die Geschichte abgetaucht bin.

Am Ende verblieb ich mit dem Gefühl, dass es wichtig ist einfach glücklich zu werden, auch wenn man manchmal dafür seine Grenzen ziehen muss. Auch wenn das bedeutet, Menschen zu verletzen. Auch wenn das bedeutet, aufzufallen. Aber das eigene Glück, das sollte es einem wert sein. "Fünf Tage im Licht" von Rhiannon Lucy Cosslett ist somit von mir eine dicke Empfehlung!

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Perfekt, um seine Erkrankung kennenzulernen!

Dein Endometriose-Alltagshelfer
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Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. ...

Nach einem zum Glück vergleichsweise kurzen Leidensweg habe ich vor ca. einem halben Jahr meine Diagnose Endometriose bekommen. Also bin ich noch ziemlich frisch dabei, mich mit der Erkrankung auseinanderzusetzen. Da gerade die Aufklärung meiner Ärztin etwas knapp ausfiel, hat mir der "Endometriose Alltagshelfer" doch nun einiges an Wissen sowie an Tipps mit an die Hand gegeben.

Der Ratgeber ist wirklich leicht verständlich und sehr ermutigend verfasst. Der Aufbau der Seiten ist sehr übersichtlich, ruhig, aber auch ästhetisch gehalten. Inhaltlich deckt er ein breites Spektrum ab, verbleibt hinsichtlich der einzelnen Themen jedoch etwas oberflächlich, was, um einen ersten Einblick in die Erkrankung zu erlangen, aber völlig in Ordnung ist. Dadurch hatte ich den Eindruck, dass der Ratgeber sich sehr gut dazu eignet, eine erste Richtung zu finden, welche einem Erleichterung verschaffen kann.
Ein großes Plus ist, dass immer wieder Expertinnen sowie Betroffene zu Wort kommen. Gerade diese Seiten spenden einiges an Hoffnung! Dadurch, dass diese "Info-Seiten" eher etwas verstreut im Buch sind, wird man davon auch nicht erschlagen.

"Dein Endometriose Alltagshelfer" ist ein wirklich guter Einsteiger-Ratgeber in dieses Thema, sowohl für Betroffene als auch für PartnerInnen!

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