Wenn Bilder mehr sagen als Worte – Emma als Graphic Novel
Emma - Die Graphic Novel nach Jane AustenDie Graphic Novel „Emma“ schafft es richtig gut, Jane Austens Klassiker auf eine moderne und andere Weise neu zu erzählen. Der Aufbau der Geschichte ist toll strukturiert, die „Kapitel“ sind wie der bekannte ...
Die Graphic Novel „Emma“ schafft es richtig gut, Jane Austens Klassiker auf eine moderne und andere Weise neu zu erzählen. Der Aufbau der Geschichte ist toll strukturiert, die „Kapitel“ sind wie der bekannte Handlungsverlauf und ich konnte sie richtig flüssig lesen.
Besonders gelungen finde ich die Illustrationen: Der Zeichenstil ist wunderschön, atmosphärisch und ausdrucksstark, wodurch die Gefühle und Stimmungen der Figuren richtig gut rüberkommen. Die Illustrationen passen gut in die Regency-Zeit, ohne dabei zu kitschig zu wirken. Das Personenregister am Anfang ist hilfreich, um bei der Vielzahl ähnlicher Charaktere den Überblick zu behalten. Dennoch mache ich ein paar Mal kurz verwirrt, wer wer ist.
Sprachlich ist die Graphic Novel sehr modern und auch vereinfacht gestaltet, was auf der einen Seite das Lesen erleichtert, aber auf der anderen Seite hat auch manchmal etwas ein bisschen gefehlt. Die Handlung ist eher gekürzt, was für mich zu ein bisschen Oberflächlichkeit geführt hat. Sollte man aber das Original kennen, würde ich sagen, ist dies kein Problem.
Emma selbst wird als facettenreiche, jugendliche Figur dargestellt, deren Entwicklung in der Graphic Novel gut sichtbar wird. Die Geschichte ist wirklich stimmig und hatte für mich echt ein tolles Ende. Trotz kleinerer Schwächen hatte ich echt viel Spaß beim Lesen. Ich glaube, die Graphic Novel eignet sich echt gut als Einstieg in die Welt von Jane Austen, besonders auch für jüngere Leser.
4/5 Sterne ⭐️
Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung jedoch nicht beeinflusst.