Hatte mehr erwartet
Das Reich der sieben HöfeIch hatte mich so sehr auf das Buch bzw. die Reihe gefreut und habe es erfolgreich vermieden, mich spoilern zu lassen – was, wie ich jetzt weiß gar nicht nötig gewesen wäre, weil die Handlung weder spannend ...
Ich hatte mich so sehr auf das Buch bzw. die Reihe gefreut und habe es erfolgreich vermieden, mich spoilern zu lassen – was, wie ich jetzt weiß gar nicht nötig gewesen wäre, weil die Handlung weder spannend noch innovativ war. Man merkt sofort, dass das Buch ursprünglich als Retelling von „Die Schöne und das Biest“ gedacht war. Per se nichts schlechtes, nur konnte die Story mich nicht wirklich mitreißen:
Mit den Protagonisten bin ich einfach nicht warm geworden: Feyre empfand ich stellenweise als anstrengend und Tamlins Passivität in der zweiten Hälfe des Buches macht ihn in meinen Augen als Helden und Loveinterest unglaubwürdig. Generell habe ich die Liebesgeschichte der beiden Null gespürt oder gefühlt. Einzig Lucien und Rhysand sind einigermaßen interessante Charaktere.
Da ich die „Crescent City“-Reihe der Autorin so geliebt habe und mich besonders ihr komplexes Worldbuilding und die starken Protagonistinnen beeindruckt haben, waren meine Erwartungen an „Das Reich der sieben Höfe“ natürlich sehr hoch. Zumal die Reihe bei Booktok und Bookstagram extrem gehyped wird und man kaum negative Bewertungen findet. Umso ernüchternder war dann die vorhersehbare, klischeebeladene und teils langatmige Realität.
Band zwei werde ich dennoch lesen, da ich hoffe, dass der Hype gerechtfertigt ist – auch, wenn ich schon eine Ahnung/ Befürchtung habe, wie es weitergeht…