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Raoulchagny

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2025

Sehr zu empfehlender Krimi-Spaß!

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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"Jeder im Zug ist verdächtig" so lauten Titel und Programm von Bejamin Stevensons zweiten Roman seiner Reihe um die "mörderischen Cunnninghams": Auch dieser Roman zeichnet sich durch einen clever konstruierten ...

"Jeder im Zug ist verdächtig" so lauten Titel und Programm von Bejamin Stevensons zweiten Roman seiner Reihe um die "mörderischen Cunnninghams": Auch dieser Roman zeichnet sich durch einen clever konstruierten Plot mit vielen Twists und Geheimnissen und vor allem undurchschaubaren Verdächtigen aus. Es handelt sich um einen fairen Kriminalroman, es werden also - wie zu Beginn angekündigt - den Lesenden keine Hinweise vorenthalten, sondern diese werden sorgfältig in die Handlung eingebaut und kunstvoll miteinander verknüpft - die überraschende Auflösung bleibt dennoch bis zum Schluss verborgen. Besonders besticht dieser Kriminalroman jedoch durch die Erzählweise von Stevenson, der gekonnt Humor mit Meta-Referenzen kombiniert und so zugleich eine Hommage als auch eine Aktualisierung des klassischen Kriminalromans schafft. "Jeder im Zug ist verdächtig" ist ohne Einschränkung sowohl den Fans der Kriminalromane von Agatha Christie als auch denjenigen zu empfehlen, die moderne Kriminalromane bevorzugen.

Veröffentlicht am 07.03.2025

Spannende Themen in einen soliden Roman verpackt

Dunkle Momente
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"Dunkle Momente" von Elisa Hoven hinterlässt ein gemischtes Bild: Positiv fällt auf, dass die Darstellung der Verbrechen durch Hoven auf Grund ihres Hintergrunds als Strafrechtsprofessorin differenzierter ...

"Dunkle Momente" von Elisa Hoven hinterlässt ein gemischtes Bild: Positiv fällt auf, dass die Darstellung der Verbrechen durch Hoven auf Grund ihres Hintergrunds als Strafrechtsprofessorin differenzierter und deutlich weniger klischeehaft als in den meisten anderen Kriminalromanen erfolgt. Leider zeigt sich diese differenzierte Herangehensweise weniger bei den Figuren des Romans, die oft oberflächlich oder sogar stereotyp gezeichnet sind. Der Stil Hovens ist souverän und routiniert, aber oft zu zurückhaltend und zuweilen monoton. Eine Darstellung mit mehr "show" und weniger "tell" hätte den Roman dynamischer und spannender gemacht. Auch wäre eine tiefere Auseinandersetzung mit den aufgeworfenen strafrechtlichen Aspekten wünschenswert gewesen. Der Roman bleibt angesichts dieser spannenden Themenauswahl leider zu oberflächlich und lässt interessante Fragen weitgehend unbeantwortet. Insgesamt handelt es sich um einen soliden Kriminalroman, der sowohl Potenzial als auch Verbesserungsmöglichkeiten erkennen lässt.

Veröffentlicht am 21.02.2025

Origineller und spannender Kriminalroman

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Mit seinem neuen Roman "Der letzte Mord am Ende der Welt" zeigt Stuart Turton mehr, dass er der Autor schlechthin für spannende und kreative Genre-Experimente ist. Auch bei diesem Buch erfindet sich Turton ...

Mit seinem neuen Roman "Der letzte Mord am Ende der Welt" zeigt Stuart Turton mehr, dass er der Autor schlechthin für spannende und kreative Genre-Experimente ist. Auch bei diesem Buch erfindet sich Turton ganz neu und überrascht mit einem originellen Setting und vielen einfallsreichen Handlungsansätzen. Eine Konstante ist hingegen Turtons Stärke im World-Building. Mit viel Detailtreue schafft er eine lebendige Romanwelt mit vielschichtigen Figuren. Die Handlung zeichnet sich durch ihre geschickte Führung und die spannungsreichen Wendungen aus, bei denen Turton geschickt mit den Erwartungen seiner Leserschaft spielt. Zugleich gelingt es Turton als Autor unberechenbar zu bleiben, sodass auch die Leserinnen und Leser seiner beiden vorherigen Bücher von diesem Buch überrascht sein werden. An Herz gelegt sei dieses Buch nicht nur den Fans von Kriminalromanen, sondern all denjenigen, die auf der Suche nach einer spannenden und originellen Geschichte sind.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Kurzweilig, aber etwas zu kurz

Toyboy
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„Toyboy“ ist eine kurze und kurzweilige Erstveröffentlichung von Jonas Theresia. Offiziell zwar als Roman deklariert, wirkt das Werk doch in einigen Punkten für einen Roman zu kurz und oberflächlich geraten, ...

„Toyboy“ ist eine kurze und kurzweilige Erstveröffentlichung von Jonas Theresia. Offiziell zwar als Roman deklariert, wirkt das Werk doch in einigen Punkten für einen Roman zu kurz und oberflächlich geraten, fast novellenhaft. Die Handlung zeichnet sich durch eine gute Handlungsführung aus, ist aber etwas knapp gefasst. Positiv hervorzuheben ist die gelungene Figurenzeichnung. Der Sprachstil ist passend zum Werk gewählt, jedoch nicht immer gut zu lesen. Spannend sind die vielen aktuellen Bezüge, denen zuweilen aber der notwendige Tiefgang fehlt. Alles in allem wird bei „Toyboy“ zwar ein gelungen Ansatz deutlich, dieser leidet teilweise aber an der zu knappen Ausführung.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Spannende Einblicke

Die Geschichten in uns
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"Die Geschichten in uns" von Benedict Wells" ist mehr als ein bloßer Schreibratgeber - dieses Buch über das "Schreiben" und das "Leben" lädt dazu ein, Benedict Wells auf ausgewählten Stationen seines Schreibprozesses ...

"Die Geschichten in uns" von Benedict Wells" ist mehr als ein bloßer Schreibratgeber - dieses Buch über das "Schreiben" und das "Leben" lädt dazu ein, Benedict Wells auf ausgewählten Stationen seines Schreibprozesses und seines Lebens zu begleiten. Neben persönlichen Einblicken und Hintergründen teilt Wells Informationen über die verschiedenen Aspekte des Schreibens und verbindet diese mit zahlreichen Tipps, die sowohl von ihm als auch zahlreichen anderen Autor:innen stammen. Besonders hilfreich sind die vielen Beispiele, die Wells anhand seiner eigenen Bücher gibt, und die die Tipps leicht verständlich und praxisnah machen. Da Wells so viele Hintergrundinformationen zu seinen eigenen Büchern gibt, dürfte dieses Buch nicht nur für angehende Schriftsteller:innen, sondern auch für Fans seiner eigenen Bücher ein Highlight sein.